DE90149C - - Google Patents

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DE90149C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23JREMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES 
    • F23J11/00Devices for conducting smoke or fumes, e.g. flues

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Separating Particles In Gases By Inertia (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
HUGO JOHN in ERFURT. Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1896 ab.
Bei dem Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger ist im Innern eines oberhalb des Schornsteins angeordneten Behälters eine Fangtafel derart angeordnet, dafs sie zu beiden Seiten im Innern des Behälters einen freien Raum läfst und dafs die Kraft der im Schornstein emporsteigenden Luftsäule zur Erzeugung einer Luftpressung unterhalb dieser Fangtafel und zur Erzeugung einer Luftverdünnung oberhalb derselben benutzt wird. Dadurch wird erreicht, dafs die durch die Fangtafel abgespaltenen und sie umspülenden, zu beiden Seiten liegenden, gleich grofsen Luftwellen ihre festen Körper in den luftverdünnten Raum, also auf die Oberfläche der Fangtafel, entleeren, ferner dafs eine dritte von der Luftsäule durch die Fangtafel abgespaltene Luftwelle entsteht, welche infolge ihres Anstofsens an die Wandung des Behälters umgekehrt wird und dadurch ihre mitgerissenen festen Körper auf die eine dachförmige Erhöhung unterhalb der Fangtafel wirft; von dort fallen dieselben auf eine besondere Gleitfläche abwärts und gelangen mit den von der Fangtafel abwärts fallenden festen Körpern in einen Sammelbehälter, wo sie sich ablagern und in beliebigen Zeiträumen abgezogen werden. Gleichzeitig veranlassen die Nebenströmungen, welche bei der Theilung der Luftsäule auftreten, dafs der Rest aller von der Luftsäule mitgeführten Körperchen gegen die Wandungen des Kastens geschleudert wird und auf gleiche Weise in den Sammelbehälter geführt wird, so dafs nur kleinste und fast unsichtbare Theilchen in das Freie gelangen.
. Fig. ι ist ein Längsschnitt durch den Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger,
Fig. 2 ein Senkrechtschnitt durch denselben,
Fig. 3 ein Waagerechtschnitt in Richtung der Schnittlinie A-B und
Fig. 4 ein Waagerechtschnitt nach C-D der Fig. i.
Der Einmauerungsstutzen α ragt in die auf den ' Schornstein aufzusetzende Vorrichtung hinein,' welche einen beliebigen viereckigen, rechteckigen, runden oder ovalen Mantel b besitzt; dieser Mantel geht unten in einen Boden ο über, welcher sich flach auf das Schornsteinmauerwerk aufsetzt und nach oben einen Verjüngungsstutzen c mit Rohransatz c1 trägt. Seitlich trägt der Mantel b einen Rohransatz d mit schräg abfallendem Uebergangsstutzen d1, an welchem die Rohrleitung rf2 luftdicht befestigt ist.
Diese Rohrleitung mündet unten in ein mit luftdicht schliefsender Bodenklappe e1 versehenes Sämmelgefäfs, welches auf dem Boden, Corridor, Hausflur oder im Keller unterhalb des Rufsfängers aufgestellt werden kann.
Innerhalb des Mantels b befindet sich annähernd im Winkel von 45 ° angeordnet und nach dem Rohransatz d geneigt eine Gleitbahn y, welche dort, wo das Schornsteinrohr einmündet, entsprechend der Gröfse desselben ausgeschnitten ist und an seiner höchsten Stelle eine sattelförmig nach beiden Seiten der Rückwand des Mantels b abfallende Erhebung f1 bildet. Diese Gleitbahn umschliefst die Ausmündung des in die Vorrichtung hineinragenden Theiles des Einmauerungsstutzens α und schliefst an der Wandung des Mantels an, ist auch in geeigneter Weise" mit dem Einmauerungs-r rahmen α verbunden.
Oberhalb der Gleitbahn f ist die Fangtafel g vorgesehen. Dieselbe bildet eine Grundplatte, auf welcher zwei Bleche gl g*2· der Breite nach verschiebbar sind. Die Fangtafel hat nicht die Breite des Innenraumes des Mantels b, so dafs die aufsteigende Luftsäule zu beiden Seiten derselben in die Höhe steigen kann. Die Regelungsbleche g1 g2 .dienen dazu, den freien Durchgangsquerschnitt der Luftsäule zu beiden Seiten der Fangtafel zu verändern. Zu dem Zwecke werden die Bleche gl g2 bei der in Fig. ι und 2 dargestellten Ausführungsform durch eine Umkantung g3 gehalten, mittelst Flügelmutterschrauben g* und gs festgestellt und in ihrer Lage gehalten. Im zusammengeschobenen Zustande decken die Regelungsbleche g1 g2 die Fangtafel g und können behufs Flächenvergröfserung aus einander gezogen werden. Sie sind zu dem Zwecke mit Langlöchern g6 und g1 versehen.
Bei Vorrichtungen, bei welchen der Mantel runden oder elliptischen Querschnitt besitzt, sind die Regelungsbleche gl g- derart gestaltet, dafs ihr Umfang annähernd parallel diesen Mantelinnenwandungen läuft.
Die Fangtatel g deckt somit einen Theil des Mantelquerschnittes. Sie ist drehbar an einer im Mantel b bei h1 h2 entsprechend gelagerten Achse i befestigt. An ihrem unteren Ende ist eine Kette / befestigt, welche nach abwärts führt und zum Drehen der Fangtafel dient. An ihrem oberen Ende trägt dieselbe ein als Hammer ausgeführtes Belastungsgewicht k, welches in diesem Falle auch als Gegengewicht dem Zuge der Kette / entsprechend wirkt. Im Verjüngungsstutzen c befindet sich einAmbosÄ:1, gegen welchen der Hammer k der Fangtafel g beim Drehen der letzteren anschlagen kann und dadurch beim Anschlagen die Erschütterungen der Fangtafel k selbst, sowie des Mantels b hervorruft.
Zur bequemeren Besteigung der Vorrichtung ist an der Seitenwand desselben ein Mannloch m mit Deckel m1 vorgesehen (Fig. 1).
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Fangtafel g leistet den mit der aufsteigenden Luftsäule mitgerissenen festen Körpern einen festen Widerstand, denn sie deckt die Mündung des Schornsteines ab und es mufs die aufsteigende Luftsäule gegen die Fangtafel g stofsen. Bei diesem Aufstofsen erfährt die Luftsäule an der unteren Seite der Fangtafel eine Luftpressung, an der oberen Seite der Fangtafel tritt entsprechend eine Luftverdünnung auf. Dabei spaltet sich die Luftsäule in drei Luftwellen. Die beiden unter sich gleichen Hauptwellen 1 und 2 (Fig. 5 und 6) gelangen sofort nach oben, indem sie die Fangtafel zu beiden Seiten in ihrer ganzen Länge umspülen, wobei sie durch die freien Austrittsräume zwischen Fangtafel und Mantel ziehen. Dicht oberhalb der Fangtafel gelangen diese beiden Hauptluftwellen in die unmittelbare Nähe des luftverdünnten Raumes (Fig. 5). In diesen werden die in den Luftwellen enthaltenen festen Körper hiheingesaugt und auf der geneigten Oberfläche der Fangtafel abge-' lagert, von wo aus sie durch ihre Schwere in den Rohransatz d und von da nach dem Sammelgefäfs e1 -gleiten. Von den nachrückenden neuen Luftwellen werden die vereinigten Wellen nach der Mündung des Apparates und von da in das Freie gedrängt, während sich die neuen in der beschriebenen Weise wieder vereinigen.
Eine dritte Luftwelle steigt an der geneigten Fangtafel unterhalb derselben in die Höhe, prallt an dem oberen Ende derselben gegen die entgegengestellte senkrechte Wand des Mantels, kehrt infolge des Stofses ihre Bewegung nach unten und wirft dabei infolge der sich äufsernden Wirbelbewegung die in ihr enthaltenen festen Körper auf die dachförmige Erhöhung f1 der Gleitbahn f, von welchem Sattel sie aus der Gleitbahn f nach abwärts in den Rohransatz d und in das Sammelgefäfs e gleiten. Die dritte Welle gelangt nun zur Hälfte und gewissermaafsen im gereinigten Zustande in den Strom der zweiten und ersten Welle und wird von diesem mitgerissen und in das Freie geleitet. Infolge der gewaltsamen Spaltung der Luftsäule , in drei Wellen und infolge der dadurch bedingten Aenderung der Bewegungsrichtungen der Luftsäule wird der Rest aller mitgeführten Körper gegen die Innenwandung des Mantels b gedrängt; hierbei bilden sich kleine Nebenströmungen 4 und 5 (Fig. 5), die genau die Wirbelbewegungen hervorrufen wie die dritte Luftwelle, deren Bestandtheile ebenso abgeführt werden. Auf diese Weise bleiben die festen oder körnigen Theile im Innern der Vorrichtung, alle Funken verlöschen und nur flüchtige, mit dem Auge kaum sichtbaren Staubtheilchen vermischte Gase gelangen ins Freie, wo sie infolge ihres geringen Gewichtes von den herrschenden Luftströmungen vertheilt werden. \
Auf der stark geneigten Fangtafel g und der Gleitfläche f gleiten alle Rufs -, Flugasche-, Kohlen- und Funkentheilchen, somit alle festen Körper willig ab und fallen durch. die Rohrleitung d2 in den Sammelbehälter, von wo sie zeitweise herausgenommen werden. ■■■ :.;
Dieser Vorgang des Hineingleitens in den Sammelbehälter wird dadurch wesentlich befördert, dafs der Raum innerhalb des luftdicht schliefsenden Kastens e an der ebenso dicht schliefsenden Rohrleitung d vermöge der durch den Zug im Schornstein hervorgerufenen Luftverdünnung die festen Körperchen gewissermaafsen in die Rohrleitung d hineinsaugt.
Durch die Veränderung der Breite der Fangtafel kann eine Querschnittsregelung bezw. Verminderung der durchtretenden Luftsäule, mithin Zugregelung erzielt werden.
Die Fangtäfel g ist deshalb beweglich angeordnet, damit das Reinigen des Schornsteins durch den Schornsteinfeger nicht erschwert wird und eine periodische Reinigung des Rufs-, Asche- und , Funkenfängers ermöglicht wird, indem durch kurzes Anziehen der Kette / und dadurch erzieltes Anschlagen des Hammers k an den Ambos kl die Fangtafel g sowohl als auch die ganze Vorrichtung in Erschütterungen versetzt wird, so dafs sich der Rufs von beiden löst und auf den Flächen g, f entlang in das Sammelrohr d. übertritt.
Die Vorrichtung kann in beliebiger Weise für einen oder mehrere neben einander liegende Schornsteine verwendet werden, wobei im letzteren Falle die Sammelrohre d zweier oder mehrerer Schornsteine in einen gemeinschaftlichen Rohrstrang übergehen können (Fig. 7 und 8). Der Rohransatz c1 kann mit irgend einem Wetterblech, einem Rufs - und Luftsauger oder einer Windhaube bekrönt werden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    1: Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger, gekennzeichnet durch eine oberhalb und parallel einer schrägen Gleitbahn f inner-. halb des Mantels b angeordnete Fangtafel g, welche an zwei Seiten ' freie Durchtrittsöffnungen läfst und dadurch die in dem Schornstein emporsteigende Luftsäule unterhalb preist, oberhalb eine Luftverdünnung erzeugt, so dafs die Rauchgase ihre festen Bestandteile in den luftverdünnten Raum oberhalb abgeben, wobei letztere infolge Neigung der Fangtafel in Rohransatz d gelangen, und dafs die an der geneigten Fangtafel in die Höhe steigenden Rauchgase durch Stofs an die Wandungen des Mantels b unter Umkehrung ihrer Bewegungsrichtung ihre festen' Bestandtheile auf das Gleitblech f absetzen.
  2. 2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger die Anordnung einer den Einmauerungsstutzen a umgebenden, mit dachartiger Erhöhung fl an ihrer höchsten Stelle versehenen geneigten Gleitbahn f,' welche bis an die Innenwandung des Mantels reicht.
  3. 3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger die Anordnung beweglicher und feststellbarer
    ■ Seitenbleche g1 g2 auf der Fangtafel g zur Veränderung des Durchschnittsquerschnittes der Luftwellen.
  4. 4. Der unter 1. bis 3. geschützte Rufs-, Flugasche- und Funkenfänger, dahin abgeändert, dafs die Fangtafel g um Achse i drehbar und oben mit einem Vorsprung k ausgerüstet ist, welcher bei der durch eine am unteren Ende der Fangtafel angreifende Kette hervorgerufenen Bewegung gegen einen im Stutzen c befindlichen Anschlag Ar1 trifft, so dafs infolge der Erschütterung die Rufsbestandtheile an der Fangtafel entlang in den Rohransatz d fallen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    KAISERLICHES mUmSSL PATENTAMT.
    Berichtigung
    ZUR PATENTSCHRIFT
    KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
    Im Patent - Anspruch 3 der Patentschrift JVi .90149 mufs es statt »Durchschnittsquerschnittesa heifsen: »Durchtrittsquerschnittes«.
DENDAT90149D Active DE90149C (de)

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