DE910540C - Verfahren zur Herstellung von 9-Propylamino-5-arylamino-benzophenoxazin-Abkoemmlingen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 9-Propylamino-5-arylamino-benzophenoxazin-Abkoemmlingen

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DE910540C
DE910540C DEA3183A DEA0003183A DE910540C DE 910540 C DE910540 C DE 910540C DE A3183 A DEA3183 A DE A3183A DE A0003183 A DEA0003183 A DE A0003183A DE 910540 C DE910540 C DE 910540C
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DE
Germany
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propyl
group
hydrogen atom
benzo
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DEA3183A
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English (en)
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Moses Leverock Crossley
Paul Franklin Dreisbach
Corris Mabelle Hofmann
Richard Joseph Turner
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Wyeth Holdings LLC
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American Cyanamid Co
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 9-Propylamino-5-arylamino-benzophenoxazin-Abkömmlingen Diese Erfindung betrifft die Herstellung von 9- Propylamino- 5- arylamino-benzo -[a] -phenoxazinen. Die Verbindungen dieser Erfindung stellen in Form ihrer freien Basen rote Farbstoffe dar, die durch die folgende Formel ausgedrückt werden können in der R1 einen Propylrest, R2 eine Alkylgruppe mit bis q. Kohlenstoffatomen und R3 einen monocyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet. Die Erfindung betrifft auch die Herstellung der Additionssalze dieser Verbindungen mit Säuren.
  • In Form ihrer Additionssalze bilden dieVerbindungen blaue Farbstoffe, die durch die folgende Formel dargestellt werden können, in der X das Anion bildet. Es wurden für die Salze noch andere Formelbilder vorgeschlagen, jedoch entspricht die obige Formel den Eigenschaften der Verbindungen. Die Verbindungen werden -erfindungsgemäß durch Umsetzen in Anwesenheit einer Säure unter Ringschluß von Verbindungen der folgenden Formeln hergestellt: - in denen R1 und R2 die obige Bedeutung haben, X und Y voneinander verschieden sind und entweder aus einem Wasserstoffatom oder einer Hydroxyigruppe bestehen und Z ein Wasserstoffatom ist, wenn Y eine 0 H- Gruppe ist, oder ein N H R3 Rest, wenn Y Wasserstoff ist; falls Z ein Wasserstoffatom ist, wird das Produkt mit einem Amin der Formel N H2# R3, worin R3 die obige Bedeutung hat, umgesetzt, wodurch ein Säureadditionssalz der freien Base erhalten wird, das dann erforderlichenfalls neutralisiert wird, um die freie Base zu gewinnen.
  • Wie ersichtlich, sind zwei Ausführungsarten der Erfindung möglich. Die erste erzeugt das Endprodukt in einer einzigen Stufe durch Umsetzen von einem 3-Dialkylamino-6-nitroso-phenol-mit- einem durch- den Rest R3 N-substituierten a-Naphthylamin. Die zweite Ausführungsart erfordert zwei Stufen; sie beginnt mit dem Ringschluß von ß-Naphthol und dem- entsprechenden N,N-Dialkyl-4-nitroso-anilin. Das g-Dialkylamino-benzo-[a]-phenoxazoniumsalz wird dann mit dem entsprechenden primären Arylamin umgesetzt. Bei beiden Verfahrensweisen wird der gleiche Ringschluß unter Abspaltung von Wasserstoff und Wasser vollzogen. Obwohl das zweite Verfahren eine Stufe mehr einschließt, ist es doch bei der Herstellung einer Anzahl von Verbindungen beweglicher und deshalb vorzuziehen.
  • Die Verbindungen der Erfindung, besonders die Basen, zeigen eine außerordentlich hohe Wirksamkeit gegen Tuberkelbazillen. Die äußerst hohe Aktivität scheint für die Propylgruppe charakteristisch zu sein, und die Wirksamkeit läßt sich durch eine Verlängerung der Kohlenwasserstoffgruppe an der 9-Aminogruppe nicht erhöhen. Die Dimethylaminoverbindungen besitzen eine sehr geringe Wirksamkeit bei Mäusen; in vielen Fällen ist die Wirksamkeit so gering, daß die Verbindung als fast unwirksam angesehen werden kann. 9-Diäthylaminoverbindungen sind wirksamer, und die entsprechenden Dipropylverbindungen sind zwei- bis achtmal wirksamer als die Diäthylverbindungen. Selbst eine einzige Propylgruppe ergibt eine starke Erhöhung der Wirksamkeit; die Äthylpropylverbindung besitzt etwa die doppelte Wirksamkeit wie die entsprechende Diäthylverbindung. Wenn an der 9-Aminogruppe Butylreste vorhanden sind, sinkt die Wirksamkeit. Bei den Propylbutylverbindungen hat jedoch die erhebliche Aktivität der Propylgruppe zur Folge; daß die Verbindungen eine brauchbare Wirksamkeit entwickeln, wenn auch ihre Wirksamkeit nicht so hoch wie die der Dipropylaminoverbindungen ist.
  • Die Gründe für die hervorragende Wirkung der Propylgruppe, sogar einer einzigen Propylgruppe, sind nicht völlig klar; und besonders die abweichende Wirkung bei Verlängerung der Kohlenwasserstoffkette über die Propylgruppe hinaus hat bis jetzt noch keine Erklärung gefunden. Es ist deshalb nicht beabsichtigt, die vorliegende Erfindung auf irgendeine Theorie festzulegen, die die Frage zu klären versucht, warum die Propylgruppe einen so großen Einfluß auf die Wirksamkeit der Verbindungen gegen Tuberkel-Bazillen und die Butylgruppe den entgegengesetzten Einflüß ausübt, Es scheint ziemlich sicher zu sein, daß dies nicht mit der Fettlöslichkeit oder anderen lipophilen Eigenschaften zusammenhängt, da die Verlängerung der Kohlenwasserstoffkette an der 9-Aminogruppe bis Bütyl -eine Erhöhung der Fettlöslichkeit hervorrufen würde, aber die Wirksamkeit verringert.
  • Der Arylrest an der 5-Aminogruppe ist nicht ohne Wirkung. Der p= Tölylrest ergibt eine Verbindung, die wesentlich wirksamer als die Phenyl- oder Äthylphenylverbindung ist, aber das Vorhandensein eines Propylrestes an der 9-Aminogruppe erzeugtden gleichen Effekt, und zwar in einer Höhe, die das Doppelte bis Achtfache oder mehr als das Achtfache der Wirkung der Diäthylreste beträgt. Infolge ihrer hohen Wirksamkeitündder verhältnismäßigniedrigen Produktionskosten sind die 5-p-Tolylaminoverbindungen besonders bevorzugt, obwohl die Erfindung sich nicht auf ihre Herstellung beschränkt. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Lebensdauer von Mäusen, die mit einem virulenten Tuberkulosestamm infiziert und mit verschiedenen Dosen 9-Diäthylamino-, 9-Äthylpropylamino- und g-Dipropylamino-5-arylamino-benzophenoxazin behandelt wurden. In jedem Fall starben die Kontrollmäuse, die kein Mittel erhalten hatten; die durchschnittliche Lebensdauer derselben betrug etwa 2 Wochen. Die anderen Mäusegruppen wurden mit den Mitteln 7 Tage lang in Mischung mit ihrer Nahrung gefüttert.
    Es ist hieraus zu ersehen, daß bei den wirksameren ;Mitteln in höheren therapeutischen Dosen die Wirksamkeit der 9-Dipropylaminoverbindungen etwa das Achtfache derjenigen der entsprechenden 9-Diäthylaminoverbindungen beträgt. Die Wirksamkeit der Äthylpropylaminoverbindungen beträgt etwa das Doppelte der Diäthylaminoverbindungen. Bei den weniger wirksamen Verbindungen sind die Dipropylaminoverbindungen mindestens doppelt so wirksam wie die Diäthylaminoverbindungen.
  • Die folgende Tabelle zeigt die Lebensdauer einer Durchschnittsmaus nach Behandlung mit einer Anzahl vonMitteln, einschließlich fastunwirksamerBenzophenoxazine, und dem Standardmittel Streptomycin. Eine Reihe von Zahlen sind die gleichen wie in Tabelle i.
    Tägliche Arzneigabe in Milligramm/
    Kilogramm (unten angegeben)
    40o i 20o i 10o I 50 25
    Streptomycin*) . . giftig , 42 J 30 23 15
    *) Bedeutet eine 14 Tage lange Behandlung statt einer 7 Tage
    langen und eine subkutane Anwendung statt einer oralen.
    Wenn auch Vergleiche hinsichtlich der Wirksamkeit von Nutzen sind, um die Gleichheit bei der Wirkung der Propylgruppe hervorzuheben, wird der tatsächliche Wert jedes Mittels durch die Ergebnisse bestimmt, die am Testobjekt mit der zulässigen Maximaldosis erzielt werden. Hier werden die Vorzüge der 9-Dipropylaminoverbindungen und im besonderen der Verbindung 9-Dipröpylamino-5-p-tolylamino-benzophenoxazin eindrucksvoll dargelegt und durch die Tabellen I und II veranschaulicht, die ein Am-Leben-Bleiben der meisten mit den verschiedenen Mitteln behandelten Mäuse beweisen. Wie oben schon festgestellt und gesagt wurde, starben alle Kontrollmäuse im Durchschnitt innerhalb von etwa 2 Wochen.
  • Die Tabelle II zeigt im einzelnen, daß der größte Teil der Mäuse ein wenig länger lebt, wenn er mit der Dimethylaminoverbindung gefüttert wird. Die Lebensdauer einer normalen Maus erhöht sich bis auf etwa 42 Tage bei Verabreichung von Streptomycin, dem am häufigsten gebrauchten und wirksamsten Arzneimittel bei der Bekämpfung der menschlichen Tuberkulose. Das 9-Diäthylamino-5-p-tolylamino-benzophenoxazin ergibt eine Lebensdauer von etwas über 6o Tagen. Die entsprechende Dipropylverbindung ergibt in einer Dosis, die sich mit der maximal zulässigen Dosis von Streptomycin vergleichen läßt, eine durchschnittliche Lebensdauer von mehr als i5o Tagen. Wenn man bedenkt, daß die Lebensdauer einer Maus nur etwa 1/3o der Lebensdauer des Menschen beträgt, scheint es durchaus möglich zu sein, daß einige derMäuse, die mit der optimalen Dosis des besonders vorteilhaften 9-Dipropylamino-5-p-tolylamino-benzophenoxazins behandelt werden, tatsächlich geheilt werden können; ein derartiger Erfolg ist niemals bei Mäusen bisher beobachtet worden, die derart extrem drastischen Prüfungen unterzogen wurden.
  • Es muß betont werden, daß die Mäuse, denen nach der Infizierung Streptomycin verabreicht wurde, dieses 14 Tage lang erhielten, während die Mäuse, denen die besonders empfohlenen Mittel der Erfindung verabreicht wurden, diese nur 7 Tage lang mit ihrem Futter erhielten.
  • Die Brauchbarkeit eines Mittels hängt nicht allein von seiner Wirksamkeit, sondern auch von seiner Toxizität und der Neigung ab, arzneimittelbeständige Stämme der Mikroorganismen zu bilden. Bei den vorteilhaftesten der erfindungsgemäßen Verbindungen ist die Wirksamkeit wesentlich größer als die des Streptomycins; die akute Toxizität ist bedeutend geringer, und bakteriologische Versuche haben gezeigt, daß keine widerstandsfähigen Stämme von Tuberkuloseerregern entstehen, was besonders bei der Streptomycin-Therapie von Nachteil ist.
  • Im allgemeinen werden die Verbindungen dieser Erfindung in Form ihrer Salze, wie z. B. der Nitrate oder Hydrochloride, hergestellt. Diese stellen Verbindungen dar, die in Alkohol mit intensiv blauer Farbe löslich sind. Sie können durch Alkali in die freie Base unter Bildung einer rotgefärbten Verbindung übergeführt werden. Für therapeutische Zwecke werden die Verbindungen normalerweise in Form ihrer Basen per os verabreicht. Die Anwendung erfolgt am besten mit der Nahrung zusammen in feinzerteiltem Zustand.
  • Die Erfindung wird des näheren in den folgenden Beispielen beschrieben. Alle Teile sind gewichtsmäßig zu verstehen. Beispiel i a) 9-Di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Eine Mischung von 144 Teilen 2-Naphthol, 82 Teilen Zinkchlorid und rooo Teilen Äthylalkohol wird auf Rückflußtemperatur erhitzt. Zu der siedenden Lösung werden in kleinen Portionen 242,5 Teile N, N-Di-npropyl-4-nitroso-anilin-hydrochlorid gegeben. Die Mischung wird weiter zum Kochen erhitzt, bis kein gelber Fleck auf feuchtem Filterpapier mit einem Tropfen der Reaktionslösung entsteht. Nach dem Abkühlen wird das ausgefallene 9-Di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazoniumchlorid-Zinkchlorid-Doppelsalz abfiltriert und in 18 ooo Teilen heißem Wasser gelöst. Nach dem Klären der entstandenen Lösung werden 95o Teile konzentrierter Salpetersäure zugegeben. Beim Abkühlen fällt das 9-Di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat aus; es wird abfiltriert und ergibt nach dem Trocknen bei 5o° C 112 Teile an Substanz in Form grünlicher Platten mit kupferähnlichem Glänz. b) 5-Phenylamino-9-di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Eine Mischung von 197 Teilen 9-Di-n-propyl-aminobenzo-[a]-phenoxazonium-nitrat mit 14o Teilen Anilin und i5oo Teilen Äthylalkohol wird erwärmt, bis vollständige Lösung eintritt. Die Lösung wird abgekühlt und stehengelassen, bis die Abscheidung der glänzend grünen Nadeln vollständig ist. Der Niederschlag wird danach abfiltriert und ausÄthylalkohol umkristallisiert und die Substanz in Form des Monohydrats erhalten.
  • Die Substanz wird in angesäuertem Äthylalkohol gelöst, wobei eine intensiv grünlichblau gefärbte Lösung mit einer maximalen Lichtabsorption bei der Wellenlänge von etwa 66o mu auftritt. Beim Zufügen von Alkali wird die Lösung rot und besitzt unter Bildung der freien Base eine maximale Absorption bei 531 mu. Beispiel 2 5-(4-@lethylphenylamino)-9-di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird nach der Verfahrensweise vom Beispiel i gearbeitet, jedoch bei der zweiten Umsetzungsstufe das Anilin durch 16o Teile p-Toluidin ersetzt. Der erhaltene Niederschlag besteht aus den bräunlichgrünen Nadeln des Hemihydrats.
  • Beim Lösen der grünen Nadeln in angesäuertem Äthylalkohol wird eine blaue Lösung erhalten, die in die rote Farbe der freien Base beim Alkalischmachen mit Ammoniumhydroxyd umschlägt. Die Absorptionsmaxima der blauen und roten Lösung besitzen im wesentlichen die gleichen Wellenlängen wie die des Produktes vom Beispiel i.
  • Beispiel 3 5-(4-Athylphenylamino)-9-di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird nach der Verfahrensweise vom Beispiel i gearbeitet und das Anilin durch 182 Teile p-Äthylanilin ersetzt. Das Produkt wird in Form glänzendgrüner Platten erhalten und besteht wie beim vorangehenden Beispiel ebenfalls aus einem Hemihydrat.
  • Beispiel 4 5-(3-Methylphenylamino)-9-di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird nach der Verfahrensweise vom Beispiel i gearbeitet, aber statt =4o Teile Anilin werden =6o Teile m-Toluidin verwendet. Das Produkt wird inForm brauner Nadeln gewonnen, die in angesäuertem Äthylalkohol eine blaue Lösung ergeben, die beim Zufügen von Ammoniumhydroxyd in Rot umschlägt.
  • Beispiel 5 5-(2-Methylphenyiamino)-9-di-n-propyl-amino-benzoa]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel i gearbeitet, aber das Anilin durch =6o Teile o-Toluidin ersetzt. Das Produkt wird in Form brauner Nadeln erhalten. Es zeigt den gleichen Farbwechsel in äthylalkoholischer Lösung, nur daß es in Form der Salzlösung ein deutliches Grünlichblau aufweist. Beispiel 6 5-(2,, 4-Dimethylphenylamino)-9-di-n-propylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat , Es wird wie im Beispiel i gearbeitet, aber das Anilin durch 187, Teile 2, 4-Xylidin ersetzt. Die Reaktion verläuft etwas rascher als im Beispiel i, aber die Abschei-Jung der Kristalle erfolgt etwas langsamer. Das Produkt wird in Form brauner Kristalle gewonnen, die in angesäuertem Alkohol eine grünlichblaue Lösung ergeben, die beim Zufügen von Alkali die freie Base entstehen läßt, wobei die Farbe in Rot umschlägt.
  • Beispiel 7 5-(4-Isopropylphenylamino)-9-di-n-propylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel i gearbeitet, jedoch werden statt des Anilins 203 Teile p-Isopropylanilin verwendet. Die Reaktion verläuft wie im Beispiel 6 schnell, jedoch erfolgt auch hier die Abscheidung der Substanz ziemlich langsam. Das Produkt wird in Form brauner Kristalle erhalten, die die gleichen blauen und roten Lösungen in Alkohol bei den verschiedenen pH-Werten ergeben, wie in den vorstehenden Beispielen beschrieben wurde.
  • Beispiel 8 a) 9-Äthylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Diese Verbindung wird nach der im Beispiel i beschriebenen Weise hergestellt, nur daß 22,8 Teile N-Äthyl-N-n-propyl-4-nitroso- anilin-hydrochlorid statt 242,5 Teile N, N-Di-n-propyl-4-nitroso-anilinhydrochlorid verwendet werden.
  • Das hier gebrauchte N-Äthyl-N-n-propyl-4-nitrosoanilin-hydrochlorid wird durch allmähliches Zufügen einer Lösung von 166 Teilen Natriumnitrit in 3oo Teilen Wasser zu einer gekühlten Lösung von 326 Teilen von N-Äthyl-N-n-propyl-anilin in 6oo Teilen konzentrierter Chlorwasserstoffsäure und 8oo Teilen Wasser hergestellt. Nach Beendigung der Reaktion wird überschüssige Natronlauge zugefügt, wobei die Nitrosobase sich in Form eines grünen Öls abscheidet, das in Äther aufgenommen wird. Nach dem Trocknen der Ätherlösung wird gasförmiger Chlorwasserstoff eingeleitet, so daß das Hydrochlorid des N-Äthyl-N-n-propyl-4-nitroso-anilins ausfällt, das abfiltriert und aus heißem Äthylalkohol umkristallisiert wird, wobei eine gelbgrüne kristallinische Substanz entsteht.
  • b) 5-(4-Methylphenylamino)-9-äthylpropylaminobenzo-[a]-phenoxazonium-nitrat =33 Teile 9-Äthylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat werden in iooo Teilen Äthylalkohol gelöst und ii2Teile p-Toluidin unter Rühren zugefügt. Die Farbe der Lösung schlägt von Rötlichblau in Blaugrün um, und beim Kühlen und Stehen bildet sich ein Niederschlag, der durch Abfiltrieren gewonnen wird. Nach dem Umkristallisieren aus Äthylalkohol wird das Produkt als feste violette Substanz erhalten, die in Äthylalkohol löslich ist und bei saurer Reaktion eine blaue Lösung ergibt, die beim Zufügen von Ammoniumhydroxyd in Rot umschlägt.
  • Beispiel 9 5-Phenylamino-9-äthylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel 8 gearbeitet, das p-Toluidin jedoch durch 98 Teile Anilin ersetzt. Das Produkt wird in Form grüner Kristalle mit metallischem Glanz gewonnen. Wie in den vorhergehenden Beispielen löst es sich in Alkohol und ergibt bei saurer Reaktion eine blaue Lösung, die beim Zufügen von Alkali in Rot umschlägt. Beispiel io 5-Phenylamino-9-di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazin-Base 2-Nitroso-5-di-n-propyl-amino-phenol in einer Menge, wie sie aus 218 Teilen m-Aminophenol erhalten wird, wird zu einer Lösung von 169 Teilen N-Phenylnaphthylarnin-(i) in i5oo Teilen Äthylalkohol gegeben und das Gemisch mit etwas Chlorwasserstoffsäure angesäuert. Die Mischung wird gerührt und unter Rückfluß erhitzt, bis die Reaktion beendet ist. Es wird eine intensiv blaue Lösung erhalten. Die Lösung wird mit dem gleichen Volumen Äthylalkohol verdünnt und mit überschüssigem konzentriertem Ammoniumhydroxyd behandelt, wobei ein öliges Produkt ausfällt, das sich bald zu der dunkelgrünen Base verfestigt. Diese wird abfiltriert und zu einem grünlichen Pulver getrocknet.
  • Die Base löst sich in Alkohol und bildet eine purpurne Lösung, die durch Zufügen von Chlorwasserstoffsäure grünlichblau wird. Es wird dann Äther zugefügt und das Hydrochlorid der Base als feste Substanz abgeschieden, abfiltriert und gewonnen. Beispiel ii 5-(4-Methylphenylamino)-9-di-n-propyl-amino-benzo-[a]-phenoxazin-Base 25 Teile 5-(4-Methylphenylamino)-9-di-n-propylamino-benzophenoxazonium-nitrat, hergestellt wie im Beispiel 2, werden mit Zoo Teilen Äthylalkohol angerührt, und das Gemenge wird mit io Teilen konzentriertem, wäßrigem Ammoniumhydroxyd behandelt. Die Farbe der Mischung schlägt von grünlichblau in rotbraun um. Die entstandene Base ist in Wasser unlöslich; sie wird abgesaugt oder abfiltriert, mit Wasser gewaschen und darauf getrocknet; sie bildet dann ein dunkelgrünes Pulver, das bei etwa 178 bis i79° C schmilzt. Beispiel 12 a) 9-n-Propylisopropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat N-n-Propyl-N-isopropyl-4-nitroso-anilin wird wie im Beispiel 8 hergestellt, hierzu wird das dort verwendete N -Äthyl-N-n -propyl-4-nitroso - anilin -hydrochlorid durch die entsprechende Menge N-n-Propyl-N-isopropyl-4-nitroso-anilin-hydrochlorid ersetzt. Das Produkt wird dann in das Benzophenoxazonium-nitrat nach dem Verfahren vom Beispiel i übergeführt. b) 5-(4-Methylphenylamino)-9-n-propylisopropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel 1 gearbeitet, jedoch g-n-Propylisopropylamino-benzo-[a] -phenoxazonium-nitrat statt der im Beispiel 1 verwendeten g-Di-n-propylaminoverbindung genommen. Es wird ein Produkt erhalten, das sich in Alkohol bei saurer Reaktion mit blauer Farbe und bei alkalischer Reaktion mit roter Farbe löst. Beispiel 13 a) g-Butylpropylamino-benzoä]-phenoxäzonium-nitrat 4-Nitroso-butylpröpylanilin-hydrochloridwird durch Behandeln einer chlorwasserstoffsauren Lösung von Butylpropylanilin mit einer wäßrigen Natrinmnitritlösung bei einer Temperatur unter 1o° C und Abfiltrieren des entstandenen kristallinischen Nitrosoderivats hergestellt. Eine Mischung von 792 Teilen ß-Naphthol, 415 Teilen wasserfreiem Zinkchlorid und 5oo Teilen Äthylalkohol wird zum Sieden erhitzt. 141o Teile wi e oben hergestelltes 4-Nitroso-butylpropylanilin-hydrochlorid werden allmählich unter ständigem Rühren zugefügt. Die Lösung wird dunkelgrün und schlägt zum Schluß in Purpur um. Das Erhitzen wird unter Rückfluß fortgesetzt, bis mit einem Tropfen der Reaktionslösung auf feuchtem Filterpapier kein gelber Fleck mehr entsteht.
  • Beim Kühlen fällt das Zinkchloriddoppelsalz vom g-Butylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazoniumchlorid aus; es wird abfiltriert und mit Alkohol gewaschen. Die Verbindung wird in das Nitrat umgewandelt, indem sie in Zoo ooo Teilen Wasser gelöst und mit 35o Teilen konzentrierter Salpetersäure behandelt wird. Das Nitrat fällt aus, wird abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Es wird dann bei 50° C getrocknet und in Form einer dunkelgrünen festen Substanz erhalten.
  • b) 5-Phenylaminö-g-butylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Eine Mischung von 407 Teilen g-Butylpröpylaminobenzo-[a]-phenoxazonium-nitrat, 28o Teilen Anilin und 3ooo Teilen Äthylalkohol wird bis zur vollständigen Lösung gerührt. Die Mischung wird dann über Nacht stehengelassen und der glänzend dunkelgrüne, kristallinische Niederschlag abfiltriert und durch Umkristallisieren aus heißem Alkohol gereinigt.
  • Das auf diese Weise erhaltene Produkt löst sich in Äthylalkohol in beschränktem Maße mit blauer Farbe. Zufügen von alkalischen Reagenzien verursacht ein Umschlagen der Farbe in Rot unter Bildung der freien Base. Beispiel 14 5-(4-Methylphenylamino)-g-butylpropylaminobenzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel 13 gearbeitet, nur daß die 28o Teile Anilin durch 32o Teile p-Toluidin ersetzt werden.
  • In alkoholischer Lösung besitzt die Verbindung eine blaue Farbe; die rote Farbe der Base erscheint beim Zufügen einer Lösung von Ammoniumhydroxyd. Beispiel 15 5-(4-Chlorphenylamino)-g-butylpropylaminobenzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel 13 gearbeitet, nur daß statt der 28o Teile Anilin 38o Teile p-Chloranilin genommen werden.
  • Die Base von diesem Nitrat entsteht durch Zufügen von überschüssigem wäßrigem Ammoniumhydroxyd zu der Lösung des Salzes in Äthylalkohol. Beispiel 16 5-Phenylamino-g-butylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazin-Base Zu einer Lösung von 5 Teilen 5-Phenylaminog-butylpropylamino-benzo-[a]-phenöxazonium-nitrat, hergestellt wie im Beispiel r3,: in 6ooTeilenAlkoholund 3oo Teilen Wasser werden 1o Teile konzentrierter Salmiakgeist zugefügt. Diese Mischung wird kurze Zeit erwärmt, damit die feste Substanz koaguliert und ausfällt. Die ausgefallene Base wird dann abfiltriert; sie stellt eine dunkelrotbraune wasserunlösliche feste Substanz dar, die bei 137 bis 138° C schmilzt. Beispiel 17 5-(2-Methylphenylamino)-9-butylpropylamino-benzo-[a]-phenoxazonium-nitrat Es wird wie im Beispiel 14 gearbeitet, aber das p-Toluidin durch die gleiche Menge o-Toluidin ersetzt. Die entstandene Verbindung besitzt die gleiche Löslichkeit und Farbe wie die Verbindung des Beispiels 14.
    Tabelle III
    Beispiel Substituent Substituent Fp.-Base Abs. Max.
    am 9-Stickstoff am 5-Stickstoff ° C
    Base I Salz
    1 Di-n-propyl - - 438 579
    1 Di-n-propyl Phenyl 151 bis 152 531 66o
    2 Di-n-propyl p-Tolyl 178 bis 179 531 66o
    3 Di-n-propyl p-Äthylphenyl 171 bis 172 532 662
    4 Di-n-propyl m-Tolyl - 530 661
    5 Di-n-propyl o-Tolyl 147 bis 148 527 655
    6 Di-n-propyl 2,4-Dimethylphenyl - 527 655
    7 Di-n-propyl p-Isopropylphenyl 149 bis 150 527 655
    8 Äthyl-n-propyl - - 430 576
    8 Äthyl-n-propyl p-Tolyl - 532 66o
    9 Äthyl-n-propyl Phenyl - 531 66o
    10 Di-n-propyl Phenyl 151 bis 152 531
    ii Di-n-propyl p-Tolyl 178 bis 179 531 -
    12 n-Propylisopropyl - - -
    12 n-Propylisopropyl p-Tolyl - 532 663
    13 n-Butyl-n-propyl - - 438 579
    13 n-Butyl-n-propyl Phenyl 137 bis 138 536 664
    14 n-Butyl-n-propyl p-Tolyl - 533 662
    15 n-Butyl-n-propyl p-Chlorphenyl - 539 665
    16 n-Butyl-n-propyl Phenyl 137 bis 138 536
    17 n-Butyl-n-propyl o-Tolyl 129 bis 130 531 655

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 9-Propylamino-5-arylamino-benzo-[a]-phenoxazin-Abkömmlingen von der allgemeinen Zusammensetzung worin R1 einen Propylrest, Ra eine Alkylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und R3 einen eingliedrigen, gegebenenfalls substituierten Arylrest bedeutet, bzw. deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daB man eine Verbindung der allgemeinen Zusammensetzung worin R1 und Ra die oben angegebene Bedeutung haben und X ein Wasserstoffatom oder eine OH-Gruppe bedeutet, mit einer Verbindung von der allgemeinen Zusammensetzung worin Y ein Wasserstoffatom bedeutet, wenn X eine OH-Gruppe ist, oder eine OH-Gruppe, wenn X ein Wasserstoffatom ist, und Z ein Wasserstoff- j atom bedeutet, wenn Y eine OH-Gruppe ist; oder einen N HR,-Rest dar$tellt; wenn Y ein Wasserstoffatom ist, unter Ringschluß in Gegenwart einer Säure kondensiert, wobei in dem Fall, in dem Z ein Wasserstoffatom ist, die anfallenden Kondensationsprodukte mit einem Arylamin der allgemeinen Formel NHZ.R3 weiterkondensiert werden, wobei R3 die eingangs angegebene Bedeutung hat, und schließlich erforderlichenfalls die hierbei in Form ihrer Salze erhaltenen Phenoxazinabkömmlinge in an sich üblicher Weise in die entsprechenden freien Basen übergeführt :verden.
DEA3183A 1949-08-10 1950-08-10 Verfahren zur Herstellung von 9-Propylamino-5-arylamino-benzophenoxazin-Abkoemmlingen Expired DE910540C (de)

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