DE92803C - - Google Patents

Info

Publication number
DE92803C
DE92803C DENDAT92803D DE92803DA DE92803C DE 92803 C DE92803 C DE 92803C DE NDAT92803 D DENDAT92803 D DE NDAT92803D DE 92803D A DE92803D A DE 92803DA DE 92803 C DE92803 C DE 92803C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glycerine
steam
vessel
vacuum
tap
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT92803D
Other languages
English (en)
Publication of DE92803C publication Critical patent/DE92803C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D19/00Recovery of glycerol from a saponification liquor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 23: Fettindustrie.
Man weifs, dafs bei der Concentration des wässerigen Glycerins an freier Luft das Glycerin ein Bestreben hat, sich zu färben und nur bis auf 280B. concentrirt werden kann.
Glycerin, welches unter Abschlufs der Luft im Vacuum concentrirt wird, zeigt dagegen eine höhere Qualität und kann bis zu 300 B. concentrirt werden.
Die Verwendung des Vacuums ist aber theuer und giebt zu Unregelmäfsigkeiten Veranlassung, da das rohe Glycerin stets verseifende Massen enthält, welche ein Schäumen und Aufwallen veranlassen, was bei Unaufmerksamkeit des bedienenden Arbeiters häufig zu grofsen Verlusten Veranlassung giebt.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird das Glycerin in geschlossenem Gefäfs unter Druck concentrirt, was eine Behandlung wie im Vacuum unter Ausschlufs der Luft gestattet, und bei einer Temperatur, welche genügt, um eine Concentration bis zu 300 B. zu erzielen.
Zur Erreichung des angegebenen Zweckes wird ein kupferner Autoklav von beliebiger Form verwendet, welcher im Innern mit einer Heizschlange versehen ist und mit Dampf geheizt wird.
Die in der üblichen Weise geläuterte und filtrirte wässerige Glycerinlösung wird in den Autoklaven eingeführt und durch· die Dampfschlange erhitzt, so dafs die Flüssigkeit zum Sieden gebracht wird und den gewünschten Druck annimmt, welcher mindestens 6 kg für den Quadrätcentimeter betragen soll. Nachdem die flüchtigen Fettsäuren aus dem Glycerin entwichen sind, erfolgt ihre Entfernung aus dem Autoklaven in der Weise, dafs man Dampf in das Gefäfs einleitet, welcher die Fettsäuredämpfe durch einen Hahn austreibt.
Ein zur Ausführung des Verfahrens geeigneter Apparat ist auf der beiliegenden Zeichnung im Verticalschnitt dargestellt.
Der zur Aufnahme des Glycerins dienende Autoklav α ist mit der Heizschlange b versehen, in welche der Dampf bei c eintritt, während er bei d austritt. Durch den Hahn e tritt der Dampf in das Gefäfs ein, welcher die Fettsäuredämpfe durch den geöffneten Hahn f austreibt. Das in dem Apparat verbleibende gereinigte Glycerin kann mittelst Dampfdruckes durch das Rohr g aus dem Apparat entfernt werden, könnte aber auch durch einen im Boden des Apparates angebrachten Hahn abgelassen werden. Der auf der Zeichnung dargestellte Apparat ist noch mit dem Manometer h und dem Einlafshahn k für das Glycerin versehen.
Die Vorzüge des vorliegenden Verfahrens sind:
ι. Grofse Ersparnifs beim Concentriren.
2. Fortfall der bei Benutzung des Vacuums sonst häufigen Materialverluste.
3. Die Dampfheizung erfordert keine Condensationseinrichtung wie bei Benutzung eines Vacuums, welche für die Condensation der Dämpfe einer grofsen Wassermenge bezw. theurer Kühlvorrichtungen bedürfen.
4. Das nach dem vorliegenden Verfahren unter Abschlufs der Luft concentrate Glycerin
läfst sich sehr leicht entfärben und besitzt eine Farbe und Qualität, welche seine directe Verwendung für verschiedene Zwecke gestattet, so dafs der Handelswerth bedeutend erhöht ist.
5. Die zum Concentriren des Glycerins erforderlichen Apparate sind bedeutend billiger als für den gleichen Zweck dienende Vacuumapparate.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung von Glycerin, gekennzeichnet durch seine Concentration im geschlossenen Gefä'fs bei einer Temperatur, bei welcher sich die in dem Glycerin enthaltenen Fettsäuren verflüchtigen und aus dem Gefäfs abgelassen werden können, während in demselben das gereinigte Glycerin zurückbleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT92803D Active DE92803C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE92803C true DE92803C (de)

Family

ID=364284

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT92803D Active DE92803C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE92803C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE92803C (de)
DE840842C (de) Verfahren zur Herstellung ungesaettigter cyclischer Ketone, wie Isophoron und homologe Isophorone
DE509044C (de) Wiedergewinnung von Chlorwasserstoffgas aus es enthaltenden waessrigen Loesungen durch Erhitzen mit Schwefelsaeure im Kreislauf
DE561290C (de) Verfahren zur Darstellung von in Mineraloelen loeslichen OElen aus Rizinusoel
DE684968C (de) Verfahren zur Verbesserung von Fettsaeuren bzw. Seifen aus Oxydationsprodukten von hochmolekularen nicht aromatischen Kohlenwasserstoffen
DE2548487C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Abdestillation von Begleitstoffen aus ölen
DE393569C (de) Verfahren zur Gewinnung von Glyzerin aus Rueckstaenden gegorener Fluessigkeiten durch Destillation in zwei Phasen
AT60711B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Wasserstoff aus Metallen bzw. niedrigen Metalloxyden und Wasser.
DE535629C (de) Konzentration von verduennter Salpetersaeure
DE572112C (de) Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
DE270723C (de)
DE608158C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkoholen
DE320567C (de) Verfahren zum Entwaessern von Kanalisationsschlamm
DE394730C (de) Verfahren zur Darstellung von Saeureanhydriden
DE261522C (de)
DE665256C (de) Verfahren zur Herstellung von basischem Kupfersulfat
DE286973C (de)
DE628426C (de) Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxyd
DE437019C (de) Herstellung von Legierungskoerpern
DE486959C (de) Verfahren zur Abtrennung fluechtiger Stoffe von schwerer oder nichtfluechtigen
DE2519444C3 (de) Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit und Zähigkeit von Gußstucken
DE220885C (de)
DE294612C (de)
DE374578C (de) Verfahren zum Herstellen von Gerbloesungen
AT66171B (de) Verfahren zur Herstellung von Isopren.