DE908712C - Verfahren zur Herstellung von formbestaendigen Leichtbauplatten aus Rinden und Gips - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von formbestaendigen Leichtbauplatten aus Rinden und GipsInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von formbeständigen Leichtbauplatten aus Rinden und Gips Es ist bekannt, aus gebranntem Gips unter Benutzung von Füllstoffen Gipsplatten für Bauzwecke herzustellen. Man fertigt solche Platten in der Weise an, daß man ein Gemisch von Gips und Füllstoffen in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser zu einer dünnbreiigen Masse anrührt, diese in Formen gießt und nach dem Abbinden zum Trocknen aufstellt.
- Als Füllstoffe benutzte man bisher Schlacke, Kies, Bimsstein, Rohr, Stroh, Pflanzenfasern. Sägespäne, Haare, also Stoffe mineralischer und organischer Art, welche die gemeinsame Eigenschaft haben, daß sie vor dem Anrühren mit Wasser keine oder nur wenig Feuchtigkeit enthalten und gar nicht oder nur in beschränktem Umfang Wasser aufnehmen. Will man als Ersatz für die hochwertigen pflanzlichen Füllstoffe gewöhnliche Baumrinde verwenden, die unextrahiert ist, so erhält man wider Erwarten keine brauchbaren Rindengipsplatten. Auf diesen Nachteil ist bei der Herstellung von Belägen aus Rinden und Gips bereits in der Patentschrift 634 483 hingewiesen worden. Wird nämlich die Rinde in trockenem Zustand verarbeitet, was am naheliegendsten ist, so treiben die wie üblich hergestellten Platten und verziehen sich beim Trocknen, ebenso zeigen sie Risse. Wird sie feucht verarbeitet, dann tritt ein anderer Nachteil stark hervor, der ihre Festigkeit benachteiligt. Sie ersaufen, d. h. sie bleiben weich, und verfärben sich infolge der in Lösung gehenden Rindenteile schmutzigbraun. Einigermaßen brauchbare Bauplatten sind auf diesem Wege nur dann zu erhalten, wenn man einen ganz erheblichen überschuß an Gips beimengt, der wiederum die Platten unerwünscht schwer gestaltet, so daß sie als Rinden- oder Leichtbauplatten im wahren Sinne des Wortes überhaupt nicht mehr anzusprechen sind.
- Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man sehr gute Rindengipsplatten mit einem hohen Anteil an Rindenteilen herstellen kann, falls die Rinden in feuchtem, zuvor mit Wasser oder anderen Lösungsmitteln ausgelaugtem Zustand mit Gips und Wasser angerührt werden. Dabei ist es vorteilhaft, Rindenteile zu verwenden, deren Feuchtigkeitsgehalt genau auf 4o bis 5o °/o- gebracht ist und sie mit Gips vorzugsweise im Volumenverhältnis i : i zu mischen.
- Man erhält hierbei außerordentlich formbeständige, feste Platten, die im Vergleich zu den bisher bekannten Gipsfüllstoffplatten erhebliche Vorteile aufweisen. Sie haben gegenüber den Gipsschlackenplatten ein um 30°/o verringertes Gewicht, ihre Schall- und Wärmeleitfähigkeit ist ebenfalls um annähernd 30 % geringer als bei der Gipsschlackenplatte. Ihre gute Nagelbarkeit ist auffallend und bedeutend besser als die aller bisher bekannten Gipsplatten. Zudem haben sie sich als feuerhemmend erwiesen.
- Dieses war nicht zu erwarten gewesen. Man mußte vielmehr annehmen, daß die unter Benutzung der extrahierten, noch feuchten Rinde hergestellten Platten schlecht abbinden und Platten von minderer Festigkeit abgeben, da die fragliche Rinde als schwammiges, faserarmes Gewebe für eine Platteneinlage ungeeignet erschien. Bei dem geschilderten hohen Anteil an brennbarer Rinde war es außerdem nicht vorauszusehen, daß die Platten feuerhemmend sind.
- Durch die Verwendung extrahierter Rinde wird ein Durchschlagen der Begleitstoffe und damit auch ein Fleckigwerden der Wände und Tapeten vermieden, also Mängel ausgeschaltet, die sich bei der Verwendung von nicht extrahierter Rinde ergeben würden.
- Als Gips eignet sich am besten solcher mit einem hohen Gehalt an Halbhydrat und geringem Anteil an Anhydrid. Um seine Dichte herabzusetzen,, ohne seine Abbindefähigkeit mit der Rinde zu verringern, ist es angebracht, dem natürlichen Gips einen chemisch gefällten in wechselndem Verhältnis beizumengen, den man zuvor entwässert oder auch nicht.
- Je nach der Herkunft des letzteren vermag die Abbindefähigkeit der Mischung zudem erheblich verbessert werden, ein Vorgang, der bisher unbekannt war und auch chemisch noch unaufgeklärt ist. Ausführungsbeispiele i. ioo Volumteile Harzer Stückgips werden mit 9o Volumteilen Wasser und ioo Volumteilen Gerblohe von 4590 Wassergehalt verrührt und in Plattenformen gegossen. Nach 2o bis 30 Minuten sind die fertigen Platten so weit abgebunden, daß sie aus den Formen genommen werden können, um an der Luft oder bei künstlicher Trocknung zu trocknen.
- 2. ioo Volumteile zerkleinerte und in einer Extraktionsbatterie mittels Wässer extrahierter Fichtenrinde werden mit einem Gemisch verrührt, das aus 5o Teilen Stuckgips plus 5o Teile gebranntem, chemisch gefälltem Gips und 9o Teilen Wasser besteht, und in Plattenformen gegossen. Die fertigen Platten werden wie beim Ausführungbeispiel i getrocknet.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Rindengipsplatten, dadurch gekennzeichnet, daß man als Füllstoff feuchte, zuvor ausgelaugte Rinde und gebrannten Naturgips benutzt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man vorzugsweise eine Rinde benutzt, die einen Wassergehalt von 4o bis 50 % aufweist.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man feuchte Rinde und Gips vorzgusweise im Volumenverhältnis i : i mischt. 4: Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von reinem gebranntem Naturgips auch Mischungen von diesem mit chemisch gefälltem Gips verwendet. Angezogene Druckschriften: Ullmann, »Enzyklopädie der chemischen Technik«, 193o, Bd. 6, S.772; »Zeitschrift für die gesamte Kälteindustrie«, Bd. 47, Heft i i, S. 166, Bd. 48, Heft 7, S. 114.
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