DE592767C - Elektromagnetisches Flachrelais mit mehreren Schaltkontaktfederpaaren - Google Patents
Elektromagnetisches Flachrelais mit mehreren SchaltkontaktfederpaarenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
- H01H50/54—Contact arrangements
- H01H50/56—Contact spring sets
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Flachrelais mit mehreren Schaltkontaktfederpaaren.
Die große Kontaktzahl solcher Relais hat naturgemäß dazu geführt, daß die zusammenwirkenden
Kontaktfedern verhältnismäßig dicht beieinander sitzen. Beim Schalten größerer Leistungen ist dieses dichte Beieinandersitzen
der Federn deshalb nachteilig, weil dadurch der beim Öffnen oder Schließen der Kontakte entstehende Funke auch nach Beendigung
des Schaltvorganges noch stehenbleibt. Zum Schalten einer Leistung von etwa
500 Watt und mehr sind deshalb die bekannten Relaistypen selbst bei günstigstem Kontaktmaterial
unbrauchbar.
Die Erfindung schlägt nun vor, die Schaltleistung solcher Relais dadurch zu erhöhen,
daß jedes einzelne Kontaktpaar von einem permanenten Löschmagneten umschlossen ist,
der den Lichtbogen in Richtung der Kontaktfedern nach außen bläst. Versuche mit
derart ausgerüsteten Relais haben gezeigt, daß selbst eine Leistung von 1000 Watt einwandfrei
abgeschaltet wird. Die permanenten Löschmagnete können dabei in ihren Abmessungen
so gering sein, daß die Schenkel bei Hufeisenform zwischen benachbarten Kontaktfedersätzen
angebracht werden können, jede Kontaktstelle also zwischen den Schenkeln eines permanenten Hufeisenmagneten zu liegen kommt
und so tatsächlich das ganze Magnetfeld zur Funkenlöschung benutzt wird.
Zwar hat man schon bei einpoligen Ausschaltern vorgeschlagen, der Kontaktstelle einen hufeisenförmigen
permanenten Blasmagneten zuzuordnen, doch sind bei Schalteinrichtungen im allgemeinen und im besonderen bei solchen mit
mehreren Kontaktstellen sonst größtenteils Elektromagnete zur Funkenlöschung benutzt
worden. Eine Übertragung dieser Löscheinrichtungen auf derartige Flachrelais ist aber
unmöglich, weil hierdurch den Bestrebungen der Praxis nach Verringerung der Relaisabmessungen
entgegengearbeitet wird.
Dem Gedanken, jedem Kontakt eines Flachrelais einen permanenten Blasmagneten zuzuordnen,
hat ferner bisher die Tatsache entgegengestanden, daß bei den in der Technik bekannten, mit permanenten Löschmagneten
ausgerüsteten Schalteinrichtungen die Abmessungen der Magnete verhältnismäßig groß sind.
Man war deshalb bisher der Ansicht, daß in jedem Fall große permanente Magnete zur
Funkenlöschung erforderlich sind, und sah deshalb die Funkenlöschung bei Relais als unwirtschaftlich
an. Es bedurfte erst einer eingehenden meßtechnischen Untersuchung, um diese Ansicht
zu verdrängen und zu zeigen, daß die erwünschte Schaltleistungserhöhung bei üblichen
Flachrelais tatsächlich schon mit sehr kleinen permanenten Magneten erreicht werden
kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Weitere Merk-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Rudolf Schmook in Berlin-Sieniensstadt.
Li
male der Erfindung werden an Hand dieser Figuren erläutert.
Mit ι ist der feststehende Kern, mit 2 die daraufsitzende Spule und mit 3 der bewegliche
Anker eines elektromagnetischen Flachrelais bezeichnet. Der Anker 3 ist mit seinem einen
Ende mit dem einen Pol des Elektromagneten 1 magnetisch leitend verbunden, so daß sein
anderes Ende, das dem anderen Pol des Elektromagneten gegenüberliegt, den verlängerten einen
Pol des Magneten darstellt. An dem beispielsweise aus Weicheisen bestehenden Anker 3 ist
eine Vorrichtung 4 angebracht, die die Bewegung des Ankers bei stromdurchflossener
Spule auf am Kern 1 angebrachte Kontaktfedern 5 überträgt. Die Vorrichtung 4 besteht
zweckmäßig aus nichtmagnetischem Material, ixnd auch die Kontaktfedern 5 sind magnetisch
nichtleitend am Kern 1 befestigt. Den Kontaktfedern 5 gegenüber liegen Kontaktfedern 6,
die durch die Ankerbewegung in ihrer Lage nicht beeinflußt werden. Je eine Kontaktfeder
5 und eine Kontaktfeder 6 bilden eine Kontaktstelle, die zur öffnung oder Schließung
eines Stromkreises benutzt werden kann. Jeder Kontaktstelle ist ein U-förmiger permanenter
Blasmagnet 7 zugeordnet, der so angebracht ist, daß sich zwischen den Schenkeln des Magneten
die Kontaktstelle befindet. Sämtliche übereinander angeordneten permanenten Magnete
(entsprechend der Zahl der übereinander angeordneten Kontaktstellen) werden durch
einen gemeinsamen Teil 8 an der für alle nebeneinanderliegenden Magnetgruppen gemeinsamen
Haltevorrichtung 9 befestigt, die ihrerseits unter Zwischenfügung eines elektrisch und magnetisch
nichtleitenden Materials 10 mit dem feststehenden Kern 1 des Relais verbunden ist.
Der Teil 8 wird bei den meisten Konstruktionen aus nichtmagnetischem Material bestehen
müssen, um so einen magnetischen Kurzschluß zwischen den einzelnen Blasmagneten zu
vermeiden. Im vorliegenden Falle ist jedoch auch eine Haltevorrichtung aus magnetischem
Material brauchbar, weil hier die Hufeisenmagnete an ihrem unmagnetischen Mittelteil
befestigt sind. Die Zwischenschaltung des elektrisch und magnetisch nichtleitenden Materials
10 zwischen den Kern 1 und die Haltevorrichtung 9 ist deshalb erfolgt, weil der Kern
der Relais meist an Erde gelegt wird und dann über die Haltevorrichtung und die Magnete 7
sehr leicht ein Kurzschluß zwischen Kontaktfedern und Kern erfolgen könnte. Kommt
eine ..Erdung des Relaiskernes nicht in Frage,
so braucht die Möglichkeit dieses elektrischen Kurzschlusses nicht berücksichtigt zu werden.
Aus unmagnetischem Material macht man das Zwischenstück 10 deshalb, weil für den Fall,
daß die Haltevorrichtung 9 magnetisch leitend ist, ein Kurzschluß zwischen dem Magnetfeld
des Relais und den Feldern der Blasmagnete eintreten könnte. Am einfachsten lassen sich
sämtliche Kurzschlüsse dadurch vermeiden, daß die Halterungen der Magnete aus elektrisch
nichtleitendem und unmagnetischem Material bestehen.
Claims (6)
1. Elektromagnetisches Flachrelais mit mehreren Schaltkontaktfederpaaren, dadurch
gekennzeichnet, daß jedes einzelne Kontaktpaar von einem permanenten Löschmagneten
umschlossen ist, der den Lichtbogen in Richtung der Kontaktfedern nach außen bläst.
2. Relais nach Anspruch 1, bei dem mehrere Kontaktsätze, die aus einer Mehrzahl
übereinanderliegender Kontakte bestehen, nebeneinander angeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß auch die jedem Schaltkontakt zugeordneten permanenten Blasmagnete, zu einer entsprechenden Anzahl
nebeneinander angeordneter Sätze zusammengefaßt sind, deren jeder aus einer
der Anzahl der übereinanderliegenden Schaltkontakte entsprechenden Zahl von Einzelmagneten besteht.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Magnetsatz oder
alle Sätze gemeinsam an einer besonderen, mit dem Relais verbundenen oder mit dem
Relais aus einem Stück bestehenden Haltevorrichtung befestigt sind.
4. Relais nach Anspruch 1 oder den folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung aus nichtmagnetischem
Material besteht oder die einzelnen Magnete unter Zwischenfügung eines nichtmagnetischen
Materials an der Haltevorrichtung befestigt sind.
5. Relais nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigung
der einzelnen permanenten Magnete an der Haltevorrichtung oder die Befestigung
der Haltevorrichtung an dem Relais unter Zwischenfügung elektrischer Isoliermittel erfolgt
oder daß die Haltevorrichtung selbst aus elektrischem Isoliermaterial besteht.
6. Relais nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
Haltevorrichtung (9) am feststehenden Kern (1) des Relais befestigt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE592767T | 1931-01-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE592767C true DE592767C (de) | 1934-02-15 |
Family
ID=6573178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1931592767D Expired DE592767C (de) | 1931-01-01 | 1931-01-01 | Elektromagnetisches Flachrelais mit mehreren Schaltkontaktfederpaaren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE592767C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2344365A1 (de) * | 1973-09-03 | 1975-03-27 | Elmeg | Elektromagnetisches relais |
| DE3139361A1 (de) * | 1980-10-03 | 1982-05-06 | Thomson-CSF, 75360 Paris | "elektromagnetisches relais" |
-
1931
- 1931-01-01 DE DE1931592767D patent/DE592767C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2344365A1 (de) * | 1973-09-03 | 1975-03-27 | Elmeg | Elektromagnetisches relais |
| DE3139361A1 (de) * | 1980-10-03 | 1982-05-06 | Thomson-CSF, 75360 Paris | "elektromagnetisches relais" |
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