DE968456C - Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender Mooraufschwemmungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender MooraufschwemmungenInfo
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- DE968456C DE968456C DEK13364A DEK0013364A DE968456C DE 968456 C DE968456 C DE 968456C DE K13364 A DEK13364 A DE K13364A DE K0013364 A DEK0013364 A DE K0013364A DE 968456 C DE968456 C DE 968456C
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Description
- Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender Mooraufschwemmungen Die üblichen Verfahren zur Herstellung von Moor-oder Torfaufschwemmungen bestehen im Prinzip darin, Moor oder Torf zu zerkleinern, mit Flüssigkeit im günstig erachteten Verhältnis, beispielsweise mit etwa der gleichen Menge Wasser zu mischen, die Mischung zu verrühren und die gröberen Partikeln abzusieben. Solche Moor- oder Torfaufschwemmungen sedimentieren rasch, da sich zu wenig Humuskolloide in Lösung befinden. Dies trifft insbesondere zu, wenn die Flüssigkeitsanreicherung die spezifische Wasserkapazität der verwendeten Moore oder Torfe übersteigt, d. h. wenn die zugeführte Flüssigkeitsmenge größer ist, als Moore oder Torfe nach den Feststellungswerten der üblichen wissenschaftlichen Meßmethoden normalerweise festzuhalten vermögen.
- Zur Überwindung dieser Schwierigkeiten ist es bekannt, Moore mit einem mehrfachen einer Flüssigkeitsmenge, die zu ihrer Flüssigkeitssättigung nötig wäre, zu vermengen und diese Mischung einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur bis zu 50" so lange zu unterwerfen, bis die feinen Peloidteile in der Flüssigkeit in der Schwebe bleiben. Anschließend kann die Mischung, beispielsweise durch Zentrifugieren oder Filtrieren, in eine klare Peloidfiüssigkeit und in einen breiigen Rückstand zerlegt werden. Bei diesem Verfahren wird die Aufspaltung des Moores in dem Alterungsprozeß durch Mikroorganismen bewirkt. Durch diese Abhängigkeit von Mikroorganismen ergeben sich jedoch, wie bei vielen biologischen Verfahren, eine Reihe von Unsicherheitsfaktoren.
- Außerdem muß besondere Sorgfalt darauf verwendet werden, daß die Mikroorganismen funktionsfähig bleiben und daß sie- beispielsweise bei dem Alterungsprozeß nicht abgetötet werden.
- Es ist weiterhin bekannt, zur Herstellung eines Bademoores Meorerde mit mineralischem Schlamm, z. B. Fango und Mineralsalzlösungen, zu vermischen.
- Die Masse wird längere Zeit in periodischer Aufeinanderfolge umgerührt, ausgepreßt und so in einen flüssigen Extrakt und in einen festen versandfähigen Bestandteil getrennt. Dieses Verfahren verfolgt folgenden Zweck: Die medizinisch in mancher Hinsicht hochwirksamen Eisenmineralmoore kommen fast ausschließlich nur in Westböhmen vor. Zur Überwindung der Transportschwierigkeiten soll nun durch den Zusatz von Mineralsalzen, insbesondere Ferrosulfat, versucht werden, einen Moorextrakt nach der Karlsbader oder Franzensbader Art zu erhalten.
- Gemäß der Erfindung wird nun eine über die Wasserkapazität mit - Wasser versetzte Torfmasse mit aus Torflagern stammenden anorganischen Ablagerungen, beispielsweise Humustorf, längere Zeit verrührt. Anschließend wird die Masse in an sich bekannter Weise bei erhöhter Temperatur gealtert.
- Obwohl durch die Anreicherung mit anorganischen Ablagerungen oftmals eine gewisse Verbesserung der medizinischen Wirksamkeit des Moores erreicht werden kann, verfolgt das angegebene Verfahren in erster Linie den Zweck der Aufspaltung des Moores und der Verhinderung einer Sedimentierung der Moor- oder Torfaufschwemmungen.
- Die mikroskopische Untersuchung von den in Rede stehenden Materialien zeigt, daß an den in Mooren oder Torfen immer vorhandenen pflanzlichen Fasern Humusflocken haften, welche als kolloidale Substanzen anzusprechen sind. Gemäß dem Verfahren der Erfindung sollen nun diese Humusfiocken ohne Schädigung der Mikroorganismen von den Pflanzenfasern losgelöst werden und in wäßrige kolloidale Lösung gebracht werden, so daß eine Erhöhung der Dichte des Mediums bewirkt wird und die Sedimentierung verhindert wird. Die Praxis zeigte nun, daß gerade die feinen Humusteilchen durch ihre mechanische Wirkung bei dem ständigen Rühren der Masse in der Lage sind, die Humusfiocken von den Pflanzenfasern abzulösen.
- Im einzelnen wird das Verfahren gemäß der Erfindung folgendermaßen durchgeführt: Der Humusanteil eines stichfeuchten Moores oder Torfes wird nach Ultra- oder Partikularzerkleinerung durch Zusatz von aus Torflagern stammenden anorganischen Ablagerungen je nach Qualität des Moores oder Torfes auf Grund der Analysenwerte beispielsweise bis auf etwa 3 bis 70/, erhöht. Die gesamte Masse wird bis auf etwa das doppelte Volumen mit Flüssigkeit, vorzugsweise mit enthärtetem Wasser, unter ständigem Rühren allmählich angereichert.
- Hierbei wirken die zugesetzten Tonteilchen des Humustones wie die Kugeln einer Kugelmühle und trennen mechanisch die Peloidkolloide von den sie umgebenden Substanzen, so daß immer mehr Kolloide frei werden.
- Zur weiteren Aufschließung durch die vorhandenen Mikroorganismen wird die Masse einem an sich bekannten biochemischen Alt erungs prozeß unterworfen. Danach wird weiterhin gerührt. Etwa verbleibende Klümpchen werden abgesiebt. Durch Zusatz von vegetabilen Kolloiden, z. B. Pektin, kann noch eine weitere sedimentierungshemmende Wirkung erzielt werden. Auf diese Weise hergestellte Moor oder Torfaufschwemmungen eignen sich besonders für eine kosmetische oder therapeutische Verwendung.
- Sie können als Ausgangsprodukte zflr Herstellung von Arzneimitteln dienen. Eine externe Anwendung der Produkte dient vorwiegend balneologischen und dermatologischen Zwecken. Präparate für die innere Medizin eignen sich vorwiegend zur Bekämpfung von Magen-Darm-Krankheiten.
- Beispiel IOOO g Moor oder Torf werden mechanisch feinst zerteilt und mit 50 g homogenem Humuston zusammen mit etwa Io50 g enthärtetem Wasser versetzt. Die Mischung wird in einem Kessel mit Rührwerk gemischt. Daraufhin wird die Masse in Lagerungsbehältern einem an sich bekannten Alterungsprozeß unterzogen, der im wesentlichen darin besteht, daß die Temperatur in Abständen von einigen Tagen um einige Grade herauf- oder herabgesetzt wird, so daß günstige oder auch ungünstige Existenzbedingungen für Mikroorganismen geschaffen werden. Während dieses etwa 40 Tage dauernden Alterungsprozesses bei einer Durchschnittstemperatur von etwa 35C wird wiederholt gerührt. Etwa verbleibende Klümpchen werden abgesiebt. Gegebenenfalls können vegetabile Kolloide zugesetzt werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender Mooraufschwemmungen, dadurch gekennzeichnet, daß eine über die Wasserkapazität mit Wasser versetzte Torfmasse mit aus Torflagern stammenden anorganischen Ablagerungen, z. B.Humuston, verrührt und anschließend in an sich bekannter Weise bei erhöhter Temperatur gealtert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem vegetabile Kolloide, z. B.Pektin, zugesetzt werden.
- 3. Verfahren nach Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe einer Partikular- oder Ultrateilung unterworfen werden.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. I39 585; deutsche Patentanmeldung K 1254 IVa 130 h; österreichische Patentschrift Nr. I52 2I7; »Zeitschrift für physikalische Therapie, Bäder- und Klimaheilkunde«, I949, Heft 5/6, S. 79 und 80; Zeitschrift Physikalische Medizin in Diagnostik und Therapien, I947, 5. 252, 253, 287; oKolloidchemisches Taschenbuch« von Becker, 1944, S. 284; »Enzyclopädie der technischen Chemie, von Ullmann, I95I, I. Bd., S. 718.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK13364A DE968456C (de) | 1952-03-01 | 1952-03-01 | Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender Mooraufschwemmungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK13364A DE968456C (de) | 1952-03-01 | 1952-03-01 | Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender Mooraufschwemmungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE968456C true DE968456C (de) | 1958-02-20 |
Family
ID=7214051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK13364A Expired DE968456C (de) | 1952-03-01 | 1952-03-01 | Verfahren zur Herstellung nichtsedimentierender Mooraufschwemmungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE968456C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE139585C (de) * | ||||
| AT152217B (de) * | 1935-11-16 | 1938-01-10 | Schmidt Gmbh Karl | Aluminiumlagerschale. |
-
1952
- 1952-03-01 DE DEK13364A patent/DE968456C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE139585C (de) * | ||||
| AT152217B (de) * | 1935-11-16 | 1938-01-10 | Schmidt Gmbh Karl | Aluminiumlagerschale. |
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