DE930579C - Trennen der Komponenten des Actinomycins C - Google Patents

Trennen der Komponenten des Actinomycins C

Info

Publication number
DE930579C
DE930579C DEF12376A DEF0012376A DE930579C DE 930579 C DE930579 C DE 930579C DE F12376 A DEF12376 A DE F12376A DE F0012376 A DEF0012376 A DE F0012376A DE 930579 C DE930579 C DE 930579C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
actinomycin
salts
acids
components
aromatic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF12376A
Other languages
English (en)
Inventor
Ernst Dr Auhagen
Guenter Dr Schmidt-Kastner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF12376A priority Critical patent/DE930579C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE930579C publication Critical patent/DE930579C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G11/00Antibiotics

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Nitrogen And Oxygen Or Sulfur-Condensed Heterocyclic Ring Systems (AREA)

Description

  • Trennen der Komponenten des Actinomycins C Im deutschen Patent 925 o64 ist ein Verfahren vorgeschlagen worden, nach dem das nach dem deutschen Patent 9i2 oio zugängliche Actinochrysin (Actinomycin C) in drei verschiedene Komponenten, nämlich in die Actinomycine Cl. C, und C3 aufgeteilt werden kann. Das geschieht dadurch, daß man das auf mikrobiologischem Wege anfallende Actinomycin C einer Verteilung zwischen zwei miteinander nicht mischbaren Lösungsmitteln unterwirft.
  • Als Lösungsmittel werden nach dem deutschen Patent 925 o64 z. B. einerseits wäßrige Lösungen von Harnstoff, Salzen aromatischer Sulfosäuren oder wäßrige Salzsäure, andererseits organische, mit Wasser beschränkt mischbare Lösungsmittel, wie Äther oder Ester, verwendet. Die Verteilung des Actinomycin C zwischen diesen Lösungsmitteln erfolgt z. B. in Form einer Gegenstromverteilung in speziell dafür eingerichteten Verteilungsapparaturen. Dieses Verfahren ist außerordentlich mühsam und erfordert für die Reindarstellung von einigen Milligramm der Actinomycinkomponenten einen großen Aufwand an Zeit und Arbeitskraft.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, die reinen Actinomycinkomponenten des auf mikrobiologischem Wege anfallenden Actinomycin C in ausreichenden Mengen präparativ dadurch zu gewinnen, daß man sie durch Verteilungschromatographie trennt. Es ist wesentlich, daß man für die Verteilungschromatographie Paare von nicht miteinander mischbaren Lösungsmitteln einsetzt, von denen eines eine wäßrige Phase darstellt, in der sich das Actinomycin C in möglichst hoher Konzentration löst, während als anderes Lösungsmittel ein organisches Lösungsmittel verwendet wird.
  • In Wasser ist Actinomycin C sehr wenig löslich. Auch die bisher verwendeten wäßrigen Lösungen von Harnstoff, Salzen aromatischer Sulfosäuren oder wäßrigeSalzsäure, sind hierfür nicht geeignet, da ihre Lösungsfähigkeit für Actinomycin C zu gering ist. Es wurde aber gefunden, daß man die als wäßrige Phase notwendigen höher konzentrierten wäßrigen Lösungen erhält, wenn man als Lösungsmittel wäßrige Lösungen von Salzen, von Oxycarbonsäuren oder Oxysulfosäuren verwendet. Es gelingt überraschenderweise, die Löslichkeit von Actinomycin C in Wasser durch Zusatz von Salzen aromatischer Oxycarbonsäuren oder Oxysulfo'-säuren so zu steigern, daß man leicht zu Konzentrationen von i o °/o Actinomycin C und mehr kommt. Als Kation dieser Salze sind sowohl anorganische wie organische Ionen brauchbar. Es ist gleichgültig, ob man z. B. entweder mit den Natriumsalzen oder mit den Salzen organischer Basen, wie z. B. Trimethylamin oder Äthanolamin, arbeitet. Die aromatischen Oxycarbonsäuren bzw. Oxysulfosäuren können eine odermehrerephenolischeHydroxylgruppen enthalten. Diese phenolischen Hydroxylgruppen brauchen nicht in freier Form vorzuliegen, sondern können z. B. durch Alkylgruppen substituiert sein.' Als organische Lösungsmittel, die mit diesen wäßrigen Lösungen nicht oder nur beschränkt mischbar sein dürfen, haben sich höhere aliphatische Alkohole sowie Äther, z. B. Methylbutyläther oder Dibutyläther, oder Ester bewährt. Es ist zweckmäßig, dieZusammensetzung des organischen Lösungsmittels so, zu wählen, daß es in seinem Lösungsvermögen für Actinomycin C hinter dem des wäßrigen Lösungsmittels zurückbleibt. Das läßt sich durch Mischung von zwei verschiedenen Lösungsmitteln leicht erreichen, z. B. durch Mischungen von Butanol mit Dibutyläther in geeignetem Verhältnis. Da im allgemeinen die Löslichkeit von Actinomycin C in organischen Lösungsmitteln weit höher ist als die in wäßrigen Lösungsmitteln, bereitet die Auswahl eines geeigneten organischen Lösungsmittels keine Schwierigkeiten.
  • Als Träger für die Verteilungschromatographie haben sich inerte Stoffe, wie z. B. Cellulosepulver, bewährt. Beispiel i Zur präparativen Trennung des Actinomycins werden 3 Volumtei.le Di-n-hutyläther, 2 Volumteile Butanol und 5 Volumteile einer ioo/oigen wäßrigen Lösung des m-kresotinsauren Natriums durch anhaltendes Schütteln ins Gleichgewicht gesetzt und die wäßrige Phase abgetrennt. Mit dieser wird ein homogener, luftb.lasenfreier Brei aus Cellulosepulver angerührt, der in ein Chromatographierrohr von 4,6 ccm Durchmesser und 6o ccm Länge eingeschlämmt und unter Anwendung eines geringen Überdruckes zu einer Säule von 700 ccm Sehüttvolum zusammengepreßt wird. Nach Durchdrücken von 150 ccm organischer Phase werden 5,8 g Actinomycin-C-Gemisch, gelöst in wenig organischer Phase, heranchromatographiert und unter konstantem Überdruck durch laufendes Nachgeben organischer mobiler Phase verteilt. Die Komponenten des Gemisches sind an der Säule als drei getrennte, rote Zonen zu erkennen und können nach bekannten Verfahren zu den reinen kristallisierten Actinomycinen Cl. C2, C3 aufgearbeitet werden. Beispiel e Die Trennung wird wie im Beispiel i ausgeführt. Das Zweiphasensystem besteht aus einer Mischung von 3 Volumteilen Di-n-butyläther, 2 Volumteilen Butanol und 5 Volumteilen einer 5o/oigen wäßrigen Lösung des 2-naphthal-3-carbonsauren Natriums. Die zu trennende Menge Actinomycin soll unterhalb 1,5 mg pro Kubikzentimeter Schüttvolum der Säule gewählt werden. In gleicher Weise können auch wäßrige Lösungen folgender Salze verwendet werden: salicylsaures. Natrium, geiltisinsaures Natrium, 3-methoxybenzoesaures Natrium, 2-naphthol-6, 8-disulfonsaures Natrium, m-kresotinsaures Ammonium sowie Alkyl- und OxyaJkylammoniumsalze der genannten Säuren.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Die Anwendung der Verteilungschromatographie zum Trennen der Komponenten des auf biologischem Wege anfallenden Actinomycins.
  2. 2. Die Verwendung wäßriger Lösungen der Salze von aromatischen Oxycarbonsäuren und oder aromatischen Oxysulfosäuren als wäßrige Phase und von organischen Lösungsmitteln, die mit der wäßrigen Phase nicht oder nur beschränkt mischbar sind als andere Phase bei der Verteilungschromatographie nach Anspruch i.
  3. 3. DieVerwendung vonSalzen solcher aromatischer Oxycarbonsäuren_bzw. Oxysulfosäuren, deren phenolische Hydroxylgruppe substituiert ist, zur Herstellung der wäßrigen Phase nach Anspruch 2.
DEF12376A 1953-07-16 1953-07-16 Trennen der Komponenten des Actinomycins C Expired DE930579C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF12376A DE930579C (de) 1953-07-16 1953-07-16 Trennen der Komponenten des Actinomycins C

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF12376A DE930579C (de) 1953-07-16 1953-07-16 Trennen der Komponenten des Actinomycins C

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE930579C true DE930579C (de) 1955-07-18

Family

ID=7086993

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF12376A Expired DE930579C (de) 1953-07-16 1953-07-16 Trennen der Komponenten des Actinomycins C

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE930579C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1089512B (de) * 1958-07-25 1960-09-22 Ciba Geigy Herstellung von Actinomycin Z
DE1111341B (de) * 1959-03-10 1961-07-20 Pfizer & Co C Herstellung und Gewinnung von Actinomycin P

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1089512B (de) * 1958-07-25 1960-09-22 Ciba Geigy Herstellung von Actinomycin Z
DE1111341B (de) * 1959-03-10 1961-07-20 Pfizer & Co C Herstellung und Gewinnung von Actinomycin P

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2533726C3 (de) Reinigungsflüssigkeit
DE1668286C3 (de) Verfahren zur Isolierung von Gibberellin A? und/oder A? aus einer Mischung von Gibberellinsaeure mit Gibberellin A? und/oder Gibberellin A?
DE2727149A1 (de) Verfahren zur trennung einer fluessigkeitsmischung von dextranen sowie die so erhaltenen dextrane
DE930579C (de) Trennen der Komponenten des Actinomycins C
DE1593216A1 (de) Verfahren zur Herstellung von neuen nicht ionogenen oberflaechenaktiven Verbindungen
DE60105822T2 (de) Verfahren zur herstellung eines bioziden konzentrates
DE1719443B2 (de) Suspensions-aerosole und verfahren zu ihrer herstellung
DE1617871A1 (de) Verfahren zur Herstellung einer stabilen waesserigen Loesung
DE934715C (de) Trennen der Komponenten des Actinomycins C
DE501502C (de) Verfahren zur Herstellung therapeutisch verwertbarer OElloesungen von an sich in OElen unloeslichen oder schwerloeslichen Lipoiden
DE925064C (de) Verfahren zur Trennung der Komponenten des Actinomycins C
DE2019778B2 (de) Verfahren zur bestimmung der intrazellulaeren verteilung von ribonukleinsaeuren
DE737809C (de) Verfahren zur Behandlung von Hopfenextrakten
DE948005C (de) Verfahren zur fraktionierten Trennung von Vitaminen des B-Typs und des B-Typs aus Loesungen unter Verwendung von Ionenaustauschern
DE940423C (de) Verfahren zur Reinigung von Vitamin B enthaltenden Konzentraten
DE130682C (de)
DE739982C (de) Verfahren zur Herstellung von bestaendigen alkoholischen Zeinloesungen
AT117985B (de) Verfahren zur Herstellung von Öllösungen therapeutisch anwendbarer Stoffe.
DE835178C (de) Verfahren zur Herstellung von reinen Vitamin-B-Praeparaten mit Hilfe der chromatographischen Methode
DE397266C (de) Verfahren zur Herstellung hochkonzentrierter Dulcinloesungen
DE1592996C3 (de) Stabile wäßrige oder wäßrig-alkoholische Lösungen von fettlöslichen Duftstoffen
DE643340C (de) Verfahren zur Entwaesserung von AEthylalkohol enthaltenden Gemischen
DE2646321A1 (de) Kosmetisches mittel
DE947336C (de) Verfahren zur UEberfuehrung von bakteriostatisch wirkenden Stoffen in Gelform
DE855096C (de) Verfahren zur Herstellung von Netzloesungen und Netzmittelgemischen