DE954502C - Verfahren zum Veredeln von Textilien - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Textilien

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DE954502C
DE954502C DEB24368A DEB0024368A DE954502C DE 954502 C DE954502 C DE 954502C DE B24368 A DEB24368 A DE B24368A DE B0024368 A DEB0024368 A DE B0024368A DE 954502 C DE954502 C DE 954502C
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Germany
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acid
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DEB24368A
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English (en)
Inventor
Kurt Beideck
Dr Wilhelm Ruemens
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals
    • D06M15/423Amino-aldehyde resins

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • VPrfahrPn 71im Veredeln von Textilien Die ersten Umsetzungsprodukte aus Aldehyden und Harnstoff, Melamin oder Phenol oder anderen mit Aldehyden harzbildenden Stoffen dienen häufig zum Veredeln von Textilien auf Basis von Cellulose, wobei sie in die Fasern eingelagert und dort zu Kunstharzen ausgehärtet werden. Durch diese Behandlung erhalten die Textilien eine erhöhte Knitterfestigkeit. Es ist nun nachteilig, daß besonders bei Fasern aus nativer Cellulose gleichzeitig mit der Erhöhung der Knitterfestigkeit auch eine Verschlechterung der Reißfestigkeit der Fasern eintritt.
  • Zum Härten der Harzbildner werden bei der Textilveredlung in der Regel Säuren oder sauer reagierende Verbindungen, wie Ammoniumsalze, Zinkchlorid u. dgl., verwendet. Man hat auch schon Wasserstoffperoxyd als Härtungsmittel für Aminoplaste vorgeschlagen.
  • Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß die vorhin genannten Mängel bei der Ausrüstung von Textilien aus Cellulose, insbesondere aus nativer Cellulose wie Baumwoll- oder Leinengewebe, mit Methylolverbindungen von aminoplastbildenden Stoffen weitgehend behoben werden, wenn man als Härtungsmittel eine Mischung aus schwachen Säuren und Wasserstoffperoxyd verwendet. Während bei Verwendung von bisher gebräuchlichen Härtungsmitteln bei der Knitterfestausrüstung in der Regel eine Verminderung der Reißfestigkeit der Fasern eintrat, die etwa 2o bis 4o "/o, der ursprünglichen Reißfestigkeit betrug, liegt der Verlust an Reißfestigkeit bei der neuen Arbeitsweise nur bei etwa io°/oa.
  • Außerdem sind die an erfindungsgemäß ausgerüsteter Ware gemessenen Knitterwinkel bedeutend höher, als sie an einer Ware, bei welcher als Katalysator technisches Wasserstoffsuperoxyd allein verwendet wurde, erhalten werden.
  • Es ist vorteilhaft, bei diesem Verfahren teilweise oder vollständig verätherte Methylolverbindungen zu verwenden, wobei die Äthergruppierung vorzugsweise kurzkettige Alkylreste, wie Methyl- oder Äthylreste, enthalten soll.
  • Bei den zu verwendenden schwachen Säuren kann es sich um organische Säuren, wie Essigsäure, Glykolsäure, Propionsäure, Milchsäure, Dehydracetsäure und Benzoesäure, oder um anorganische Säuren, z. B. Borsäure, handeln.
  • Als besonders vorteihaft hat es sich erwiesen, wenn man den wäßrigen Behandlungsflotten außer den Methylolverbindungen noch höhermolekulare Verbindungen vom Typ der Polyglykole oder deren Derivate zusetzt. Als Beispiele seien polymeres Äthylenoxyd mit einem Molekulargewicht von etwa 2ooo bis 6ooo und Oxäthylierungsprodukte von Fettsäuren, Alkoholen, Merkaptanen, Aminen oder Säureamiden genannt.
  • Es ist ferner zweckmäßig, den Flotten noch Derivate von Alkylolaminen, die im Molekül mindestens noch ein umsetzungsfähiges Wasserstoffatom enthalten, zuzugeben. Hierfür -kommen bei-= spielsweise Äther, Ester oder Amide von Polyalkylolaminen mit noch freien Hydroxylgruppen in Betracht wie der Mono- bzw. Bis-octadecyläther des Triäthanolamins, der Mono- bzw. Bis-stearinsäureester des Triäthanolamins, ferner die Ammoniumsalze derartiger Ester bzw. Äther oder quaternäre Ammoniumverbindungen, die man durch N-Alkylierung von Alkylolaminen bzw. deren Äthern oder Estern mit freien Hydroxylgruppen erhält.
  • Die Behandlungsflotten eignen sich in gleicher Weise für die Knitterfest-, Präge- und Chintzausrüstung. Eine gleichzeitige wasserabweisende Ausrüstung erhält man, wenn man den Flotten noch Paraffin- oder Wachsemulsionen zusetzt. Auch die Mitverwendung von Appreturmitteln oder Kunststoffdispersionen ist möglich.
  • Zur Durchführung des Verfahrens tränkt man beispielsweise die Textilien mit den Lösungen, quetscht sie mittels eines Foulards ab und trocknet bei vorzugsweise 5o bis 70° und erwärmt sie anschließend für kurze Zeit auf höhere Temperaturen, z. B. i io bis i4o°.
  • Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile. Beispiel i i2o Teile des Bismethyläthers des Dimethylolharnstoffes werden in 75o Teilen Wasser gelöst. Zu dieser Lösung fügt man noch 2o Teile polymerisiertes Äthylenoxyd vom Molekulargewicht 46oo und 15 Teile eines Gemisches aus 75'/o Stearinsäurediäthanolarnid und 25 % Stearinsäurediäthanolaminester, gelöst in 3oo Teilen Wasser, hinzu. Zu dieser Flotte gibt man 6 Teile 3oo/oige Essigsäure, i Teil Glykolsäure und q. Teile 4oo/oiges Wasserstoffperoxyd.
  • Ein Baumwollgewebe wird mit dieser Flotte imprägniert, abgequetscht und bei 7o° getrocknet. Anschließend erwärmt man 5 Minuten auf i2o°. Durch diese Behandlung wird das Gewebe knitterfest. Es zeichnet sich außerdem durch eine besondere Weichheit und Fülle im Griff aus.
  • Vor der Behandlung hauten die Kettfäden eine Reißfestigkeit von 9,8 kg/cm und die Schußfäden von 8,2 kg/cm. Nach der Knitterfestausrüstung liegen diese Werte bei 9 bzw. 7,7 kg/cm. Beispiel 2 Es wird eine Flotte hergestellt, die in iooo Teilen Wasser 16o Teile des Dimethylolmonoureins des Glyoxals, i5 Teile polymerisiertes Äthylenoxyd vom Molekulargewicht 52oo, io Teile einer wäßrigen 4oo/oigen Paraffinemulsion und 15 Teile einer 3oo/oigen wäßrigen Paste eines Kondensationsproduktes aus i Mol Stearinsäure und i Mol Triäthanolamin, das mit Dimethylsulfat peralkyliert ist, enthält. Man setzt der Flotte 6 Teile 3oo/oige Essigsäure, 2 Teile Glykolsäure und 4 Teile 4o°/oiges Wasserstoffperoxyd zu und behandelt damit ein Leinengewebe gemäß Beispiel i.
  • Das behandelte Leinengewebe weist eine gute -Knitterfestigkeit ohne wesentliche Beeinträchtigung der Reißfestigkeit auf. Beispiel 3 i2o Teile des Bismethyläthers des. Dimethylolharnstoffes werden in 5oo Teilen Wasser gelöst. Hierzu gibt man io Teile polymerisiertes Äthylenoxyd vom Molekulargewicht q.6oo, welches in ioo Teilen Wasser gelöst ist. Dann setzt man eine Emulsion aus 4o Teilen einer 4oo/oigen zirkon-oder aluminiumhydroxydhaltigen Paraffin-Wachsemulsion in ioo Teilen Wasser zu und füllt auf iooo Teile Wasser auf. Diese Flotte versetzt man mit i Teil Milchsäure und 5 Teilen 4oo/oigem Wasserstoffperoxyd.
  • Ein mit dieser Flotte gemäß Beispiel i behandeltes Leinengewebe zeigt einen guten Knitterfesteffekt, ohne daß die Faserfestigkeit dabei wesentlich beeinträchtigt wurde. Außerdem ist das Gewebe wasserabweisend.
  • Beispiel q.
  • 13o Teile des Dimethylolmonoureins des Glyoxals werden in 8oo Teilen Wasser gelöst und mit Teilen 3oo/oiger Essigsäure, 3 Teilen Glykolsäure, i Teil Borsäure und q. Teilen. Wasserstoffperoxyd versetzt. Dann gibt man noch io Teile eines teilweise verseiften Mischpolymerisates aus Acrylnitril und Acrylsäuremethylester, gelöst in ioo Teilen Wasser, zu. Außerdem fügt man noch io Teile polymerisiertes Äthylenoxyd vom Molekulargewicht 46oo, gelöst in ioo Teilen Wasser, hinzu. Mit dieser Flotte imprägniert man ein Baumwollgewebe, quetscht ab und trocknet bei q.5°. Man prägt auf dem Prägekalander anschließend unter hohem Druck bei izo° und erwärmt das Gewebe noch 5 Minuten auf 1q.0°.
  • Das Gewebe weist einen waschbeständigen Prägeeffekt auf. Die Reißfestigkeit ist dabei nur sehr wenig beeinträchtigt worden.
  • Beispiel 5 12o bis 14o Teile des Bismethyläthers des Dimethylolharnstoffes werden in iooo Teilen Wasser gelöst und mit 5 Teilen 3oo/oiger Essigsäure, 3 Teilen Borsäure und 5 Teilen q.oo/oigem Wasserstoffperoxyd versetzt. Mit dieser Flotte imprägniert man ein Zellwoll:gewebe, quetscht ab, trocknet bei 70° und erhitzt anschließend 5 Minuten auf i30°. Nach dieser Behandlung zeigt das Gewebe einen sehr guten waschbeständigen Knitterfesteffekt und verminderten Quellwert. Der Griff des Gewebes ist voll und weich. Beispiel 6 ioo Teile eines Methylolh.arnstoffes, in dem ,auf ein Stickstoffatom o,8 Mol Formaldehyd kommen, werden in Soo Teilen Wasser gelöst. Zu dieser Flotte gibt man noch 6 Teile 4oo/oiges Wasserstoffperoxyd, 5 Teile 3oo/oige Essigsäure und z Teile Propionsäure und füllt auf ioo Teile mit Wasser auf. Ein Baumwollgewebe wird mit dieser Flotte imprägniert, auf ioo'o/oa Feuchtigkeit abgequetscht, bei 70° getrocknet und anschließend während 5 Minuten auf i io° erhitzt.
  • Das nach dieser Behandlung ausgerüstete Gewebe zeichnet sich bei guter Reißfestigkeit auch durch eine gute Knitterfestigkeit aus. Beispiel 7 go Teile Trimethylolmelamin werden in 800 Teilen Wasser gelöst. Man fügt noch 5 Teile q.oo/oiges Wasserstoffperoxyd, 3 Teile Borsäure und 5 Teile 3oo/oige Essigsäure zu und füllt mit Wasser auf iooo Teile auf. Die Knitterfestigkeit eines mit dieser Flotte behandelten und gemäß Beispiel 6 getrockneten und erhitzten Leinengewebes ist um etwa iooo/o verbessert, während die Reißfestigkeit nur wenig beeinträchtigt wird. Beispiel 8 ioo Teile mit Methanol veräthertes Trimethylolmelamin löst man in goo Teilen Wasser, gibt dazu q. Teile 6oo/oige Milchsäure und 3 Teile 4oo/oiges Wasserstoffperoxyd und füllt auf iooo Teile mit Wasser auf.
  • Ein mit dieser Flotte gemäß Beispiel 6 behandeltes Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen zeichnet sich durch eine erhöhte Knitterfreiheit aus. Der Verlust der Reißfestigkeit ist nur gering.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Veredeln von Textilien aus Cellulos.e mit wäßrigen Lösungen von Methylolverb:indungen aminoplastbildender Stoffe, die als Härtungsmittel Wasserstoffsuperoxyd enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man diesen Lösungen noch schwache Säuren zusetzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 71q.393, 662 683; USA.-Patentschrift Nr. z 267 276; französische Patentschrift Nr. 881 324; »Textil Rundschau«, 1950, S. q.76.
DEB24368A 1953-02-19 1953-02-19 Verfahren zum Veredeln von Textilien Expired DE954502C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1266270B (de) * 1961-03-20 1968-04-18 Gen Aniline & Film Corp Verfahren zum Veredeln von Cellulose-Fasermaterial
FR2645554A1 (fr) * 1989-04-11 1990-10-12 Air Liquide Procede de reduction du taux de formol libre des tissus appretes avec des resines synthetiques

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE662683C (de) * 1934-01-24 1938-07-19 Oscar Kohorn & Co Verfahren zur abgekuerzten Vorreifung von Alkalicellulose
DE714393C (de) * 1936-09-08 1941-11-28 Durst & Krey Crefelder Seiden Verfahren zum Veredeln von Textilgut aus Cellulose- oder Cellulosehydratfasern
US2267276A (en) * 1939-10-23 1941-12-23 Rohm & Haas Textile finishing
FR881324A (fr) * 1939-12-10 1943-04-21 Ig Farbenindustrie Ag Procédé pour améliorer la cellulose régénérée

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