DE954342C - Schaltungsanordnung zur gleichzeitigen UEbertragung zweier Gespraeche ueber einen einzigen Fernsprechkanal normaler Frequenz-Bandbreite - Google Patents

Schaltungsanordnung zur gleichzeitigen UEbertragung zweier Gespraeche ueber einen einzigen Fernsprechkanal normaler Frequenz-Bandbreite

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DE954342C
DE954342C DESCH9648A DESC009648A DE954342C DE 954342 C DE954342 C DE 954342C DE SCH9648 A DESCH9648 A DE SCH9648A DE SC009648 A DESC009648 A DE SC009648A DE 954342 C DE954342 C DE 954342C
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DE
Germany
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band
bandwidth
circuit arrangement
simultaneous transmission
call
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Expired
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DESCH9648A
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Inventor
Dr-Ing Karl-Otto Schmidt
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KARL OTTO SCHMIDT DR ING
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KARL OTTO SCHMIDT DR ING
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Publication date
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung zur gleichzeitigen Übertragung zweier Gespräche über einen einzigen Fernsprechkanal normaler Frequenz-Bandbreite Der technische Aufwand einer Fernsprechverbindung steigt mit der auf dem Übertragungsweg benötigten Bandbreite. Dies fällt besonders bei Verbindungen über große Entfernungen ins Gewicht. Es sind daher schon viele Vorschläge zur Verminderung der Bandbreite auf dem übertragungswege gemacht worden. Diese haben sich jedoch wegen des zu hohen Aufwandes an den Endstellen, wie z. B. beim »Vocoder«, und infolge anderer Mängel, wie zu geringe Natürlichkeit oder zu hohe Gesamtlaufzeit, nicht durchsetzen. können. So wird zwar beim Vocoder eine sehr starke Zusammendrängung des zu übertragenden Sprachfrequenzbandes auf den vierten Teil oder sogar noch weniger, je nach der gewünschten Silbenverständlichkeit, erzielt. Hierbei sind jedoch die Laufzeitverluste so groß, daß ein Gegensprechen im kommerziellen Verkehr nicht möglich ist.
  • Es ist auch bekannt, mit Rücksicht auf die Pfeifsicherheit bei Zweidrahtleitungen nur ein. Band bis zloo Hz zu übertragen,. Doch. ist bei den Üblichen Mikrophonen die Verständlichkeit so. gering, daß man ein solches Verfahren nur vorübergehend für besondere Zwecke verwendet hat.
  • Erfindungsgemäß wird nun von folgenden Überlegungen-ausgegangen. Ein Verfahren, das in den praktischen Fernsprechbetrieb eingeführt werden und eine wesentliche Verringerung der Gesprächsgebühren ermöglichen soll, muß die nachstehenden Anforderungen erfüllen: i. Es muß sich in die bestehenden Übertragungssysteme mit der normalen Bandbreite von 300...340o Hz für das einzelne Gespräch zwanglos, d. h. ohne Eingriffe in die Schaltung der Zwischenverstärker, einfügen.
  • 2. Es darf an den Endstellen keine hohen Aufwendungen erfordern.
  • 3. Die Silbenverständlichkeit und Natürlichkeit darf gegenüber dem heutigen Stand der Technik nicht merklich verschlechtert werden.
  • 4. Die Anwendung einer Fernsprechverbindung mit verminderter Bandbreite soll neben derjenigen, mit normaler Bandbreite allgemein und auch wahlweise möglich sein. Zur Erfüllung dieser vier wesentlichen Forderungen werden erfindungsgemäß folgende Lösungen aufgezeigt und an den folgenden Beispielen mit einigen Zahlenangaben erläutert.
  • Um der Bedingung i zu genügen, wird die Bandbreite des neuen Systems auf dem Übertragungswege nur halb so groß gewählt wie die Bandbreite des normalen Ferngesprächs. Sie wird daher zu rund i5oo Hz festgelegt. Man ist nunmehr in der Lage, im Bandbereich von o ... 400o Hz statt eines Bandes von 300...34ooHz zwei Bänder von z. B. 300 (22o) ... 180o Hz und von 3700 (378o) ... 220o Hz unterzubringen. Die Klammerwerte können bei Verbesserung der Filter erreicht werden und bringen eine Steigerung der Natürlichkeit mit sich. Ein Eingriff in die Schaltung der Zwischenverstärker ist daher nicht erforderlich.
  • Die Zweite Bedingung wird dadurch erfüllt, daß der Te:inehmerapparat ein hochwertigeres Mikrophon, z. B. ein dynamisches Mikrophon, mit nachfolgender Verstärkung, zweckmäßig durch einen Transistor, erhält. Eine allgemeine Einführung hochwertiger Mikrophone dürfte jedoch noch längere Zeit dauern. Bis dahin sind lediglich die Teilnehmer, die Ferngespräche über große Entfernungen mit verminderter Bandbreite führen wollen, mit einem neuen Fernsprechapparat mit hochwertigem Mikrophon zu beliefern.
  • Die dritte Bedingung wird ebenfalls durch die Verwendung der hochwertigen Mikrophone mit nachfolgender Verstärkung, z. B. durch Transistoren, erfüllt. Bei, den, heutigen Fernsprechverbindungen beträgt die Silbenverständlichkeit nicht mehr als 70% infolge der nicht linearen Verzerrungen und sonstigen Störungen des Mikrophons, wie z. B. instabiles Verhalten, Rauschen usw. Der Verlust an Silbenverständlichkeit gegenüber einem hochwertigen Mikrophon beträgt dabei rund 15 %. In diesem Fall erreicht die Satzverständlichkeit noch immer einen Wert von 979/o. Durch Verwendung des hochwertigen Mikrophons kann dieser Verlust vermieden und dadurch eine Verminderung der Bandbreite bis auf annähernd den gleichen Silbenverständlichkeitswert vorgenommen werden. Gelingt es, die Steilheit der Filter so zu bemessen, daß die obengenannten Bandbreiten, ohne Neben-[ sprechen, übertragen werden, so werden eine Silbenverständlichkeit von rund 75% und eine Satzverständlichkeit von rund 9811/o erzielbar sein. Hiermit würde der heute erreichte Wert der Silbenverständlichkeit noch um 5% verbessert werden.
  • Die vierte Forderung wird dadurch erreicht, daß derselbe Fernsprechapparat sowohl für den Fernsprechverkehr mit normaler Bandbreite als auch für den Fernsprechverkehr mit verminderter Bandbreite benutzt werden kann, da die Bandbegrenzung nur im ersten Verstärkeramt vor dem langen Übertragungsweg und da auch nur auf Anforderung erfolgt. Durch entsprechende Wahl des Hilfsträgers und der Vormodulation läßt es sich erreichen, daß die zwei Bänder nunmehr nur durch die je einmal am Anfang und am Ende des Übertragungsweges vorhandenen Filter getrennt, sonst aber genau wie ein normales, Band übertragen werden. Wie aus dem obengenannten Zahlenbeispiel hervorgeht, wird das erste Band in Normallage nur mit der Bandbegrenzung i8oo Hz übertragen. Das zweite Band wird nach der Begrenzung bei i8oo Hz durch eine Vormodulation mit einem Hilfsträger bei 400o Hz mit nachfolgender Trägerunterdrückung in Kehrlage in das Band von 3700 (378o) ... 2200 Hz gebracht und dann beide Bänder nach nochmaliger sauberer Trennung durch Filter gemeinsam, wie ein normales Gespräch, auf den Übertragungsweg bzw. auf die vor ihm liegenden Modulationseinrichtüngen gegeben.
  • Betrieblich kann die Aufgabe etwa auf folgende Weise gelöst werden: Solange eine allgemeine Einführung des hochwertigen Fernsprechmikrophons nicht zu erwarten ist, müssen sich diejenigen Teilnehmer, die Gespräche mit verminderter Bandbreite führen wollen, Fernsprechapparate mit-hochwertigen Mikrophonen und gegebenenfalls nachfolgender Verstärkung, z. B. durch Transistor, beschaffen. Dasselbe muß auch der andere regelmäßige Gesprächspartner tun. Anderenfalls ist der Gewinn an Bandbreite nur in einer Richtung vorhanden und dementsprechend nur ein Viertel und nicht die Hälfte der möglichen Ersparung erzielbar. Trotzdem ist das Verfahren auch anwendbar, wenn nur ein Teilnehmer das hochwertige Mikrophon besitzt.
  • Auf dem Verstärkeramt kann eine Einrichtung zur Bandbegrenzung der ankommenden Gespräche auf ein Band von 300 (22o) ... i8ooHz vorgesehen werden. Soll das Band in Regellage als Band I in einem normalen Trägerfrequenzkanal übertragen werden, .so sind keine weiteren Maßnahmen vor der Tf-Einrichtung zu treffen. Soll jedoch das Sprachfrequenzband des sprechenden Teilnehmers eines davon unabhängigen zweiten Gespräches in demselbem. normalen. Band übertragen werden., so muß dieses nach der Bandbegrenzung von 300 (22o) ... i8oo Hz in, dann noch freien Raum des normalen Bandes gebracht werden. Dies kann z. B. durch eine Vormodulation mit einem Hilfsträger von 4ooo Hz, nachfolgende Siebung und Trägerunterdrückung, z.B. durch eine Ringmodulatorschaltung, geschehen. Zur Ersparung an Filteraufwand kann auch der Sicherheitsabstand zwischen den beiden Bändern vergrößert werden, und damit können die beiden verminderten Bänder in den Bereichen von 3000 (250) ... 170o Hz und von 3700 (3750) ... 230o Hz übertragen werden.
  • Die Beschaffung eines Fernsprechapparates mit hochwertigem Mikrophon bietet dabei dem Teilnehmer noch folgende Vorteile: Bei seinen üblichen Gesprächen ohne Bandverminderung ist eine bessere Verständlichkeit für seinen Gesprächspartner (Silbenverständlichkeit gleich 85...90°/o statt bisher 70'°/0) vorhanden. Ferner ist bei Ausnutzung der vollen Bandbreite auch, eine einwandfreie Lautsprecherwiedergabe möglich, was bei Lauthöranlagen und Konferenzschaltungen von wesentlicher Bedeutung ist.
  • Da die Speisung der Transistoren aus der Amtsbatterie erfolgen kann, ist auch keinerlei Änderung der Amtseinrichtungen bei Auswechslung der Fernsprechapparate nötig. Es wird im Gegenteil der Stromverbrauch niedriger, da die Mikrophonspeisung wegfällt. Die Einführung einer Einrichtung zur Doppelausnutzung eines normalen übertragungsban.des'vono...4oooHz Nullfrequcazabstand ist daher mit nur ganz geringem Risiko und sehr niedrigen Kosten verbunden. Sie beschränkt sich auf die Einführung eines hochwertigen Mikrophons bei den Teilnehmern, die als Vielsprecher im Weitverkehr Wert auf eine Verringerung ihrer Fernsprechgebühren legen. Auf der Amtsseite ist lediglich für einen bestimmten Prozentsatz von Gesprächen eine Zusatzeinrichtung zur Bandbegrenzung und Vormodülation zu schaffen, die auf Anforderung vom Fernplatz oder auf ein bestimmtes Wählkennzeichen hin eingeschaltetwerdenkann.
  • Ein weiteres Anwendungsgebiet eröffnet sich beim Bau eines künftigen Transozean-Fernsprechkabels. Die Rentabilität eines solchen Kabels wird weit besser, wenn zumindest ein Teil der Übertragungskanäle für die doppelte Zahl der Gespräche vorgesehen werden kann. Dasselbe gilt natürlich ganz allgemein für längere Seekabel mit Fernsprechverkehr. Auch auf dem Funkwege ist eine doppelte Ausnutzung eines normalen Kanals von Vorteil. Dazu kommt noch die günstige Erscheinung, daß die Störanfälligkeit des schmalen Kanals, z. B. durch Selektivschwund und Rauschen, wesentlich verringert wird.
  • Eine technisch wirtschaftliche Lösung auf allgemeiner Grundlage ist jedoch erst durch die Einführung der Transistorverstärkung in den Fernsprechapparat mit-hochwertigem Mikrophon gegeben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung zur gleichzeitigen Übertragung zweier Gespräche über einen einzigen Fernsprechkanal normaler Frequenz-Bandbreite (300:..4oooHz), die je -höchstens zur Hälfte von einem Gespräch ausgenutzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Frequenzband jedes über hochwertige Mikrophone unter Verwendung von Transistorverstärkern aufgenommenen Gespräches durch Filter auf einen Bereich von etwa 300. . .180o Hz begrenzt ist und daß das so beschnittene Frequenzband des. einen Gespräches in Regellage im unteren Bandbereich (300... 180o Hz) und das Frequenzband des anderen Gespräches nach Modulation mit einem Hilfsträger (z. B. 4ooo Hz), Trägerunterdrückung und Bandbegrenzung in Kehrlage im oberenBandbereich (22oo...37ooHz) über den Kanal übertragen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sicherheitsabstand zwischen beiden Frequenzbändern vergrößert wird, wobei die in ihrer Bandbreite verminderten Frequenzbänder etwa in den. Bereichen 300 (25o) ...170o Hz und 3700 (375o) ... 2300 Hz übertragen werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 534924 e 594976; detutsche Patentanmeldungp 36984 VIII a/21 a2D; 85 G o e t s c h, il. W., »Taschenbuch für Fernmeldetechniker«, zo. Aufl., München und Berlin, 1943, S. 718 und 719.
DESCH9648A 1952-05-31 1952-05-31 Schaltungsanordnung zur gleichzeitigen UEbertragung zweier Gespraeche ueber einen einzigen Fernsprechkanal normaler Frequenz-Bandbreite Expired DE954342C (de)

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DE954342C true DE954342C (de) 1956-12-13

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE534921C (de) * 1925-12-24 1931-10-03 Int Standard Electric Corp Schaltungsanordnung fuer Zweidraht- oder Vierdrahtverstaerker in Fernmeldeleitungen
DE594976C (de) * 1932-02-27 1934-03-27 Karl Otto Schmidt Verfahren zur besseren Ausnutzung des UEbertragungsweges

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE534921C (de) * 1925-12-24 1931-10-03 Int Standard Electric Corp Schaltungsanordnung fuer Zweidraht- oder Vierdrahtverstaerker in Fernmeldeleitungen
DE594976C (de) * 1932-02-27 1934-03-27 Karl Otto Schmidt Verfahren zur besseren Ausnutzung des UEbertragungsweges

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