DE931084C - Verfahren zum Veredeln von Papieren oder Folien aus cellulosehaltigen Stoffen - Google Patents

Verfahren zum Veredeln von Papieren oder Folien aus cellulosehaltigen Stoffen

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DE931084C
DE931084C DEB19045A DEB0019045A DE931084C DE 931084 C DE931084 C DE 931084C DE B19045 A DEB19045 A DE B19045A DE B0019045 A DEB0019045 A DE B0019045A DE 931084 C DE931084 C DE 931084C
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DE
Germany
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papers
cellulose
compounds
paper
finishing
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Expired
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DEB19045A
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English (en)
Inventor
Leo Dr Kollek
Johann Georg Dr Reich
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H17/00Non-fibrous material added to the pulp, characterised by its constitution; Paper-impregnating material characterised by its constitution
    • D21H17/20Macromolecular organic compounds
    • D21H17/33Synthetic macromolecular compounds
    • D21H17/46Synthetic macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D21H17/47Condensation polymers of aldehydes or ketones
    • D21H17/49Condensation polymers of aldehydes or ketones with compounds containing hydrogen bound to nitrogen
    • D21H17/50Acyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zum Veredeln von Papieren oder Folien aus cellulosehaltigen Stoffen Es ist bekannt, daß man die Naßfestigkeit von Papieren durch Behandeln mit Kondensationsprodukten aus Harnstoff bzw. Thioharnstoff und Formaldehyd verbessern kann. Die Eigenschaften von derartigen Papieren befriedigen aber noch nicht in allen Beziehungen; insbesondere ist es nachteilig, daß diese Papiere nicht wasserabweisend sind und häufig nur einen geringen Glanz besitzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man wasserfeste und wasserabweisende Papiere oder Folien aus regenerierter Cellulose herstellen kann, wenn man die Papiere oder Folien mit Lösungen von Methyl0lverbindungen von Monoureinen, gegebenenfalls bei Anwesenheit von Säuren, sauer reagierenden Verbindungen oder von Verbindungen, die erst in der Wärme oder in Gegenwart der Methylolverbindungen sauer reagieren, z. B. Ammonsalzen, imprägniert, trocknet und vorzugsweise kurze Zeit erhitzt.
  • Geeignete Monoureine, - deren Methylolverbindungen für das Verfahren verwendet werden können, sind z. B. das Monourein des Glyoxals folgender Konstitution: (X= O bzw: S bzw. N H), ferner die Monoureine des Diacetyls, des Benzils u. dgl. Diese Methylolverbindungen erhält man durch Umsetzung der entsprechenden Ureine mit Formaldehyd im neutralen oder schwach alkalischen Medium. Die Herstellung der Methylolverbindungen der Monoureine ist aber nicht Gegenstand dieser Erfindung. Die Papiere können aus den in der Papierindustrie üblichen Rohstoffen, z. B. Sulfit- oder Sulfatzellstoff, Holzschliff, Hadern; u. dgl., hergestellt sein.
  • Zur Durchführung des Verfahrens imprägniert man zweckmäßig die Oberfläche des Papiers bzw. der Folie mit eimer wäßrigen Lösung der Methylolverbindun@gen und des Härtungsmittels, trocknet dann und erhitzt anschließend kurze Zeit auf höhere Temperaturen, vorzugsweise auf i iä bis 1q:0°. - .
  • Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann man auch die Methylolverbindungen aus den Monoureinen und Formaldehyd erst auf der Faser erzeugen und anschließend aushärten. Man kann auch Methylolverbindungen von anderen niedermolekularen aminoplastebildenden - Stoffen,, beispielsweise von Harnstoff, Urethanen, Melamin u. dgl. oder diese aminoplastebildenden Stoffe und Formaldehyd bei der Imprägnierung zusetzen. Es ist auch möglich, bei der Imprägnierung noch polyfunktionelle Verbindungen mit reaktionsfähigen Wasserstoffatomen zuzufügen, welche sich mit den Methylolmonoureinen zu harzartigen Kondensationsprodukten umzusetzen vermögen. Derartige Verbindungen sind beispielsweise Glykole, Glycerin, Aminoalkohole, Diamine, Mercaptane, Carbonsäuren, Gemische von Alkoholen, wie sie durch Reduktion von Fettsäuren oder Fetten erhalten werden, Alkohole aus der Paraffinoxydation oder der Oxosynthese, Ricinolsäure, Octodecylamin, ölsäureamid; Abietinol u. dgl. Besonders das Einkondensieren von Glycerin oder anderen mehrwertigen Alkoholen verleiht dem endfertigen Papier eine gute Geschmeidigleeit.
  • Zur Erhöhung des wasserfesten Glanzeffektes kann man gleichzeitig noch filmbildende Stoffe, z. B. höhermolekulare Polyglykoläther, Polvvinylpyrrolidon, Polyacrylsäure und deren Derivate, Polyvinylimidazol, VerseifungspTodukte von Polyacrylnitril oder Polyacrylsäureestern, Polyvinylalkohol, lösliche Stärke, Dextrin, Celluloseäther bzw. -ester u. dgl., den Lösungen. der Methylolureine zusetzen. Diese Verdickungsmittel -verhindern ein zu tiefes Eindringen des Imprägnierungsmittels in das Papier.
  • Die behandelten Papiere zeichnen sich durch eine grundlegende Veränderung des Verhaltens der imprägnierten Oberfläche gegenüber Wasser aus. Das imprägnierte Material ist nicht mehr mit Wasser benetzbar, wie z. B: die geleimten und ungeleimten Papiere. Es ist wasserabweisend und hält auch eine gewisse Scheuerbehandlung im nassen Zustand aus. Der Glanz wird durch die Oberflächenbehandlung erheblich verbessert. Ähnliche Effekte lassen sich auch bei Cellulosefölien erzielen. Bei hochgemahlenen Papieren, wie z. B. bei dem bekannten Pergaminpapier oder dem sogenannten Pergamentersatzpapier, die bereits in gewissem Maße durchscheinend sind, wird die Transparenz durch das Aufbringen der Methylolmönoüreine - wesentlich verstärkt. Das Material bekommt folienartiges Aussehen. Auch bei Echtpergament erhält man ähnliche Effekte. Die in den nachstehenden Beispielen angegebenen Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel i Eine 5oo/oige wäßrige Lösung des Dimethylolmonoureinis des Glyoxals wird mit einer Oberflächenimprägniermaschine oder mit einem Pinsel auf ein Papier aus Sulfitzellstoff aufgebracht. Man trocknet das behandelte Material und erhitzt es anschließend 15 Minuten auf 13o°. Durch diese Behandlung wird die Oberfläche des Papiers wasserfest und wasserabweisend. Der Glanz ist gegenüber dem Rohpapier erheblich gesteigert. Beispiel e Eine 5oo/aige wäßrige Lösung von Dimethylolglyoxalmonourein wird mit einer ioo/oigen Aluminiumsulfatlösung versetzt, bis ein pH-Wert von 4,5 erreicht ist. Ein Pergaminpapier wird mit dieser Mischung imprägniert. Nach Abstreichen des Überschusses der Lösung wird das Papier bei 13o° getrocknet. Es erhält durch die Behandlung eine wesentlich --verbesserte Transparenz. Die imprägnierte Oberfläche ist wasserabweisend, wasserfest und im Glanz verbessert. -Beispiel 3 Eine Mischung aus 75 Teilen einer 5oo/oigen wäßrigen Lösung des Dimethylolglyoxalmonoureins und 25 Teilen Glycerin wird mit 5 Teilen einer 16o/oigen Lösung eines mit Ammoniak teilweise verseiften Mischpolymerisates von Acrylsäurenitril und Acrylsäuremethylester versetzt. Mit diesem Gemisch wird ein Pergaminpapier wie im Beispiel i behandelt: Wasserabweisung; Glanz und Transparenz des Papiers werden verbessert. Das Material bleibt auch nach der Trocknung geschmeidig und weich. Beispiel 4 Eine wie im Beispiel 3 hergestellte Imprägnierlösung wird auf die - Oberfläche einer Folie aus regenerierter Cellulose aufgebracht. Nach dem Trocknen wird 15 Minuten auf 13o° erwärmt. Die Folie wird durch die Behandlung wasserabweisend und wasserfest.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Veredeln von Papieren oder Folien aus - cellulosehaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Papiere oder Folien mit Lösungen von Methylolverbindüngen von Monoureinen, zweckmäßig bei Gegenwart von Säuren bzw. sauer reagierenden Verbindungen oder von Verbindungen, die erst in der Wärme oder in Gegenwart von Methylolverbindungen sauer reagieren, imprägniert, trocknet und vorzugsweise kurze Zeit erhitzt. Angezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr, 2 559:234, 2 582 840; britische Patentschrift Nr. 292 595, -
DEB19045A 1952-02-13 1952-02-13 Verfahren zum Veredeln von Papieren oder Folien aus cellulosehaltigen Stoffen Expired DE931084C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056916B (de) * 1957-02-07 1959-05-06 Schickedanz Ver Papierwerk Verfahren zur Herstellung hydrophiler zeitlich begrenzt wasserbestaendiger Vliese

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB292595A (en) * 1926-10-04 1929-08-01 Ig Farbenindustrie Ag Manufacture of condensation products from urea, thiourea or their derivatives and an alcohol or a ketone
US2559234A (en) * 1945-02-16 1951-07-03 John T Stearn Process of treating paper
US2582840A (en) * 1946-09-07 1952-01-15 American Cyanamid Co Sizing fibrous materials with modified urea-formaldehyde resin

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