DE93142C - - Google Patents
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- DE93142C DE93142C DENDAT93142D DE93142DA DE93142C DE 93142 C DE93142 C DE 93142C DE NDAT93142 D DENDAT93142 D DE NDAT93142D DE 93142D A DE93142D A DE 93142DA DE 93142 C DE93142 C DE 93142C
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B5/00—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen-.
Elektrische Ruf- und Wunschmeldevorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1895 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine elektrische Ruf- und Meldevorrichtung,
mit deren Hülfe durch Niederdrücken eines Knopfes an der Rufstelle in der Centralstation
ein Uhrwerk ausgelöst wird und so lange läuft, bis ein von demselben mitgenommener Arm
gegen die betreffende, mit der Rufstation übereinstimmende Contactfeder drückt und hierdurch
die Leitung unterbricht, worauf das Uhrwerk wieder gesperrt wird und eine von
demselben mitgenommene Scheibe die betreffende Rufstation oder den von dort aus geäufserten Wunsch .anzeigt, welcher durch
eine ebenfalls von dem Uhrwerk aus bewegte Druckvorrichtung aufgezeichnet wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand zur Darstellung gebracht,
und zwar bedeutet:
Fig. ι eine Vorderansicht der Anzeigevorrichtung
nach abgenommener Deckplatte in Verbindung mit der Rufglocke und der Aufzeichnungsvorrichtung,
Fig. 2 eine Oberansicht der Zeigerscheibe,
Fig. 3 eine Sonderansicht der Aufzeichnungsvorrichtung.
Fig. 4 und 5 veranschaulichen einen senkrechten Schnitt und eine Oberansicht eines zur
Verwendung kommenden Druckknopfes.
Die Anzeigevorrichtung A (Fig. 1) besteht aus einer Grundplatte 2, einem Gehäuse 3, an
welchem eine Platte 6 durch Schrauben 8 befestigt ist; die Platte 2 ist mit dem Gehäuse 3
durch Schrauben 4 verbunden. Von der Platte 6 wird ein Uhrwerk F getragen, welches eine
Antriebsfeder 10 und ein Getriebe 12, 14, 16
und 18 besitzt. Durch das Getriebe wird die Welle 22 in Drehung versetzt, welche ihrerseits
ein Rad 58 und eine Welle 60 dreht. Das Uhrwerk wird mit Hülfe eines Schlüssels 20
aufgezogen. _ «^
Die Platte 2 trägt noch einen Elektromagneten G, welcher Kerne 32 und Windungen 34
besitzt. Unter der Einwirkung dieses Elektromagneten steht ein Anker 28, welcher um
Zapfen 30 drehbar ist und von einer Feder 38 von dem Elektromagneten G zurückgezogen
wird. Der Anker trägt einen isolirten Streifen4o, welcher über das Ankerende hinausragt und
mit seinem äufseren Theil mit den Schrauben 46 und 42 Stromschlufs bilden kann.
Die erstgenannte Schraube dringt durch eine Klemme 48 und die letztgenannte durch die
Klemme 44. Gewöhnlich wird der Anker durch die Feder 38 gegen die Schraube 42 gehalten. Der Anker trägt noch einen Finger 36,*
welcher mit einem Zahn des Rades i6 in Eingriff kommt und so das Uhrwerk sperrt.
Hinter der Platte 6 und concentrisch zur Welle 22 ist eine Scheibe /vorgesehen, welche
eine grofse Anzahl Stromschlufsfedern trägt. Die Federn 50 sind radial angeordnet und
haben isolirte Träger 52; .die Federn legen sich gewöhnlich gegen Stifte 54, welche in
der isolirten metallischen Ringscheibe 56 vorgesehen sind. Auf der Welle 22, jedoch
isolirt von derselben, sitzt ein Stromschlufsarm 26, welcher gegen die Enden der Federn 50
drücken und dieselben von ihren Stiften abheben kann.
Auf der Vorderseite der Anzeigevorrichtung sitzt die in Fig. 2 in verkleinertem Mafsstabe
dargestellte Zeigerscheibe. Oberhalb der Scheibe
trägt die Welle 22 einen Zeiger 24, welcher sich mit ersterer dreht. Die Scheibe besteht
aus einem äufseren, festen Scheibentheil 5 mit radial liegenden Schlitzen 7, hinter welchen
sich eine Scheibe 11 drehen kann. Die letztere besitzt eine Anzahl Aufschriften 9, welche abwechselnd
mit den betreffenden Schlitzen 7 in Uebereinstimmung gebracht werden können.
Die Einrichtung ist so getroffen, dafs entweder die eine oder andere Reihe der Aufschriften
in Wirkung kommt, und der Zeiger 24 zeigt dann, welche bestimmte Aufschrift der betreffenden
Reihe gemeint ist. Entweder werden die entsprechenden Zimmer oder Rufstationen in den Oeffnungen 7 oder die von diesen
Zimmern aus gemachten Wünsche sichtbar. Es wird z. B. vom Efszimmer aus gerufen,
dann erblickt man durch die Oeffnungen 7 die verschiedenen Zimmerbezeichnungen und der
Zeiger 24 zeigt zum Efszimmer; nachdem dies geschehen, wird durch eine Einrichtung, welche
mit dem Wesen vorliegender Erfindung nichts zu thun hat, der betreffende, von dem Rufzimmer
gemachte Wunsch angezeigt.
Die Aufzeichnungsvorrichtung C hat ein Gestell 64, welches mit dem Gehäuse der Anzeigevorrichtung
verbunden ist und ein Bandrad 66, eine Farbwalze 68, eine Typenwalze 62 auf einer Welle 60 und einen Elektromagneten
74 mit Anker 70 und Bandführung 72 besitzt. Der Anker wird durch eine Feder 71
von dem Magneten fortgezogen und drückt das Band γ6 gegen die Typenwalze. Die Aufschriften
auf der Typenwalze sind so eingerichtet, dafs sie stets den jeweiligen Wünschen auf der Zeigerscheibe genau entsprechen.
Die elektrische Glocke E hat mit den anderen Einrichtungen die weiter unten ausgeführte
elektrische Verbindung. Der Druckknopf 78 ist zweckmäfsig .so construirt, dafs
er, einmal niedergedrückt, in dieser Lage so lange verbleibt, bis an einer anderen Stelle
der Leitung eine Stromunterbrechung herbeigeführt wird.
Fig. 4 und 5 zeigt eine zweckmäfsige Construction des Druckknopfes. Die Grundplatte
101 trägt Eisenkerne 100, welche von der Kappe 99 überdeckt werden. Der Anker 104
trägt den Druckknopf 102 und sitzt auf einer Feder 103, von welcher er gewöhnlich von
den Magnetkernen abgedrückt wird. Wird der Druckknopf 102 niedergedrückt und leitet er
dadurch den Strom durch die Feder 103 zu den Kernen 100, so werden die letzteren gleichzeitig
magnetisch und halten den Anker so lange fest, bis eine Stromunterbrechung an einer anderen Stelle der Leitung herbeigeführt
wird. Die elektrische Verbindung der oben angeführten Theile ist folgende:
Von der Doppelbatterie 81 geht ein neutraler
Leitungsdraht 82 aus und aulserdem zweigen sich die Leitungsdrähte 94 und 106 von der
Batterie ab. Die Zweigleitungen 84 verbinden die Leitung82 mit den entsprechenden Federn 50
und schliefsen die dazugehörigen und entsprechenden Druckknöpfe 78 ein. Die Leitung86
führt von dem isolirten Ring 56 über Klemme 48 zum Magneten G, welcher durch die Leitung 88
mit dem Magneten 74 der Aufzeichnungsvorrichtung verbunden ist.
Magnet G
Von diesem Magneten aus eine Leitung 106 zur Batterie. Der
wird beim Niederdrücken eines Druckknopfes erregt und zieht den Anker 28
an, wodurch das Uhrwerk ausgelöst und ein Stromkreis über Klemme 48, Schraube 46, den
isolirten Streifen 40, Leitung 92, Glocke £",
Leitung 94 und Batterie 81 geschlossen wird.
Das Uhrwerk dreht nun die Welle 22 so lange, bis der von dieser getragene Arm 26
diejenige Feder 50 erreicht hat, mit welcher der niedergedrückte Knopf verbunden ist. Die
Feder wird dann von ihrem Stift 54 abgedrückt und der vorher angegebene Stromkreislauf,
welcher über dem Ring 56 geschlossen war und den Magneten G in sich einschliefst,
unterbrochen. Die Feder 38 zieht nun den Anker von dem Magneten ab und der Finger 36
sperrt sogleich wieder das Uhrwerk. Gleichzeitig hört auch die Wirkung des Elektromagneten
74 auf, so dafs der Anker, von seiner Feder veranlafst, das Band gegen den Typenzylinder drückt, wodurch der betreffende
Aufdruck erfolgt. Ueber Arm 26 und Feder 50, Leitung 90, Klemme 44, Schraube 36, Streifen 40,
Leitung 92, Glocke E, Leitung 94 und Batterie wird gleich darauf ein neuer Stromkreis geschlossen,
so dafs durch Niederdrücken des Knopfes 78 jetzt die Glocke E allein zum Ertönen
gebracht werden kann.
Durch, die oben angegebene Wirkungsweise ist der Zeiger 24 so bewegt worden, dafs er
die betreffende Anzeige macht, welche von der Aufzeichnungsvorrichtung aufgezeichnet wird.
Der oben beschriebene getheilte Stromkreis hat den Zweck, den Strom durch die Magnete G
und 74 unabhängig von dem Selbstunterbrecher der elektrischen Glocke und fortlaufend fliefsen
zu lassen, was bei Hintereinanderschaltung nicht, der Fall wäre.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Elektrische Ruf- und Wunschmeldevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Niederdrücken eines Druckknopfes in der Centralstation von einem Magneten G ein Anker angezogen und ein Uhrwerk ausgelöst wird, welches so lange läuft und eine Welle dreht, bis ein ebenfalls vom Uhrwerk gedrehter Arm (26) gegen die betreffende, mit der gerade in Betracht kommenden Rufstation verbundeneFeder(5o)drückt und dieselbe hierbei von dem mit dem Elektromagneten (G) verbundenen Stromschlufsring (56) abhebt, demzufolge der Anker (28) das Uhrwerk wieder sperrt und die Welle (22) eine Lage einnimmt, bei welcher die von ihr getragenen Scheiben die Rufstation oder den von hier geäufserten Wunsch erkennen lassen.
Eine Ausführungsform der unter ι. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher von der Uhrwerkswelle (22) aus ein Druckcylinder (62) gedreht wird, welcher mit Hülfe eines mit dem Magneten (G) hinter einander geschalteten Magneten (74) den jeweiligen Wunsch aufzeichnet, wobei ein Läutewerk (E) mit den erwähnten beiden Elektromagneten (G und 74) parallel geschaltet ist, damit die Wirkung des Selbstunterbrechers die Function der Einrichtung nicht beeinträchtigt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93142C true DE93142C (de) |
Family
ID=364592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93142D Active DE93142C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93142C (de) |
-
0
- DE DENDAT93142D patent/DE93142C/de active Active
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