DE899672C - Vorrichtung zum Verstaerken von Spannungsimpulsen mittels einer Glimmentladungsroehre und Glimmentladungsroehre dafuer - Google Patents
Vorrichtung zum Verstaerken von Spannungsimpulsen mittels einer Glimmentladungsroehre und Glimmentladungsroehre dafuerInfo
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Description
Die Erfindung .betrifft eine Vorrichtung zum Verstärken, von Spannungsimpulsen mittels einer
Glimmentladungsröhre, bei der der Spannungsimpuls einer zwischen Anode und Kathode angeordneten,
Zündelektrode zugeführt wird und bei der zwischen Katlhode und Anode ein Kondensator
und in Reihe mit 'der Röhre ein hoher Widerstand
liegt.
Ferner betrifft die Erfindung eine Glimmentladungsröhre für eine .solche Vorrichtung·.
■Gewöhnlich ist die Zündelektrode über einen selhr hohen Widerstand mit der Anode venbunden
und derart angeordnet, daß beim Fehlen einer Entladung zwischen Anode und Kathode diese Zündelektrode
von einem geringen Strom durchflössen wird, der zum Vermeiden von Zündverzögerungen,
alber nicht zum Zünden der Röhre hinreicht. Der sehr holhe Widerstand bringt die Zündelektrode auf
eine geeignete Vorspannung, so daß mittels kleiner Impulse gezündet werden kann.
Die durch den Spannungsimpuls gezündete Entladung zwischen Anoide und Kathode entlädt den
Kondensator. Der Stromstoß durch den hohen Widerstand zum Aufladen der Röhre wird zur
Anzeige verwendet sowie gegebenenfalls zum Weiterverstärken des Spannungsimpulses. Die
Große dieses Stroms wird durch den Widerstand festgelegt, und zwar mit Rücksicht auf die Forderung,
.daß der Ladestrom des Kondensators kleiner sein muß als der Strom, bei dem die Entladung
durch die Röhre erlischt (Löschstrom). Es ist erwünscht, daß die Entlaidung zwischen Anode
und Kathode bei einem möglichst großen. Wert des
Stroms wieder erlischt. Je größer dieser Strom ist, um so kleiner bann der Widerstand bemessen
wenden. Bei !gleicher i?C-Zait kann, man dann die
über die Rohre geschaltete Kapazität größer machen und somit bei der gleichen Impulszahl
einen größeren Strom erhalten. Man kann dann jedoch auch die Zeitkonistamte des .RC-Gliedes
kleiner machen und den Strom gleich kissen, so
ίο daß kurz aufeinanderfolgende Impulse getrennt
werden können.
Um auch kleine Spannungsimpulse verstärken zu können, ist es jedoch erwünscht, daß zum
Zünden der Röhre nur geringe Spanniungsimpulse an der Zündelektrode erforderlich sind. Die Forderungen
eines großen Löschstroms und kleiner Steuenspannungsimpulse stehen jedoch miteinander
im Widerspruch, unid dies hat dazu geführt, zwei oder drei Glimmentladungsröhren parallel zu ver-
ao wenden, um 'dennoch einen hinreichenden Strom erhalten zu können.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung mit großer Zündempfindlichikeit und großem Löschstrom
zu schaffen.
«5 Bei einer Vorrichtung zum Verstärken von Spannungsimpulsen mittels einer Glimmentladungsröhre,
'bei der der Spannungsimpulis einer zwischen Anode und Kathode liegenden! Zündelektrode
zugeführt wird und bei der zwischen Anode und Kathode ein Kondensator und in Reihe
mit der Röhre ein hoher Widerstand liegt, ist gemäß der Erfindung in der Glimmentladungsröhre
zwischen der Kathode und der Zündelektrode eine gitterförmige Hilfselektrode angeordnet, die
über einen hohen Widerstand mit der Kathode verbunden und in solcher Entfernung von der Katholde
angeordnet ist, daß sie außerhalb des Bereiches des Kathodenfalles liegt.
Beim Zünden setzt 'die Entladung zwischen der
Zündelektrode und der gitterförmiigen Elektrode ein, aber da diese über einen Widerstand mit der
Kathode verbunden ist, geht die Entladung durch das Gitter hindurch auf die Kathode und andererseits
nach der Anode. Bei absinkender Anodenspannung wird die Entladung zwischen Hilfselektrode
und Kathode bei demselben Anodenstrom eher abbrechen, weil über die Hilfselektrode und
den hohen Widerstand ein Teil des Anodenstroms aJbfließt.
Die Erfindung äst in der Zeichnung näher erläutert, in der
Fig. ι eine bekannte Schaltung,
Fig. 2 eine Schaltung nach der Erfindung und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Röhre zur Verwendung bei einer Vorrichtung nach der Erfindung darstellt.
Fig. 2 eine Schaltung nach der Erfindung und
Fig. 3 einen Schnitt durch eine Röhre zur Verwendung bei einer Vorrichtung nach der Erfindung darstellt.
■ In Fig. ι bezeichnet ι eine Röhre, in der eine
Anode 2, eine Kathode 3 sowie eine ringförmige Zündelektrode 4 enthalten sind. Bin Widerstand. 8
von iioP Ohm ist zwischen, der Anode und der
Zündelektrode eingeschaltet. Die Kathode ist über einen Widerstand 5 von der Größenordnung
ι Megohm über ein Meßgerät 6 mit einer Spannungsquelle
von 100 bis 200 Volt verbunden. Die zu verstärkenden Impulse wenden der Zünid'e'lektrode4
zugeführt. Zwischen Anode und Katholde ist ein Kondensator 7 eingeschaltet.
In Fig. 2 ist die Schaltung nur darin von jener in Fig. ι verschieden, daß eine Hilfselektrode 9
vorgesehen ist und zwischen dieser Hilfselektrode und der Kathode 3 ein Widerstand 11 von 1 Megohm
liegt.
In Fig. 3 sind die Röhrenwand und die Elektroden mit den gleichen Bezuigsziffern wie in Fig. 1
bezeichnet. Zwischen der Kathode 3 und der Zündelektrode 4 ist eine Elektrode 9 in Form einer
Platte angebracht, in der Löcher 10 angebracht sind. Bei einem Anoden- und Katihodendurchmesser
von ι cm können z. B. sieben Löcher angebracht sein, und zwar eines in, der Mitte und sechs regelmäßig
über einen Kreis mit 1 cm Durchmesser verteilt, wobei die Löcher alle 1,5 mm Durchmesser
haben.
Die Wirkungsweise der Schaltung der Fig1, ζ ist
derart, daß der Spannungsunterschied zwischen der Anode und der Hilfselektrode 9 verhältnismäßiggering
ist und zwischen der Hilfselektrode und der Kathode z. B-. angenähert1 100 Volt betragen
fcanni. Die Hilfselektrode entnimmt dem
Anqdenstrom dann einen Steotm von etwa ioo· μΑ,
und der Kathodenstrotn ist somit um iioö μΑ
kleiner als der Anodenstrom. Da das Löschen durch die Verhältnisse an der Kathode bedingt ist,
erlischt die Entladung somit (bei einem größeren Gesamtstrom, als wenn die Hilfselektrode nicht
vorhanden wäre. Da die ZündempfindHchkelit durch die Anordnung der Zündelektrode einander gegenüber
bedingt ist, kann sie unabhängig1 von der Einstellung dies Löschstroms bemessen werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:ι. Vorrichtung zum Verstärken von Spannungsimpulsen mittels einer Glimmentladungsröhre, bei der der Spannungsimpuls einer zwischen Anode und Kathode liegenden Zündelektrode zugeführt wind unfd bei der zwischen Anode und Kathode ein Kondensator urid in Reihe mit der Röhre ein hoher Widerstand Liegt, dadurch gekennzeichnet, daß in der Glimmentladungsröhre zwischen der Kathode und der Zündelektrode eine gitterförmige Hilfselefctnode (9) vorhanden ist, die über einen höhen Widerstand mit der Kathode verbunden und in solcher Entfernung von der Kathode· angeordnet ist, daß sie außerhalb des Bereiches des Kathadenfallis liegt.
- 2. Glimmentladungsröhre für eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Katihode und der Zündelektrode eine igitterförmige Hilfselektrode an- lao geordnet ist, die außerhalb des Bereiches des Kathodenfalls liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5643 12. S3
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