DE95680A - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Durch den zweiten Anspruch des Patentes Nr. 67207 ist eine Viertaktmaschine geschützt, welche mit einer Vorcompressionspumpe für die Verbrennungsluft und mit einem Niederdruckcylinder ausgerüstet ist, so dafs dieselbe nach Art einer Verbundmaschine arbeitet.
Bei dieser Maschine gelangt eine gröfsere Luftmenge bei jedem vierten, dem Saughube entsprechenden Kolbenhube in den Verbrennungscylinder, wodurch der thermische Wirkungsgrad erhöht wird. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Eincylindermaschine dieser Art.
Fig. ι stellt im Durchschnitt den Cylinder M einer Viertaktmaschine dar, deren unterer Theil A als Luftpumpe dient. Beim Aufwärtsgang des Kolbens P wird durch Ventil B Luft, und zwar entweder aus der Atmosphäre oder aus einem Gefäfs, in welchem auch ein von dem atmosphärischen abweichender Druck herrschen kann, angesaugt. Beim Abwärtsgang des Kolbens P wird die Luft durch Ventil C in ein Gefäfs G gedrückt, welches auch ein Theil des Maschinengestelles oder ein einfaches Verbindungsrohr sein kann; die Ventile B und C können auch durch Schieber oder Hähne ersetzt sein.
Der obere Theil D des Cylinders dient als gewöhnliche Viertaktmaschine, bei welcher die Luft durch ein Ventil E in den Arbeitscylinder nicht aus der Atmosphäre angesaugt wird, sondern aus dem Gefäfs G unter Druck überströmt. Dieser Ansaugperiode folgt, wie bei jeder Viertaktmaschine, die Verdichtung im Raum D, hierauf Verbrennung und Expansion, endlich Ausstofs der verbrannten Gase durch Ventil F.
Da der untere Cylindertheil bei jedem Hub einmal ansaugt, der obere jedoch nur bei jedem zweiten Hube Luft aufnimmt, so ist in letzterem für jede Verbrennungsperiode die Luftmenge und damit die Leistung doppelt so grofs als bei dem bisher üblichen Viertaktbetrieb. Wenn das Einsaugen bei B unter höherem oder niedrigerem Druck als den atmosphärischen erfolgt, so wird auch der Druck im Gefäfs G und die für eine Verbrennung verbrauchte Luftmenge entsprechend verändert. Die Regelung der Maschine kann demnach durch Veränderung des Druckes im Gefäfs G erfolgen, sei es durch entsprechende Steuerung der Ventile B oder E, sei es durch ein Rücklauf- oder Durchströmventil am Gefäfs G oder irgend welche andere Mittel.
Wird der Kolben P nach Fig. 2 als Differenz kolben ausgeführt, so kann die in den Verbrennungscylinder eingeführte Luftmenge noch beliebig vermehrt werden.
Das .Gefäfs G kann künstlich geheizt oder gekühlt sein, auch kann die Luftpumpe getrennt vom Arbeitscylinder angeordnet sein,, d. h. Luft mittels einer besonderen Pumpe in
das Gefäfs G gedrückt werden. Die Maschine kann auch doppelt wirkend ausgeführt sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsart des im Patent Nr. 67207 gekennzeichneten Verfahrens, bei welcher zwecks mehrstufiger Compression an den Verbrennungsraum der Eincylindermotoren eine Vorcompressionspumpe mit Zwischenbehälter angeschlossen wird, wobei die Leistung durch Veränderung des Druckes in dem Zwischengefäfs geregelt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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