DE94339C - - Google Patents

Info

Publication number
DE94339C
DE94339C DENDAT94339D DE94339DA DE94339C DE 94339 C DE94339 C DE 94339C DE NDAT94339 D DENDAT94339 D DE NDAT94339D DE 94339D A DE94339D A DE 94339DA DE 94339 C DE94339 C DE 94339C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hat
sleeve
felt
steam
band
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT94339D
Other languages
English (en)
Publication of DE94339C publication Critical patent/DE94339C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das wesentlich Neue des _der Erfindung zu Grunde liegenden Verfahrens zum Formen von Filzhüten besteht darin, dafs statt des bisher gebräuchlichen Formbandes eine an eine Dampfleitung angeschlossene Hülse in der Weise verwendet wird, dafs der Kopftheil des mit seinem Randtheile von einer Klemmvorrichtung festgehaltenen Hutes durch den in diese Hülse B (Fig. ι bis ι o) eingelassenen Dampf. aus derselben hinaus- und über eine Hutform D gedrückt wird, worauf letztere mit dem Kopftheile des Hutes in die Hülse hineinbewegt wird, so dafs sie den Hut wieder umkehrt, und durch rasches Hin- und Herbewegen der Form D innerhalb der Hülse B unter fortwährendem Zutritt von Dampf bezw. heifsem Wasser in die Hülse die Formgebung des Hutes sich vollzieht. Dieses Verfahren ermöglicht ferner durch die fortwährende Zuführung von Dampf und sehr heifsem Wasser eine raschere und wirksamere Verfilzung an der für das Band des Hutes bestimmten Stelle.
Fig. ι bis 3 zeigen im Schnitt den Hut in verschiedenen Stadien der Vorbearbeitung, während vFig. 4 den Hut in derjenigen Form zeigt, in welche er durch Anwendung des eingangs erwähnten Verfahrens gebracht werden soll. Bei dem fertig vorgearbeiteten Hute, Fig. 3, bezeichnet α den Boden, b den daran stofsenden Seitentheil und c die Krempe. Zwischen Krempe c und Seitentheil b befindet sich der erweiterte oder schräg auslaufende Bandtheil d, welcher mit Hülfe des nachstehend ausführlicher beschriebenen Verfahrens in die richtige Form d' (Fig. 4) umgewandelt werden soll. Die Umwandelung dieses schräg auslaufenden Bandtheiles d in die richtige Bandform d' bietet in der Filzhutfabrikation die gröfste Schwierigkeit und wird nach vorliegender Erfindung im Wesentlichen durch das Zusammenwirken der folgenden Einrichtungen bewerkstelligt: durch eine Hülse B, in welche mittelst eines an eine beliebige Dampfquelle angeschlossenen Rohres e (Fig. 5) Dampf eingelassen wird, durch dessen Condensation heifses Wasser erzielt wird; ferner durch eine aus den ringförmigen .Theilen C und C1 bestehende Krempenklemme, in welcher der Hut festgehalten wird, und durch eine Hutform D, welche in nachstehend ausführlicher beschriebenen Weise gegenüber den vorerwähnten Theilen bezw. dem Hute bewegt wird.
Zunächst wird der Hut Ä*, wie in. Fig. 5 gezeigt, auf die Grundplatte C der Krempenklemme C C1 gestellt und darin an seiner Krempe festgeklemmt, wobei sein Boden der Hülse B so dargeboten ist, dafs dieselbe einen Theil desselben eng umfassen kann, wie in Fig. 6 gezeigt ist; wenn nun Dampf unter Druck in die Hülse eingelassen wird, so wendet derselbe den Hut um und1 dehnt ihn glatt aus einander, wie Fig. .7 zeigt, wobei der Filz von dem Dampfe und dem äufserst heifsen Condenswasser durchtränkt wird. Damit ist der erste Abschnitt des Verfahrens beendet. Der zweite Theil des Verfahrens besteht in der Umdrehung des gewendeten und glatt gezogenen Hutes mit der rechten Seite nach aufsen unter der Wirkung des frei und allmälig eingeschobenen Blockes (Hutform) D, wie in Fig. 8 gezeigt, wobei der Dampfdruck den Hutkopf glatt und fest über den Kopftheil und die

Claims (1)

  1. Seiten des Blockes legt; infolge eines geringen Herabgehens der Krempenklemme ist der Filz inzwischen so schlaff geworden , dafs er vollständig . aufser Berührung mit dem unteren Rande der Formhülse ist, wie in Fig. 8 veranschaulicht ist. Wie ersichtlich, bildet der Filz hier eine ringförmige Einsackung, welche das heifse Condensationswasser aufnimmt, so dafs letzteres hauptsächlich denjenigen Theil des Filzes sättigt,' der bearbeitet werden soll, nämlich den Bandtheil. Wenn die Hutform so weit eingeschoben worden ist, dafs der Bandtheil des Hutes von der Formhülse eingeschlossen wird, so ist der zweite Abschnitt des Verfahrens beendet.
    Der dritte Abschnitt des Verfahrens besteht in der allmäligen Verfilzung des Bandtheiles des Hutes, welches durch die rasche senkrechte Hin- und Herbewegung der Formhülse unter gleichzeitiger Einwirkung des Dampfes und heifsen Wassers hervorgerufen wird und den Bandtheil im Sinne des Umfanges zusammenzieht, so dafs er sich der entsprechenden Oberfläche der Hutform anpafst.
    Patent-Ansρruch:
    Verfahren zum Formen von Filzhüten, dadurch gekennzeichnet, dafs "zwecks gleichzeitigen Formens des Hutes und Verfilzens des Bandtheiles der in eine Formhülse (B) eingeführte und der Wirkung von Dampf ausgesetzte Hut durch den Dampfdruck zunächst· gewendet und darauf über eine Hutform (D) gezogen wird, welche den Hut wieder in die Hülse hineinschiebt und dann durch kurze Auf- und Niederbewegungen gegenüber den entgegengesetzten Bewegungen der Formhülse ein Verfilzen des Bandtheiles des Hutes hervorruft.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT94339D Active DE94339C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE94339C true DE94339C (de)

Family

ID=365674

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT94339D Active DE94339C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE94339C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE94339C (de)
DE301483C (de)
DE2059902B2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines nichtgewebten florstoffes
DE95219C (de)
DE206070C (de)
DE288230C (de)
DE960410C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von nahtlosen Hohlkoerpern fuer Puppenkoerpfe und Puppenkoerper
DE208970C (de)
DE509254C (de) Verfahren zum Filzen von Wollgeweben
AT157014B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung elastischer Stoffe.
DE907988C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Zwicken von Schuhen
AT150517B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kreppen von Papier od. dgl.
DE217207C (de)
DE226248C (de)
DE830179C (de) Federkamm fuer Zettel- und Baeummaschinen
AT50303B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von fettgarem Leder.
DE203844C (de)
DE318938C (de) Vorrichtung zum Trocknen von Lichtpausen
DE240279C (de) Wasserdruck-Massageinstrument
DE41745C (de) Vorrichtung zum Aufnähen von Sohlen auf Schuhwerk mittelst Kettenstich
DE405613C (de) Verfahren zur Darstellung von farbgemustertem Papier
DE170949C (de)
DE162208C (de)
DE14628C (de) Verfahren und Apparate zur Herstellung von Drahthelfen
DE51456C (de) Verfahren zur Herstellung von Federbesatzstoff