DE606067C - Verfahren zur Herstellung poroeser Koerper, wie Ziegel o. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung poroeser Koerper, wie Ziegel o. dgl.

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DE606067C
DE606067C DEB158743D DEB0158743D DE606067C DE 606067 C DE606067 C DE 606067C DE B158743 D DEB158743 D DE B158743D DE B0158743 D DEB0158743 D DE B0158743D DE 606067 C DE606067 C DE 606067C
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DEB158743D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/06Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances
    • C04B38/063Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B38/0635Compounding ingredients
    • C04B38/0645Burnable, meltable, sublimable materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Porous Artificial Stone Or Porous Ceramic Products (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung poröser Körper, wie Ziegel o. dgl. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung poröser Massen für Isolierungs-, Bauzwecke u. dgl. als Ziegel, Blöcke, Platten -oder in anderen Formen.
  • Besonders soll die Erfindung Anwendung für die Herstellung in der Hitze behandelter Produkte, wie feuerfester Ziegel, von porösem Charakter finden mit dem Ziel, poröse Ziegel o. dgl. von großer Härte, ungebrochenen Zellenquerwänden, Gleichmäßigkeit der Porösität, vorher bestimmter Größe der Poren und kleiner Porendurchgangszwischenräume zu erhalten.
  • Als erdiges Material kann ein bindender Ton verwendet werden, vorzugsweise ein solcher, welcher eine' gute Dispersion mit Höchsttrockenfestigkeit, Höchstfeuerfestigkeit bei einer Garbrandkegeltemperatur - 7 bis 9 und hohe Schwerschmelzbarkeit mit einem Erweichungspunkt über 1650' C besitzt.
  • Der Zusatz porenbildender Körper zu formbaren Mischungen erdiger Massen zwecks Herstellung poröser Körper, wie Ziegel o. dgl., ist bekannt.
  • Als porenbildende Körper wurden bisher entweder nur bei niederer Temperatur flüchtige Porenbildner, wie z. B. Naphthalin, oder nur verbrennbare, bei niederer Temperatur nicht flüchtige Porenbildner zugesetzt.
  • Zum ersteren Falle ist zu bemerken, daß die Zumischung von Naphthalin o. dgl. in der erforderlichen großen Menge sehr teuer, also unwirtschaftlich ist und daß die getrocknete poröse Masse vor dem Brennen brüchig wird, wenn der Porenzwischenraum groß ist. Ferner werden beim Brennen die inneren Teile der Masse wegen ihrer schlechten Wärmeleitungsfähigkeit unvollständig ausgebrannt.
  • Im zweiten Falle konnten bei Zumischung von nur verbrennbaren Porenbildnern keine zufriedenstellenden Ziegel o. dgl. erzielt werden, da die verbrennbare Beimischung aus den inneren Teilen der Masse nicht vollständig ausgebrannt wurde, wodurch die Isolierfähigkeit litt. Außerdem verursachten die gasförmigen Zersetzungsprodukte des Porenbildners während des Brennens leicht ein Verziehen und bei plötzlicher Entwicklung ein Zersprengen und unter Umständen Zerstören der Masse.
  • Gemäß der Erfindung erfolgt das Zumischen beider Arten von Porenbildnern gleichzeitig, so daß sich das Verfahren zur Herstellung poröser Körper zunächst in einer Vorstufe vollzieht, in welcher die geformten Körper bei niederer Temperatur von den flüchtigen Porenbildnern, wie Naphthalin o. dgl., befreit werden und beim nachfolgenden Brennen der ungebrannten porösen Formlinge die verbrennbaren, bei niederen Temperaturen nicht flüchtigen Porenbildner (Sägespäne o. dgl.) ausgebrannt werden.
  • Durch eine derartige stufenförmige Behandlungsweise wird, abgesehen davon, daß weniger von dem flüchtigen teueren Porenbildner verbraucht wird, der Vorteil erzielt, daß nach Entfernung des flüchtigen Porenbildners die geformte Masse porös zurückbleibt, so daß der Eintritt von Verbrennungsluft zu den ausbrennbaren Porenbildnern und der Abzug der Verbrennungsgase, somit ein gleichmäßiger Brand des Formlings erleichtert wird, ferner daß nach Austreiben der flüchtigen Porenbildner die ausbrennbaren Porenbildner im Formling verbleiben und ihn versteifen.
  • Bei einem bekannten Verfahren werden neben anderen ausbrennbaren Stoffen kleine Mengen Schwefelverwendet; eine stufenförmige Behandlungsweise der Formlinge findet nicht statt. Der Schwefel, der in geringer Menge zugesetzt wird, soll die vollständige Verbrennung der übrigen Porenbildner in kurzer Zeit herbeiführen.
  • Die gemäß dem Verfahren zur Verwendung kommenden, bei niedriger Temperatur flüchtigen Zumischungen, wie Naphthalin oder Paradichlorbenzol, können in Kristall- oder anderer fester und zerriebener Form verwendet und vor, während oder nach dem Trocknen, evtl. mittels Extraktion durch Lösungsmittel aus dem Formling entfernt werden.
  • Als ausbrennbare Zumischung können Abfallprodukte, wie Sägespäne, Holzmehl, Holzschliff, Faserstoffe oder andere Substanzen, welche, organische Stoffe, die während -der Vorstufe des Verfahrens in dem Formling verbleiben, verwendet werden. Beispiel Eine Mischung von 43,8 °/o Ton, 4,5 °% Kieselgur, 16,9 °/o Sägespäne, 36 % Naphthalin mit genügendem Wasserzusatz, um die Mischung plastisch zu gestalten, wird, als Ziegel geformt, in einen Strom heißer Gase, vorzugsweise unter den Schmelzpunkt des Naphthalins, gestellt, bis das letztere und das ungebundene Wasser entfernt sind. Die verbleibende trockene poröse Masse wird dann in üblicher Weise gebrannt.
  • Das verwendete Naphthalin kann roh, also mit gewissen Ölverunreinigungen verwendet -werden. Die Kieselgur bewirkt die Absorption und Zurückhaltung der, Ölverunreinigungen, die im -Brennprozeß zur Verbrennung kommen.
  • Gemäß der Erfindung ergeben sich fein gekörnte Erzeugnisse von großer Härte und gleichmäßigem Gefüge homogener Struktur und einem spezifischen Gewicht von ungefähr o,84. Die Erzeugnisse sind einer mechanischen Bearbeitung, wie abdrehen, Glätten, Sägen und Abschleifen, ohne Abbröckelung fähig und daher zur Herstellung von Ziegeln oder anderen Formen gut geeignet. Das Gleichmäßigkeits-und Oberflächengefüge gestatten eine Oberflächenornamentierung. Körnige Gefüge können erzielt werden. Gefärbte Bestandteile können aufgebrannt oder Farbstoffe an dem gebrannten Erzeugnis nachträglich angebracht werden. Die Oberfläche kann zu einem schönen Putz metallisiert werden, indem :Metallbronzen, plattiertes Metall oder durch den Schoop-Prozeß aufgespritzte Metalle verwendet werden. Emaille kann aufgebrannt oder angetrocknet werden. Dies gilt auch für andere Überzüge mit wasserdichten Mitteln, Farben, Lacken u. dgl., um irgendein gewünschtes Aussehen zu erzielen.
  • Die Erzeugnisse gemäß der Erfindung sind auch ausgezeichnete Absorber für Gase und Flüssigkeiten. Wertvoll ist auch die Verwendung als schallabsorbierende Ziegel und für schallsichere Decken.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung poröser Körper, wie Ziegel o. dgl., aus einer formbaren - Mischung erdiger Massen und porenbildender Körper, die teils bei niedriger Temperatur flüchtig, teils ausbrennbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die geformten Körper in einer Vorstufe bei niederer Temperatur (heiße Gase oder Extraktion) von den flüchtigen Porenbildnern, Naphthalin o. dgl., befreit werden und beim nachfolgenden Brennen der ungebrannten porösen Formlinge die verbrennbaren Porenbildner (Sägespäne o. dgl.) ausgebrannt werden.
DEB158743D 1932-12-13 1932-12-13 Verfahren zur Herstellung poroeser Koerper, wie Ziegel o. dgl. Expired DE606067C (de)

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DE (1) DE606067C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126302B (de) * 1958-03-15 1962-03-22 Sven Fernhof Verfahren zur Herstellung von leichten keramischen Erzeugnissen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1126302B (de) * 1958-03-15 1962-03-22 Sven Fernhof Verfahren zur Herstellung von leichten keramischen Erzeugnissen

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