DE935669C - Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-dinitril und dessen Kernsubstitutionsderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-dinitril und dessen Kernsubstitutionsderivaten

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DE935669C
DE935669C DEF12411A DEF0012411A DE935669C DE 935669 C DE935669 C DE 935669C DE F12411 A DEF12411 A DE F12411A DE F0012411 A DEF0012411 A DE F0012411A DE 935669 C DE935669 C DE 935669C
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DE
Germany
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anthraquinone
diamino
dinitrile
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DEF12411A
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Fritz Dr Baumann
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/22Dyes with unsubstituted amino groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-dinitril und dessen Kernsubstitutionsderivaten Es ist bekannt, x-Amino=4-alkylamino- bzw. z -Amino -4- arylamino -anthrachinon - 2 - sulfonsäuren durch Umsetzung mit Alkalicyaniden in Anthrachinonnitrile überzuführen (vgl. britische Patentschrift 359 85o und USA.-Patentschrift 2 496 4z4). Bei dieser Umsetzung treten jedoch häufig Schwierigkeiten auf. So kann, je nachdem welcher Substituent am Stickstoffatom der 4-Aminogruppe steht, die Nitrilgruppe in 2- oder 3- oder 2- und 3-Stellung des Anthrachinons eintreten. Die so erhältlichen Nitrile schmelzen durchweg über 36o°. Durch diese Isomerisation sinken die Ausbeuten der gewünschten Nitrile ab und außerdem sind langwierige Trennungsoperationen notwendig. Besonders schlecht sind bei diesen Reaktionen die Ausbeuten an i, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-dinitril, das aus der z,4-Diamino-anthrachinon-2-sulfonsäure und Alkalicyaniden erhalten werden kann. Es wurde nun gefunden, daß man das z, 4-Diaminoanthrachinon-2, 3-dinitril in sehr guter Ausbeute erhalten kann, wenn man das Natriumsalz der z, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-disulfonsäure mit Alkalicyaniden in bekannter Weise umsetzt. Bei dieser Reaktion verläuft der Austausch der beiden Sulfonsäuregruppen gegen die Nitrilgruppe schneller und leichter als bei der z, 4-Diamino-anthrachinon-2-sulfonsäure. Es war nicht vorauszusehen, daß es gelingen würde, zwei orthoständige Sulfonsäuregruppen auszutauschen. Vor allem ist im Hinblick auf die Empfindlichkeit des Ausgangsmaterials gegen Alkalien und Reduktionsmittel der glatte Reaktionsverlauf überraschend.
  • Statt von der z, 4-Diamino-anthrachinon-2,3-disulfonsäure kann auch von deren Derivaten, wie z. B. den in 5, 6, 7- bzw. 8-Stellung mit Halogen oder Sulfonsäuregruppen substituierten Verbindungen ausgegangen werden.
  • Beispiel i i, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-dinitril 12 Gewichtsteile i, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-disulfonsäure (vgl. deutsche Patentschrift 579 323) werden in Form der freien Säure in 15o Gewichtsteile Wasser unter Zusatz von 3,5 Gewichtsteilen wasserfreiem Natriumcarbonat bei 50° in Lösung gebracht. Zu der klar blauen Lösung gibt man bei dieser Temperatur 10,4 Gewichtsteile Natriumcyanid, das zuvor in 5o Gewichtsteilen Wasser aufgelöst wurde. Nun erwärmt man unter Rühren auf g5°. Nach kurzer Zeit trübt sich die Lösung, und es scheidet sich das in blauen Nädelchen kristallisierende i, 4-Diaminoanthrachinon-2, 3-dinitril ab. Die Umsetzung ist nach 15 bis 2o Minuten beendet, was daran erkannt werden kann, daß die Lösung nur noch schwachrot gefärbt ist. Das entstandene Dinitril wird heiß abgesaugt, mehrmals mit heißem Wasser gewaschen, zum Schluß mit Methanol abgedeckt und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 7,5 bis 7,8 Gewichtsteile.
  • Die Substanz löst sich in konzentrierter Schwefelsäure schwach grünlich, in go°/öiger Schwefelsäure bräunlich; auf Zusatz von Paraformaldehyd färben sich diese Lösungen intensiv grün. Die Verbindung ist in den meisten niedrig siedenden organischen Lösungsmitteln schwer bzw. kaum löslich; sie kann jedoch aus Nitrobenzol oder Chinolin umkristallisiert - werden, wobei sie in schönen metallisch glänzenden, blauschwarzen Kristallen erhalten wird.
  • Die Analyse ergibt folgende Werte:
    gefunden: . berechnet: (C12H8Nq02)
    C = 67,2o O% C = 66,67 %
    H = 2,8o 0% H = 2,78 %
    N = 19,36 °% N = 19,44 %
    0 = ii,ii 0% 0 = 11,30')/,
    Beispiel e i, 4-Diamino-6-chlor-anthrachinön-2, 3-dinitril i6 Gewichtsteile i, 4-Diamino-2, 3, 6-trichlor-anthrachinori - erhalten durch Chlorieren von i, 4-Diamino-6-chlor-anthrachinon - werden durch Behandlung mit Boressigsäureanhydrid in den entsprechenden Boressigester übergeführt, und der dabei gewonnene lufttrockene Ester wird bei go bis g5° in eine Lösung aus 22 Gewichtsteilen Natriumsulfit in 48o Gewichtsteilen Wasser eingetragen und etwa io Minuten bei dieser Temperatur gerührt. Die in 2, 3-Stellung befindlichen Chloratome werden bei dieser Operation gegen die Sulfogruppe ausgetauscht, so daß nach der Spaltung des Borsäureesters mit Natronlauge die blaue i, 4-Diamino-6-chlor-anthrachinon-2, 3-disulfonsäure durch Aussalzen mit Kochsalz isoliert werden kann. Eine weitere Reinigung ist durch Überführung in die freie Säure möglich.
  • Die auf diese Weise gereinigte Disulfonsäure wird als Nutschkuchen in Zoo Gewichtsteilen Wasser angeschlänunt, mit 5,2 Gewichtsteilen calc. Natriumcarbonat in Lösung gebracht und nach Zusatz von io Gewichtsteilen Natriumcyanid eine halbe Stunde auf go bis g5° erhitzt. Nach dieser Zeit haben sich aus der blauen Lösung, die leinen Kriställchen des i, 4-Diamino-6-chlor-anthrachinon-2,3-dinitrils abgeschieden, während sich die Flüssigkeit schwachrot gefärbt hat. Das Reaktionsprodukt wird heiß abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Beispiel 3 i, 4-Diamino-6, 7-dichlor-anthrachinon-2, 3-dinitril Die als Ausgangsfnaterläl dienende i, 4-Diamino-6,7-dichlor-anthrachinon-2, 3-disulfonsäure kann beispielsweise nach folgendem Reaktionsschema hergestellt werden: 28 Gewichtsteile x, 4-Diamino-6, 7-dichlor-anthrachinon-2, 3-disulfonsäure (freie Säure) werden in 68o Gewichtsteilen Wasser angerührt, mit der zur . Neutralisation erforderlichen Menge Natriumcarbonat versetzt, 24 Gewichtsteile Natriumcyanid zugesetzt und nunmehr die blaue Lösung auf g5° erhitzt, bis die Abscheidung des entstandenen i, 4-Diamino-6, 7-dichlor-anthrachinon-2, 3-dinitrils beendet ist. Es wird heiß abgesaugt und der Nutschkuchen bis zum farblosen Ablauf mit heißem Wasser ausgewaschen.
  • i, 4-Diamino-6, 7-dichlor-anthrachinon-2, 3-dinitril kristallisiert in blauen Nädelchen, die sich in starker Schwefelsäure fast farblos auflösen. Auf Zusatz von Paraformaldehyd färbt sich die schwefelsaure Lösung blaugrün und schlägt beim Erwärmen nach braun um. Beispiel 4 z, 4-Diamino-5-nitro-anthrachinon-2, 3-dinitril x, 4-Diamino-5-nitro-anthrachinon wird in üblicher Weise durch Chlorieren und anschließende Sulfitierung des Boressigsäureesters des z, 4-Diamino-2, 3-dichlor-5-nitro-anthrachinons in die i, 4-Diamino-5-nitro-anthrachinon-2, 3-disulfonsäure übergeführt. 5o Gewichtsteile i, 4-diamino-5-nitro-anthrachinon-2, 3-disulfonsaures Natrium fügt man bei 6o° zu einer Lösung aus 4o Gewichtsteilen Natriumcyanid in 85o Gewichtsteilen Wasser, erhitzt dann langsam auf 85° und hält diese Temperatur so lange, bis das wasserlösliche Ausgangsmaterial verschwunden ist. Das durch Absaugen isolierte z, 4-Diamino-5-nitro-anthrachinon-2, 3-dinitril stellt nach dem Trocknen ein blaues Pulver dar, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schwach olivbrauner Farbe löst. Die Lösung in Pyridin ist klar blau und die Küpenfarbe in Pyridinwasser rot.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von z, 4-Diaminoanthrachinon-2, 3-dinitril und dessen Kernsubstitutionsderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Natriumsalze der entsprechenden z, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-disulfonsäuren mit Alkalicyaniden in bekannter Weise umsetzt.
DEF12411A 1953-07-22 1953-07-22 Verfahren zur Herstellung von 1, 4-Diamino-anthrachinon-2, 3-dinitril und dessen Kernsubstitutionsderivaten Expired DE935669C (de)

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DE (1) DE935669C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4299771A (en) 1979-10-26 1981-11-10 Sumitomo Chemical Company, Limited Process for producing anthraquinone compounds
EP0105762A3 (en) * 1982-10-04 1985-05-15 Sumitomo Chemical Company, Limited Process for producing anthraquinone compounds

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4299771A (en) 1979-10-26 1981-11-10 Sumitomo Chemical Company, Limited Process for producing anthraquinone compounds
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