DE923728C - Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen gegen vagabundierende Stroeme durch polarisierte Ableitung des Stromes - Google Patents

Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen gegen vagabundierende Stroeme durch polarisierte Ableitung des Stromes

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DE923728C
DE923728C DEG11181A DEG0011181A DE923728C DE 923728 C DE923728 C DE 923728C DE G11181 A DEG11181 A DE G11181A DE G0011181 A DEG0011181 A DE G0011181A DE 923728 C DE923728 C DE 923728C
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DE
Germany
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current
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permanent magnet
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Expired
Application number
DEG11181A
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English (en)
Inventor
Charles Spangenberg
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Engie SA
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Gaz de France SA
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B7/00Insulated conductors or cables characterised by their form
    • H01B7/17Protection against damage caused by external factors, e.g. sheaths or armouring
    • H01B7/28Protection against damage caused by moisture, corrosion, chemical attack or weather

Landscapes

  • Prevention Of Electric Corrosion (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen gegen vagabundierende Ströme durch polarisierte Ableitung des Stromes Es ist bekannt, daß man, um ein metallisches, in einen Elektrolyt (welcher auch der Boden sein kann) eintauchendes Gebilde gegen Korrosion zu schützen, an einer Stelle dieses Gebildes Strom abzapfen kann, so daß das Potential des Gebildes niedriger wird als das des umgebenden Elektrolyts.
  • Gibt es in der Nähe des 'betrachteten Gebildes Metallteile, welche ein meistens negatives Potential haben (beispielsweise eine Eisenbahnstrecke), dann kann man das als polarisierte Stromableitung bezeichnete Verfahren des elektrischen Schutzes verwenden.
  • Dieses Verfahren besteht darin, daß man zwischen dem zu schützenden Werk und der Eisenbahnstrecke eine elektrische Verbindung herstellt, welche nur dann in Tätigkeit tritt, sobald das Potential der Strecke unter einem bestimmten negativen Wert liegt. Das Verfahren wird insbesondere zum Schutz unterirdisch verlegter Rohrleitungen verwendet, welch letztere unter der Einwirkung von Erdströmen b.zw. von Strömen, wie sie von der Erde als Primärelement verursacht werden, ferner von Gleichströmen, welche von der elektrischen Zugförderung herrühren, Abschnitte enthalten können, die auf ein gefährliches, künstliches Anodenpotential gebracht werden und dabei sehr starken Anfressungen unterliegen.
  • Ein besonderer Fall der Korrosion durch vagabundierende Ströme ist derjenige einer Rohrleitung, welche in der Nähe einer Eisenbahnschiene vorbeigeht, die gegenüber dem Boden ein negatives Potential besitzt und an welcher die vagabundierenden Ströme der -Zugförderung, welche auf der Strecke vor und nach der erwähnten Schiene verlorengegangen sind, zusammenfließen. Die Strecke bildet an diesem Punkt im Boden ein elektronegatives Zentrum, welches alle in den Boden abgeleiteten Ströme aus der Zugförderung aus der Nachbarschaft an sich zieht.
  • Die Ströme benutzen dazu die sich ihnen darbietenden natürlichen Wege geringsten. ohmschen Widerstandes. Sie werden also ganz natürlich der Rohrleitung folgen, und zwar bis zu dem Abschnitt, wo sie dieselbe verlassen, um wieder in den Boden einzutreten und damit die negative Schiene auf dem kürzesten elektrischen Wege zu erreichen.
  • In den Abschnitten, wo die Rohrleitung Strom an den Boden abgibt, wird das Metall der Rohrleitung zur Anode, und die Rohrleitung wird damit angefressen.
  • Es ist möglich, diese Gefahr der Korrosion zu beseitigen, wenn man die Rohrleitung und die Schiene durch eine metallische Verbindung aneinander anschließt. Auf diese Weise wird die Rohrleitung mitsamt der Schiene zur Kathode und korrodiert nicht mehr, und die Rohrleitung neigt ebenso wie die Schiene dazu, gegenüber dem Boden elektronegativ zu werden. Diese Verbindung bildet also den elektrischen Schutz durch Stromableitung. In der Praxis entzieht die Rohrleitung diese Ströme dem Boden, und die Schiene ihrerseits entnimmt, dank der metallischen Verbindung, diese Ströme der Rohrleitung.
  • In Wirklichkeit aber zeigt eine Schiene dauernd sehr veränderliche Polaritäten, elektropositive oder elektronegative, je nach den Verhältnissen des Zugverkehrs. Man ruß also in dem Verbindungsstück ein nur in einer Richtung durchlässiges Ventil anordnen, damit die Verbindung automatisch unterbrochen wird, sobald die Strecke in eine Periode positiver Ladung gerät, wodurch nämlich bei nicht polarisierter Verbindung die Rohrleitung zur Anode werden könnte.
  • Die :gegenwärtig verwendeten Vorrichtungen umfassen ein Schütz, welches die Schiene über einen Leiter direkt mit der Rohrleitung verbindet, so daß .dabei nur ein polarisiertes Ventil von geringer Bedeutung, welches zwischen der Wicklung des Schützes und der Rohrleitung parallel geschaltet ist, verwendet wird.
  • Indessen hat diese Anordnung den schwerwiegenden Nachteil an sich, daß, wenn das Potential plötzlich von einem negativen Wert auf einen positiven Wert übergeht, die Trägheit des Schützes beim Durchgang durch Null nicht gestattet, die Abschaltung vorzunehmen. Das. Schütz bleibt also eingeschaltet, und der positive Strom fließt von der Schiene nach der Rohrleitung.
  • Das Ziel der Erfindung ist es, diesen Übelstand zu vermeiden. Zu diesem Zweck ist zur Betätigung des Schützes ein Dauermagnet vorgesehen, welcher in dem Felde einer Spule, die mit dem, Schütz in Reihe geschaltet ist, so angeordnet ist, daß, -wenn der Strom plötzlich umgekehrt wird, die Pole des Elektromagneten und des Dauermagneten sich entgegenwirken und sich dabei heftig abstoßen. Das Abschalten vollzieht sich also dann in sicherer Weise, welches auch immer die Schnelligkeit der Umkehrung des Stromes und ,die Trägheit des mechanischen Systems sein möge.
  • Die Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben, in welcher die Fig. i ein: Schema der üblichen Vorrichtung ist; Fig.2 ist ein Schema einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; Fig. 3 ist ein Schema einer Variante; Fig.4, 5 und 6 stellen verschiedene Lagen des Dauermagneten und eines. zugehörigen Quecksilberschützes dar.
  • In der Fig. i ist die üblicherweise verwendete Anordnung dargestellt. Hierbei ist die, Rohrleitung i an die Schiene :2 durch einen elektrischen Leiter 3 und ein Schütz 4 mit Solenoid angeschlossen. Zwischen der Rohrleitung und dem Schütz befindet sieh im Nebenschluß das Anlaßventil 6, an welches seinerseits im Nebenschluß das Relais 7 angeschlossen ist.
  • Diese Schaltung bietet den Vorteil der Verwendung nur eines Anlaßventils geringer Abmessungen, welches gegen die Überspannungen leicht mit Hilfe eines polarisierten Relais von hohem Widerstand und geringer Bedeutung geschützt werden kann. Es ist leicht zu verstehen, daß das durch ein Solenoid gebildete Ableitungsschütz eine Verbindung ohne merklichen Widerstand, mit geschlosseriem Kontakt, zwischen der Rohrleitung und .der Schiene nur dann herstellt, wenn die Potentialdifferenz zwischen beiden ausreichend groß ist. Das Haften des Schützes erfolgt durch einen durch das Ventil gehenden Strom i, welcher fähig ist, die Amperewindungen der Spule zu speisen.
  • Dieser Apparat tritt also nur dann. in Tätigkeit, wenn die Schiene negativer isst als die Rohrleitung, und bei dieser Schaltung ist die Stromstärke I um so größer, je größer die Potentialdifferenz - U zwischen der Schiene und der Rohrleitung selbst ist.
  • Die widerstandslose Verbindung zwischen der Rohrleitung und der Schiene wird also nur dann hergestellt, wenn die Stromstärke. i einen genügend großen Wert I' erreicht, den man nach Belieben einstellen kann.
  • Wenn, infolge der Verminderung der Potentialdifferenz - U die Stromstärke auf einen Wert 1" absinkt, der niedriger ist als I', dann schaltet das Schütz ab, und: nur noch das Ventil allein sichert ein Fließen des Stromes in der Richtung Rohrleitung-Schiene.
  • Sobald die Polarität der Schiene positiv wird, d. h. wenn U größer ist als Null, trennt das Schutzrelais die das Ventil enthaltende Verbindung, und Rohrleitung und Schiene sind dann nur noch durch« die Spule des Relais miteinander verbunden, @d. h. durch einen sehr hohen ahmschen Widerstand, der die Stärke des in der umgekehrten Richtung fließenden Stroms fast auf Null beschränkt.
  • Das soeben beschriebene übliche System besitzt indessen., wie bereits gesagt wurde, einen sehr großen Übelstand: Wenn nämlich das Potential der Strecke plötzlich von - U auf -h U übergeht, kann es infolge der Remanenz des Stromkreises, welche unmöglich beseitigt werden kann, und infolge der Trägheit der in Bewegung befindlichen Teile vorkommen (dieser Eventualfall ist selten, aber er kann eintreten), daß das Schütz nicht mehr die Zeit hat, sich abzuheben., und alles geht in diesem Augenblick so vor sich:, als ob man kein polarisiertes Schütz verwendet hätte, sondern eine einfache metallische Verbindung. Die Vorrichtung wird also durchlässig, und die Ströme fließen in beiden Richtungen. Das Ziel der Erfindung ist es, diesen Übelstand zu vermeiden. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist in der Fig. 2 dargestellt.
  • EinTauchkolbenelektromagnet 8, @dessenAmperewindungen wie vorher durch i oder I gespeist werden, zieht den beweglichen mechanischen Teil, welcher einen Dauermagneten 9 umfaßt, an. Meistens betätigt dieser Dauermagnet eine Quecksilberkippvorrichtung io, welche alsdann den Schützkontakt bildet.
  • Unter diesen Verhältnissen wird, wenn der Strom normalerweise in der Richtung von der Rohrleitung zu der Schiene fließt, die Magnetisierung des Tauchkolbens verstärkt, und dieser letztere befindet sich in einem stabilen mechanischen Gleichgewicht, welches den zwangläufigen Schluß des Schützes gestattet. Werden die Amperewindungen infolge eines Sinkens der Stromstärke unzureichend, dann schaltet das Schütz in normaler Weise ab, und die Magnetisierung des Tauchkolbens bleibt erhalten. Die Wirkungsweise ist also ganz die gleiche wie bei der Vorrichtung nach Fig. i.
  • Der wesentliche Unterschied gegenüber der Anordnung nach Fig. i ist der folgende: Wenn infolge einer plötzlichen Umkehrung des Potentials, welche dem Schütz der Fig. i nicht erlaubt haben würde, die Abschaltung vorzunehmen, die Richtung des Stromes sich umkehrt und diese Umkehrung die Umpolung der Pole des Elektromagneten nach sich zieht, dann wird der Dauermagnet von dem Elektromagneten heftig abgestoßen und dadurch natürlich auch das mechanische System.
  • Man ist also absolut sicher, daß das Schütz bereits von Beginn der Umpolung an abgeschaltet ist.
  • Man wird bemerken, daß die Magnetisierung des Tauchkolbens nach diesem Vorgang nachgelassen hat und daß die Stromstärke i, welche das nachfolgende Einschalten herbeiführt, ein wenig größer als der normale Wert sein wird; aber die ursprüngliche Magnetisierung wird dann im Verlauf der normalen Stromableitung wiederhergestellt.
  • Als Variante für die Elektrotauchvorrichtung kann man eine mehr mechanische Lösung verwenden, welche keiner entmagnetisierenden Wirkung unterworfen ist. Diese Vorrichtung umfaßt einen Dauermagneten i i, angeordnet auf einem Drehzapfen 12, welcher mit den Quecksilberampullen 13 und 1q. versehen ist. Dieser Dauermagnet kann unter der Wirkung der polaren Anziehungen um einen gegebenen Winkel schwingen (Fig. 3). Eine zufällige Umkehrung der Amperewindungen des Elektromagneten 15 bringt durch Kippen die Ampullen in die Abschaltlage (Fig. 6). In diesem Falle findet keine Entmagnetisierung statt. Die Magnetisierung wird beibehalten, welches auch immer die Stromrichtung sein möge, und der Dauermagnet stellt sich in dem Magnetfelde ein.
  • Fig. q. stellt die Lage des Dauermagneten dar, wenn kein Strom im Leiter 3 fließt, und Fig. 5 zeigt die Stellung des Dauermagneten, wenn der Strom in normaler Weise von der Rohrleitung nach der Schiene fließt.
  • Diese Vorrichtung kann ohne eine mechanische Änderung in die sogenannten Ableitung-Abzapfen-oder Verbundschaltung-Schutzvorrichtungen eingebaut werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen. gegen vagabundierende Ströme durch polarisierte Ableitung .des Stromes von der zu schützenden Rohrleitung zu einer benachbarten, von einem Strom durchflossenen Schiene, bestehend aus einem elektrischen Leiter, einem Schütz und einem für nur eine Richtung stromdurchlässigen Anlaßventil, dadurch gekennzeichnet, daß das Schütz mittels eines Dauermagneten betätigt wird, der im Felde eines Elektromagneten liegt, welch letzterer von dein Strom durchflossen wird, der zwischen der Rohrleitung und der von einem Strom durchflossenen Schiene zustande kommt, so daß im Falle eines plötzlichen Wechsels des Potentials der Schiene von einem negativen Wert zu einem positiven Wert der Dauermagnet von. dem Elektromagneten abgestoßen wird und der erstere dadurch das Schütz betätigt, wie groß auch immer die Geschwindigkeit der Veränderung des Potentials sein möge.
DEG11181A 1952-06-09 1953-03-11 Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen gegen vagabundierende Stroeme durch polarisierte Ableitung des Stromes Expired DE923728C (de)

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FR923728X 1952-06-09

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DEG11181A Expired DE923728C (de) 1952-06-09 1953-03-11 Vorrichtung zum Schutz von Rohrleitungen gegen vagabundierende Stroeme durch polarisierte Ableitung des Stromes

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DE (1) DE923728C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028149B (de) * 1956-03-05 1958-04-17 Deutsche Bundesbahn Korrosionsschutzeinrichtung fuer die Schienen des Eisenbahnoberbaues

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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