DE940164C - Verfahren zur Erzeugung von Kobaltphthalocyaninen auf der Faser - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Kobaltphthalocyaninen auf der Faser

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DE940164C
DE940164C DEF10114A DEF0010114A DE940164C DE 940164 C DE940164 C DE 940164C DE F10114 A DEF10114 A DE F10114A DE F0010114 A DEF0010114 A DE F0010114A DE 940164 C DE940164 C DE 940164C
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DE
Germany
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fiber
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polyamines
parts
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Expired
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DEF10114A
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English (en)
Inventor
Fritz Dr Baumann
Berthold Dr Bienert
Georg Dr Roesch
Heinrich Dr Vollmann
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Bayer AG
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Bayer AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/14General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using phthalocyanine dyes without vatting
    • D06P1/145General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using phthalocyanine dyes without vatting using phthalocyanine dyes prepared in situ

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Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Kobaltphthalocyäninen auf der Faser Zusatz zum Patent 861300 In der deutschen Patentschrift 839 939 ist die Herstellung neuartiger Kobaltkomplexverbindungen beschrieben worden, welche als gemeinsames Kennzeichen rotorange bis bräunlichgelbe Farbe aufweisen und. welche bei der Einwirkung reduzierender Mittel - zum Teil schon bei Raumtemperatur -leicht in Kobaltphthalocyanin überführbar sind. In der deutschen Patentschrift 855 7zo ist eine Verbesserung des Herstellungsverfahrens beschrieben, die durch die Mitverwendung von Ammonnitrat als Oxydationsmittel gekennzeichnet ist.
  • In den deutschen Patentschriften 861300 und 899 698 wird die Verwendung dieser komplexen Kobaltverbindungen zur Herstellung von Kobaltphthalocyaninen, insbesondere im Zeugdruck, beschrieben, wobei die in alkoholischen T ösungsmitteln löslichen Natriumverbindungen der komplexen Kobaltverbindungen benutzt werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß für den gleichen Zweck auch solche Komplexe gut geeignet sind, welche in verdünnten wäßrigen Säuren .gut löslich sind. Derartige basische Komplexe erhält man durch Umsetzung nicht basischer Komplexe mit - Polyaminen. Diese Umsetzung kann durch kurzes Verrühren oder Erwärmen, zweckmäßig in einer Anschlämmung der komplexen Kobaltverbindungen in Methanol, Aceton u. dgl., eventuell in-Gegenwart von Alkalien mit den Polyaminen, durchgeführt werden. Als Polyamine können z: B. Äthylendiamin, Diäthylentrianün und andere Polyamine, wie sie in den Beispielen beschrieben sind, verwendet werden.
  • Die in schwach saurer Lösung auf die Faser oder allgemein auf Substrate gebrachten Komplexverbindungen entwickeln sich durch Einwirkung von Reduktionsmitteln und/oder durch Erwärmen leicht zu tiefblauen Färbungen oder Drucken von hervorragend guter Wasch- und Lichtechtheit.
  • Diese basischen, komplexen Kobaltverbindungen besitzen gegenüber den erwähnten Natriumverbindangen den Vorteil, daß man mit ihnen haltbare Lösungen herstellen kann, welche sich auch zum Klotzen von Faserstoffen eignen. Außerdem kann die Fixierung der -Farbstoffe nicht nur im Neutraldampf, sondern auch im Säuredampf erfolgen.
  • Beispiel i i Gewichtsteil einer komplexen Kobaltverbindung, z. B. hergestellt nach Beispiel i der deutschen Patentschrift 855 71o, 6 Gewichtsteile Methanol und i Gewichtsteil Äthylendiamin werden unter Rühren io bis 2o Minuten zum gelinden Sieden erhitzt, bis eine Probe in verdünnter Essigsäure leicht löslich ist. Nach dem Erkalten wird das Reaktionsprodukt abgesaugt, mit Methanol und Wasser' gewaschen und getrocknet. Man erhält in vorzüglicher Ausbeute einen bräunlich bis :orangegelben, gut kristallisierten Körper, welcher sich leicht in verdünnter Essigsäure löst und auf Zusatz von Reduktionsmitteln, z. B. Natriumhyposulfit, rasch KobaltphtMocyanin bildet. Beispiel 2 In eine Mischung von 2 Gewichtsteilen eines Polyamins mit o,6 Gewichtsteilen Methanol trägt man unter Rühren bei io bis i5° i Gewichtsteil einer komplexen Kobaltyerbindung, z. B. hergestellt nach Beispiel x der deutschen Patentschrift 855 710, ein und rührt bei dieser Temperatur etwa 1/4 bis 1/Z Stunde; dann läßt man noch etwa 5 Gewichtsteile Methanol langsam zufließen, rührt noch. 1/4 bis 1/a Stunde weiter, saugt das Umsetzungsprodukt ab und :verfährt weiter wie in Beispiel i. Man erhält meistens in fast quantitativer Ausbeute die gelb- bis rötlicborangebraunen Umsetzungsprodukte der komplexen Kobaltverbindungen mit den Polyaminen. -Als Polyamine können beispielsweise verwendet werden: Äthylendiamin, Diäthylentriamin, Hexamethylendiamin, y, y -Diaminopropylmethylamin, i-Amino-3-dimethylaminopropan, i-Diäthylamino-q.-amino-n-pentan. Alle diese Polyamine liefern Umsetzungsprodukte, die sich leicht in verdünnten,. .organischen Säuren lösen und zur Erzeugung von Färbungen oder Drucken verwendet werden können.
  • Die Herstellung von Klotzlösungen -bzw. Druckpasten erfolgt zwecks besserer Entwicklung und Fixierung der Farbstoffe zweckmäßig mit Hilfe alkoholischer und/oder reduzierender Lösungsmittel. Beispiel 3 2 Gewichtsteile einer basischen, komplexen Kobaltverbindung gemäß Beispiel i oder 2 werden mit io Gewichtsteilen eines Lösungsmittelgemisches, welches q:28 Gewichtsteile Formamid, ioo Gewichtsteile Thiodiglykol, 115 Gewichtsteile Diglykol, 72 Gewichtsteile Glycerin und 285 Gewichtsteile Glykolmonomethyläther in iooo Gewichtsteilen enthält, angerührt. Dann gibt man 5 Gewichtsteile Eisessig oder Ameisensäure zu und füllt mit Wasser auf ioo Gewichtsteile auf.
  • Mit dieser Lösung klotzt man Baumwolle, Zellwolle oder andere Materialien auf Cellulosebasis, und nach einer kurzen Zwischentrocknung werden diese Materialien bei 4.o bis 7o° neutral oder sauer gedämpft oder auch eine kurze Zeit auf ioo bis 15o° erhitzt. Anschließend wird zur vollständigen Entwicklung des Farbtones etwa. 5 bis io Minuten mit verdünnter, natriumbisulfitlialtiger Ameisensäure (2o g Ameisensäure und i bis 5 g Natriumbisulfitlösung von qo° B6 im Liter) auf etwa cgo° erhitzt, gespült und geseift. Besonders schöne Ausfärbungen erhält man, wenn man die Ware vor oderwährend des Seifens kurze Zeit mit verdünnter Natronlauge und Glukose (je i bis 2 g im Liter) behandelt.
  • In ähnlicher Weise, wie oben beschrieben, lassen sich durch Zugabe von in der Zeugdruckerei üblichen Verdickungsmitteln haltbare Druckpasten herstellen. In vielen Fällen, z. B. beim Bedrucken von Baumwolle, kann man auch ohne organische Lösungsmittels arbeiten, wobei es vorteilhaft sein kann, Gemische von, Ameisensäure und Essigsäure oder anderen Säuren zu verwenden. Als druckverstärkende Zusätze, namentlich beim Druck von Zellwolle, haben sich neben Harnstoff bzw. Thioharnstoff und ihren Derivaten besonders Halogencarbonsäuren und deren funktionelle Derivate, Aldehyde, z. B. Paraformaldehyd, Pamacetataldehyd, Chloralhydrat, Benzaldehyd oder Furfurol, aromatische Oxyverbindungen, -insbesondere Hydrochinon, Resorcin oder Brenzkatechin, ferner Ketone, Lactarne, Lactone und ähnliche Verbindungen, z. B. Caprolactam, y-Butyrolacton, Pyrrolidon oder Gemische derselben-bewährt.
  • Nach diesem Verfahren lassen sich kräftige Ausfärbungen oder Drucke von Kobaltphthalocyaninen auf Faserstoffen erzeugen, welche durch einen schönen, klaren Farbton und hervorragende Echtheitseigenschaften ausgezeichnet sind..

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Weitere Ausbildung des Verfahrens gemäß Anspruch 2 bis q. des Patents 861 3oo, dadurch gekennzeichnet, daß man Lösungen der Umsetzungsprodukte der komplexen Kobaltverbindungen mit Polyaminen verwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß man die genannten Lösungen auf Faserstoffe druckt oder klotzt, nach einer kurzen Zwischentrocknung sauer oder neutral dämpft oder kurze Zeit auf Temperaturen zwischen ioo bis 15o° erhitzt und anschließend eine Nachbehandlung mit verdünnten Säuren und/oder Reduktionsmitteln durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in verdünnten, sauren Lösungen in Gegenwart von Harnstoff, alkoholischen und/ oder reduzierend wirkenden Lösungsmitteln und druckstärkenden Zusätzen arbeitet. q.. Verfahren nach Anspruch z bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzungsprodukte niedrigmolekularer aliphatischer Polyamine mit den komplexen Kobaltverbindungen verwendet.
DEF10114A 1952-10-12 1952-10-12 Verfahren zur Erzeugung von Kobaltphthalocyaninen auf der Faser Expired DE940164C (de)

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