DE913046C - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen

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Publication number
DE913046C
DE913046C DEF6539A DEF0006539A DE913046C DE 913046 C DE913046 C DE 913046C DE F6539 A DEF6539 A DE F6539A DE F0006539 A DEF0006539 A DE F0006539A DE 913046 C DE913046 C DE 913046C
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DE
Germany
Prior art keywords
shaft
rotational speed
epicyclic gear
brake disc
braking device
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Expired
Application number
DEF6539A
Other languages
English (en)
Inventor
Kurt Hamerak
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
Original Assignee
Felten and Guilleaume Carlswerk AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H59/00Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators
    • B65H59/38Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators by regulating speed of driving mechanism of unwinding, paying-out, forwarding, winding, or depositing devices, e.g. automatically in response to variations in tension

Landscapes

  • Tension Adjustment In Filamentary Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen Die Erfindung befaßt sich mit der Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen, z. B. vonAufwickeltrommeln für fadenförmiges Gut, insbesondere für Draht. Bei diesen Anordnungen ist es wichtig, daß die Regulierung der Drehzahl der Aufwickeltrommel von dem die Maschine Bedienenden gefühlsmäßig nach Bedarf erfolgt. Aus diesem Grunde haben sich für diesen Zweck alle bisher bekanntgewordenen Anordnungen mit elektrischer Drehzahlregelung nicht bewährt, da diese eine Änderung der Umlaufgeschwindigkeit der Aufwickeltrommel in Abhängigkeit von der Spannung des Drahtes oder Fadens zwangläufig herbeiführen und auch bei Verwendung von Umlaufgetrieben eine Beeinflussung der Regelung durch den Bedienenden ausschalten.
  • Weiterhin sind Ausführungen zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit bekannt, bei denen zur Übertragung des Drehmomentes zwischen Antriebsmotor und Trommelwelle ein Umlaufgetriebe eingeschaltet ist, wobei ei die Regelung der Umlaufgeschwindigkeit der Trommel durch Abbremsen des frei umlaufenden, nicht mit der An- oder Abtriebswelle verbundenen Teiles des Getriebes mittels eines zwangläufig gesteuerten Hebels erfolgt. Eine derartige Anordnung läßt es jedoch nicht zu, daß der Bedienungsmann, der bei derAufwickelmaschine den aufzuwickelnden Draht zwecks Prüfung mit der Hand führt, in der Lage ist, die Aufwickelgeschwindigkeit feinfühlig nach Bedarf zu regeln.
  • Die oben beschriebene Einrichtung der Abbr, emslung des Umlaufgetriebes dient nur zur mehr oder weniger begrenzten Drehzahländerung der Trommel während des Aufwickelvorganges. Zum Stillsetzen der Trommel bedarf es einer zusätzlichen Bremse.
  • Zur Behebung der vorerwähnten Nachteile wird daher gemäß der Erfindung ein Verfahren zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen für fadenförmiges Gut, z. B.
  • Drähte. mit zur Übertragung des Drehmomentes zwischen Antriebsmotor und Antriebswelle der Aufwickeltrommel eingeschaltetem, al2bremsbarem Umlaufgetriebe vorgeschlagen, daß eine bis zum Stillstand durchführbare Verminderung der Umlaufgeschwindigkeit durch Abbremsen der Abtriel>swelle oder eine bis zur Höchstdrehzahl durchführbare Vergrößerung der Umlaufgeschwindigkeit durch Abbremsen des umlaufenden Teiles des Umlaufgetriebes vorgenommen wird, wobei beide Arten der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit durch Hand- oder Fußbedienung eines Hebels durchgeführt werden. Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn die auf die Abtriebswelle des Getriebes wirkende Bremse nur beim Nachlassen des -Druckes auf den Bremshebel in Eingriff kommt.
  • Um dies auf einfache Weise zu erreichen, wird gemäß der weiteren Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens vorgeschlagen. bei der zusätzlich auf der Abtriebswelle eine Bremsscheibe und ein oder zwei entgegen einer Feder-oder Gewichtskraft mit Fuß oder Hand ansschwenkbare Hebel angeordnet werden, die so ausgebildet sind, daß bei ihrem Ausschwenken bzw.
  • Niederdrücken die Bremsscheibe in Freistellung, die auf dem umlaufenden Teil des Umlaufgetriebes angeordnete Bremsvorrichtung hingegen in Arbeitsstellung gelangt und bei ihrer entgegengesetzten 5 chwenkbewegung B remsscheibe und Bremsvorrichtung die entgegengesetzten Stellungen einnehmen.
  • Da es notwendig ist, bei Prüfyorgängen oder zum Auffinden von Fehlern die Aufwickeltrommel auch von Hand nach Erfordernis zurückdrehen zu können, ist es erforderlich. eine Stellung des Bremshebels und damit der Bremswelle vorzusehen, bei der keine der beiden Bremsen im Eingriff ist. Zu diesem Zweck wird weiterhin erfindungsgemäß vorgeschlagen, den oder die Hebel so zu bemessen und auf einer Welle anzuordnen, daß die Welle zwischen Arbeitsstellung der Bremsscheibe und Lösestellung der Bremsvorrichtung um einen einstellbaren Winkelbetrag verdrehbar ist, der unterhalb 200 liegt Durch diese beschriebene neue Anordnung wird eine besonders feinfühlige Regelung der Umlaufgeschwindigkeit erreicht.
  • In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsart einer abbremsbaren Aufwickeltrommel gemäß der Erfindung wiedergegeben. Es bezeichnet I den Motor, der sein Drehmoment z. B. über den Riemenantrieb 2 auf die Antriebswelle 3 bzw. auf das Zahnrad 4 des Umlaufgetriebes überträgt. Die Abtriebswelle 5 des Getriebes ist z. B. über einen Keilriemenantrieb 6 mit der Welle 7 der Aufwickeltrommel 8 verbunden. Der Zahnkranzg des Umlaufgetriebes ist mit den Gehäusehälften 10 und 11 fest verschraubt. Dieser I Kranz ist außen als Scheibe für das Bremsband 12 ausgebildet.
  • Dieses Bremsband ist am Nocken der Welle I3 befestigt und wird bei Betätigung des Fußhebels I straff gespannt und bremst damit den Zahnkranz 9 ab. Dadurch wird die Umlaufgeschwindigkeit des Planetenträgers I5 heraufgesetzt, der beispielsweise mit der Abtriebswelle5 aus einem Stück bestehen kann.
  • Die Wirkungsweise der Regelvorrichtung ist folgende: Solange der Antriebsmotor I läuft und das Bremsband I2 die mit dem Innenzahnkranz g versehene Bremsscheibe nicht berührt, bewegt sich der Zahnkranz und damit das Gehäuse des Umlaufgetriebes mit seiner durch das Übersetzungsverhältnis gegebenen größten Drehzahl, wogegen der Planetenträger I5 und damit die Welle 5 und 7 und die Trommel 8 stillstehen, da die Bandbremse I7 die Bremsscheibe I6 auf der Abtriebswelle 5 des Getriebes festhält. Beim Niedertreten des Fußhebels 14 löst sich zuerst das s Bremsband 17 und gibt die festgehaltene Welle 5 frei. Sodann beginnt das Bremsband 12 auf die mit dem Innenzahnkranz 9 versehene Bremsscheibe zu wirken, wodurch ein langsames Anlaufen des Planetenträgers I5 bewirkt wird. Der Planetenträger und damit die Wellen 5 und 7 erreichen ihre höchste, durch das Ubersetzungsver, hältnis gegebene Geschwindigkeit. wenn der Innenzahnkranz bis zum Stillstand festgehalten wird. Beim Nachlassen des Druckes auf den Fußhebel I4, der durch die Spannfeder I8 in seine Ausgangsstellung zurückgezogen wird, verläuft die Bewegung in umgekehrter Richtung, bis wieder die Bandbremse I7 auf der Bremsscheibe 1 (; voll zur Wirkung gelangt und über den Riemenantrieb 6 und die Welle 7 die Trommel 8 zum Stillstand kommt.
  • Der bzw. zwei auf der Welle I3 aufgekeilte Bremshebel I4, die die Bremsbänder 12 und I7 betätigen, sind so bemessen und eingestellt, daß zwischen dem Bremsen des Bremsbandes 12 und dem Lösen des Bremsbandes I7 die Bremswelle 13 einen nach Erfordernis einstellbaren Verdrehungswinkel bis zu 200 erhält, in welchem Spielraum die Bremsen I7 oder 12 angestellt oder gelöst werden können. Diese Maßnahme ist erforderlich, um bei Wickellvorgängen die Trommel 8 frei durchfahren zu können, wenn der Fußtritthebel 14 entsprechend niedergetreten ist. Durch geeignete Spannvorrichtungen an den Bremsbändern I2 und I7 kann das Spiel, innerhalb welchem eine der Bremsen zur Wirkung kommt, mehr oder weniger stark vergrößert und verkleinert werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen für fadenförmiges Gut, z. B. Drähte, mit zur Übertragung des Drehmomentes zwischen Antriebsmotor und Antriebswelle der Aufwickeltrommel eingeschaltetem, abbremsbarem Umlaufgetriebe, dadurch gekennzeichnet, daß eine bis zum Stillstand durchführbare Verminderung der Umlaufgeschwindigkeit durch Abbremsen der Abtriebswelle oder eine bis zur Höchstdrehzahl durchführbare Vergrößerung der Umlaufgeschwindigkeit durch Abbremsen des umlaufenden Teiles des Umlaufgetriehes vorgenommen wird, wobei beide Arten der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit durch Hand- oder Fußbedienung eines Hebels durchgeführt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch I mit einem Umlaufgetriebe, dessen Abtriebswelle mit der Antriebswelle der Aufwickelvorrichtung gekuppelt ist und dessen umlaufender Teil (Gehäuse) eine Bremsvorrichtung aufweist, gekennzeichnet durch eine zusätzlich auf der Abtriebswelle (5) angeordnete Bremsscheibe (I6) und einen oder zwei entgegen einer Feder- oder Gewichtskraft mit Fuß oder Hand ausschwenkbare Hebel (I4), die so ausgebildet und angeordnet sind, daß bei ihrem Ausschwenken bzw. Niederdrücken die Bremsscheibe (I6) in Freistellung die auf dem umlaufenden Teil des Umlaufgetriebes angeordnete Bremsvorrichtung (I2) hingegen in Arbeitsstellung gelangt und bei ihrer entgegengesetzten Schwenkbewegung Bremsschelbe( 17) und Bremsvorrichtung (I2) die entgegengesetzten Stellungen einnehmen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Hebel (I4) so bemessen und auf einer Welle (13) angeordnet sind, daß dieWelle (I3) zwischenArbeitsstellung der Bremsscheibe (I6) und Lösestellung der Bremsvorrichtung (I2) um einen einstellbaren Winkellbetrag verdrehbar ist, der unterhalb 200 liegt. ~~~~~~~~
DEF6539A 1951-06-16 1951-06-16 Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Umlaufgeschwindigkeit von Aufwickelvorrichtungen Expired DE913046C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE597523C (de) *
DE556060C (de) * 1931-01-13 1932-08-13 Fried Krupp Grusonwerk Akt Ges Haspelantrieb fuer Umkehrwalzwerke mittels eines Umlaufgetriebes
DE655498C (de) * 1935-02-02 1938-01-17 Fried Krupp Grusonwerk Akt Ges Vorrichtung zum Einstellen und Loesen des Bremshebels bei Wickelvorrichtungen fuer Walzgut

Patent Citations (3)

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