DE93014C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B11/00—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation
- F04B11/005—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation using two or more pumping pistons
- F04B11/0075—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation using two or more pumping pistons connected in series
- F04B11/0083—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation using two or more pumping pistons connected in series the pistons having different cross-sections
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- F04B1/00—Multi-cylinder machines or pumps characterised by number or arrangement of cylinders
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- F04B11/0008—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation using accumulators
- F04B11/0016—Equalisation of pulses, e.g. by use of air vessels; Counteracting cavitation using accumulators with a fluid spring
-
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- F04B53/14—Pistons, piston-rods or piston-rod connections
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- Mechanical Engineering (AREA)
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- Details Of Reciprocating Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMTX^
PATENTSCHRIFT
KLASSE 59: Pumpen.
RUDOLF BERGMANS in BRESLAU. Verbundpumpe für Flüssigkeiten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. November 1896 ab.
Bei den raschgehenden Kolben - oder Plungerpumpen für Flüssigkeiten treten beim
Beginn der Druckperiode infolge des plötzlichen Druckwechsels derartige Stöfse in der
Pumpe auf, dafs die Gangtheile gefährdet werden und auch die Ventile sehr stark schlagen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Pumpensystem, durch welches diese Stöfse
beseitigt werden.
Das neue Pumpensystem ist dadurch gekennzeichnet, dafs zwei Pumpen mit gleichzeitig
saugend bezw. drückend wirkenden Plungerkolben angeordnet und so mit einander verbunden sind, dafs das Druckventil derjenigen
Pumpe, deren Kolben aus dem Saugwindkessel saugt, die beiden Pumpenkammern von einander trennt, die Pumpenkammern der
zweiten Pumpe somit genau genommen von einem Theil der Druckleitung der ersten Pumpe
gebildet wird und das Druckventil der ersten Pumpe also gleichzeitig das Saugventil der
zweiten Pumpe darstellt. Nun ist aber die Kammer der zweiten, ebenfalls mit einem
Druckventil versehenen Pumpe noch mit einer Lufthaube ausgestattet, was die Wirkung hat,
dafs während der Saugperiode beider Pumpen nicht ein Oeffnen sondern nur eine Entlastung
des bis dahin unter dem Druck der in der Steigleitung vorhandenen Flüssigkeitsstände
stehenden Druckventils der ersten Pumpe herbeigeführt wird, indem hierbei nur eine Expansion
der in der Lufthaube vorhandenen Luftmenge, deren Spannung bei Beginn der Saugperiode ebenfalls der vorgenannten Druckhöhe
gleich ist, eintritt.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen mehrere Ausführungsformen einer derartigen
Verbundpumpe.
Bei der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsform ist Vs das Saugventil, V4 das
Druckventil der die Flüssigkeit aus dem Saugwindkessel 5 saugenden Pumpe A A mit Plunger
P. Der oberhalb des Druckventils Vj befindliche
Theil h der Druckleitung ist durch ein zweites Druckventil Vd1 gegen das eigentliche
Steigrohr d abgesperrt und als Kammer einer zweiten Pumpe B B mit Plunger ρ ausgebildet. Diese zweite Pumpenkammer ist
oberhalb des Druckventils Vj der ersten Pumpe
mit einer Lufthaube / ausgestattet, deren Volumen »>, wie aus Fig..i ersichtlich, durch
Ein- oder Ausschrauben der Haube / in den Untertheil k verkleinert oder vergröfsert werden
kann.
Der Plunger P der Pumpe A A ist vermittelst der Stangen s s und der Traversen tt
mit dem Plunger ρ der Pumpe B B starr verbunden und bewegen sich somit diese Plunger
in gleicher Richtung (Fig. 3).
Oberhalb des Druckventils V41 der Pumpe
B B befindet sich der Druckwindkessel W für die Steigleitung d.
Während der Saugperiode, wenn der Plunger P die Flüssigkeit -j aus dem Saugwindkessel
S saugt, vergröfsert der Plunger ρ der Pumpe B B den Raum zwischen den Druckventilen
Vd und Fa;1. Die in der Lufthaube /
vorhandene Luftmenge, deren Spannung beim Beginn der Saugperiode gleich der Druckhöhe
ist, expandirt, und es kann bis zur Vollendung
der Saugperiode die Spannung der Luft bis auf die Spannung der Saughöhe herabgemindert
werden.
Beim Beginn der Druckperiode ist also nicht nur der in der Pumpe A A, sondern auch der
in dem Raum zwischen den beiden Druckventilen Vfi und V/ herrschende Druck ein
geringer, und es tritt daher jetzt zunächst wieder ein Comprimiren der Luftmenge in
der Haube / ein, bis die Spannung derselben gleich der Druckhöhe ist. Erst dann öffnet
sich das Druckventil Vj1 und die von dem
Plunger P der Pumpe AA verdrängte Flüssigkeit tritt nunmehr in den Windkessel W ein
und von dort in die Steigleitung d.
Es ist für den Pumpenbetrieb von Vortheil,
die Expansion der Luft in der Haube / so weit zu führen, dafs kurz vor Beendigung der
Saugperiode die Endspannung gleich ist oder kleiner als der atmosphärische Druck, was
durch Anordnung eines Luftsaugventils ν (Fig. i) leicht erreicht werden kann. In diesem
Falle wird der Plunger ρ durch das Luftsaugventil ν atmosphärische Luft ansaugen und
wird somit die Lufthaube Z genügend mit Luft gefüllt bleiben. Will man die Endpsannung
nicht so weit führen, so mufs zur Erhaltung genügender Luftmenge in der Haube / Luft
vermittelst besonderer Luftpumpe zugeführt werden. Die Zuführung von Luft in die
Haube / ist nothwendig wegen der durch das Absorbiren und das Mitreifsen hervorrufenen
Verluste. .
Die Fig. 5 und 6 stellen die Diagramme der Pumpen AA und BB dar, und zwar ist
ab c df α (Fig. 5) das Pumpendiagramm der Pumpe A A und g h ij g (Fig. 6) das Pumpendiagramm
der Pumpe B B. Die Linie n-n ist die atmosphärische Linie, 0-0 die Nulllinie,
hl die Druckhöhe und h2 die Saughöhe.
Die Curve g-h zeigt die Expansion der Luftmenge
in der Haube / während der Saugperiode und die gleichen Curven d-f und i-j die Compression
derselben während der Druckperiode. In h ist die Spannung der Luft in der Haube Z
gleich dem Atmosphärendruck und während des kleinen Plungerweges Z2 saugt der Plunger
ρ durch das Luftsaugventil ν atmosphärische Luft an.
Die Curven g-h und i-j sind von einander
verschieden. Während der Saugperiode bewirkt der Plunger ρ allein das Expandiren der
Luft, während der Druckperiode wirken beide Plunger P und ρ auf Compression der Luft
in der Haube /, und es steigt somit während der Druckperiode die Spannung derselben
rascher, als sie während der Saugperiode sinkt.
Die Plungerwege Z1 und Z1 (Fig. 5 und 6), welche die Plunger ρ und P zu durchlaufen
haben, bis sich das Druckventil Va1 ' der
Pumpe B B öffnet, können beliebig grofs gewählt werden, und hängt dies von dem Hubvolumenverhältnifs
oder, bei gleichen Plungerhüben, von dem Querschnittsverhältnifs derselben ab. Ist mit f der Querschnitt des
Plungers ρ und mit F der Querschnitt des Plungers P bezeichnet, so wird der Weg Z1
gröfser werden, je gröfser das Verhältnifs /: F
gewählt wird.
Das Volumen w der Lufthaube / bestimmt sich nun nach dem Hubvolumen des Plungers
p. Während des Pumpenbetriebes kann man durch Aenderung des Volumens w der
Lufthaube Z nach . Bedarf innerhalb gewisser Grenzen die Plungerwege I1I1 sowie auch Z2
ändern. Man erreicht dies durch Ein- oder Ausschrauben der Haube Z in dem Untertheil k.
Die Wege Z1 Z1 wird man gröfser wählen, je
gröfser die Tourenzahl der Pumpe wird, um ein sanftes Erheben des Druckventils F^1 zu
erzielen.
Wie aus den beiden Diagrammen zu ersehen ist, findet beim Hubwechsel, und zwar
beim Beginn der Druckperiode kein plötzlicher Druckwechsel mehr statt. Durch die Verbundwirkung
der Pumpen A A und B B wachsen die Plungerdrucke ganz allmälig bis zum
Maximum, wodurch ein ruhiger Gang der Gangtheile der Pumpe erzielt wird. Aufserdem
erzielt man durch diese Art der Pumpenarbeit ein sanftes Erheben der Druckventile.
Das Druckventil Vj der Pumpe A A ist beim
Beginn der Druckperiode fast oder vollständig entlastet, so dafs ein Abheben des Ventils vom
Ventilsitz mit ganz geringem Ueberdruck erfolgt. Das Druckventil V/ der Pumpe B B
wird sich ebenfalls leicht und ohne Stofs vom Ventilsitz abheben, da der Ausgleich der am
Beginn der Druckperiode verschiedenen Drücke unterhalb und oberhalb des Ventils V/ sich
ganz allmälig und unter dem Einflufs der Luftcompression in der Haube Z vollzieht.
Fig. 4 zeigt eine andere constructive Anordnung der Verbundpumpe. Die beiden Plunger
P und ρ sind hier in einem Plunger von verschiedenem Durchmesser vereinigt und
bildet die Ringfläche F1 den wirksamen Querschnitt des Plungers p. Ferner ist das Druckventil
Vd1 unmittelbar oberhalb des Druckventils
F^ und die Lufthaube Z über der eigentlichen Pumpenkammer B B angeordnet.
Fig. 7> zeigt schematisch eine Anordnung der
Verbundpumpe, ähnlich wie Fig. 4; jedoch ist hier die .Lufthaube Z auf dem Verbindungsrohr h aufgestellt.
Fig. 8 ist eine ähnliche Anordnung wie Fig. ι , jedoch mit vereinten Plungern von
verschiedenen Durchmessern.
Fig. 9 stellt eine Anordnung der Verbundpumpe dar, bei welcher die Pumpe B B neben
der Pumpe A A aufgestellt ist. Die Bewegung der Plunger ist hier ebenfalls gleichgerichtet.
Fig. ίο zeigt eine Anordnung, bei welcher zwei Pumpen B B neben der Pumpe A A aufgestellt
sind und diese Pumpen vermittelst der Stutzen u u mit einander verbunden sind.
Es lassen sich noch mehrere Anordnungen der Verbundpumpen herstellen, z. B. auch als
Zwillingspumpen, als doppeltwirkende Plunger- oder Kolbenpumpen u. dergl. An der Wirkungsweise
der Pumpen wird bei diesen verschiedenen Anordnungen nichts geändert.
Statt der in den Beispielen gezeichneten Tellerventile können auch Etagenventile, Ringventile
oder Gruppenventile Anwendung finden
Claims (2)
- Patent-Ansprüche: .i. Verbundpumpe für Flüssigkeiten, bestehend aus zwei durch das Druckventil (Vd) der die Flüssigkeit aus dem Saugwindkessel (S) saugenden Hauptpumpe (A A) getrennten Pumpenrä'umen mit gleichzeitig saugend oder drückend wirkenden Kolben (P und p) und einer Lufthaube (I) auf dem zur Nebenpumpe (B B) gehörenden Pumpenraum (h), derart, dafs während der gemeinsamen Saugperiode durch die Saugwirkung der Nebenpumpe (B B) eine Expansion und dementsprechende Druckminderung der zu Beginn des Saugens gemäfs der Druckhöhe gespannten Luft und gleichzeitig eine Entlastung des Druckventils (Vd) der Hauptpumpe herbeigeführt und während der Druckperiode durch die Wirkung beider Kolben der auf denselben lastende Druck ganz allmä'lig ■—' und zwar zunächst unter Compression der Luft in der Haube (I) — bis zum Maximum (dem der Druckhöhe entsprechenden Druck) gesteigert und so ~ ein stofsfreier Gang der Gangtheile und stofsfreies Spiel der Ventile erzielt werden.
- 2. Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι gekennzeichneten Verbundpumpe für Flüssigkeiten, bei welcher zum Zwecke der Anpassung der abwechselnd der Expansion und Compression unterworfenen Luftmenge an das Hubvolumen des die Expansion bewirkenden Kolbens (p) die Lufthaube (I) nach Bedarf vergröfsert bezw. verkleinert und durch Anordnung eines Luftsaugventils (v) die Endspannung in der Saugperiode geregelt und der durch Absorbiren und Mitreifsen entstehende Luftverlust ersetzt werden kann.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93014C true DE93014C (de) |
Family
ID=364477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93014D Active DE93014C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93014C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4657488A (en) * | 1979-12-14 | 1987-04-14 | Rockwell International Corporation | Two stage stepped piston air compressor |
-
0
- DE DENDAT93014D patent/DE93014C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4657488A (en) * | 1979-12-14 | 1987-04-14 | Rockwell International Corporation | Two stage stepped piston air compressor |
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