DE219148C - - Google Patents

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DE219148C
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contacts
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thermometer
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DE1907219148D
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D3/00Control of position or direction
    • G05D3/12Control of position or direction using feedback
    • G05D3/14Control of position or direction using feedback using an analogue comparing device
    • G05D3/16Control of position or direction using feedback using an analogue comparing device whose output amplitude can only take a number of discrete values
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B21/00Alarms responsive to a single specified undesired or abnormal condition and not otherwise provided for

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanisms For Operating Contacts (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219148 KLASSE 74b. GRUPPE
OTTO RENNERT in MÜNCHEN.
oder anderen Größen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Oktober 1907 ab.
Es sind Vorrichtungen zur Fernmessung oder Registrierung von Temperaturen, Feuchtigkeitsgraden oder anderen Größen bekannt, wobei der die Registrierung bewirkende Zeiger, Schreibstift ο. dgl. durch die Anker zweier Elektromagnete unter Vermittlung einer die Stromkreise mit den Thermometerkontakten oder den Kontakten des Feuchtigkeitsmessers jeweils herstellenden Kontaktvorrichtung gradweise bei
ίο steigender und sinkender Temperatur, Feuchtigkeit o. dgl. in entgegengesetzter Richtung bewegt wird.
Die Registriervorrichtung nach vorliegender Erfindung kennzeichnet sich nun dadurch, daß bei sinkender Temperatur der Stromkreis eines Ruhestromrelais unterbrochen und dadurch ein zur entsprechenden Weiterschaltung notwendiger Relaisschalter unter Strom gesetzt wird, während die der steigenden Temperatur entsprechende Weiterschaltung durch den bei steigender Temperatur sich schließenden Stromkreis unter Vermittlung eines Relaisschalters erfolgt. Hierbei wird die während der Weiterschaltung infolge Stromunterbrechung an der Kontaktvorrichtung ausgelöste erstbeschriebene Wirkung durch einen Stromunterbrecher kompensiert.
Ist die Vorrichtung mit einer an und für sich bekannten Schleifvorrichtung, deren einzelne Kontakte mit den Kontakten des Thermometers, Feuchtigkeitsmessers o. dgl. verbunden sind, versehen, so werden, was einen weiteren Teil der Erfindung bildet, mit der Zeiger- bzw. Schaltwerkswelle zwei Kontaktfedern verbunden, welche an die Stromkreise des Schalt- bzw. Ruhestromrelais mittels Schleifringen angeschlossen sind und an in Kreisform angeordneten, mit dem Kontaktthermometer verbundenen Kontakten schleifen.
Gegenüber den bekannten Schleifkontaktvorrichtungen, bei welchen sich die Kontakte drehen, die Federn dagegen ortsfest angeordnet sind, wird dadurch der Vorteil erzielt, daß die Stromzuführung auch bei einer großen Anzahl von Kontakten bzw. bei entsprechend großem Zeigerausschlag praktisch immer ohne jede Schwierigkeit und vor allem bedeutend übersichtlicher und billiger ausgeführt werden kann, als dies in ersterem Falle möglich ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist die prinzipielle Anordnung bzw. Schaltung dieser Vorrichtung unter Weglassung des Schreibstiftes und Registrierstreifens, welche in bekannter Weise angebracht werden können, wiedergegeben.
Wie hieraus ersichtlich ist, besteht die Vorrichtung aus einem Kontaktthermometer 30, in welches ein gemeinsamer, stets mit der stromleitenden Füllung in Verbindung stehender Kontakt 31 eingeschmolzen ist. Ferner besitzt das Kontaktthermometer eine beliebige Anzahl Kontakte 44 an den gewünschten Gradstufen. In der Zeichnung ist beispielsweise der Fall angenommen, daß von 45 ° bis 66° von 30 zu 3° ein Kontakt eingeschmolzen ist. Von jedem der Kontakte 44 führt nun eine Leitung zu konzentrisch um eine auf der Welle 4 sitzende Scheibe 1 o. dgl. angeordneten Kon-
takten, die durch Isolatoren 38 voneinander isoliert sind. In der Zeichnung sind entsprechend den acht Kontakten im Thermometer acht Kontakte α bis h angenommen.
An diesen Kontakten schleifen zwei'Federn 2 und 3, die auf der Scheibe 1 isoliert derart befestigt sind, daß sie stets zwei nebeneinanderliegende Kontakte berühren (z. B. α und b, b' und c usw.).
Die Achse 4 trägt ferner zwei voneinander isolierte Schleifringe, auf welchen die Schleiffedern oder Bürsten 5 und 6 aufliegen, und ist in geeigneter' Weise mit dem Schreibstift der Registriervorrichtung verbunden, der die Bewegungen der Achse 4 auf den in bekannter Weise transportierten Registrierstreifen aufzeichnet.
Auf der Achse 4 sitzen außerdem noch zwei mit entgegengesetzter Verzahnung versehene Sperräder oder, wie in der beiliegenden Zeichnung angedeutet, ein gemeinsames Sperrad 7, dessen Hälften mit entgegengesetzt gerichteten Sperrzähnen versehen sind.
In dieses Sperrad greifen die Sperrklinken 9 und 11, welche an den Enden der beiden Hebelanker 8 und 10 der Elektromagnete 12 und 13 in geeigneter Weise (z. B. durch Druckschrauben und Zugfedern) befestigt sind. Der Anker 10 des Elektromagneten 13 ist mit einer Selbst-Unterbrechungsvorrichtung versehen, welche aus den beiden durch die Isolation 32 voneinander getrennten Kontaktfedern 33 und 34 besteht, von denen die letztere bei Erregung des Elektromagneten 13 gegen eine Schraube 35 stößt, wodurch der Kontakt zwischen 33 und 34 unterbrochen wird.
Die selbsttätige Einschaltung bzw. Erregung von 12 und 13 erfolgt mittels der beiden elektromagnetischen Schalter 14 und 17, deren Anker 15 und 18 die Kontaktfedern 16,36 und 19,37 miteinander verbinden und hierdurch den Arbeitsstromkreis von der Batterie 28 ausgehend schließen. Die beiden Elektromagnete 17 und 14 werden von der Batterie 29, und zwar ersterer direkt, letzterer mittels des Ruhestromkontaktrelais 20, 21, 22 erregt.
In der Scheibe 1 sind konzentrisch zum Umfange angeordnete Stifte 27 befestigt, zwischen welche in geeigneter Weise ein am Anker 25 des Elektromagneten 24 befestigter Konus, Nippel 26 o. dgl. eingreift. Durch eine an der Schraube 45 anliegende und entsprechend regelbare Druckfeder 23 wird der Konus oder Nippel 26 bei stromlosen Elektromagneten stets zwisehen zwei Stifte 27 gepreßt und die Scheibe 1 hierdurch jeweils genau einer Teilung entsprechend festgestellt.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist nachfolgende:
Es sei zunächst angenommen, daß die Temperatur etwa 550 beträgt (siehe Zeichnung). In diesem Falle wird der Strom der Batterie 29 über 43, 31 und den entsprechenden Kontakt 44 (bei 540) über e, 3, 5, 20 und 40 geschlossen. Der Elektromagnet 20 steht unter Strom und dessen Anker 21 ist angezogen. Bei gleichbleibender Temperatur bleibt dieser Stromkreis geschlossen.
Sinkt die Temperatur beispielsweise von 55 ° auf 52°, so wird der Kontakt bei 54 ° unterbrachen, infolgedessen wird auch der Stromkreis der Batterie 29 unterbrochen, 20 wird stromlos, der Anker 21 wird losgelassen und fällt auf die Kontaktschraube 22. Hierdurch wird der Elektromagnet 14 erregt, da von der Batterie 29 über 43, 45, 21, 22, 14, 40, 42 der Stromkreis zurück nach 29 geschlossen wird. Der Anker 15 wird angezogen und schließt den Arbeitsstromkreis bei den beiden Kontaktzungen 16 und 36, so daß durch die Arbeits-Strombatterie 28 der Elektromagnet 12 erregt wird, da sich von 28 aus ein Stromkreis über 41, 13/36, 15, 16, 34, 33, 39, 24 und nach 28 zurück schließen kann. Außer dem Elektromagneten 12 wird also auch 24 erregt und dessen Anker 25 angezogen, wodurch 26 außer dem Bereich der Feststellstifte 27 gelangt und die Scheibe 1 also nicht mehr arretiert ist. Der Ankerhebel 8 kann infolgedessen mittels der Klinke 9 beim Anziehen durch 12 das Sperrrad 7 um einen Zahn in der eingezeichneten Pfeilrichtung nach vorwärts stoßen. Sobald nun hierbei die Kontaktfeder 3 beim Weitergleiten zum Kontakt f den Kontakt e verläßt und an der Isolation 38 entlang gleitend den Kontakt f erreicht, wird, wie anfangs angegeben, durch die Ruhestrombatterie 29 der Ruhestromkontaktkreis 29, 43, 31 Kontakt 44 bei 51 °, f, 3, 5, 20, 40, 42 nach 29 zurück geschlossen. Der Elektromagnet 20 wird erregt, 21 angezogen und der Kontakt zwischen 21 und 22 unterbrochen, wodurch der oben beschriebene, von. der Batterie 28 ausgehende Strom ebenfalls unterbrochen wird. Der Arbeitsstromschalter 16, 36 wird ausgeschaltet und die Elektromagnete 12 und 24 werden stromlos, der Anker 8 wird losgerissen, so daß 9 außer Eingriff mit 7 kommt, gleichzeitig wird 26 durch die Feder 23 wieder zwischen die Stifte 27 gedrückt und die Scheibe 1, genau um eineTeilung verschoben, eingestellt.
Steigt dagegen die Temperatur beispielsweise von 55 ° auf 58 °, so wird der entsprechende, im Kontaktthermometer bei 57° eingeschmolzene Kontakt 44 geschlossen. Außer dem ständig die Ruhekontaktvorrichtung 20, 21, 22 erregenden, von 29 ausgehenden Strom wird hierdurch der folgende Stromkreis geschlossen: von 29 über 43, 31, 44 bei 57°, d, 2, 6, 17, 42 nach 29 zurück; der zweite Elektromagnet 17 wird infolgedessen erregt, wodurch der Anker 18 angezogen und die beiden Kontaktfedern 19, 37
durch den letzteren verbunden werden. Sobald dies der Fall ist, wird der Elektromagnet 13 erregt, da von der Arbeitsstrombatterie 28 ausgehend über 41, 19, 18, 37, 13, 39, 24 der Strom nach 28 zurückgeschlossen wird. Die Anker 10 und 25 der Elektromagnete 13 und 24 werden angezogen, die Scheibe 1 wird, wie bereits angegeben, frei und kann infolgedessen durch die an 10 befestigte Sperrklinke 11 in der eingezeichneten Pfeilrichtung vorwärts gestoßen werden. Da das Sperrad, welches durch die entsprechend angeordneten Sperrklinken 9 und 11 bewegt wird, mit entgegengesetzter Verzahnung versehen ist, so wird die Scheibe 1 bei sinkender Temperatur in entgegengesetzter Richtung wie bei steigender Temperatur bewegt.
Sobald die Kontaktfeder 2 bei der Bewegung der Scheibe 1 den Kontakt d verläßt, um zum Kontakt c zu gelangen, wird durch die Isolation 38 der Strom der Ruhestrombatterie 29 unterbrochen, 17 wird stromlos, wodurch 18 den Kontakt zwischen 19 und 37 löst. Dadurch wird der Strom 28 der Arbeitsstrombatterie unterbrochen und 13 und 24 werden stromlos, der Hebelanker 10 wird vom Kern des Elektromagneten 13 entfernt und 11 kommt außer Eingriff mit dem Sperrad 7. Gleichzeitig wird 25 bzw. 26 durch die Feder 23 zwischen die Stifte 27 gedrückt, wodurch die Scheibe 1 wieder fixiert wird.
Im selben Augenblick, in welchem der Ruhestrom beim Verlassen des Kontaktes d unterbrochen wird, muß natürlich auch der zweite Ruhestromkreis, in welchem die Ruhestromkontaktvorrichtung 20, 21, 22 eingeschaltet ist, unterbrochen werden, da auch die Feder 3 bei der Bewegung von e nach d über die dazwischenliegende Isolation 38 gleiten muß. Durch diese Unterbrechung bzw. Stromloswerden von 20 würde in gleicher Weise, wie bereits geschildert, 14 erregt werden, so daß der Arbeitsstromkreis von 28 ausgehend auch den Gegenelektromagneten 12 erregen würde, wodurch nicht nur 11, sondern auch 9 mit dem Sperrad 7 gleichzeitig in Eingriff kämen. Um dies zu verhindern, ist der Hebelanker 10 des Elektromagneten 13 mit dem bereits. erwähnten Selbstunterbrecher ausgerüstet, welcher beim Anziehen von 10 den Kontakt zwischen 33 und 34 mittels der Gegen schraube 35 unterbricht, so daß sich ein zweiter gleichzeitiger Arbeitsstromkreis nicht schließen kann.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Registrierung von Temperaturen, Feuchtigkeitsgraden oder anderen Größen, wobei der Zeiger, Schreibstift o. dgl. durch die Anker zweier Elektromagnete unter Vermittlung einer die Stromkreise mit den. Thermometerkontakten jeweils herstellenden Kontaktvorrichtung gradweise bei steigender und sinkender Temperatur o. dgl. bewegt wird, indem im letzteren Falle der Stromkreis eines Ruhestromrelais unterbrochen und dadurch ein Relaisschalter unter Strom gesetzt wird, im ersteren Falle dagegen der Stromkreis über einen weiteren Relaisschalter geschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die während der Weiterschaltung infolge Stromunterbrechung an der Kontaktvorrichtung ausgelöste erstbeschriebene Wirkung durch einen Stromunterbrecher (33, 34, 35) kompensiert wird.
2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1 mit einer Schleifvorrichtung, deren einzelne Kontakte mit den Kontakten des Thermometers o. dgl. verbunden sind, gekennzeichnet durch zwei mit der , Zeiger- bzw. Schaltwerkswelle verbundene, an die Stromkreise des Schaltrelais (17) bzw. des Ruhestromrelais (20) mittels Schleifringen angeschlossene Kontaktfedern (2,3), welche an den in Kreisform angeordneten, mit dem Kontaktthermometer verbundenen Kontakten (a,b, c ...) schleifen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1907219148D 1907-10-30 1907-10-30 Expired - Lifetime DE219148C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT50785D AT50785B (de) 1907-10-30 1909-03-31 Vorrichtung zur Registrierung von Temperaturen, Feuchtigkeitsgraden o. dergl.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE219148C true DE219148C (de)

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ID=480300

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1907219148D Expired - Lifetime DE219148C (de) 1907-10-30 1907-10-30

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DE (1) DE219148C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE749900C (de) * 1940-11-01 1944-12-07 Anordnung zur stufenweisen elektromotorischen Verstellung von Schalt- oder Regelgliedern

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE749900C (de) * 1940-11-01 1944-12-07 Anordnung zur stufenweisen elektromotorischen Verstellung von Schalt- oder Regelgliedern

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