DE90096C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM'
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Februar 1895 ab.
Während es nicht gelungen war, das Resorcin der Naphtalinreihe aus m - Sulfosäuren
des Naphtalins oder der Naphtole in der Alkalischmelze zu erhalten, konnte diese Verbindung
in der Weise erhalten werden, dafs die ßx-Amido-a2-naphtol-a4-sulfosäure
oder die aus letzterer Säure durch Erhitzen mit Wasser auf etwa 180 bis 2100 zunächst entstehende
Naphtoresorcin - α - sulfosäüre mit verdünnten Mineralsäuren auf etwa 235° erhitzt wird.
Es hat sich nun weiter gezeigt, dafs auch andere Sulfosäuren des Naphtoresorcins beim
Erhitzen mit wasserhaltigen Mineralsäuren auf höhere Temperaturen ihre Sulfogruppen unter
Uebergang in Naphtoresorcin verlieren. Eine solche Säure ist die leicht zugängliche, in der
Patentschrift Nr. 79054 beschriebene und dort als »Gelbsäure« bezeichnete Dioxynaphtalindisulfosäure,
deren Constitution bislang unbekannt war und für die durch diese Ueberführbarkeit
in das m - Dioxynaphtalin die m-Stellung der beiden Hydroxylgruppen mit Sicherheit erwiesen wird. Zur Darstellung des
Naphtoresorcins wird die Gelbsäure oder eines ihrer Salze mit verdünnten Mineralsäuren auf
Temperaturen über 21 ο ° erhitzt. Geht man mit der Temperatur nur auf 200 bis 2100,
so wird aus der Gelbsäure nur eine Sulfogruppe abgespalten, und es resultirt eine
Naphtoresorcinmonosulfosäure. Man kann daher zur Darstellung des Naphtoresorcins auch
von letzterer Säure ausgehen und diese mit verdünnten Säuren auf über 2100 erhitzen.
ι Theil Gelbsäure wird mit 5 Theilen 5 procentiger
Schwefelsäure 6 Stunden in einem im Oelbade sitzenden Autoclaven auf 235°
(Temperatur im Öelbade) erhitzt. Der Inhalt des Autoclaven besteht dann aus einer
oberen wässerigen und einer öligen Schicht. Es wird so viel heifses Wasser zugesetzt, dafs
nur noch eine geringe Menge schwarzes Harz ungelöst bleibt, die Lösung kalt filtrirt und
das Filtrat mit Aether ausgeschüttelt. Der Aether wird abdestillirt,. wobei das Naphtoresorcin
als fast farbloses OeI zurückbleibt, das langsam strahlig krystallinisch erstarrt.
Gelbsäure wird mit 5 Theilen 5 procentiger Schwefelsäure nur auf etwa 2100 4 Stunden
lang erhitzt, die Reactionsmasse mit Kalk neutralisirt, die Lösung vom Gyps abgesaugt und
mit Sodalösung zur Ausfällung des Calciums versetzt. Nach der Filtration wird durch Eindampfen
der erhaltenen Lösung das Natriumsalz der Monosulfosäure erhalten. Dieselbe wird nach Beispiel 1 durch Erhitzen mit
5 procentiger Schwefelsäure auf circa 2 3 5 ° in das Naphtoresorcin übergeführt.
An Stelle der verdünnten Schwefelsäure können .auch andere wasserhaltige Säuren Verwendung
finden.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:Verfahren zur Darstellung von Naphtoresorcin, darin bestehend, dafs man die Gelbsäure des Patentes Nr. 79054 oder die daraus durch Erhitzen mit verdünnten Säuren auf etwa 2io° zunächst entstehende Monosulfosäure oder die Salze dieser Säuren mit wasserhaltigen Säuren auf Temperaturen über 2100 erhitzt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE90096C true DE90096C (de) |
Family
ID=361849
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT90096D Active DE90096C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE90096C (de) |
-
0
- DE DENDAT90096D patent/DE90096C/de active Active
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