DE40242C - Kühlraum zwischen den Ein- und Auslafsventilen einer an sich offenen Heifsluftmaschine zur Umwandlung derselben in eine geschlossene - Google Patents
Kühlraum zwischen den Ein- und Auslafsventilen einer an sich offenen Heifsluftmaschine zur Umwandlung derselben in eine geschlosseneInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02G—HOT GAS OR COMBUSTION-PRODUCT POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINE PLANTS; USE OF WASTE HEAT OF COMBUSTION ENGINES; NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F02G1/00—Hot gas positive-displacement engine plants
- F02G1/04—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type
- F02G1/043—Hot gas positive-displacement engine plants of closed-cycle type the engine being operated by expansion and contraction of a mass of working gas which is heated and cooled in one of a plurality of constantly communicating expansible chambers, e.g. Stirling cycle type engines
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 46: Luft- und Gaskraftmaschinen.
JOHI A. F. ENGEL in HAMBURG.
Umwandlung derselben in eine geschlossene.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. October 1886 ab.
Die Neuerung erstreckt sich auf alle offenen Heifsluftmaschinen, also Motoren, welche atmosphärische
Luft einsaugen und die gebrauchte, mehr oder weniger heifse Luft mit oder ohne Druckabfall wieder in die Atmosphäre, ausstofsen.
Die Erfindung besteht darin, dafs bei diesen Maschinen die Atmosphäre durch einen geschlossenen
Kühlraum ersetzt wird, welcher einerseits mit dem Treibcylinder-Auslafsventil und andererseits mit dem Einlafsventil zum
Einsaugen der kühlen Luft verbunden ist.
Der Kühlraum wirkt also — abgesehen von je nach der Gröfse dieses Raumes mehr oder
weniger starken Druckschwankungen — in ähnlicher Weise wie die Atmosphäre, jedoch
kann das Gewicht der Luft in dem von der äufseren Atmosphäre nun völlig abgeschlossenen
Innern der Maschine durch Comprfmiren beliebig vermehrt werden, so dafs diese Maschine
bei gleicher Gröfse und sonst gleicher Wirkungsweise um so viel stärker wird, als der
atmosphärische Luftdruck in dem im Kühlraum herrschenden Druck enthalten ist.
Als Beispiel der Wirkung des geschlossenen Kühlraumes diene Folgendes:
Im Heizraum der noch offen gedachten Maschine, in deren Kühlraum also der atmosphärische
Druck herrscht, möge der höchste vorkommende Druck 2 at absolut betragen. Man denke sich nun, dafs, während der Motor
im Gang ist, der Kühlraum abgeschlossen werde, dafs danach das Luftgewicht in der
Maschine vermehrt werde durch Einpumpen von atmosphärischer Luft vermittelst einer besonderen
Luftpumpe, welche auch als Ersatzpumpe für Luftverluste dienen kann, und dafs dieses Einpumpen so lange fortgesetzt werde,
bis sich im Kühlraum ein Druck von beispielsweise 6 at absolut zeigt. Dann wird, bei entsprechend
vermehrter Wärmezufuhr, aber unveränderter höchster Temperatur, der höchste Druck im Heizraum nunmehr bis auf 12 at
absolut steigen. Nach der bekannten Leistungsformel für solche Maschinen hat die Leistung
um das Sechsfache zugenommen wegen der sechsfachen Vermehrung des Luftgewichtes.
Der Brennmaterialconsum pro Krafteinheit bleibt theoretisch unverändert, aber es wird an
Feuerung dennoch gespart, weil für die stärkere Maschine die Reibung nicht so viel Kraft aufzehrt.
Man kann die offenen Motoren hinsichtlich dieser Neuerung eintheilen in Motoren mit unbeweglichem
Sitz des Einlafsventils für die aus der Atmosphäre aufzusaugende Luft und in solche mit beweglichem Sitz dieses Ventils.
Bei ersteren ist ohne Weiteres eine Verbindung zwischen den vorerwähnten Ein- und
Auslafsventilen herstellbar. Von den bekannteren Motoren gehört hierher der Hock'sehe Motor
mit Einlafsventil im Boden der Luftpumpe.
Dieser Motor ist, wie alle Feuerluftmaschinen, zwecks der erwähnten Neuerung in eine Maschine
mit äufserer Feuerung -abzuändern, weil geschlossene Motoren, in denen der niedrigste
im Kreisprocefs vorkommende Druck über dem atmosphärischen liegt, überhaupt nicht als
Feuerluftmotoren denkbar sind.
Bei den Maschinen mit einem zum Ansaugen von Luft aus der Atmosphäre dienenden Einlafsventil
mit beweglichem Sitz, etwa im Kolben, am oscillirenden Cylinder u. s. w., ist dieses
■— und wenn nöthig auch die angrenzenden Maschinentheile — mit einer Umhüllung je
nach der Construction der betreifenden Maschine zwecks der geschlossenen Verbindung
mit dem Kühlraum zu versehen.
Eine Ericsson'sche Maschine, welche in beiliegender Zeichnung abgebildet ist, erhält,
um sie dieser Erfindung gemäfs einzurichten, einen Cylinderdeckel A, der mit den nöthigen
Stopfbüchsen versehen wird, um die Kolbenstangen des Arbeite- und des Speisekolbens
durchzulassen. Das Rohr m zum Kühlraum k (welcher sowohl ein Raum mit Oberflächenkühlung
als auch ein solcher mit Einspritzkühlung sein kann) geht dann vom vorderen Theil des Cylinders aus, während andererseits
das Auslafsventil i des Treibcylinders durch das Rohr ο mit dem Kühlraum k in Verbindung
gebracht ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einer ohne die Neuerung offenen Heifsluftmaschine die Verbindung des Treibcylinder-Auslafsventils mit dem zum Ansaugen der kühlen Luft bestimmten Einlafsventil durch einen geschlossenen Kühlraum zum Zweck der Verwandlung der offenen Maschine in eine geschlossene, welche als Hochdruckmotor dienen kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40242C true DE40242C (de) |
Family
ID=315813
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40242D Expired - Lifetime DE40242C (de) | Kühlraum zwischen den Ein- und Auslafsventilen einer an sich offenen Heifsluftmaschine zur Umwandlung derselben in eine geschlossene |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40242C (de) |
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0
- DE DENDAT40242D patent/DE40242C/de not_active Expired - Lifetime
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