DE965331C - Verfahren zum Herstellen von Zurichteboegen als Gegenlage fuer Druckformen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Zurichteboegen als Gegenlage fuer Druckformen

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DE965331C
DE965331C DE1955J0010270 DEJ0010270A DE965331C DE 965331 C DE965331 C DE 965331C DE 1955J0010270 DE1955J0010270 DE 1955J0010270 DE J0010270 A DEJ0010270 A DE J0010270A DE 965331 C DE965331 C DE 965331C
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DE1955J0010270
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Berthold Jantzen
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M9/00Processes wherein make-ready devices are used
    • B41M9/02Relief make-readies

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  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Zurichtebögen als Gegenlage für Druckformen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Zurichten bei Druckmaschinen nach dem Hauptpatent 961 440-Bei dem Verfahren nach dem Hauptpatent wird zur Herstellung der Zurlchtebögen für die Druckwalze als Gegenlage für zum Buchdruck dienende Druckformen so vorgegangen, daß von der eingefärbten Druckform nach Abstellen der Farbwalze durch mehrfaches Abdrucken die Farbe von den höher liegenden Drnckformteilen ganz oder teilweise entfernt und darauf von dieser Druckform. ein als Zurichtebogen dienender Abzug unter so starkem Anpressen hergestellt wird, daß sich die tiefer liegenden, noch Farbe aufweisenden Druckformteile auf ihm abdrucken, worauf auf diesen Abzugsbogen ein Pulver gestreut wird, welches nur an der frischen Farbe haftet, sonst aber entfernt wird und an den Haftstellen durch chemische oder physikalische Behandlung, z. B. mittels Wärme, in einen reliefartig aufliegenden, festen Stoff übergeführt wird. Das zur Beb andlung der Zurichtebögen dienende Pulver ist z. B. ein Pulver eines Natur-oder Kunstharzes, welches unter Zufuhr von Wärme in einen plastischen und bei folgender Abkühlung in einen festen Zustand übergeht. Die so hergestellten Zurichtebögen werden auf die Gegendruckwalze gespannt, um dadurch ungleichmäßige Höhen der Satzteile, Bilder usw. auszugleichen und den Druckerzeugnissen ein gleichmäßiges Aussehen zu verleihen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß dieses Verfahren zur Herstellung der Zurichtebögen nach dem Hauptpatent auch zur Herstellung _ der Zurichtebögen für die Gegendruckwalze beim Anilin-und Bogentiefdruck bzw. für die Gummiwalze beim Offsetdruck angewendet werden kann. Die Erfindung besteht daher in der Anwendung des Verfahrens nach -dem Hauptpatent für die Herstellung der Zurichtebögen beim Anilin-, Büggentief- und Offsetdruck. Es ist bekannt, daß auch bei diesen Druckarten Unebenheiten in der Höhe der 'Satzteile, Bilder usw. vorhanden sind, die durch Zurichtebögen ausgeglichen werden müssen, die bisher in gleicher Weise hergestellt wurden, wie in der Beschreibungseinleitung zur Hauptpatentanmeldung beim Buchdruck beschrieben ist. Ferner weisen die auf die Gegendruckwalze beim Anilin- und Bogentiefdruck bzw. auf die Gummiwalze beim Offsetdruck aufgespannten Gummitücher in der 'Stärke Ungleichmäßigkeiten auf, die ebenfalls durch die Herstellung der Zurichtebögen nach dem- Verfahren des Hauptpatentes ausgeglichen werden können. -Im einzelnen geht man nun zur Herstellung der Zurichtebögen bei den verschiedenen Druckarten folgendermaßen vor: Beim Anilindruck wird ein Gummiklischee mit dem erhabenen Bild der Satzteile, Bilder usw. auf einen Zylinder aufgeklebt, und gegen diese Klischeewalze läuft eine im Umfang genau auf die Klischeewalze abgestimmte Gegendruckwalze, welche aus einem Stahlzylinder besteht, der unter Zwischenschaltung von einem oder mehreren Papieraufzügen mit einem sehr dünnen Gummituch überspannt ist. Zwvischen diesen beiden Walzen werden die zu bedruckenden Leerbögen hindurchgeführt. Die erhaben auf der Klischeewalze auftragenden Satzteile, Bilder usw. weisen bekanntlich in der Höhe Unregelmäßigkeiten auf, ebenso ist die Stärke des Gummituches nicht völlig gleichmäßig, und diese Ungleichmäßigkeiten müssen durch einen oder mehrere Zwrichtebögen ausgeglichen werden. Da beim Anilindruck nur mit einem ganz geringen Druck gearbeitet werden kann, weil die Anilinfarben sehr dünnflüssig sind und bei stärkerem Druck zur Verquetschung der Schrift und Bilder bzw. zur sogenannten Hofbildung durch das elastische Gummiklischee führen würden, ist hier ein äußerst genauer Ausgleich der Unregelmäßigkeiten erforderlich, so daß bei dem bisherigen Verfahren zur Herstellung der Zurichtebögen, bei dem das Gummituch der Gegenwalze an den den schwachen Druckstellen genau entsprechenden Stellten mit Seidenpapier hinterklebt wurden, eine erhebliche Zeit für die Herstellung der Zurichtebögen erförderlich war, ohne daß eine ideale Zurichtung erreicht werden konnte.
  • Nach der Erfindung geht man zur Herstellung der Zurichtebögen entsprechend dem Verfahren nach .dem Hauptpatent .so vor, daß zunächst die Gumgmikllscheewalze neingefärbt wird, worauf bei abgestellten Farbwalzen weitere Ab-zöge gemacht werden, so daß hierdurch von den höher liegenden Teilen der Klischeewalze die Farbe nach und nach ganz oder teilweise abgenommen wird, während sämtliche tiefer liegenden Teile der Klischeewalze ihre Farbe behalten. Sodann wird ein Abzug mit kräftigerem Gegendruck hezgestellt, so daß der Abzugbogen gegen die tiefer liegenden Stellen der Klischeewalze zur Anlage kommt, die sich damit kräftig auf den Bogen abdrucken, während die höher liegenden Teile der Klischeewalze nicht oder nur schwach erscheinen. Auf diesen Bogen verteilt man ein .Pulver völlig gleichmäßig, welches an der Farbe des Abzuges ghaftet und, nachdem die nicht haftenden Pulverteile vorher entfernt sind, durch chemüsche oder physikalische Behandlung ein festes Relief bildet. Als Pulver dient vorteilhaft ein Natur- oder Kunstharz, welches auf der frischen Farbe des Abzuges haftet und welches durch Wärme bei Temperaturen bis etwa r 5o° in einen plastischen und durch Abkühlung in. einen festen Zustand übergeht. Das Pulver wird z. B. durch Schütteln des Abzuges gleichmäßig auf ihm verteilt und dann das nicht haftende Pulver durch Kippen des Abzuges entfernt. Der so behandelte Abzug wird in genauer Lage als Zurichtebogen unter dem Gummituch der Druckwalze befestigt. Durch diesen Zurichtebogen werden die vorher auf dem ersten Abzug schwach erscheinenden Druckteile ebenso stark ausgedruckt -wie die vorher stark erscheinenden Drucksatzteile, so daß die folgenden Abzüge einwandfrei und gleichmäßig sind.
  • Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann man auch so vorgehen, daß nach Entfernen der Druckfarbe von den höher liegenden Teilen der Klischeewalze mit stärkerem Gegendruck ein Abdruck ohne Bogen auf das Gummituch der Gegendruckwalze und dann ein als Zurichtebogen dienender Abzug hergestellt wird, welcher denn auf beiden Seiten mit einer Färbung der anfangs schwächer druckenden Stellen versehen ist. Diesen Abzug kann man dann beidseitig mit Pulver entsprechend dem Verfahren nach dem Hauptpatent behandeln. Da durch werden- praktisch zwei Zurichtebögen in einfern vereinigt, eo .daß weiter erhebliche Zeit einge!spa rt wird.
  • Beim Bogentiefdruck sind die Satzteile, Bilder usw. in einem Metallzylinder eingeätzt, welcher in einem Farbbottich umläuft. Die überschüssige Farbe wird durch ein Messer, eine sogenannte Rakel, abgestrichen, so daß nur in den Einätzungen Farbe verbleibt. Gegen den Metallzylinder läuft-der Gegendruckzylinder mit entsprechendem Durchmesser, welcher unter Zwischenschaltung von Papieraufzügen mit einem Gummituch bespannt ist. Dieses Gummituch weist in der Stärke Ungleichmäßigkeiten auf, die durch einen oder mehrere Zurichtebögen ausgeglichen werden müssen. Auch hier geht inan entsprechend dem Verfahren nach dem Hauptpatent so, vor, daB zunächst mehrere Abzüge bei abgestellter Einfärbung gemacht werden. so daß die Färbung von den zunächst stark druckenden Teilen des Metallzylinders entfernt werden, worauf dann ein kräftiger Abzug hergestellt wird, auf dem die anfangs stark druckenden Teile infolge Entfernung der Druckfarbe nicht oder nur sehr schwach erscheinen, während die übrigen Teile stark hervortreten. Der so hergestellte Abzug dient als Zurichtebogen und wird mit dem Pulver, wie zum Anilindruck beschrieben, behandelt. Der fertige Zurichteb,ogen wird dann unter das Gummituch der Druckwalze gespannt. Die Einfärbung des Metallzylinders mit den Einätzungen der Satzteile, Bilder usw. kann man in einfacher Weise dadurch ab- stellen, daß der Zylinder aus dem Farbbottich herausgehoben wird. Auch hier kann man so vorgehen, daß nach dem Entfernen der Druckfarbe von den anfangs stark druckenden Teilens ein Abdruck ohne Bogen auf das Gummituch der Gegendruckwalze und -ein als Zurichtebogen dienender Abzug mit Färbungen auf beiden 'Seiten hergestellt wird. Dieser Abzug wird dann wieder bie@ids,eitig mit Pulver entsprechend dem Verfahren nach dem Hauptpatent behandelt.
  • Beim Offsetdruck ist die das positive Bild enthaltende Druckform auf einem Zylinder angeordnet, gegen den eine genau abgestimmte Gummiwalze läuft, welche unter Zwischenschaltung von Papieraufzügen mit einem Gummituch bespannt ist, und gegen diese Walze läuft die eigentliche Gegendruckwalze, welche aus einem Stahlzylinder 'beliebigen Durchmessers besteht. Nach dem Einfärben der Druckform wird zunächst auf die mit denn Gummituch bespannte Walze und dann auf den zwischen dieser und Gegendruckwalze hindurchgeführten Papierbogen übertragen. Um auch hier Ungleichmäßigkeiten des Gummituches und der Druckform auszugleichen, werden Zurichtebögen benutzt, die unter das Gummituch der Gummiwalze gespannt werden. Entsprechend dem Verfahren nach der Hauptpatentanmeldung wird nach Entfernen der Farbe von den anfangs stark druckenden Teilern. ein kräftiger Abzug hergestellt, auf dem dann nur die anfangs schwach druckenden Teile erscheinen. Dieser Abzug wird mit dem Pulver, wie beschrieben, behandelt und dient als Zurichtebegen. Man kann auch so vorgehen, daß nach dem Entfernen der Druckfarbe von den höher liegenden Teilen der Druckform und anschließendem Abdruck auf das Gummituch der Gummiwalze ein als Zurichtebogen dienender Abzug dadurch hergestellt wird, daß der Bogen zwischen Gummiwalze und Druckformwalze hindurchgeführt wird, so daß dieser Abzug beidseitig bedruckt ist und-beidseitig mit Pulver entsprechend dem Verfahren nach dem Hauptpatent behandelt werden kann, womit wieder esm beidseitig Ungleichmäßigkeiten ausgleichender Zurichtebogen hergestellt ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: t. Verfahren zum Herstellen von Zurichtebögen als Gegenlage für Druckformen nach dien Hauptpatent 961 ¢¢o, gekennzeichnet durch d,-( - Anwendung auf das Zurichten der Gegen,druckzylinderauflage- beim Anilin-, Bogentief- un% Offsietdruek.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Entfernen der Druckfarbe von den höher liegenden Teilen .der Druckform ein Abdruck ohne Bogen auf das Gummituch des Gegendruck- bzw. Offsetzylinders gemacht und dann der Zurichtebogen zwischen Druckform und Gegendruck- bzw, Offsetzylinder hindurchgeführt und der beidseitig bedruckte Bogen mit Pulver behandelt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 322 I03.
DE1955J0010270 1955-06-01 1955-06-01 Verfahren zum Herstellen von Zurichteboegen als Gegenlage fuer Druckformen Expired DE965331C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE322103C (de) * 1915-03-27 1920-06-17 Arnaldo Marzio Verfahren zur Herstellung von Zurichtungen auf der Gegendruckwalze bei Druckereimaschinen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE322103C (de) * 1915-03-27 1920-06-17 Arnaldo Marzio Verfahren zur Herstellung von Zurichtungen auf der Gegendruckwalze bei Druckereimaschinen

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