DE90771C - - Google Patents

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DE90771C
DE90771C DENDAT90771D DE90771DA DE90771C DE 90771 C DE90771 C DE 90771C DE NDAT90771 D DENDAT90771 D DE NDAT90771D DE 90771D A DE90771D A DE 90771DA DE 90771 C DE90771 C DE 90771C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus
    • C09B11/14Preparation from aromatic aldehydes, aromatic carboxylic acids or derivatives thereof and aromatic amines

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Description

KAISERLICHES
in BERLIN.
In der Patentschrift Nr. 50782, den Zusatz-Patenten Nr. 73126 und 88338 sind Säurefarbstoffe der Triphertylmethanreihe beschrieben, welche Wolle in saurem Bade violett bis blau färben. Die Eigenschaft dieser Farbstoffe, Wolle in saurem Bade zu färben, beruht darauf, dafs sie Sulfosäuren sind. .
Es hat sich nun die überraschende Thatsache ergeben, dafs man Farbstoffe der Triphenylmethanreihe, welche den Charakter von Säurefarbstoffen besitzen, auch unter Anwendung von Componentenj weiche keinen Schwefelsäurerest enthalten,, herstellen kann, da durch gewisse andere negative Substituenten den Farbstoffen ebenfalls die Fähigkeit ertheilt wird-, in' saurem Bade zu färben. Diese Beobachtung hat zu besonders brauchbaren Resultaten zunächst bei Anwendung von gechlorten Componenten geführt, wie z. B. des o-Chlor-p-dimethylamidobenzaldehyds und des m-Chlordimethylanilins. Das m-Chlordimethylanilin ist zur Synthese von Triphenylmethanderivaten bereits von Kock (Ber. XX, S. 1564) angewendet worden·, der genannte Autor er^- hielt bei der Condensation desselben mit einem anderen Aldehyd als dem hier angewendeten, nämlich dem p-Nitrobenzaldehyd, wohl eine Leukobase, aus derselben jedoch keinen Farbstoff.'. . ■:■;.■;■'■■,: : :::;■·'·■■ ■','■:■.'- .■..',■·: \.'v-v
Die chlorhaltigen Triphenylmethanderivate lassen sich auf Wolle in saurem Bade in ähnlicher Weise wie Säureviolett, Palentblau u. dergl. fixiren und zeichnen sich durch.Alkali-.
und Säureechtheit, sowie durch hervorragendes Egalisirungsvcrmögen aus.
Gleichzeitig besitzen die Producte neben dem ausgesprochenen Charakter von Säurefarbstoffen noch genügend denjenigen der basischen Triphenylmethanfarbstoffe, um sich gleich diesen auf Wolle auch im neutralen Bade, auf Baumwolle mittelst Tanninbeize fixiren zu lassen; sie unterscheiden sich von den nichtchlorirten entsprechenden Triphenylmethanabkörnmlingen durch eine ganz aufserordentlich viel blauere Nuance und durch gröfsere Echtheit. '
Auf Grund dieser Eigenschaften ist es möglich, die Producte je nach der gewünschten Färbeweise nicht nur für sich allein, sondern auch zum Nüanciren sowohl mit basischen, als auch mit sauren Farbstoffen anzuwenden.
Beispiel:
18,5 kg o-Chlor-p-dimethylamidobenzaldehyd und 31,5 kg m-Chlordimethylanilin werden in verdünnter Schwefelsäure längere Zeit am Rückflufskühier erhitzt. Nach beendeter Condensation wird die saure Lösung alkalisch gemacht und durch Einleiten von Wasserdampf das nicht in Reaction getretene m-Chlordimethylanilin entfernt. Die abgeschiedene Leukobase wird alsdann in verdünnten Säuren wieder aufgenommen, und mittelst Bleisuperoxyds oder -eines anderen Oxydationsmittels in der üblichen Weise irt den Farbstoff Übergeführt. Dieser wird aus der wässerigen Lösung durch Salz gefällt und scheidet sich dabei als ein kupfer-
glänzendes, in der Kälte erstarrendes Harz aus. Der Farbstoff, welchem die .Constitution:
,CnH3Cl N(CHJn C^-C0H3Cl N(CHj, ^CnHxCIiN(CHJ2Cl
zukommt, ist in Alkohol und Wasser leicht mit reinblauer Farbe löslich, auf Zusatz von Mineralsaure fiirbt sich diese Lösung erst grün, dann gelb. Alkalien fällen aus der Farbstofflösung die Farbbase in Form graugrüner Flocken." In concentrirter Schwefelsäure löst sich der Farbstoff mit rothgelber Farbe, die bei Verdünnen mit Wasser durch Grün in Blau übergeht.
Der Farbstoff. färbt Wolle in neutralem Bade rein blau; auf Wolle in saurem Bade liefert er ein etwas grünstichigeres und noch kräftigeres Blau. Sein Verhalten ist somit genau das umgekehrte wie das des nichtchlorirten Farbstoffes (Krystallviolctt), welches, abgesehen von der ganz anderen Nuance, sauer nur wenig und neutral sehr kräftig anfärbt.
Der beschriebene Farbstoff kann fernerhin auch auf tannirter Baumwolle fixirt werden und liefert hierbei alkali- und säureechte Färbungen von rein grünblauer Nuance.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines Farbstoffs der Triphenylmethanreihe, darin bestehend, dafs man o-Chlor-p-dimethylamidobenzaldehyd mit m-Chlordimethylanilin condensirt und die erhaltene Leukoverbindung durch Oxydation in den Farbstoff überführt.
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