-
Mehrfachvariometer Gegenstand der Erfindung ist ein neuartiger Aufbau
eines Mehrfachvariometers, insbesondere für Hochf requenzzwecke.
-
Es sind bereits Variometeranordnungen bekannt, bei denen die Abstimmung
durch Permea;bilitätsänderung des magnetischen Kreises herbeigeführt wird und die
verstellbaren Teile an einem gemeinsamen Träger angeordnet sind, ,dessen Verstellung
durch den Antrieb herbeigeführt wird. Bei diesen Anordnungen findet eine relative
Verstellung der Wicklung gegenüber ihrem magnetisienbaren Kern statt, so daß also
für eine solche Anordnung ein großer Raumbedarf entsteht, denn zusätzlich zu der
an sich vorgegebenen Länge der Wicklung bzw. des Kernes kommt hinzu der Weg für
die Verstellunn des anderen Teiles, und somit wird die effektiv für die Anordnung
benötigte Länge gleich der Summe der beiden Einzellängen.
-
Gemäß der Erfindung werden diese aufbaumäßigen Weiterungen der bekannten
Anordnungen dadurch vermieden, daß an Stelle von Variömetern mit gegenseitiger Verstellung
der für die Abstimmung benutzten Teile in der Achsrichtung der Wicklung Drehvariometer
benutzt werden. Hierdurch bleibt der benötigte Raumbedarf beschränkt auf den an
sich für die Wicklungen bedingten. Das Wesen der Erfindung besteht in dem gleichzeitigen
gemeinsamen Antrieb solcher Variometer. Hierbei ist es zunächst gleichgültig, ob
es sich um Variometer mit magnetisierbarem Kern oder ohne solchen handelt, und ferner
ob die Induktivitätsveränderung durch Verstellung der magnetischen
Achsen
der Wicklungen gegeneinander erfolgt oder durch die Verstellung eines entsprechend
gestalteten magnetisierbaren Kernes für eine Permeabilitätsabstimmun:g. Der gemeinsame
Antrieb kann durch verschiedenartige Getriebeelemente gebildet werden. Bei diesen
kommt es nur darauf an, daß sie gleichzeitig mehrere Teile antreiben können. So
kann z. B. ein Zahnradantrieb, ein Rebradantrieb, ein Seilantrieb oder auch ein
Kettenantrieb benutzt werden. Aus der Eigenart dieser verschiedenen benutzbaren
Getriebemittel ergibt sich, daß die Lager der Drehachse der verschiedenen Variometer
zueinander in einem gewissen Sinne frei wählbar ist. So können z. B. die Drehachsen
parallel liegen, sie würden dann z. B. auf der Mantelfläche eines Zylinders liegen.
Statt dessen können sie auch Mantellinien einer Kegelmantelfläche oder eines Kegelstumpfes
bilden, oder sie können schließlich auch in einer Ebene liegende Strahlen bilden,
die auf einen gemeinsamen Punkt zustreben. Im Falle der erstgenannten Anordnung
kann eine .beliebige Art der obengenannten Getriebemittel verwendet werden, während
in den beiden letzteren Fällen, wenn man besondere Leitrollen oder Leiträder vermeiden
will, in erster Linie nur ein Zahnrad- oder Reibradantrieb in Frage kommt. Für einen
Gleichlauf der Variometer ist es von Wichtigkeit, daß der Antrieb erstens spielfrei
und zweitens schlüpfungsfrei arbeitet. Dieser eventuellen nachteiligen Erscheinung
kann gemäß der Erfindung dadurch begegnet werden, daß eine entsprechende Kraftspeichereinrichtung
vorgesehen wird, welche .bei den Antriebsmitteln ohne biegsame Elemente die Antriebsräder
stets gut ineinanderführt bzw. gegeneinanderdrückt, während sie bei den. biegsamen
Elementen für die Erhaltung ihrer Entspannung sorgt. In den Fällen der ersteren
Antriebsmittel können entweder die Lager der Variometer entgegen Kraftspeichern
verstellt werden oder, falls es sich um einen Reibradantrieb handelt, können auch
unter Beibehaltung starrer Lager die in Eingriff kommenden Reibräder bzw. mindestens
eines derselben mit einem elastischen Belag versehen sein, z. B. aus Gummi od. dgl.
Im Falle der biegsamen Antriebsmittel, Seil- oder Kettenantriebe, ist es nur erforderlich,
ein um das andere Variometer mit einem Lager zu versehen, welches entgegen
einem Kraftspeicher verstellbar ist. Handelt es sich nur um drei Variometer, so
genügt es, wenn eines desselben ein verstellbares Lager aufweist.
-
Für Variometer ist nun vielfach eine möglichst feine Verstellung erwünscht,
um auf diese Weise eine große Genauigkeit der wählbaren Induktivitätswerte zu erreichen.
In einem Antrieb bedeutete das die Wahl einer großen Übersetzung der Getriebemittel.
Dieses Ziel läßt sich gemäß der Erfindung auf einfache Weise dadurch verwirklichen,
daß der äußere Teil des Variometers als der verst411bare gewählt und der innere
ortsfest angeordnet wird. Für den Antrieb wird dann die äußere Mantelfläche des
Trägers dieser äußeren Wicklung oder auch eine s; iner Stirnflächen benutzt. Hierfür
kann die entsprechende Fläche des äußeren Variometerteiles unmittelbar als Reibradfläche
oder Zahnrad gestaltet oder es kann auch ein besonderer Teil auf dieser angeordnet
sein, wie z. B. ein besonderer Belag oder ein mit Verzahnung versehener Ring, der
natürlich eventuell im Sinne eines einfachen Au.fbringens auch mehrteilig ,gestaltet,
also aus entsprechenden Sektoren zusammengesetzt sein kann.
-
Durch diese Benutzung des äußeren Variometerteiles für die normale
Abstimmung kann der ortsfest gehaltene innere Teil für einen weiteren Zweck, nämlich
die Einstellung des einzelnen Variometers auf einen gewissen Sollwert, ausgenutzt
werden, wobei diese Sollwerteinstellung auch mit Rücksicht auf einen erwünschten
Gleichlauf zwischen den einzelnen Variometern in elektrischer Hinsicht benutzt werden
kann. Handelt es sich um Variometer. an denen magneti.sierbare Kerne vorgesehen
sind, so können zusätzlich an diesen entsprechendeAbgleicheinrichtungen vorgesehen
sein, die durch Einstellschrauben gebildet werden können oder durch Aussparungen,
in welche nach :'fahl entsprechendes zusätzliches magnetisierbares Material hineingebracht
bzw. wieder aus ihnen .entfernt «-erden kann.
-
Beispielsweise Ausführungen für die Anwendung der Erfindung zeigen
die Figuren der Zeichnung. In den beiden einander entsprechenden Rissen nach den
Fig. i und 2 bezeichn°n :2 :bis 5 Variometer, bei denen der äußere Teil drehbar
gelagert ist. Die Gehäuse der Variometer «erden durch ein allen gemeinsames Rad
i angetrieben. In dem dargestellten Beispiel ist angenommen, daß die Gehäuse der
Vari.ometer 2 bis 5 sowie das Antriebsrad mit einer Verzahnung versehen sind. Um
jederzeit schlüpfungsfreien Lauf und exakten Eingriff in dem Antrieb zu gewährleisten,
sind die Variometer 2 und 3 bzw. .4, und 5 mit geführten Lagern in Trägern 6 gehalten,
welche auf ihrer mittleren Länge über Doppelhebelfedern 7 gegen ortsfeste Bolzen
8 abgestützt sind.
-
Fig.3 zeigt eine ähnliche Ausführungsform im Schema mit dem Unterschied,
daß die Variometer 9 bis 12 ortsfeste Lager besitzen, die Gehäuse als durch Reibung
angetriebene Walzen benutzt werden und für die Erhaltung eines schlüpfungsfreien
Laufes des Antriebs die Antriebsscheibe 13 mit einem nachgiebigen Belag 14,
z. B. aus Gummi od. d:gl., versehen ist.
-
Nach Fig. ,4 werden die Gehäuse der Variometer 15 bis 17 durch einen
Seilzug iS angetrieben, der einmal um die Walze i9 an derWelle 2o geschlungen ist.
Die Lager der Variometer 15 und 16 sind in diesem Falle ortsfest ausgebildet,
während das Lager des Variometers 17 derart angeordnet und einer Zug- oder
Druckspannung in Richtung des Pfeiles 18, ausgesetzt ist, daß das Gehäuse des Variometers
in gutem Eingriff inrit den Gehäusen von 15 und i'6 gehalten und ein schlüpfungsfreier
Antrieb der Anordnung gewährleistet ist.
-
In Fig. 5 ist nochmals ein eiiizeliies Variometer dargestellt, wie
.es bei den Ausführungsbeispielen nach den Fig. i ,bis 4. benutzt ist. =o bezeichnet
das verstellbare Gehäuse des Variorneters, in welchem
die äußere
Wicklung 21 gelagert ist. Das Gehäuse ist an seinem Umfange mit einer Verzahnung
22 versehen. Für seine Führung dienen Aussparungen in dem Gestell 23 als
Gleitlager; gegebenenfalls kann hierbei auch eine reibungsarme Lagerung, wie z.
B. eine solche mittels Kugellager, benutzt werden. Dieses Gehäuse des Variometers
kann entweder aus Isoliermaterial oder zur Erzielung eines hohen Induktivitätswertes
in bekannter Weise aus einem geeigneten magnetisierbaren Werkstoff, wie z. B. Massekernmaterial,
bestehen. Der innere Teil des Variometers besteht aus der ortsfesten Wicklung 24,
welche auf einem Kernstück 25 angeordnet ist, welches ebenfalls wieder aus Massekernmaterial
bestehen kann. Getragen wird dieses Kernstück 25 nebst der Wicklung 24 von einer
Hülse 26, welche in dem Gehäuse bzw. Gestell 23 entweder nur axial oder gleichzeitig
auch um seine Achse verstellt werden kann. Durch diese Verstellbarkeit kann für
die verschiedenen Variometer der gewünschte Gleichlauf in der Änderung des Induktivitätswertes
der Wicklungen erreicht werden. Um die Indukt@ivität des einzelnen Variometers zusätzlich
noch justieren zu können, ist in der Hülse 26 noch eine Abgleichschraube 27 verstellbar,
die in bekannter Weise aus magnetisierbarem Werkstoff, wie z. B. Massekernmaterial,
bestehen kann. Um auch die von dem Gehäuse des Variometers getragene Wicklung auf
einen bestimmten Induktivitätswert justieren zu können, ist das Gehäuse z. B. mit
einer Aussparung 28 versehen, die entweder .in einer nachträglich für den Zweck
der Justierung angebrachten Bohrung -bestehen kann oder auch zur Aufnahme eines
magnetisierbaren Abgleichkörpers bestimmt sein bzw. ausgenutzt werden kann.