DE928951C - Verfahren zur Herstellung gaertnerischer Erden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gaertnerischer Erden

Info

Publication number
DE928951C
DE928951C DES31749A DES0031749A DE928951C DE 928951 C DE928951 C DE 928951C DE S31749 A DES31749 A DE S31749A DE S0031749 A DES0031749 A DE S0031749A DE 928951 C DE928951 C DE 928951C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clay
lime
water
mixture
stirring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES31749A
Other languages
English (en)
Inventor
Ferdinandus Hubertus Spierings
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE928951C publication Critical patent/DE928951C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • C05F11/02Other organic fertilisers from peat, brown coal, and similar vegetable deposits
    • C05F11/04Horticultural earth from peat
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G24/00Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor
    • A01G24/10Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor based on or containing inorganic material
    • A01G24/12Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor based on or containing inorganic material containing soil minerals
    • A01G24/15Calcined rock, e.g. perlite, vermiculite or clay aggregates
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G24/00Growth substrates; Culture media; Apparatus or methods therefor
    • A01G24/60Apparatus for preparing growth substrates or culture media

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung gärtnerischer Erden Die Erfindung betrifft ein Verfahren, zur Herstellung gärtnerischer Erden auf Tonbasis, die sich als Topferde, S:tecklingserde oder Pflanzbeeterde eignen.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß getrocknete, gemahlene Tonerde unter Rühren oder Rotieren mit etwa 5 bis i 5 % gelöschtem oder ungelöschtem fettem Puderkalk vermischt und unter Rühren oder Rotieren etwa io bis 35% Wasser über das Gemisch zerstäubt wird, so daß sich feine Körner oder kleine Bröckchen bilden; das Gemisch wird dann an der Luft getrocknet, wobei oder worauf man. CO., ganz oder teilweise in Form C 02-haltiger Luft, auf das Produkt einwirken. läßt, damit der Kalk in Calciumcarbonat übergeführt wird. Durch die Einwirkung des Kohlendioxyds wird die basische Reaktion der Erde beseitigt, was etwa eine Woche oder mehr beansprucht. Auch gibt das gebildete Calci.umcarbonat den Körnern die nötige Festigkeit. Gießt man nämlich Wasser auf die Körner, so bleiben sie alle intakt. Durch die poröse Struktur .der Körner wird dass Wasser in sie aufgesogen und bleibt während längerer Zeit zur Verfügung der Pflanzenwurzeln" während die Wurzeln leicht durch die Körner hindurehwaehsen können. Diese verhältnismäßige Festigkeit wird einerseits durch den Zusatz des Kalkes herbeigeführt, der nach Anfeuchten durch Ausflocken des Tons diesem eine günstige Mikrostruktur verleiht, während andererseits bei der Bildung der Körner beim Rühren oder Rotieren ein ziemlich lockerer Aufbau erhalten wird, der die Mikrostruktur- günstig beeinflußt.
  • Aus der bsclhweizerischen Patentschrift 277 545 ist ein Verfahren zur Herstellung .gärtnerischer Erden bekannt, wobei zerkleinerter Ton mit aufgelockertem Torf in einem Raumverhältnis von etwa i :.i innig vermengt und nach Ab.sieben mit einem Düngemittel homogen vermischt wird.
  • Nach der deutschen Patentschrift 20q.665 ist- es bekannt, gebrannten oder ungebrannten Kalk, l@ferge1,. T.anu. dgl., sowie Mischungen aus diesen Stoffel -.(T@@posthaufen) zu Düngezwecken auf die Ä U-:z: brixigen, s Verfa'nrerL gemäß der Erfindung, das in diesen "Patentschriften rnieht offenbart wurde, führt, wie oben ausgeführt wurde, zu der Bildung eines Produktes von einer für den vorliegenden Zweck ausgezeichneten Struktur. Der Vorteil des vorliegenden Verfahrens liegt darin, daß dazu kein Torf oll. ddgl. zugegeben werden muß, um zu verhindern, daß die Tonteilchen unter sich verkleben und daß die Belüftung der Erde ohne weiteres gefördert wird. Das wird dadurch erzielt, daß bei dem vorliegenden. Verfahren eine verihältni.smäßig große Kalkmenge innig mit den Körnern vermischt wird.
  • Vermischt man den Ton mit feingemahlenem ungelöschtem Kalk, so geht letzterer 'bei Wasserzusatz, der unter Rühren oder Rotieren der Masse erfolgt, in Löschkalk über, und die gärtnerische Erde wird durch die frei werdende Wärme sterilisiert. Darauf werden weitere Wassermengen in gleicher Weise wie auf den im vorstehenden erwähn:ten Löschkalk auf -die Erde zerstäubt.
  • Das Wasser kann erfindungsgemäß auch durch eine Mineralsalze oder sonstige Pflanzennährstoffe enthaltende wäßrige Lösung ersetzt werden, wobei die gelösten Stoffe durch den Ton aufgenommen und von ihm während der -Vegetationsperiode allmählich wieder abgegeben werden. Ersetzt man das Wasser dureh eine wäß-rige Lösung eines Mineral-, vorzugsweise eines Düngersalzes, z. B. durch eine Kaliumnitratliösung, so werden der Erde für die Pflanzen wertvolle Bestandteile, z. B. Kalium und Stickstoff, zugesetzt. Der Stickstoff, der in Tonerde praktisch nur in Form geringer Mengen ads.orbierter Ammoniumionen vorkommt, wird durch die Kalkbehandlung in Form von Ammoniak entweichen, so daß es erwünscht ist, .der Erde Stickstoff zuzuführen. Weiter empfiehlt es sich, dem Kalk-Ton-Gemisch anstatt Wasser eine verdünnte, z. B. io/oidge wäßrige Superp'hosphatläsung zuzusetzen, wodurch durch Umsetzung mit dem Kalk Calciump'hosphat entsteht, das dadurch, daß es zeitweise unlöslich ist, einwichtiges Nährelement bildet. Das erfindungsgemäße Verfahren wind nachstehend an Hand zweier besonders bevorzugter Ausführungsbeispiele erläutert.
  • Beispiele i-. Tonerde wird getrocknet, gemahlen und in einer rotierenden Trommel oder in einem Behälter mit einer Rührvorrichtung mit ioo/a Löschkalk vermischt. Darauf wird unter Rühren oder Rotieren 2o biss 350/e Wasser über das Gemisch zerstäubt, wodurch dieses in ,kleine Körner oder Bröckchen übergeht. Man läßt das Gemisch in diesem feuchten, feinzerteilten. Zustande an der Luft stehen, wobei es. langsam eintrocknet und auch Kohlendioxyd aufnimmt unter Bildung von Calciumcairbonat. Dadurch erlangt die Erde die gewünschte Beschaffenheit.
  • Die Zerstäubung des Wassers über dass trockene Gemisch von Ton und Kalk erfolgt zweckmäßigerweise in einer anderen Vorrirlhtung als in derjenigen, in der die Vermischung von Ton und Kalk vorgenommen wird.
  • 2. Dille Behandlung der Tonerde und der Zusatz von Kalk erfolgt in der im Beispiel i dargestellten Weise.
  • An Stelle des Wassers wi@rd@ eine C/oige wäßrige Superphosphatlösung über dem Gemisch versprüht. Statt der Superphosphatlösung kann z. B. auch eine i,5o/oige wäß.nige Lösung, ,die mehrere Komponenten enthält, z. B. Harnstoff, Kahumsalze, Phosphate u. dgl., zerstäubt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung gärtnerischer Erden auf Tonbasis, dadurch gekennzeichnet, daß getrocknete, Tonerde unter Rühren oder Rotieren mit vorzugsweise 5 bis i5o/o-gelöschtem oderungelöschtem fettem Puderkalk vermischt, etwa 1o bids 35'/o Wasser unter Rühren oder Rotieren über das Gemisch zerstäubt und das Gemisch an der Luft eingetrocknet wird, wobei- oder wonach C02 ganz oder teilweise in Form C 02 haltiger Luft auf das Produkt einwinkt und der Kalkgehalt in Calciumcarbonat übergeführt würd.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Wasser eine wäßtrige Lösung von Pflanzennährstoffen und oder anorganischen und/oder organischen vorzugsweise Düngesalzen, mit Ausnahme von Ammoniumsalzen, angewandt wird. Angezogene Dxucksdhri-ften: Deutsche Patentschrift Nr. 20q. 665; sehweizerische Patentsrhnift Nr. 277 545.
DES31749A 1952-01-12 1953-01-09 Verfahren zur Herstellung gaertnerischer Erden Expired DE928951C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL928951X 1952-01-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE928951C true DE928951C (de) 1955-06-16

Family

ID=19861842

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES31749A Expired DE928951C (de) 1952-01-12 1953-01-09 Verfahren zur Herstellung gaertnerischer Erden

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE928951C (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE204665C (de) *
CH277545A (de) * 1948-02-24 1951-09-15 Fruhstorfer Anton Dr Prof Verfahren zur Herstellung gärtnerischer Erden.

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE204665C (de) *
CH277545A (de) * 1948-02-24 1951-09-15 Fruhstorfer Anton Dr Prof Verfahren zur Herstellung gärtnerischer Erden.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE120174C (de)
DE821946C (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten humushaltigen Duengemitteln aus Klaerschlamm
DE928951C (de) Verfahren zur Herstellung gaertnerischer Erden
DE969208C (de) Mischduenger aus Thomasphosphat und Kaliduengesalzen
DE716275C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln aus fein gemahlener natuerlicher Kieselsaeure oder gemahlenen natuerlichen Silicaten
DE1028591B (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten Phosphatduengemitteln
DE738358C (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigen Kaliumhumat-Duengemitteln
DE452908C (de) Mischduenger
DE870565C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffreichen Humusduengemitteln
CN1125213A (zh) 一种肥料增效剂
DE892760C (de) Verfahren zur Herstellung von granulierten, humushaltigen Duengemitteln aus Klaerschlamm
DE898307C (de) Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln
DE893344C (de) Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln
DE655686C (de) Verfahren zur Herstellung eines Calciumphosphat und Stickstoff enthaltenden Mischduengers
DE632225C (de) Verfahren zur Herstellung lagerbestaendiger kohlenstoffhaltiger Duengemittel
DE887949C (de) Verfahren zur Herstellung von granuliertem Superphosphat
DE930757C (de) Verfahren zur Herstellung von koernigen Calcium-Magnesium-Phosphat-Duengemitteln
DE891275C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln
DE909104C (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoff enthaltenden Kalkhumat-Duengemitteln
AT153479B (de) Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungsmitteln.
DE940707C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatduengemitteln mit einem Gehalt an organischer Substanz
DE538768C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Mineralien zu nutzbaren Pflanzennaehrstoffen
DE2230685A1 (de) Verfahren zum herstellen eines duengemittels und ballaststofffreies depotduengemittel
DE729910C (de) Verfahren zur Herstellung von Bodenverbesserungs- und Duengemitteln
DE1006871B (de) Aus Kalk-Ton-Humuskomplex-Verbindungen bestehendes Bodenverbesserungsmittel