-
Zerlegbare Uhr Für viele Gebrauchszwecke «erden Uhren benötigt, die
in einfacher Weise weitgehend zerlegbar sind. So kann man. an derartigen Uhren in
Schulen die Bestandteile und den Aufbau einer Uhr in sehr einprägsamer Weise erläutern.
Weiterhin lassen sich solche Uhren auch als Spielzeug verwerten.
-
Durch die Erfindung ist eine zerlegbare Uhr vermittelt, die durch
ein das Werk tragendes Lagerstück gekennzeichnet ist, welches mittels seiner Fortsätze
am Bodenteil in die Nutenführungen an der inneren Seitenwand eines an die Trägerplatte
des Zifferblattes anklemmbaren Gehäuses einfügbar ist. Durch diesen im wesentlichen
zweiteiligen Aufbau der Abstützungen, nämlich einerseits des Lagerstücks und andererseits
des dieses tragenden Gehäuses, ist an sich schon ein übersichtlicher Aufbau erzielt.
Es ist weiterhin durch die Art der Einfügung des Lagerstücks in das Gehäuse sowie
weiterhin durch die besondere Befestigungsweise des Gehäuses an der Trägerplatte
des Zifferblattes sehr übersichtlich, und vor allem lassen sich die Bestandteile
durch diese Art der Befestigung leicht voneinander trennen. In besonderer Ausgestaltung
der Erfindung greift die Trägerplatte mittels der aufgebogenen Enden eines an ihr
befestigten Bügels, der in zwei an der Randleiste der Stirnseite des Gehäuses befindlichen
Ausnehmungen liegt, hinter ein am Gehäuse angeordnetes Widerlager ein. Das Gehäuse
läßt sich dadurch mittels einfachen Eindrückens in den Bügel an der Trägerplatte
befestigen. Von besonderem Vorteil ist es, wenn erfindungsgemäß die mit durchbohrten
Lappen versehenen Seitenwände des Lagerstücks zum Einfügen der Zahnräder aufspreizbar
sind.
-
Weitere Merkmale der Erfindung, soweit sie in den Ansprüchen als Schutzmerkmale
beansprucht
sind, sind aus der nachstehenden Beschreibung und aus
der Zeichnung ersichtlich, in der ein Ausführungsbeispiel wiedergegeben ist. Es
zeigt insbesondere Fig. i eine Vorderansicht des Gehäuses mit eingebautem Uhrwerk,
aber ohne Trägerplatte, F ig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. i, Fig.
3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2, Fig. 4 eine perspektivische Ansicht
des Gehäuses und Fig.5 das Lagerstück mit abgenommenem Distanzstück in perspektivischer
Darstellung.
-
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die erfindungsgemäße
Uhr aus einem Uhrwerk io, einem aus durchsichtigem Material hergestellten Gehäuse
i i und einer Trägerplatte 13.
-
Das Uhrwerk io weist ein U-förmiges Lagerstück 22 auf, das aus einem
Bodenteil 25 und Seitenwänden 23 und 24 besteht (Fig. 5). Der Bodenteil
25 ragt ein wenig über den oberen und unteren Rand der Seitenwände 23 und
24 hinaus und bildet die Fortsätze 26 und 27, die die lösbare Befestigung des Uhrwerks
io im Gehäuse i i ermöglichen. Der Fortsatz 26 greift in die Nutenführung 28-32,
der Fortsatz 27 in die Nutenführung 29-3i des Gehäuses ein (Fig.4). Zwischen den
Nutenführungen 29-3i und 28-32 sind zu diesen parallel an der einen Innenwand des
Gehäuses drei Leisten 33, 34 und 35 angebracht, welche die Anschläge 33', 34' und
35' aufweisen. Gegen diese liegt das eingeschobene Lagerstück.22 mit dem Bodenteil
25 bzw. der Seitenwand 24 an. Das Lagerstück 22 besitzt auf der Außenseite seines
Bodenteils 25 einen federnden, als Zunge ausgebildeten Bauteil 42. Dieser wird beim
Einsetzen des Lagerstücks in das Gehäuse federnd gegen die Innenseite der Seitenwand
des Gehäuses gedrückt. Dadurch wird ein Klappern des Uhrwerks in den Nuten 28 und
29 verhindert sowie eine feste Verbindung zwischen dem Lagerstück und dem Gehäuse
gewährleistet. Die beiden Seitenwände 2 3 und 24 des Lagerstücks 22 haben vorstehende
Lappen 43, welche mit Bohrungen 44 versehen sind. Werden diese Seitenwände 23 und
24. auseinandergespreizt, so können die Drehzapfen von Achsen und Zahnrädern in'
die Bohrungen 44 eingesteckt werden. Der unterste Lappen 45 der Seitenwand 23 ist
als Haken 46 ausgebildet, während der ihm entsprechende Lappen der Seitenwand 24
die gewöhnliche Bohrung aufweist. Durch diese Ausbildung ist es möglich, die schwere
Hauptachse 47; auf welcher das Hauptantriebsrad ,48 befestigt ist, in die beiden
untersten Lappen einzusetzen; ohne die Seitenwände 23 und 24 auseinanderspreizen
zu müssen.
-
Das auf der schweren Hauptantriebsachse 47 gelagerte Hauptantriebszahnrad
48 ist über eine nicht dargestellte Klinke mit der Antriebsscheibe 49- verbunden.
Die Antriebsscheibe 49 dient der Aufwicklung der Kette 21, an welcher das Gewicht
i9 hängt. Das Hauptantriebszahnrad 48 steht im Eingriff mit dem auf der Achse 52
befestigten Trieb 5 r. Die Achse 52 ist in den Bohrungen 44 der Lappen 43
gelagert. Auf ihr ist das große Zahnrad 53 befestigt, welches mit dem Trieb 54 der
Achse 55 im Eingriff steht. Die Achse 55 ist wiederum in den Bohrungen 44 der beiden
nächsthöheren . Lappen 43 des Lagerstücks 22 gelagert und trägt das Gangrad 56.
Die obersten Lappen 43 tragen die Achse 57, auf welcher die Hülse 58 drehbar gelagert
ist. Die Hülse 58 trägt den Anker 59. An .der Achse 57 ist weiter die Pendelstange
61 befestigt, deren unteres Ende mit einem Haken 62 versehen ist. Am Pendel 18 befindet
sich eine Hohlstange 63 mit einer Bohrung 64 am oberen Ende, durch die die Stange
63 in den Haken 62 eingehängt wird. Die Pendelstange 63 ist unten mit einem Außengewinde
65 versehen, über welches die Stellmutter 66 geschraubt wird, die ihrerseits das
Pendelgewicht 67 abstützt. Das Pendelgewicht 67 wird durch eine Bohrung auf die
Pendelstange 63 aufgeschoben, wodurch eine vertikale Einstellmöglichkeit des Gewichtes
67 auf der Stange 63 erreicht wird.
-
Die Hauptachse 47 besitzt eine Verlängerung 7o (Fig. 3), welche über
die Seitenwand 23 des Lagerstücks 22 hinausragt und eine innere Hülse 71 mit einem
kleinen Trieb 72 sowie eine äußere Hülse 73 mit dem großen Zahnrad 74 trägt. Der
Trieb 72 steht im Eingriff mit einem auf der einseitig gelagerten Achse 76 befestigten
Zahnrad 75, auf welcher Achse 76 des weiteren der Trieb 77 gelagert ist, der wieder
mit dem Zahnrad 74 im Eingriff steht. Durch diese Zahnräder und Triebe wird die
Verbindung zwischen dem Stundenzeiger 15 und dem Minutenzeiger 16 herbeigeführt.
-
Der Stundenzeiger 15 ist auf einem sich veriüngenden Teil 78 der äußeren
Hülse 73 befestigt, während der Minutenzeiger 16 vermittels seiner Vierkantöffnung
auf einem entsprechend geformten Fortsatz 79 der inneren Hülse 71 befestigt ist.
Der Minutenzeiger 16 wird durch eine gewölbte Unterlagsscheibe 8i und eine Stellmutter
82 gegen den Achsenfortsatz 7o angedrückt und so die gegenseitige Stellung des Minutenzeigers
16 und der inneren Hülse 71 gegenüber dem Achsenfortsatz 70 gesichert.
-
Das Uhrwerk arbeitet in bekannter Weise, und die Zeit kann vom Zifferblatt
17 mit den Ziffern 83 abgelesen werden.
-
Zum Zwecke, die verschiedenen Achsen und Räder innerhalb des U-förmigen
Lagerstücks 22 zu halten und ein Auseinanderbiegen der Seitenwände 23 und 24 zu
verhindern, ist ein Distanzstück 83' vorgesehen, welches Einkerbungen 84 aufweist,
die in die Einkerbungen 85 der Seitenwände 23 und 24 eingreifen, so daß das Distanzstück
beide Seitenwände erfaßt und ihr Verbiegen nach innen oder außen verhindert. Auf
diese Weise werden alle Teile einzig durch das Distanzstück 83' gegenüber den Seitenwänden
23 und 24 in ihrer Stellung gesichert (Fig.5).
-
Die Trägerplatte 13 weist auf ihrer Rückseite einen Bügel 14 auf,
der vermittels der Niete 36 und 37 an ihr befestigt ist. Der Bügel 14 ist an seinen
Enden 14' aufgebogen und dient zur Befestigung der Trägerplatte 13 am Gehäuse. Auf
der
dem Gehäuse abgewendeten Seite der Trägerplatte 13 ist das Zifferblatt
17 mit den Ziffern 83 angeordnet.
-
Die Randleiste 4o der Vorderseite des Gehäuses weist im oberen Teil
links und rechts zwei Ausnehmungen 39 auf, in welchen beim Anbringen der Trägerplatte
13 der Bügel 14 zu liegen kommt, so daß die Trägerplatte 13 bündig gegen die Randleiste
4o des Gehäuses anliegt. In Höhe der Ausnehmungen 39 befindet sich auf der Rückseite
der Randleiste 40 ein U-förmiges Widerlager 41, gegen dessen Schulter 41' die aufgebogenen
Enden 1q.' des Bügels 14 drücken. Hierdurch wird die Trägerplatte 13 am Gehäuse
befestigt und in ihrer Lage gesichert. Der Boden des Gehäuses weist zwei Ausnehmungen
86 und 86' auf, durch welche die Kette 21 hindurchtritt. Eine weitere hinter den
beiden eben genannten liegende Ausnehmun g 87 dient zum Durchtritt der Pendelstange
61. Die Öffnung 87 ist groß genug, um der Stange 61 mit dem Pendel 18 freie Schwingungen
zu gestatten.
-
Über das obere Ende des Gehäuses i i ragt eine Lasche 9i hinaus, welche
mit einer Öffnung 92 versehen ist, um so das Gehäuse :in einen nicht dargestellten
Haken an der Wand aufhängen zu können. Die Lasche ist gegenüber der Gehäuseachse
seitlich verschoben als Ausgleich dafür, daß der Schwerpunkt des Gehäuses samt Uhrwerk
aus der Gehäusemitte verschoben ist, was insbesondere dann der Fall ist, wenn das
Gewicht i9 an der Kette 21 hängt. Um die vertikale Lage des Gehäuses noch weiter
sicherzustellen, sind in der Lasche 9i Bohrungen 93 vorgesehen, so daß vermittels
Stiften oder Schrauben das Gehäuse noch zusätzlich an der Wand befestigt werden
kann.