DE953532C - Bodenverbesserungsmittel - Google Patents
BodenverbesserungsmittelInfo
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Classifications
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Description
- Bodenverbesserungsmittel Bekanntlich werden durch Behandlung von Ferrisulfat Fee (S O4)3 mit Ammoniak Verbindungen der allgemeinen Formel Fee (S O4)3 - x N H3 erhalten, bei welchen x gleich a, 4, 6 oder 8 ist. Es ist auch bekannt, daB diese Verbindungen sich sehr schnell zersetzen, so daB sie bisher keine praktische Anwendung finden konnten.
- Erfinder hat das Verhalten dieser Verbindungen mit der Absicht ausführlich erforscht, dieselben als Düngemittel und Bodenverbesserungsmittel zu verwenden mit Rücksicht darauf, daB diese Verbindungen sich in Anwesenheit von Wasser unter Bildung von Ferrisulfat, Ferrihydroxyd und Ammoniumsulfat zersetzen, welche bei entsprechender Verarbeitung und Stabilisierung günstige bodenverbessernde und ertragssteigernde Eigenschaften besitzen. Ferrisulfat bildet bekanntlich an sich kein ideales Bodenverbesserungsmittel, weshalb früher vorgeschlagen wurde, ein Bodenverbesserungsmittel zu schaffen, das aus mit stabilisierenden, absorbierenden und ähnlich wirkenden Mitteln kombiniertem bzw. vermischtem Ferrisulfat besteht, um die Wirksamkeit des Bodenverbesserungsmittels nach dessen Einarbeitung in den Boden zu erhöhen bzw. zu verlängern.
- Es wurde nun gefunden, daß diese Verbindungsgattung einen wirksamen Bestandteil eines neutralen Bodenverbesserungsmittels bildet, welches also für sowohl alkalische als auch saure lehmhaltige Böden unter Einhaltung gewisser Gewichtsverhältnisse zwischen diesen Verbindungen und sonstigen Bestandteilen geeignet ist.
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bodenverbesserungsmittel neutraler Beschaffenheit, dessen wirksamer Bestandteil aus einem Gemisch aus Verbindungen der allgemeinen Formel Fee (S O4)3 - x N H3 in Anwesenheit von Ferrisulfat, gegebenenfalls von Eisenoxyden in solchen Mengenverhältnissen besteht, daß 5 bis 8 Ammoniakteile auf mindestens go Teile Ferrisulfat vorhanden sind, so daß der Wert von x,. auf das Gesamtgemisch bezogen, höchstens gleich 2 ist.
- Zur Herstellung des Bodenverbesserungsmittels gemäß der vorliegenden Erfindung wird nach dem bekannten Verfahren vorgegangen, indem 9o bis 95 Teile Ferrisulfat mit 8 bis 5 Teilen Ammoniak umgesetzt werden. Es ergibt sich ein vollkommen stabiles Gemisch, welches ohne Zersetzung gut aufbewahrt werden kann und ein hohes Bodenverbesserungsvermögen besitzt. Zum Beispiel kann auf folgende Weise verfahren werden: ioo Teile feinverteiltes technisches Ferrisulfat, welches 9o °/o Fee (S O4)3 und io °/o Eisenoxyde und freie Schwefelsäure enthält, werden mit 8 Teilen Ammoniakgas unter ständigem Rühren vermischt, so daß die Temperatur der Masse steigt und das Gemisch eine braune Farbe annimmt. Das Enderzeugnis enthält 7,4°/o Ammoniak und 83,3°/o Ferrisulfat. Zur Zeit läßt sich eine sichere Erklärung für die Beständigkeit des Bodenverhesserungsmittels gemäß der Erfindung nicht geben. Es kann lediglich vermutet werden, daß bei Vorhandensein der Gemischbestandteile in den oben angegebenen Verhältnissen sich die Moleküle der vier möglichen Additionsverbindungen (entsprechend x = 2, 4, 6 oder 8) in Anwesenheit eines Überschusses an Ferrisulfat befinden, welches eine stabilisierende Wirkung ausübt. Unter diesen Verhältnissen beträgt der Durchschnittswert von x für das Gesamtgemisch höchstens 2. Mit anderen Worten kann angenommen werden, daß jedes NH,- Molekül, welches sich z. B. aus einer Verbindung entsprechend x = 8 freizusetzen sucht, durch das freie Ferrisulfat unmittelbar fixiert wird. Es ist ferner zu berücksichtigen, daß der Ausgangsstoff nicht aus reinem Ferrisulfat, sondern aus Eisenoxyde enthaltendem technischem Sulfat besteht, so daß die Beständigkeit des erhaltenen Erzeugnisses auch gewissermaßen auf das Vorhandensein genannter Oxyde zurückgeführt werden könnte. Jedenfalls zeigt die Analyse des nach obigem Beispiel hergestellten Erzeugnisses nach 6 Monaten Lagerung unter trok kenen Bedingungen noch 7,33 °/ü Ammoniak. Beim Einverleiben des vorliegenden Bodenverbesserungsmittels in den Boden spaltet sich dasselbe allmählich in ein Genüsch aus Ferrihydroxyd, Ferrisulfat und Ammoniumsulfat. Es wurde gefunden, daß die Anwesenheit des Ferrihydroxydes zusammen mit dem Ferrisulfat der sauren Beschaffenheit des Bodens entgegenwirkt und zur gewünschten Auslockung des lehmhaltigen Bodens führt. Die verbessernde Wirkung ist äußerst wirksam und dauerhaft und hängt von der chemischen Beschaffenheit des Bodens nicht ab, wie aus den beiden nachstehenden Tabellen I und 1I ersichtlich ist, die sich auf alkalische bzw. saure Böden beziehen.
Tabelle I Ergebnisse von Versuchen auf alkalischen Böden Angebaute Frucht: Weizen x 2 3 4 5 6 7 Bodenverbesse- rungsmittel Vergleichsboden Mehrertrag gegenüber dem 3o Doppelzentner Ernte an Korn Landgut m$ pg Bodenart je 10 000 m$ Vergleichsboden Doppelzentner Doppelzentner Ernte an Korn je 10 000 m Doppelzentner ,e ro 00o m' je 1o o00 m$ Croce Bergamina 5000 8 lehmhaltig, 48 44 + 4 Sorbolo (Parma) dicht Aldobrandini ... 4000 8,3 lehmhaltig, .25,3ö 19,40 -I- 5,9 Ostia (Rom.) tonartig Cav. Avattaneo 1136 7,9 lehmhaltig 51,05 4335 -f- 7,70 Poirino (Torino) Betriebsjahr z952-1953 Es ergibt sich aus vorstehenden Tabellen, daß sich die zuzufügende Bodenverbesserungsmittelmenge entsprechend der Bodenbeschaffenheit ändert.Tabelle II Ergebnisse von Versuchen auf sauren Böden Angebaute Frucht: Weizen x z 3 4 5 6 7 Bodenverbesse- rungsmittel Mehrertrag 3o Doppelzentner Vergleichsboden gegenüber dem Landgut m2 p Bodenart je xo 000 m2 Ernte an Korn Vergleichsboden Doppelzentner er Doppelzentner Ernte an Korn je xo 000 m2 Doppelzentner je 1o 000 m2 je 1o 000 m2 Schönburg ...... 6ooo 5,5 lehmhaltig 32,4 28,4 + 4 Altopascio Betriebsjahr (Lucca) 1951-1952 Bebauung: Hafer Schönburg ...... 8ooo 4,5 lehmhaltig 28 22 + 6 Altopascio Betriebsjahr (Lucca) 1951-1952 Schönburg ...... 8ooo 5,5 lehmhaltig, 42,96 32,77 -[- r=,3 Altopascio dicht Betriebsjahr (Lucca) 1952-1953 - Durchschnittlich werden mit 0,5 bis 2 t pro Morgen, vorzugsweise I t pro Morgen des zu behandelnden Bodens günstige Ergebnisse erzielt. Es ist zweckmäßig, das Mittel bis zu einer Tiefe von ungefähr =5 bis =8 cm mit dem Ackerboden zu vermischen.
Claims (1)
- PATENTANSPPUCH: Bodenverbesserungsmittel, bestehend aus einem Gemisch aus Verbindungen der allgemeinen Formel Fe, (S04)3 - x NH3 in Anwesenheit von Ferrisulfat und gegebenenfalls Eisenoxyden in solchenMengenverhältnissen, daß 5 bis 8 Ammoniakteile auf mindestens go Teile Ferrisulfat vorhanden sind, so daß der auf das Gesamtgemisch bezogene Wert von x höchstens gleich 2 ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Gmelins »Handbuch der anorganischen Chemie«, B. Auflage, System Nr. 59, Eisen, Teil B, S. 46I.
Priority Applications (1)
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Non-Patent Citations (1)
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