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Teilbare Felge für Kraftfahrzeuge Gegenstand der Erfindung ist eine
teilbare Felge für Kraftfahrzeuge.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Abb. I bis 4 sind Querschnitte; Abb. 5 ist eine Seitenansicht.
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Die Grundform der Felge ist durch das Patent 557 o69 bekannt.
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Bei dieser Felge ist der Rand a1 der Grundfelge a als ortsfestes Seitenhorn,
der Rand a2 als vertiefte Rinne ausgebildet.
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In die Rinne greift ein radial stehender Ring, der Seitenring c, ein,
der mit einem seitlich von ihm abstehenden axialen Ansatz c0 auf der Grundfelge
aufliegt, mit seinem äußeren Rand c' den Ansatz c0 überragt und in drei Einzelstücke
c1, c2, c3 zerlegt ist.
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Zwei der Teilstücke, die Teilstücke c1, c2, liegen lose in der Felgenrinne
und sind abnehmbar. Das dritte Teilstück c3 dagegen ist in der Felgenrinne bleibend
befestigt, also nicht abnehmbar und soll das Wandern der beiden anderen, losen Teilstücke
verhindern und deren Ein- und Ausbau erleichtern.
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Dicht auf den axialen Ansätzen c. der drei Ringteilstücke sitzt das
zweite Seitenhorn, ein nach außen gewölbter, ungeteilter Flachring b, auf, der von
der Bereifung gegen den überstehenden Rand c' gepreßt wird, so daß die drei losen
Felgenteile b, cl, c2 sich ohne jedes andere Verbindungsmittel gegenseitig auf der
Grundfelge festhalten und auch dann noch betriebssicher miteinander verbunden bleiben,
wenn das Horn b sich zufällig einmal schräg stellen sollte.
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Wird aber, was nur von Hand und nie durch Zufall geschehen kann, das
Horn b ringsum gleichmäßig so weit zurückgeschoben, bis es die Ansätze c. der Ringteilstücke
an keiner Stelle mehr überdeckt (in Abb. r punktiert gezeichnet), so
fallen
die losen Ringteilstücke c1, c2 von selber aus der Felgenrinne heraus, nehmen dadurch
dem Horn b und der Bereifung ihren Halt, worauf diese über das in der Felgenrinne
festsitzende, dritte Ringteilstück c3 hinweg ohne Werkzeug mühelos aus der Grundfelge
herausgehoben und ebenso wieder in diese eingebracht werden können. Der Reifenwechsel
wird dadurch so vereinfacht, daß er sich auch von schwachen Händen in wenigen Minuten
erledigen läßt, wobei der Luftschlauch kaum mehr verwürgt oder verklemmt eingebaut
wird, weil seine Lage sich bis zuletzt beobachten und berichtigen läßt. Ein späteres
Ausspringen der Bereifung ist nicht mehr zu befürchten, da die Felge kein eigentliches
Tiefbett hat.
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Bei der Felge nach Patent 557 o69 ist das dritte Ringteilstück mit
dem ausgesprochenen Zweck, den Felgenkörper zu versteifen, durchgehend starr mit
der Grundfelge verbunden. Diese ist somit einseitig belastet, ebenso wie das abnehmbare
Horn durch die beiden anderen losen Ringteilstücke. Das macht diese Felge für schnell
fahrende Fahrzeuge unbrauchbar.
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Deshalb wird das dritte Ringteilstück nicht durchgehend starr mit
der Grundfelge verbunden, sondern so in der Felgenrinne befestigt, daß es bei höheren
Fahrgeschwindigkeiten eine gewisse radiale Eigenbewegung auszuführen vermag, dabei
aber dennoch ortsfest bleibt.
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Diese Eigenbewegung ist an sich sehr gering, da das Horn b dicht auf
den axialen Ansätzen c0 der Ringteilstücke aufsitzt. Sie reicht aber aus, die Fliehkraft
des Ringteilstückes nicht als einseitigen Zug an der Grundfelge, sondern als Druck
auf das lose Horn wirksam werden zu lassen, so daß Horn b durch die Fliehkräfte
aller drei Ringteilstücke fast gleichmäßig belastet ist. Damit ist aber die Vorbedingung
für die Verwendbarkeit der Felge und für die Nutzbarmachung ihrer wertvollen Eigenschaften
auch bei den neuzeitlichen hohen Fahrgeschwindigkeiten erfüllt.
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Die Ausführung des Erfindungsgedankens erfolgt in der Weise, daß beide
Enden des Ringteilstückes entweder mit Bohrungen d versehen werden (Abb. 2), in
denen die durch sie hindurchgehenden, in den Seitenwänden der Felgenrinne befestigten
Haltebolzen e etwas Spiel haben (Abb. 2), oder daß beide Enden Stifte f erhalten,
die in Bohrungen des Rinnenbodens lose geführt sind (Abb. 3). Auch kann das dritte
Ringteilstück an beiden Enden auf eine kurze Strecke in die Felgenrinne eingelötet
und als Lot ein zähes Metall (Kupfer u. ä.) verwendet werden, das sich beim Schnellfahren
um den geringen Betrag der Eigenbewegung elastisch dehnt und auf die Grundfelge
nur einen geringen Zug ausübt.
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Zweckmäßiger ist es, die Seitenwandungen der Felgenrinne, wie schon
bekannt, nach innen abzuschrägen (Abb. 4), die Felgenrinne aber um den Betrag der
Abschrägung g zu verbreitern und auf der Rückseite des Ringstückes einige Warzen
oder Erhöhungen h anzubringen, die an der Rückwand der Rinne anliegen und eine axiale
Verschiebung des Ringstückes unmöglich machen, das dann nur durch Aufbiegen seiner
beiden Enden ein- und ausgebaut werden kann und somit dauernd in der Rinne festsitzt.
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Die losen Ringteile c1, c2 erhalten keine Warzen und können nach Zurückschieben
des losen Hornes (Abb. z) ebenfalls zurückgeschoben werden, um von selber aus der
Felgenrinne herauszufallen, wenn sie von der schrägen Vorderwand derselben nicht
mehr überdeckt werden.