DE90501C - - Google Patents

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DE90501C
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F11/00Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position
    • G09F11/24Indicating arrangements for variable information in which the complete information is permanently attached to a movable support which brings it to the display position the advertising or display material forming part of a moving band, e.g. in the form of perforations, prints, or transparencies
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F5/00Details or accessories
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum selbstthätigen Aufspeichern der aus gelenkig verbundenen Theilen bestehenden Notenblätter bei ihrem Austritt aus mechanischen Musikwerken. ' '. ..
Das Notenblatt fällt bei. seinem Austritte aus dem: Instrumente über ein in.schwingende Bewegung versetztes Brett, in einen Behälter und wird .durch die ihm .an dem schwingenden Brett ertheilten Bewegungen gezwungen, sich selbsttätig zu falten, derart, dafs es sich zu einem Block zusammenklappt, . dessen Blätter nach Art der Falten der Äccordeonbä'lge über einander gelegt sind. Der Behälter, dessen Decke und Boden . aufklappbar . sind, ist auf der rechten Seite an das Instrument angehängt. Sobald das Notenblatt das Instrument durchlaufen und sich im Behälter angesammelt hat, wird letzterer vom Instrument abgenommen, durch Zuklappen seines Deckels oben geschlossen und umgekehrt, so dafs der bisherige Deckel nunmehr den Boden bildet. Darauf öffnet man den nach oben gekommenen Deckel, welcher bisher als Boden gedient hatte, und hängt den Behälter an die linke Seite des Instrumentes. Hierdurch erhält die Notenreihe eine Lage, aus welcher sie von neuem, sich entfaltend, durch das Instrument laufen kann, so dafs man in dieser Weise tast ohne Aufenthalt das Stück beliebig oft wiederholen kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. ι einen Längenschnitt der Vorrichtung in Verbindung mit einer mechanischen Orgel, Fig. 2 einen Querschnitt des Orgelgehäuses nach der Linie 3-4 der Fig. 1; die Fig. 3 und 4 zeigen eine Seitenansicht und einen Längenschnitt (nach der Linie 1-2 der Fig. 3) des Sammelbehälters für die Notenblattreihe nebst seiner Tragvorrichtung.
Um nicht während des Spiels einer solchen Orgel oder eines ähnlichen Instrumentes die Zusammenlegung des Notenblattes von Hand nöthig zu machen, mufs das Blatt bei seinem Austritt, aus dem Instrumente selbstthätig gefaltet werden, wenn es in den Sammelbehälter fällt. Anderenfalls würde sein Vorwärtsrücken Hemmung erfahren und das Spiel des Instrumentes gestört werden.
Zur Sicherung dieses selbstthätigen Faltens wird unterhalb der Austrittsöffnung α der Blattreihe b und unter dieser letzteren selbst ein wippendes Brett c angeordnet, welches um eine aufsen am Gehäuse P des Instrumentes gelagerte Achse 0 schwingt.
Nachdem ein Theil des Blattes die Tragplattey verlassen hat, gelangt es auf das Brett c, um dann in den Sammelbehälter B zu fallen. Das Brett selbst ruht auf dem gebogenen Arm / einer Stange L. Diese Stange L, welche im Innern der Orgel angeordnet ist, steht aufrecht auf einem Anschlage des beweglichen Deckels des grofsen Orgelblasebalges S und läfst sich leicht in Führungen h h verschieben. Der Arm /, welcher aus Metall bestehen und von beliebiger passender Form sein kann, ist an
der Stange L befestigt und greift durch eine Oeffhung / des Orgelgehäuses hindurch nach aufsen.
Wird die Kurbel m und infolge dessen die damit verbundene Triebwelle 0 gedreht, welche die Blasebälge und die verschiedenen Mechanismen des Instrumentes treibt, so wird, jedesmal wenn die Lenkerstange die bewegliche Decke des Blasebalges S hebt, der Hebel L vom Anschlag g emporgestofsen, welcher Bewegung das Brett c folgen mufs. Sobald die Blasebalgdecke abwärts geht, bewegt sich der dabei freigegebene Hebel L seinerseits unter seinem Eigengewichte ebenfalls abwärts und mit ihm das Brett c. Da die Umdrehung der Welle O eine verhältnifsmäfsig schnelle ist, so folgt, dafs das Brett c der Blattreihe b eine ziemlich kräftige schwingende Bewegung ertheilt.
Indem das Notenblatt zuerst gehoben, dann plötzlich wieder vom Brett freigegeben wird, faltet es sich viel leichter, als wenn es einfach fortlaufend ohne Stöfse abliefe.
Die Blattreihe b legt sich infolge dessen im Behälter. B zu einem Block zusammen, dessen Blätter ähnlich wie die Balgfalten eines Accordeons" zusammengeklappt sind.
Der Behälter, dessen beide Faden durch einander gleiche Deckel ρ und p1 gebildet werden, ruht auf einem hölzernen oder metallenen Träger #, welcher an am Gehäuse P in passender Höhe angeordnete Haken r gehängt ist.
So lange der Behälter B das Notenblatt b empfängt, ist sein oberer Deckel ρ offen, sein unterer p1 dagegen geschlossen. Sobald das ganze Notenblatt das Instrument durchlaufen und sich im Behälter B angesammelt hat, schliefst man den oberen Deckel p, kehrt den Behälter unter halber Umdrehung um eine horizontale, der Bewegungsrichtung des Notenblattes parallele Achse herum und öffnet nun den Deckel p1, welcher bisher den Boden bildete, aber j etzt nach oben gekommen ist. Dann schafft man den Behälter nebst seiner Tragvorrichtung auf die linke Seite des Instrumentes und hängt das Ganze dort an Haken an, welche auf dieser Seite ebenso angeordnet sind, wie die Haken r auf der rechten Seite.
Das Notenblatt ist alsdann in diesem Behälter so gelagert, dafs das Stück von neuem beginnen kann, wobei das Notenblatt immer von links nach rechts läuft.
Hiernach sind zwei Behälter nöthig, einer zum Abgeben und der andere zum Aufnehmen des Notenblattes.
Diese beiden Behälter wechseln nach jedem Durchgange des Notenblattes durch das Instrument ihren Standort. Das Spiel wird also nur während der sehr kurzen Zeit, welche diese Umwechselung der Behälter in Anspruch nimmt, unterbrochen.
Jeder Behälter hat zweckmäfsigerweise auf seiner Vorderseite eine kleine Thür v, welche man bei dem Behälter auf der rechten Seite des Instrumentes offen lassen kann, um leicht die Aufspeicherung beobachten , und überwachen zu können.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung zum selbsttätigen Aufspeichern der aus gelenkig verbundenen Theilen bestehenden Notenblätter bei ihrem Austritt aus mechanischen Musikwerken, gekennzeichnet einerseits durch einen Behälter (B)1 dessen Boden (p1) und Decke (pj als Deckel ausgebildet sind, und welcher am Musikinstrument unter der Austrittsstelle (a) der Notenblattreihe (b) angebracht ist, andererseits durch ein schwingendes, oberhalb dieses Behälters (B)' angeordnetes Brett (c), welches gegen die untere Fläche der Blattreihe (b) wirkt und dieser fortwährend Stöfse ertheilt, welche die Faltung der Blattreihe wirksam. begünstigen, wobei dem Brette (c) die schwingende Bewegung von der Haupt-Triebwelle (O) des Musikinstrumentes aus ertheilt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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