DE92149C - - Google Patents

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DE92149C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B19/00Programme-controlled sewing machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in HAMBURG.
Durch die nachbeschriebene Erfindung ist die durch das Patent Nr. 87791 geschützte Vorrichtung zur selbsttätigen Regelung des seitlichen Ausschlages der Nadel von Zierstich-Nähmaschinen bezüglich ihrer Bauart vereinfacht und mit einer Einrichtung zur Regelung der Stoffschieberbewegung derart verbunden worden, dafs nicht nur Zickzacknähte, deren in der Stoff bewegungsrichtung abgemessene Stichabstände gleich sind , sondern auch alle möglichen ungleichförmigen Zierstichfiguren in gekreuzten, verschlungenen Bogen- und anderen Formen hergestellt werden können. Diese Vermehrung der Zierstichfiguren ist durch die Veränderungsfähigkeit der Stoffschieber - Bewegungsverhältnisse erreicht worden, indem der Stoffschieber nach vorwärts und rückwärts verschieden grofse oder gar keine Bewegungen erhalten kann.
Wie im Patent Nr. 87791 ist die Nadelstange α in einem Schwingrahmen geführt, welch letzterer mit seinem Ansatz b1 durch Zugstange d mit der seitlich am Maschinenarm angebrachten Gleitbahn e verbunden ist, welche um einen Aufhängezapfen e1 schwingt.
Die Lagerachse f1 für die gegen einander auswechselbaren Musterscheiben η ist nicht vorn am Kopf, sondern im Arm neben der Gleitbahn e befestigt, trägt lose das Zahnrad/, welches durch die Hauptwelle w und das Räderwerk r1 r2 r3 getrieben werden kann.
Auf dem Zahnrad f wird dann, wie im Patent Nr. 87791 auf dem Schaltrad, die' zu benutzende Musterscheibe befestigt.
Das erwähnte Getriebe liegt in dem Hohlraum des Maschinenarmes und kann durch einen Deckel m nach aufsen verdeckt werden. Die Gleitbahn e und die Zugstange d dagegen liegen vor dem Maschinenarm und ein Zapfen ο der Gleitbahn ragt durch einen Schlitz des Deckels m und wird mittelst einer die Zugstange nach vorn ziehenden Feder o1 gegen die Randfläche der Musterscheibe gehalten.
Je nachdem das Gleitstück d1 der Zugstange d in der Gleitbahn e mehr oder weniger von der Drehachse e1 fortgerückt und durch eine Schraube d'2 festgestellt und je nachdem die unrunde Randfiäche der benutzten Musterscheibe η geformt ist, gestalten sich die seitlichen Ausschläge der Nadel. Das treibende Räderwerk besitzt solche Zahneintheilungen, dafs die Musterscheibe nach 12 Stichen einmal umgedreht ist. Gerade in Richtung der Stoffbewegung verlaufende Stiche entstehen, wenn das Gleitstück d1 über der Drehachse e1 festgestellt ist, also die Nadel trotz der Schwingungen der Gleitbahn e keine Auschlagsbewegungen erhält.
Mit der vorbeschriebenen Einrichtung und derjenigen des Haupt-Patentes ist es nur möglich, solche Ziernä'hte herzustellen, bei welchen die in Richtung der Stoff bewegung gemessenen Abstände der Stiche gleich sind, weil der Stoff von Stich zu Stich um gleiche Strecken vorgeschoben wird, abgesehen natürlich davon, dafs man mittelst der bekannten Stichstellung die Länge des Stoffschiebervorschubes hin und wieder ändern kann. Diese mittelst Hand zeitweilig umzustellende Sticheinstellung läfst sich aber nicht benutzen, wenn die vorgenannten Stichabstände fortwährend bezw. sehr häufig sich ändern sollen, um Nahtfiguren besonderer Form zu erhalten.
In Fig. 4 und 6 der Zeichnung sind Zickzacknähte dargestellt, welche durch die Benutzung von Musterscheiben η erhalten werden können, ohne dafs die gebräuchliche gleichmäfsige Stoffschieberbewegung geändert wird, denn die Abstände ^ der Stiche sind sämmtlich gleich grofs. Die Naht von Fig. 6 läfst sich durch die Musterscheibe (Fig. 5) herstellen.
In der Mehrbogennaht von Fig. 8 dagegen sind die Stichabstände ^1 ungleich, weshalb für deren Herstellung der Stoffschiebervorschub fortwährend geändert werden mufs. In diesem Falle ist eine regelmäfsige Zu- und Abnahme des Vorschubes nöthig, in anderen Fällen kann aber auch verlangt werden, dafs die Gröfse der Stoffschieberbewegung sich unregelmäfsig ändert bezw. diese Bewegung ganz unterbrochen wird, um andere Figuren herstellen zu können.
Um diesen Bedingungen gerecht zu werden, ist auch der Antrieb des Stoffschiebers unter den Einflufs von auswechselbaren Musterscheiben gestellt worden, was im Nachstehenden an einer Steppstich-Nähmaschine erklärt werden soll.
In bekannter Weise trägt die unterhalb der Nähmaschinenplatte geführte und durch einen oberen Kopf p1 bewegbare Stichstellstange ρ ein Lager p'2, in welchem die Antriebsstange s für den Stoffschieber t sich sowohl verschieben als auch drehen kann. Verschoben wird die Antriebsstange durch das von der senkrechten Maschinenwelle w1 bewegte Excenter ti, während gleichzeitig Drehungen der Stange durch die neue Anordnung von Musterscheiben nl ausgeführt werden.
Es ist nämlich unterhalb der Maschinenplatte neben der Welle wl eine feste Achse v1 angeordnet mit einer Scheibe v, auf welcher die jeweilig geeignete Musterscheibe n1 mit excentrischen oder unrunden Arbeitsflächen befestigt werden kann. Wie die Nadelstangen-Musterscheiben werden auch die Stoffschieber-Musterscheiben durch ein Zahnradgetriebe x1 x'2 x3 x4 von der Maschinenwelle jvl umgetrieben, und zwar erhalten sie eine Umdrehung bei 12 Stichen, wenn dieses Verhältnifs auch bei den oberen Nadelstangen-Musterscheiben vorkommt.
Gegen die Randflächen der aufgesetzten Musterscheibe nl wird durch eine Feder oder zwangläufig der eine Arm eines Winkelhebelsy herangezogen, dessen anderer Arm die Antriebsstange s lose umfafst. Mithin richten sich die Ausschläge, welche die Antriebsstange während ihrer Hin- und Herbewegungen durch den Winkelhebel y . erhält, nach der Form der benutzten Musterscheibe, und dementsprechend gestalten sich auch die Bewegungen des an der Schwingachse if1 hängenden und von der Antriebsstange s in bekannter Weise unterfafsten Stoffschiebers und die Verschiebungen des Stoffes nach jedem Stiche.
Bezüglich des Gebrauches der Musterscheiben ist zu bemerken, dafs bei jedem Satz' von Nadelstangen- und Stoffschieber-Musterscheiben die ersteren mit zwei Nummern versehen sind, von denen diejenige über dem Strich die Figurennummer und diejenige unter dem Strich die zu dieser Figur nöthige Stoffschieber-Musterscheibe angiebt, welch letztere mit gleicher Unterstrichnummer versehen ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Ausführungsform der Vorrichtung des Patentes Nr. 87791 zur selbsttätigen Regelung des seitlichen Ausschlages der Nadel von Zierstich-Nähmaschinen, darin bestehend, dafs die Lagerachse ff 1J für die Musterscheiben (n) zwischen dem Maschinenantrieb (w) und dem Antrieb (edb1) für den Nadelstangen - Schwingrahmeri angeordnet ist und somit die Musterscheiben gemäfs der Form ihrer Antriebsflächen den Schwingrahmen hin- und herbewegen, ohne dafs des letzteren Antrieb während des Nähvorganges durch ein Schaltwerk verstellt zu werden braucht.
2. Eine Vorrichtung nach Patent Nr. 87791 ■ bezw. deren durch vorstehenden Anspruch 1 gekennzeichnete Ausführungsform, sofern bei" derselben auch der Antrieb des Stoffschiebers durch auswechselbare Musterscheiben (nl) derart beeinflufst . wird, dafs der Stoffschieber während des Nähvorganges auch ungleich grofse Verschiebungen des Stoffes zur Herstellung von Ziernähten mit in Richtung der Stoff bewegung ungleich weit entfernten Stichen ausführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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