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Lichtpaus- und Fotokopiergerät mit Pauszylinder und Röhrenlampen Bei
den bisher bekanntgewordenen Lichtpaus-und Fotokopiergeräten mit Röhrenlampen, insbesondere
Leuchtstoffröhren, als Lichtquelle, bei denen das Pausgut während der Belichtung
ruht, bildet die als Unterlage dienende durchsichtige Folie oder Scheibe aus biegsamem
oder festem Material eine ebene oder wenig gewölbte Fläche oder aber einen Kreiszylinder.
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Im Falle der ebenen oder wenig gewölbten Fläche erfolgt die Beleuchtung
meist durch einen sogenannten Rost von Röhren, die parallel nebeneinanderliegen.
Hinter den Röhren ist dabei gewöhnlich ein Reflektor angebracht, der die auftreffende
Strahlung zur Folie reflektiert. Daß trotzdem ein großer Teil der aufgewendeten
Energie nicht ausgenutzt wird, ist klar. Ein weiterer Nachteil einer solchen Anordnung
sind der größere Aufwand zur Beschaffung der vielen Röhren und ihr häufig notwendig
werdender Ersatz.
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Wird dagegen eine zu einem Zylinder gewölbte Folie bzw. ein Zylinder
aus durchscheinendem Material verwendet, so ist damit eine wesentlich größere Lichtausbeute
gewährleistet. Die Verwendung von nur einer einzigen Leuchtstoffröhre wird möglich.
Das ist jedoch nur bis zu einem gewissen Durchmesser des durchsichtigen Zylinders
angängig, weil sonst bei größer werdendem Abstand der Pausen von der Röhre die Belichtungsdauer
zu
groß wird. Müssen daher zur Herabsetzung der Belichtungsdauer
mehrere --Röhren angewendet werden, so sind gleich eine ganze Reihe erforderlich,
um eine hinreichend gleichmäßige Belichtungsstärke über den ganzen Umfang des Zylinders
zu erhalten. Dies trägt aber wiederum zur Verteuerung und Komplikation bei. Meist
werden in derartigen Geräten fünf Röhren zum Leuchten gebracht.
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Es sind auch Anordnungen bekanntgeworden, bei denen im Zylinder einige
wenige Röhren um die Zylinderachse rotieren, um auf der Belichtungsfläche einen
Ausgleich für die erheblichen Belichtungsunterschiede am Umfang herbeizuführen.
Die Verwendung eines Motors, der diese Drehung bewirkt, verteuert und kompliziert
die ganze Apparatur und gibt zu weiteren Störungen Anlaß.
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Bei Lichtpaus- und Fotokopiergeräten @ gemäß vorliegender Erfindung
wird durch besondere Formgebung des durchsichtigen Pauszylinders und Anbringung
von Blenden eine gleichmäßige Lichtverteilung über den ganzen Zylinderumfang erreicht.
Der Zylinder erhält gemäß der Erfindung einen Querschnitt, der einer Ellipse gleich
oder ähnlich ist. Je nach der Größe der Belichtungsfläche und der Zahl der zu verwendenden
Röhren, etwa 2, 3, 4 oder mehr, wird der ellipsenähnliche Querschnitt mehr oder
weniger in die Länge gezogen. Das Pausgut wird um den aus zwei Stirnwänden und einer
durchsichtigen Folie oder aus festem durchsichtigem Material gebildeten Pauszylinder
herumgelegt. Dabei ist der Abstand der Röhrenlampen von der Mantelfläche des Belichtungskörpers
und voneinander so gewählt, daß eine möglichst gleichmäßige Beleuchtung am Zylinderumfang
entsteht. Die Röhrenlampen sind auf der größeren Achse des ellipsenförmigen Querschnittes
angeordnet und geben so ihr Licht nach allen Seiten unmittelbar an das zu belichtende
Material ab.
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Die Stirnwände des Zylinders, die aus festem, undurchsichtigem Material
bestehen, erhalten die ellipsenähnliche Form. Um sie wird die Folie gewölbt und
befestigt und erhält so ihre Gestalt. Oder wenn es sich um einen starren Mantel,
etwa aus Glas, handelt, werden die Stirnwände dem Querschnitt angepaßt und ein-
oder angebaut.
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In den Abb. i bis q: ist der Erfindungsgegenstand zeichnerisch dargestellt.
Abb. i zeigt den aus einer lichtdurchlässigen Folie i und den Stirnwänden 2, um
die die Folie herumgelegt ist, gebildeten Belichtungskörper mit zwei Leuchtstoffröhren
3 in perspektivischer Darstellung. Die Stirnwände 2 haben ellipsenähnlichen Querschnitt
und sind daher für die Form des Belichtungskörpers bestimmend. In Abb. 2 ist eine
Stirnwand eines Belichtungskörpers in Vorderansicht dargestellt, der beispielsweise
mit vier Leuchtstoffröhren 3 ausgerüstet ist, die die Stirnwand 2 entlang der größeren
Achse ihrer ellipsenähnlichen Fläche durchbringen.
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Zum Zwecke des präzisen Einbaues der Leuchtstoffröhren 3, ihres sicheren
Sitzes, einer leichteren Auswechselbarkeit und einer zahlenmäßigen Veränderbarkeit
sind in den Stirnwänden 2 symmetrisch zur größeren Achse Längsschlitze q. angebracht,
deren Höhe etwa dem Durchmesser der Leuchtstoffröhren entspricht und deren Länge
der Zahl der unterzubringenden Leuchtstoffröhren 3 angepaßt ist.
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Die Sicherung der Leuchtstoffröhren 3 gegen Längs- und Seitenverschiebung
wird erreicht durch Klemmleisten 5, die oberhalb und unterhalb der Längsschlitze
q. angebracht und an ihren den Röhren zugewandten Kanten mit einer Polsterung 6
aus Gummi oder ähnlichem Material ausgestattet sind. Die Klemmleisten 5 werden durch
Schrauben 7 an die Stirnwände 2 unverrückbar angepreßt. Die Leuchtstoffröhren 3
überragen die Stirnwände2 um die für die Befestigung erforderliche Länge.
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Prinzipiell kann durch entsprechende Abweichung vom elliptischen Querschnitt
des Be-Lichtungskörpers völlige Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke am Umfang
erreicht werden. Aus Gründen der Herstellung werden jedoch Querschnitte mit stetigen
Begrenzungskurven gewählt. Dadurch aber bleiben kleine Unregelmäßigkeiten der Beleuchtung
am Umfang des Belichtungskörpers bestehen. Diese zeigen sich als hellere Streifen
8 (Abb. 3), die sich vorn und hinten auf der ganzen Länge des Belichtungskörpers
oberhalb und unterhalb der großen Ellipsenachse ausbilden. Sie rühren von dem von
der zweiten bzw. vorletzten Leuchtstoffröhre 3 in dieser Richtung Bestrahlten Licht
her und können einfach dadurch beseitigt werden, daß in den Strahlengang in diesem
Bereich Blenden eingebaut werden.
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Wie in Abb. q. dargestellt, können diese als Farbstreifen oder aufklebbare
Bänder 9 an den Leuchtstoffröhren 3 entlang angebracht werden. Sie können auch als
massive, undurchsichtige, schmale Doppel- oder breite Einfachstreifen io aus Pappe,
Holz, Blech usw. beispielsweise zwischen den Leuchtstoffröhren 3 eingebaut oder
in einiger Entfernung als Streifen z i aus transparentem Papier, Milchglas usw.
beispielsweise an der Innenseite des Belichtungskörpers angebracht sein. Auch eine
leichte Ätzung der Folie innen oder außen in den entsprechenden Zonen kann die erforderliche
Abblendung hervorrufen, so daß bei nur geringem Verlust an Licht eine praktisch
gleichmäßige Beleuchtung über die gesamte Oberfläche bewirkt wird.