DE61619C - Stromschlufswerk für Weckvorrichtungen - Google Patents

Stromschlufswerk für Weckvorrichtungen

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DE61619C
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DE
Germany
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spindle
spindles
circuit
hours
alarm
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT61619D
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English (en)
Original Assignee
R. VARLEY JR. in Knickerbocker Road, Englewood, Grafsch. Bergen, New-Jersey, V. St. A
Publication of DE61619C publication Critical patent/DE61619C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C21/00Producing acoustic time signals by electrical means
    • G04C21/16Producing acoustic time signals by electrical means producing the signals at adjustable fixed times
    • G04C21/30Producing acoustic time signals by electrical means producing the signals at adjustable fixed times with provision for a number of operations at different times, e.g. ringing the bells in a school
    • G04C21/305Producing acoustic time signals by electrical means producing the signals at adjustable fixed times with provision for a number of operations at different times, e.g. ringing the bells in a school by the hand(s) or handlike members closing the contacts

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
. Stromschiurswerk für Weckvorrichtungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. April 1891 ab.
Vorliegende elektrische Ruf-, Wecker- oder Alarmvorrichtung ist insbesondere für die Verwendung in Gasthöfen bestimmt, in denen die Fremden zu bestimmten Stunden geweckt werden sollen.
Die bisher zur Verwendung gelangten elektrischen Vorrichtungen zum selbstthätigen Rasseln oder Läuten einer Glocke zu bestimmter Stunde im Fremdenzimmer sind insofern unvortheilhaft, als die Bewohner benachbarter Zimmer oft gestört werden; kommen Klappen zur Verwendung, welche die Zimmer mit den anzurufenden Personen anzeigen sollen, so hat sich der Anschlufs einer Anzahl von Klappen an ein gemeinsames Zeitsignal als schwierig erwiesen und können nur einige Und nicht andere Klappen bedient werden.
Zweck vorliegender Erfindung ist die Beseitigung der vorgenannten Uebelstände; diese Erfindung besteht in der Verbindung einer Zeigeruhr mit einer elektrischen Alarmvorrichtung und einer Reihe von leitenden Stromschlufsspindeln, auf welche ein oder mehrere metallene Scheiben, welche Zimmernummern tragen, aufgesetzt'werden können. Durch Aufsetzen eines oder mehrerer der Stromschliefser auf die Spindel wird zu einer bestimmten Tages- oder Nachtzeit der Stromkreis geschlossen, so dafs das Alarmsignal beim Herankommen des Uhrzeigers an die entsprechende Zeit selbstthätig in Thätigkeit tritt und für eine gegebene Zeit so lange weiter läutet, ehe nicht sämmtliche Scheiben von der betreffenden Spindel weggenommen sind. *
Fig. r zeigt eine Ansicht der Vorrichtung und einiger Stromkreisverbindungen. Fig. 2 zeigt im Schnitt und gröfserem Mafsstabe .einen Stromschliefser, dessen Stromschlufsscheibe und -Spindel besonders in Fig. 3 (Schnitt) angedeutet ist. Fig. 4 zeigt eine Abänderung des Stromschliefsers, dessen zugehöriger Stromschliefser aus Fig. 5 ersichtlich ist.
Bei der Vorrichtung kann ein Zeitmesser beliebiger Anordnung zur Verwendung kommen. A ist das Zifferblatt mit den Zeigern einer Uhr. Ist das Zifferblatt in 24 Stunden getheilt, so kann der den Stromkreis schliefsende Arm B auf derselben Welle sitzen, auf welcher sich der Stundenzeiger ' befindet. Ist jedoch das Zifferblatt nur in 12 Stunden getheilt, so empfiehlt es sich, den Arm B durch ein Zahngetriebe in der in punktirten Linien (Fig. 1) angegebenen Weise mit der Uhrenzeigerwelle dergestalt in Verbindung zu setzen, dafs sich der Stromschliefserarm B während 24 Stunden nur einmal im Kreise herumdreht. In, der Bahn des vom Ende des Armee B beschriebenen Kreises sind eine gröfsere Anzahl von Slromschlufsstiften C angeordnet. Ist beispielsweise die Weck- und Alarmvorrichtung für halbe Stunden eingerichtet, so sind 48 Stromschlufsstifte C vorgesehen, während bei Viertelstunden 96 Stifte vorhanden sind. Für gewöhnlich genügen 96 Stifte, so dafs innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden in der nachbeschriebenen Weise nach Ablauf von je einer Viertelstunde ein Alarmzeichen gegeben werden kann.
Auf der Unterseite des Armes B sitzt eine am besten aus Platin bestehende Feder 2, deren Spitze ; der Reihe nach mit den Stiften C in Berührung kommt. Bei Bewegung des Uhrzeiger? biegt sich diese Feder so weit zurück, dafs der Arm frei vorbeigehen kann, während nach Aufhebung des Stromschlusses die Feder sich wieder in gerader Richtung an den Arm anlegt, um zu geeignetem Zeitpunkte mit dem nächsten Stift in Berührung zu kommen. Je nach der Länge der Feder 2 bleibt dieselbe eine längere oder kürzere Zeit mit dem Stift in Berührung und ertönt demzufolge das Alarmsignal eine kürzere oder längere Zeit. D ist eine Alarmglocke von beliebiger Anordnung. Sie ist als Rasselglocke dargestellt, bei welcher die Schwingungen des Hammers den Stromkreis abwechselnd öffnen und schliefseri, wobei die Glocke so lange ertönt, als die Feder 2 mit einem der Stifte C in Berührung ist und sonst der Stromkreis in der nachbeschriebenen Weise durch den Stromschliefser H geschlossen ist.
In dem Schaltbrett E sind Oeffnungen vorgesehen, durch welche die verschiebbaren Spindeln G der Stromschliefser hindurchgehen. Um eine jede Spindel ist .eine Schraubenfeder 3 gewickelt, durch welche die Spindel nach innen zu verschoben wird. Die Spindeln sind aus leitendem Stoff hergestellt; in der Nähe der ersteren sind auf das Schliefsbrett die Stromschliefserleisten oder Streifen 4 geschraubt, welche für gewöhnlich mit den Spindeln nicht in Berührung kommen.
Es müssen so viele Spindeln vorhanden sein, als Stifte C angeordnet sind; jeder der letzteren ist durch einen — am besten biegsamen — Leiter mit je einer Spindel verbunden. Die Spindeln sind in den Tagesstunden entsprechenden Reihen angeordnet. Sind beispielsweise in der oberen Reihe acht Spindeln vorhanden und dieselben auf die erste und zweite Stunde mit ein, zwei und drei Viertel· vertheilt, so werden die Spindeln mit den entsprechenden Vermerken am Schaltbrett versehen. Die zweite Spindelreihe dient für die Viertel- und vollen Stunden von 3 bis 4% Uhr u. s. f., wie aus Fig. ι ersichtlich. In diesem Falle sind zwölf Reihen vorhanden und die Vermerke können entweder für ein Zifferblatt mit 12 oder mit 24 Stunden vorgesehen sein.
Wie oben angegeben, berührt für gewöhnlich keine der Spindeln die Stromschlufsleiste; wird aber die Scheibe H auf die Spindel G aufgesetzt, so wird durch erstere der elektrische Stromkreis geschlossen. Die aus Metall bestehenden Scheiben können von beliebiger Gestalt sein. Es empfiehlt sich, auf den Scheiben Nummern anzubringen, die den Nummern der verschiedenen Zimmer im Gasthof oder Gebäude entsprechen. Jede solche Scheibe erhält einen Schlitz zum Aufsetzen auf die Spindel, so dafs, wenn eine Person angerufen oder geweckt zu werden wünscht, die Scheibe H mit der dem Zimmer entsprechenden Nummer von einem Halter oder aus einem Schrank genommen und auf diejenige Spindel aufgesetzt wird, welche der Stunde entspricht, zu welcher, der Gast angerufen oder geweckt zu werden wünscht. Infolge des Aufsetzens der Scheibe auf die Spindel wird durch die Wirkung der Feder 3 die Scheibe gegen die Leiste 4 angedrückt; kommt nun, der Uhrzeiger an diejenige Stelle des Zifferblattes, welche der mit Stromschlufs versehenen Spindel am Schaltbrett entspricht, so wird beim Herankommen der Feder 2 am Arm B an den mit der in Betracht kommenden Spindel verbundenen Stift C der· Stromkreis aus der Batterie K geschlossen, und es geht der Strom aus letzterer durch Draht 6 nach dem Elektromagneten der Rasselglocke D, durch Draht 10 nach dem Arm B, aus diesem durch Stift C, Draht 7 nach der zugehörigen Spindel G, durch letztere und den Stromschliefser H nach der Leiste 4 und endlich von hier durch Draht 8 nach dem anderen Pol der Batterie. Hierbei ertönt die Glocke so lange, als die Feder 2 mit dem Stift C in Berührung ist. Es erfolgt nur dann ein Alarm durch die Glocke, wenn ein Stromr schlufsstück zwischen Spindel G und Leiste 4 eingesteckt ist, da der elektrische Strom an dieser Stelle unterbrochen ist. Auch ist es ohne Einflufs, wie viel Scheiben H mit verschiedenen Zimmernummern auf eine Spindel aufgeschoben sind, da sämmtliche Scheiben mit der Leiste 4 Stromschlufs bilden. Sowie der die Rufvorrichtung mit beaufsichtigende Kellner die Stromschliefser von den Spindeln wegnimmt, hört das Läuten der Glocke auf und der Kellner kann sich mit den mit Nummern besetzten Scheiben an die betreffenden Zimmer begeben und die Gäste sicher wecken, da er infolge des Mitnehmens der Stromschlufs- oder Nummerscheiben die entsprechenden Zimmernummern sich nicht zu merken braucht. Hierdurch können die Gäste mit Sicherheit geweckt werden, ohne dafs Jemand durch den Alarm in einem anderen Zimmer gestört wird, wobei aufserdem noch das Uebersehen irgend einer Bestellung kaum vorkommen kann.
Neben einer jeden Spindel kann ein Arm oder Draht G2 angebracht werden, welche Drähte dann gemeinsam durch eine Leiste 4 oder in anderer Weise verbunden werden. Die Spindel· dagegen steht, wie bei G1, fest; der Stromschliefser H kann dann in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise auf die Arme aufgeschoben werden. In diesem Falle verbindet der zuerst aufgeschobene Stromschliefser die Leiste 4 elektrisch . mit der Spindel G1 während andere Scheiben nur auf die Spindel G1 gehängt zu
werden brauchen. Hierdurch kann die Feder sowie die Verschiebung der Spindel in Wegfall kommen, und es können die Theile G1 G2 als federnde Drahte ausgeführt oder die Spindeln mit federnden Drähten oder Ringen ausgerüstet sein, welche über die Theile G1G2 geschoben werden. In letzterem Falle können die Arme G1 G2 feststehen. .

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: ;
    Ί. Ein Stromschlufswerk für Weckvorrich-• tungen, bei welchem eine Leitung zwischen , den Stromschliefsern eines Uhrwerkes und dem Läutewerk .dadurch hergestellt wird, dafs auf den Weckzeiten entsprechenden ' SpindelnfG,) Stromschlufsscheiben (HJ aufge- ; setzt werden, welche mit den zu benachrichtigenden Stellen entsprechenden Zahlen versehen sind, so dafs durch die Stromschlufsscheiben eine leitende Verbindung mit Zuleitungsleisten bewirkt wird.
    2. Eine Ausführungsform des unter i. genannten Stromschlufswerkes, bei welcher der Stromschlufs mittelst aufgeschobener Scheiben zwischen zwei federnden Stiften oder Drähten (G[G2J hergestellt wird, von welchen der eine mit der Zuleilungsleiste verbunden ist.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT61619D Stromschlufswerk für Weckvorrichtungen Expired - Lifetime DE61619C (de)

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