DE919601C - Verfahren zur Herstellung von Penicillinalkalisalzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Penicillinalkalisalzen

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DE919601C
DE919601C DEF6543D DEF0006543D DE919601C DE 919601 C DE919601 C DE 919601C DE F6543 D DEF6543 D DE F6543D DE F0006543 D DEF0006543 D DE F0006543D DE 919601 C DE919601 C DE 919601C
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penicillin
alkali
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acetone
salts
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DEF6543D
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Dr Heinz Oeppinger
Dr Ludwig Schoernig
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cephalosporin Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Penicillinalkalisalzen Für die Herstellung von Penicillinalkalisalzen (Penicillin = Penicillin G, gegebenenfalls in Mischung mit anderen aus Penicilliumarten gewonnenen Penicillinen) benutzt man entweder die Säureform des Penicillins, gelöst in einem organischen Lösungsmittel, oder Penicillinsalze, etwa solche von organischen Stickstoffbasen, die durch doppelte Umsetzung mit einem geeigneten Alkalisalz das betreffende Penicillinalkalisalz ergeben.
  • Liegt Penicillin als Salz einer Stickstoffbase vor, wie es beispielsweise bei der technischen Penicillinherstellung zumeist anfällt, so bedeutet die Herstellung des freien Penicillins eigens für die Gewinnung des Alkalisalzes einen zusätzlichen Arbeits-und Materialaufwand und birgt die Gefahr von Penicillinverlusten in sich, da bekanntlich die Säureform des Penicillins nicht sehr beständig ist. Bei der Umsetzung des freien Penicillins zum Alkalisalz mit wäßrigen Alkalilösungen ist die Abscheidung des Alkalisalzes wegen seiner großen Wasserlöslichkeit und Unbeständigkeit in der Wärme umständlich und erfordert beispielsweise eine Vakuumdestillation unter Zugabe von organischen Siedehilfsmitteln.
  • Zur Umgehung dieser Schwierigkeiten wurden Verfahren vorgeschlagen, die nicht vom freien Penicillin ausgehen, sondern von seinen Salzen mit organischen Basen, wie sie bei der technischen Gewinnung anfallen. Für diese Verfahren ist aber bezeichnend, daß sie in Abwesenheit von Wasser durchgeführt werden und daß dieser Umstand für die Erfassung des gebildeten Penicillinalkalisalzes als notwendig erachtet wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in einfacher und technisch leicht durchführbarer Weise zu den Penicillinalkalisalzen gelangen kann, wenn man zu Penicillinsalzen von vorzugsweise organischen Stickstoffbasen, die in einem geeigneten Verdünnungsmittel etwa durch Rühren verteilt sind, eine wäßrige Lösung von Alkalihydroxyd und/oder Aikalisalze oder geeignete andere Stoffe zusetzt, die mit Schwermetallen oder anderen Penicillin zersetzenden Metallen schwerlösliche oder nur in geringem Betrag Schwermetallionen abgebende Verbindungen eingehen. Vorzugsweise sollen es solche sein, deren Säureanteil mit einem weiteren, in der Reaktionsflüssigkeit anwesenden Stoff, z. B. dem angewandten Verdünnungs-oder Fällungsmittel, eine Verbindung bilden.
  • Die folgenden Abschnitte erläutern und veranschaulichen im einzelnen diese Verfahrensschritte. Das anfangs ungelöste und in der Reaktionsflüssigkeit nur verteilte Penicillinbasensalz geht bei Zugabe einer wäßrigen Alkalihydroxydlösung nach kurzer Zeit unter Bildung des Penicillinalkalisalzes und der freien Base in Lösung. Aus der klaren Lösung kann dann das gebildete Penicillinalkalisalz in guter Ausbeute und reiner Form durch Zusatz eines Fällungsmittels kristallisiert abgeschieden werden.
  • Die Umsetzung vollzieht sich schnell bei niederer Temperatur, am besten bei Eiskühlung.
  • Als Verdünnungsmittel und auch als Fällungsmittel für das gebildete Penicillinalkalisalz eignen sich verschiedene organische Lösungsmittel, beispielsweise niedere aliphatische Ketone und Alkohole, etwa Aceton oder Butanol.
  • Dieses Ergebnis bei Verwendung einer Alkalihydroxydlösung war nicht vorauszusehen. Es war vielmehr anzunehmen, daß das Penicillin durch das wäßrige Alkali in bekannter Weise unter Aufspaltung des im Penicillinmolekül enthaltenen Viererringes Penicillioesäurealkalisalze ergeben würde (vgl. The Chemistry of Penicillin, S. 537 ff .) .
  • Bei der Zersetzung des Penicillins spielen bekanntlich oft Spuren von Schwermetallen eine wesentliche Rolle. Es ist anzunehmen, daß bei vorstehend beschriebener Umsetzung gerade durch die frei gewordene Base des Penicillinbasensalzes die zersetzungsfördernde Wirkung der Schwermetallspuren unterdrückt wurde.
  • Es hat sich ferner als zweckmäßig für einen glatten Reaktionsablauf erwiesen, der benutzten Alkalihydroxydlösung von vornherein Stoffe zuzusetzen, die mit Schwermetallen zu schlecht löslichen oder nur in geringem Betrage Metallionen abgebenden Verbindungen zusammentreten. Geeignet sind z. B. Alkalicyanide, Sulfide, Merkaptoverbindungen u. a.
  • Man kann diese Stoffe, wenn es sich um Alkalisalze handelt, auch für sich allein, also ganz ohne Alkalihydroxyd, zur Umsetzung mit Penicillinbasensalzen benutzen. Die Bildung der Penicillinbasensalze vollzieht sich dann im Sinne einer doppelten Umsetzung. Das eine Reaktionsprodukt ist das Penicillinalkalisalz, das mit einem geeigneten organischen Fällungsmittel aus der Reaktionsflüssigkeit ausgefällt wird, das andere Umsetzungsprodukt ist das Basensalz, das in Lösung bleibt.
  • Auch das Gelingen einer solcher Umsetzung war nicht vorauszusehen. Man konnte nicht wissen, ob sich aus beiden Salzen das Penicillinalkalisalz so vollständig bilden würde, daß es aus dem wasserhaltigen Reaktionsgemisch mit einem Fällungsmittel zur Abscheidung zu bringen sei.
  • Da nach der oben beschriebenen Umsetzung aus Penicillinbasensalzen und wäßrigen Lösungen von Alkalihydroxyd sich das Penicillinalkalisalz auch bildet, wenn gleichzeitig dabei die Base des Penicillinsalzes in freier Form entsteht, so kann man für die Herstellung der Penicillinalkalisalze auch Alkalisalze benutzen, deren saurer Anteil nicht allein mit der aus dem Penicillinsalz stammenden Base ein Salz bildet, sondern die auch mit anderen in der Reaktionsflüssigkeit anwesenden Stoffen, etwa dem Fällungsmittel, eine Verbindung eingehen können. Ein solcher Fall tritt ein bei der Verwendung von beispielsweise Alkalicyanid und Aceton als Verdünnungs- oder als Fällungsmittel und einem Alkylaminsalz des Penicillins.
  • Hierbei kann Salzbildung zwischen dem Alkylamin und Blausäure, aber auch eine Anlagerung der Blausäure an das Aceton unter Bildung des Acetoncyanhydrins angenommen werden.
  • Ähnliche Umsetzungsmöglichkeiten sind für die Alkaliverbindungen Natriumsulfid, Kaliumnitrit unter anderem und die Ketone anzunehmen.
  • Das gefundene Verfahren bedeutet gegenüber den bekannten Verfahren zur Herstellung der Alkalisalze des Penicillins einen technischen Fortschritt, da es für die Umsetzung kein freies Penicillin benötigt und nicht in Abwesenheit von Wasser arbeitet, was gegenüber Verfahren, die einen Ausschluß von Wasser fordern, einen großen Vorteil bedeutet.
  • Beispiel x 4,47 g N-Äthylpiperidin-Penicillin G werden mit 40 ccm Aceton und 5 ccm Chloroform verrührt und unter Eiskühlung o,425 g Ätznatron, die in 4 ccm Wasser gelöst sind, zugegeben. Nach kurzer Zeit erfolgt klare Lösung. Man gibt 6oo ccm Aceton zu und impft mit Spuren Penicillin-G-Natriumsalz an. Nach x bis 2 Stunden ist die Kristallisation beendet. Man saugt die Kristalle ab, wäscht mit etwas Aceton und trocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 2,51 g; Schmp. = 22z°; berechnet: Na = 6,460/0, S = 8,980/0; gefunden: Na = 6,4=%, S = 8,650/0. Die Analysenwerte sind, wie auch im folgenden, für das Penicillin G berechnet.
  • Mit Butanol als Reaktionsmedium und Fällungsmittel wurde ein Natriumsalz vom Schmelzpunkt 224° erhalten. Test: Moo E/mg; Soll: 165o; berechnet: Na = 6,46 0/0, S = 8,98 0/0; gefunden: Na = 6,5 0/0, S -= 8,62 0/0. Der Test wurde wie bei den folgenden Beispielen biologisch bestimmt.
  • Beispiel 2 4,47 g N-Äthylpiperidin-Penicillin-G-Salz werden unter Rühren und Eiskühlung in 40 ccm Butanol verteilt. Man gibt unter Rühren eine Lösung von 0,59 g Ätzkali in 2,5 ccm Wasser hinzu. Nach kurzer Zeit erfolgt klare Lösung. Durch Zusatz von 25o ccm Butanol erfolgt Kristallisation bzw. Ausfällung des Kaliumpenicillins, das in üblicher Weise isoliert, gewaschen und getrocknet wird. Die Ausbeute beträgt 2,13 g. Test: 160o E/mg; Soll: 1574; berechnet: K = 10,49 0/0. S = 8,56 0/0; gefunden: K = 10,38 0;!o, S = 8,6o 0,/0; Schmp. 228 bis 233°.
  • Beispiel 3 4,47 g N-Äthylpiperidin-Penicillinsalz werden mit 40 ccm Butanol verrührt und sodann eine Lösung von 0,345 g Kaliumcarbonat und 0,325 g Kaliumcyanid in 6 ccm Wasser zugegeben. In kurzer Zeit tritt klare Lösung ein. Das gebildete Penicillinkaliumsalz wird mit 400 ccm Aceton ausgefällt und wird nach etwa 8 Stunden Stehen von der Reaktionsflüssigkeit durch Absaugen getrennt.
  • Nach dem Waschen mit Aceton und Trocknen beträgt die Ausbeute 2,4 g. Test: 160o E/mg; Schmp. = 233°; berechnet: K = 10,49 0/0, S = 8,56 0/0; gefunden: K = 9,64 %, S = ß,oo 0/0. Beispiel 4 4,47 g N-Äthylpiperidin-Penicillinsalz werden in 40 ccm Butanol verrührt und wie oben unter Eiskühlung 0,26o g Natriumcyanid und 0,200 g Natriumhydroxyd, gelöst in 2 ccm Wasser, zugegeben.
  • Nach kurzer Zeit geht alles klar in Lösung. Nach Zusatz von 250 ccm Butanol beginnt nach etwa 15 Minuten die Kristallisation des Natriumpenicillins. Nach 1 Stunde wird abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 1,84 g. Test: 160o E/mg; Schmp. = 225°; berechnet: Na = 7,47%, S = 8,41010; gefunden: Na = 6,44 0/0,S = 8,410/0.
  • Beispiel 5 4,47 g N-Athylpiperidinsalz von Penicillin G werden in 40 ccm Aceton unter Eiskühlung verrührt und eine Auflösung von 1,2 g kristallisiertem Natriumsulfid in 4 ccm Wasser zugegeben. Schon nach wenigen Minuten tritt klare Lösung des Reaktionsgemisches ein. Das gebildete Penicillinnatriumsalz wird mit 50o ccm Aceton ausgefällt und nach etwa 8 Stunden Stehen im Kühlschrank abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 2,4 g. Test: 1672 E ,/mg; Schmp. = 224°; berechnet: Na = 6,460/0, S = 8,980/0; gefunden: Na = 7,o2 0j0, S = 8,98 %.
  • Mit Butanol als Verteilungs- bzw. Fällungsmittel wurde ein Natriumpenicillinsalz erhalten, dessen Schmp. 225° beträgt. Berechnet: Na = 6,46%, S = 8,980/0; gefunden: Na = 6,710;0, S = 9,270;0. Beispiel 6 4,47 g N-Äthylpiperidin-Penicillin G werden in 40 ccm Aceton und 5 ccm Äthyläther oder Chloroform aufgeschlämmt und 0,85 g Kaliumnitrit in 7 ccm Wasser gelöst eingerührt. Nach kurzer Zeit bildet sich eine klare Lösung. Das gebildete Penicillin-G-Kaliumsalz wird mit 55 ccm Aceton oder Methyläthylketon zum Auskristallisieren gebracht. Nach 8 Stunden Stehen zur Vervollständigung der Abscheidung wird das Produkt abgesaugt, mit dem Fällungsmittel nachgewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt 2,42n. Test biol. gefunden: 1568 E/mg; Schmp. = 241°; berechnet: K = 1o,40/0, S = 8,56 0/0; gefunden: K = 1o,58 0/0, S = 8,58 0/0.
  • Mit Butanol als Fällungsmittel wurde mit praktisch gleicher Ausbeute ein Penicillin-G-Natriumsalz vom Schmp. 241° erhalten.
  • Beispiel 7 5,212 g dl-Leucin-n-butylester-Penicillin G werden in 40 ccm Aceton und 5 ccm Chloroform verteilt und bei Eiskühlung, wie üblich, eine Lösung von 0,52 g Natriumcyanid in i ccm Wasser zugegeben. Es erfolgt sofort klare Lösung. Man gibt 60o ccm Aceton zu, impft mit Spuren von Penicillinnatriumsalz an und läßt die einsetzende Kristallisation im Kühlschrank zu Ende gehen. Nach etwa 8 Stunden saugt man die Kristalle ab, wäscht mit Aceton nach und trocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 2,16 g. Schmp. = 23o°; berechnet: Na = 6,46 0/0, S = 8,98 0/0; gefunden: Na = 6,44 01`o, S = 9,02 0/0.
  • Bei Verwendung von 0,4 g Ätznatron und 0,o5 g Natriumcyanid, in 2 ccm Wasser gelöst, tritt ebenfalls sofortige Lösung des Penicillinbasensalzes ein. Das wie oben erhaltene Natriumsalz zeigte einen Test von 152o E;'mg; Schmp. = 23o°; berechnet: Na = 6,46 0/0,S = 8,98 0/0; gefunden: Na = 6,39 0/0S = 8,59 0/0.
  • Verwendet man für die Umsetzung der oben benutzten Menge dl-Leucinbutylester o,811 g Kaliumcyanat, gelöst in 3,6 ccm Wasser, so geht das Estersalz fast sofort in Lösung. Das Kaliumsalz wird mit 50o ccm Aceton kristallisiert abgeschieden.
  • Der biol. Test ergibt 1472 E/mg; Schmp. = 236°; berechnet: K = 10,49 0/0, S = 8,56 0/0; gefunden K = 10,95 0,,'0. S = 8,410/0. Beispiel 8 4,851 g Kampheriminpenicillin G werden in 40 ccm Aceton verrührt und sodann eine Lösung von 0,4 g Ätznatron und 0,o5 g Cyannatrium in 3 ccm Wasser unter Rühren eingetragen. Nach wenigen Minuten bildet sich eine klare Lösung. Dieser werden 60o ccm Aceton zugegeben und i Stunde nachgerührt. Die Kristallisation des Penicillinnatriumsalzes beginnt sogleich nach dem Zusatz des Acetons. Man läßt das Reaktionsgemisch einige Stunden im Kühlschrank stehen, bevor man es absaugt. Das Penicillinnatrium wiegt getrocknet 2,65 g. Es hat einen Test von 1568 E/mg; berechnet: Na = 6,46 0/0, S = 8,98 0/0; gefunden: Na = 6,37 0/0,S = 8,42 0/0.
  • Bei der Verwendung von o,52 g Natriumcyanid an Stelle des Gemisches von Ätznatron und Natriumcyanid, gelöst in 2,5 ccm Wasser, beträgt die Ausbeute 2,8 g Penicillinnatrium vom Schmp. 22o bis 221°. Beispiel 9 4,851 g Kampheriminpenicillin wurden in 40 ccm Aceton aufgeschlämmt und unter Rühren und Eiskühlung 0,345 g Kaliumcarbonat und 0,325 g Kaliumcyanid zugegeben. Dabei bildete sich sogleich eine klare Lösung. Durch Zusatz von 55o ccm Aceton wird das gebildete Penicillinkalium ausgefällt. Nach dem Absaugen, Waschen und Trocknen erhält man 2,88 g Penicillinkalium G. Test = 1568 E/mg.
  • Beispiel =o 4,851 g Kampheriminpenicillin G werden in 5o ccm Butanol verrührt und sodann o,52o g Cyannatrium, gelöst in 5,2 ccm Wasser, zugegeben. Nach kurzem Rühren bildet sich eine klare Lösung, aus der sich nach Zusatz von 25o ccm Butanol das Penicillin-G-Natrium kristallisiert abscheidet. Nach 3 Stunden Stehen wird abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 2,= g. Test gefunden zu 1648 E/mg; berechnet: Na = 6,460/0, S = 8,98%; gefunden: Na = 6,62 0/0,S = 8,8o 0/0.
  • Verwendet man an Stelle des Natriumcyanides o,681 g Kaliumcyanid, gelöst in 3 ccm Wasser, so erhält man bei gleichen Arbeitsbedingungen 2,7 g Penicillin-G-Kaliumsalz von Test 16oo E/mg. Beispiel =i 5,7 g p-Aminobenzoyldiäthylaminoäthanolpenicillin werden in 40 ccm Butanol unter Eiskühlung verrührt, o,681 g Kaliumcyanid in 2 ccm Wasser gelöst und unter Rühren zu der Aufschlämmung zugefügt. Es tritt nach kurzer Zeit Lösung ein. Beim Zugeben von 25o ccm Butanol kristallisiert das gebildete Kaliumsalz aus. Nach dem Stehen über Nacht wird es abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 3,35 g. Test: 16oo E/mg; berechnet: Kalium = 1o,49 0/0, Schwefel = 8,69 0/0; gefunden: Kalium = 10,85 0/0, Schwefel = 8,310/0.
  • An Stelle von Butanol kann auch Methyläthylketon mit praktisch gleichem Ergebnis benutzt werden. Beispiel =2 4,47 g N-Äthylpiperidin-Penicillin G werden in 40 ccm Aceton und 5 ccm Essigester unter Rühren verteilt und unter Eiskühlung mit o,68 g Kaliumcyanid, aufgelöst in 2,5 ccm Wasser, versetzt. Es erfolgt in kurzer Zeit Lösung, und bei Zusatz von 15o ccm Aceton kristallisiert das gebildete Penicillin-K-Salz aus. Es wird abgesaugt, gewaschen und getrocknet.
  • Die Ausbeute beträgt 3,5 g. Test: 16oo E/mg; Schmp. 235°; berechnet: K = 10,49 %, S = 8,69 0/0; gefunden: K = 10,23 0/0,S = 8,68 0/0.
  • Benutzt man an Stelle des Acetons 4o ccm Butanol, dem man i g frisch destillierten Benzaldehyd zugegeben hat, so ist es zweckmäßig, das Cyankali in 4 ccm Wasser zu lösen, um bei der Umsetzung eine klare Reaktionsflüssigkeit zu erzielen. Das Kaliumsalz des Penicillins scheidet sich bei Zugabe von 25o ccm Butanol in kurzer Zeit kristallisiert aus und bildet feine Nädelchen. Ausbeute, Test und Zusammensetzung entsprechen dem mit Aceton erzielten Ergebnis.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung von Penicillinalkalisalzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Penicillinsalze von vorzugsweise organischen Stickstoffbasen in einem organischen Verdünnungsmittel verteilt und mit einer wäßrigen Alkalihydroxydlösung und/ oder mit Alkalisalzen oder geeigneten anderen Alkaliverbindungen, die mit Schwermetallen oder anderen die Zersetzung des Penicillins fördernden Metallen schwerlösliche oder nur in geringem Betrag Schwermetallionen abgebende Verbindungen eingehen, vorzugsweise solchen, deren Säureanteil mit einem weiteren in der Reaktionsflüssigkeit anwesenden Stoff oder mit einem angewandten Verdünnungs- oder Fällungsmittel für das Penicillinalkalisalz zu einer Verbindung zusammentreten können, umsetzt und das in der Reaktionsflüssigkeit gebildete Penicillinalkalisalz durch Zusatz eines organischen Fällungsmittels abscheidet.
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