DE898351C - Verfahren und Vorrichtung zur Dampfsterilisation fuer medizinische Zwecke - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Dampfsterilisation fuer medizinische Zwecke

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DE898351C
DE898351C DEL382D DEL0000382D DE898351C DE 898351 C DE898351 C DE 898351C DE L382 D DEL382 D DE L382D DE L0000382 D DEL0000382 D DE L0000382D DE 898351 C DE898351 C DE 898351C
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steam
sterilization
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DEL382D
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Franz Lautenschlaeger
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas
    • A61L2/07Steam

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Dampfsterilisation für medizinische Zwecke Zur Sterilisation für medizinische Zwecke sind drei mit gespanntem Dampf arbeitende Verfahren bekannt: Das Strömungsverfahren, das Luftabscheiderverfahren und das Clemessen-Verfahren.
  • Alle drei Verfahren, bei denen das in einem Sterilisierbehälter untergebrachte Sterilisiergut in einer druckfesten Sterilisierkammer sterilisiert wird, haben erheblich Nachteile, die im folgenden erläutern sind.
  • Beim Strömungs- und Luftabscheiderverfahren ist eine verhältnismäßig lange Betribszeit notwendig. Die in der Sterilifs,ierlcammer befindliche Luft läßt sich durch den durchströmenden Dampf zwar rasch entfernen; die Entfernung der Luft aus dem Sterilisierbehälter ist jedoch insbesondere bei Idicht gepacktem Sterilisiergut, z. B. Verbandstoff, Handtücher u. dgl., oder auch bei Hohlkörpern, wie Spritzen und Kanülen, sehr schwierig und erfordert nicht nur eine sorgfältige Bedienung des Apparates, sondern auch einen erheblichen Zeitaufwand.
  • Der in die Sterilisierkammer eintretende Dampf nimmt den Weg des geringsten Widerstandes, geht also um den Sterilisierbehälter biw. um das Sterilisiergut herum, ohne in bzw. durch das Sterilisiergut zu dringen. Der die Sterilisierbehälter umschließende Dampf verhindert außerdem den Luftaustritt.
  • Beim Strömungs- und Luftabscheiderverfahren sind aus diesem Grunde folgende Bedienungsmaßnahmen erforderlich: Der gespannte Dampf muß vorsichtig gedrosselt eingelassen, werden. Dann ist ein Strömentlassen des Dampfes durch die Steri- lisierkammer und das voll geöffnete Luftaustrittsventil notwendig, um die Hauptmenge der Luft aus Kammer und Sterilisiergut zu entfernen. Nach einer gewissen Zeit wird dann bei Erreichen von 1000 C am Luftventil dieses beim Strömungsverfahren gedrosselt oder aber beim Luftabscheiderverfahren vollständig geschlossen. Nun steigt langsam in der Sterilisierkammer Druck und Temperatur, bis, am Luftventil die Sterilisiertemperatur von iInoO C erreicht ist (Steigezeit). Dabei ist wohl zu beachten, daß diese am Luftventil gemessene Temperatur durchaus nicht der Temperatur im Sterilisiergut entspricht. Der Dampf, der z. B. mit I200 C in die Sterilisierkammer strömt, muß bei seinem Weg zum Sterilisiergut die Sterilisierkammerwandung und SteriT sierbehälterwandung miterwärmen. Dieses Temperaturgefälle und das Vorhandensein von Luftinseln im Sterilisiergut hat zur Folge, daß die im Sterilisiergut vorhandene Temperatur beim vorgenannten Beispiel noch nicht I20° C beträgt, wenn am Luftventil schon I200 C gemessen sind. Um das Sterilisiergut auf die Sterilisiertemperatuir zu bringen, ist noch eine gewisse Zeit, die sogenannte Ausgleichszeit, erforderlich, die vor allem erst der restlichen Luftentfernung dient, um die Ausgleichung der Temperatur des Sterili!siergutes an die des Sterilisierdampfes zu bewirken. Erst dann beginnt die eigentliche Sterilisierzeit, die zum Abtöten der Keime nötig ist.
  • Beim Strömungs- und Luftabscheiderverfahren ist also eine verhältnismäßig lange Betriebszeit, die fast I Stunde beträgt, erforderlich, die bei eisernen Schrankapparaten wegen der langen Vorwärmung noch mehr beträgt. Ein Nachteil dieser beiden Verfahren ist noch darin zu sehen, daß das Sterilisiergut lange Zeit einer verhältnismäßig hohen Temperatur ausgesetzt und durch öfteres Sterilisieren beschädigt wird.
  • Das Clemessen-Verfahren hat gegenüber den beiden vorgenannten Verfahren den Vorteil einer kürzeren Betriebszeit. Trotzdem hat es sich nicht in der Praxis durchsetzen können, und zwar aus folgenden. Gründen: Beim Clemessen-Verfahren werden die mit Dichtungsringen versehenen Sterilisierbehälter so übereinandergestellt, daß sie dampfdicht übereinanderstehen und der unterste Sterilisierbehälter ebenfalls dampfdicht mit seinem Boden über dem Luftablaß steht. Durch diese Abdichtungen soll eine zwangsweise Dampfführung des in die Sterilisierkammer eintretenden gespannten Dampfes gewährleistet werden, indem der Dampf nicht seitlich und von unten zu den Sterilisierbehältern gelangen kann, sondern gezwungen werden soll, von oben nach unten durch das Sterilisiergut zu strömen. In der Praxis ist aber eine solche Abdichtung nicht durchführbar. Da die Sterilisierbehälter auf dem Fußboden od. dgl. aufgestellt werden, so ist es nicht zu vermeiden, daß Schmutzteile an die Dichtungsringe gelangen. Die geringste Undichtigkeit aber, die durch ein Streichholz, einen Nagel und Brüchigwerden der Gummidichtungen u. dgl. hervorgerufen ist, wird das Clemessen-Verfahren wirkungslos machen, da dann die Betriebszeit genau so lange ist wie beim Strömungsverfahren. Die Beobachtung der Vorgänge in der Sterilisierkammer, insbesondere die Beobachtung der Luftentfernung, i,st weder hier noch beim Strömungs- oder Luftabscheiderverfahren möglich, da der Autoklav vor dem Dampfeinlaß geschlossen wird und geschlossen bleibt. Außerdem ist beim Clemessen-Verfahren wie auch beim Strömungsverfahren die Gefahr von Bedienungsfebiern gegeben, indem beispielsweise das Drosseln des Luftventils zu früh erfolgt und dann noch zu viel Luft im Sterilisiergut ist, wodurch ebenfalls die Sicherheit der Sterilisaüon gefährdet wird.
  • Es ist auch ein Sterilisierapparat bekannt, bei dem von oben in eine Sterilisierkammer ein das Sterilisiergut enthaltender Sterilisierbehälter eingehängt wird, dessen überstehender Randteil beim Festschrauben des Deckels abgedichtet werden muß, damit der unten in der Sterilisierkammer entwickelte Dampf zwangsläufig durch eine Reihe von Löchern in den Sterilisierbehälter eintritt und von unten nach oben durch das Sterilisiergut hindurchtritt. Es handelt sich bei diesem Apparat im weseitlichen auch um ein Clemessen-Verfahren, das außer der notwendigen Abdichtung zwischen Sterilisierbehälter und Sterilisierkammer noch den grundsätzlichen Fehler hat, daß die Dampfführung und Luftaustreibung von unten nach oben erfolgt.
  • Alle Mängel der genannten Verfahren werden durch das neue Verfahren beseitigt. Auch bei dem neuen Verfahren wird die übliche druckfeste Sterilisierkammer sowie auch ein das Sterilisiergut enthaltender Sterilisierbehälter verwendet, wobei der Dampf von oben nach unten durch Kammer und Sterilisiergut strömt. Nach der Erfindung wird nun der Dampf in Form eines Dampfstrahles durch eine einzige Zuleitung unmittelbar in den Sterilisierbehälter geleitet, so Idaß der Dampf zuerst das Sterilisiergut durchströmt und dann erst nach dem Austritt aus dem Sterilisierbehälter in die Sterilisierkammer gelangt.
  • Der einzige Widerstand, der sich dem Sterilisierdampf entgegensetzt, ist das Sterilisliergut, das nunmehr zwangsläufig durch den Dampf in Richtung von oben nach unten bei gleichzeitiger Luftentfernung direkt durchdrungen (bei porösem Sterilisiergut) bzw. direkt umdampft wird (bei unporösem Sterilisiergut). Dabei wird also neben der sofortigen direkten Luftaustreibung eine schlagartig einsetzende Wärme- bzw. Hitzanspannung des Sterilisiergutes an den durchströmenden 5 teriiisierdampf erreicht, eben bedingt durch die direkte unmittelbare Einwirkung des Sterilisierdampfes auf das Sterilisiergut. Bei diesem Verfahren wird die Luft mit größter Schnelligkeit und Sicherheit durch den gespannten Dampf aus dem Sterilisiergut bzw.
  • Sterilisierbehälter ausgetrieben. Ein Temperaturverlust tritt nicht ein, da der gespannte Dampf von beispielsweise I20° C unmittelbar auf kürzestem Wege zu dem Sterilisiergut gelangt. Durch das neue Verfahren kommt also die Vorwärmezeit in Wegfall, desgleichen auch die obenerwähnte Steigezeit und Ausgleichszeit. Da der Dampf zu- erst in das Sterilisiergut und dann erst in die Sterilisierkammer gelangt, ist nicht mehr eine Differenz zwischen der in der Sterilisierkammer vorhandenen Temperatur und der Temperatur im Sterilisiergut vorhanden. Das Thermometer am Luftventil, d. h. im Ausgangsstutzen der Sterilisierkammer zum Ablassen des das Sterilisiergtit bereits passierten Abdampfes und der Luft, zeigt also richtig die tatsächlich sowohl im Sterilisiergut als auch in der Sterilisierkammer vorhandene Temperatur an.
  • Erfindungsgemäß kann ferner bei dem neuen Verfahren der Dampf bei offener Sterilisierkammertür in den Sterilisierbehälter eingeleitet werden, so daß die Luftentfernung gewissermaßen beobachtet werden kann und die Kammertür ,dann erst bei sichtbarem Dampfaustritt aus dem Sterilisierbehälter in die Kammer geschlossen wird.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von zur Durchführung des neuen Verfahrens verwendeten Vorrichtungen dargesteslqt. Es zeigt Fig. 1 eine Vorderansicht eines Sterilisationsapparates bei geöffneter Tür, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach Linie II-II der Fig. I, Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen neuen Sterilisierbehälter, Fig. 4 einen Längsschnitt (durch einen Sterilisierbehältler in geänderter Ausführung, Fig. 5 die Vorderansicht eines Autoklavs mit mehreren eingesetzten Sterilisierbehältern, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt durch einen Sterili,sierbehälter.
  • In der Zeichnung ist mit wI ein Dampfisterilisationsapparat bezeichnet, in dem eine Sterilisierkammer 2 mit dampfdicht schließender Tür 3 vorgesehen ist. Der Autoklav sowie die Sterilisierkammer können ganz beliebige Form und Größe haben. In die Sterilisierkammer ist in bekannter Weise ein Sterilisierbehälter 4 eingesetzt, der z: B. poröses Sterilisiergut 5 enthält, das aus Verbandstoff, Handtüchern, Wäsche u. dgl. bestehen kann.
  • Der gespannte Dampf, der im Autoklav I selbst entwickelt ist oder aber von einer fremden Dampfquelle stammt, wird durch eine Leitung 6 über ein Ventil 7 von oben zugeführt. Während nun bei den vorbekannten Sterilisationsverfahren der mit der Leitung 6 zugeführte Dampf zunächst in die Sterilisierkammer 2 strömt und dann erst in den Sterilisierbehälter 4 eindringt, wird ,im Gegensatz hierzu nach dem neuen Verfahren der Dampf durch eine an die Leitung 6 angeschlossene und in die Sterilisierkammer 2 hineinragende Zuleitung 8 (Metallschlauch, Rohrstutzen od. dgl.) unmittelbar in den Sterilisierbehälier 4 geführt. Die Zuleitung 8 ist durch eine dampfidichte Verbindung beliebiger Konstruktion, z. B. Konus, Bajonettverschluß, Schraubverschluß od. dgl., mit dem Sterilisierbehälter 4 verbunden.
  • Nach der schematischen Darstellung der Fig. 2 strömt also Ider Dampf durch die Rohrleitung 6 und die Zuleitung 8 in Eden Behälter 4 und treibt die im Sterilisiergut befindliche Luft in der angegebenen Pfeilrichtung zwangsläufig nach unten aus. Dabei wird zweckmäßig so verfahren, daß die Tür 3 offen bleibt, bis unten beispielsweise durch die Offnungen g des Behälters 4 Dampf in die Kammer 2 austritt. Dann wird die Tür 3 verschlossen, so daß der aus der Öffnung g austretende Dampf nunmehr die Kammer 2 füllt und mit der verdrängten Luft zusammen durch die Rohrleitung IO und das offene Luftventil ,r I abfließt. Nach dem Schließen der Tür 3 ist in ganz kurzer Zeit am Thermometer 12 die Temperatur von I00° C erreicht, wobei das Luftventil I'I gedrosselt (Strömungsverfahren) oder aber bei Verwendung eines in die Leitung IO eingeschalteten Luft abs cheiders vollständig geschlossen wird. In kürzester Zeit steigen dann Druck und Temperatur in der Sterilisierkammer 2, bis die gewünschte Sterilisiertemperatur erreicht ist.
  • Dabei ist es wesentlich, daß diese Sterilisiertemperatur durch die uamittelbare Dampfzuführung zu dem Sterilisierbehälter 4 zunächst in diesem erreicht ist und dann erst in der Sterilisierkammer 2 und in der Rohrleitung IO erreicht wird. Wenn also an dem Thermometero die Sterilisiertemperatur abgelesen wird, so ist bestimmt auch im Sterilisiergut diese Temperatur vorhanden. Die Ausgleichszeit beim Strömungs und Luftabscheiderverfahren kommt also vollständig in Wegfall.
  • Bei dem neuen Verfahren tritt also nicht nur eine gewisse Verminderung der Betrieb,slzeit ein, sonden die Betriebsizeit wird so wesentlich herabgesetzt, daß sie nur noch einen Bruchteil der bisher erforderlichen Betriebszeit beträgt. Mit Rücksicht auf diese Schnelligkeit der Sterilisation wird auch eine Schonung des Sterilisiergutes bei wiederholter Dampfsterilisation erzielt. Da der gespannte Dampf nur verhältnismäßig kurze Zeit auf das Sterilisiergut einwirkt, kann gegebenenfalls auch mit Dampf höherer Temperatur über I20° C gearbeitet werden, wodurch die Betriebszeit weiterhin abgekürzt werden kann.
  • In Fig. 3 und 4 sind Sterilisierbehälter gezeigt, wie sie heute für die Sterilisation von Verbandstoffen und dergleichen verwendet werden. Diese Sterilisierbehälter, die mit durchbrochenen Boden-und Deckelteilen bzw. auch mit durcEhbrochenen Seitenwandungen ausgerüstet sind, sind jedoch zur Durchführung des neuen Verfahrens so abgerundet worden, wie dies die Fig. 3 und 4 zeigen. Diese Sterilisierbehälter müssen an allen Seitenwandungen 13, I4 sowie auch auf der Oberseite 15 Dampf dicht geschlossen sein, wobei auf der Oberseite eine Dampfeinlaßöffnung I6 vorgesehen ist. Die Unterseite kann gemäß Fig. 3 nur einen Dampf- und Luftaustritt I7 aufweisen oder aber auch eine Mehrzahl von Dampf- und Luftaustrittsöffnungen I8 haben (Fig. 4). Zweckmäßig wird gemäß Fig. 3 und 4 die Dampfeinlaßöffnung im Boden 15 des Sterilisierbehälters und die Dampf- und Luftauslaßöffnung 17 bzw. -öffnungen;I8 im abhebbaren Deckel 19 angeordnet, so daß also der Sterilisierbehälter in umgekehrter Lage in die Sterilisierkammer eingesetzt wird. Zum Füllen und Ent- leeren wird dann der Sterilisierbehälter umgedreht, so daß er auf dem Boden 15 steht. Bei dem vorteilhaften Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 und 4 ist im Boden ei 5 des Steriiisierbehälters ein von Sterilisiergut freier Hohlraum 20 vorgesehen, in dem sich der bei I6 eintretende Dampf an der Oberseite des Sterilisiergutes in Pfeilrichtung frei verteilen kann. Zur BiLdungxdieses Hohlraumes 20 ist zweckmäßig ein im Abstand vom Boden 15 angeordnetes, mit Durchbrechungen versehenes Blech 2I angeordnet, das durch ein Filtertuch22 abgedeckt sein kann. Dieses Filter kann aber auch in dem Einlaßstutzen 16 vorgesehen .sein. Auch zwischen Deckel' 19 und, Sterilisiergut kann bei der Ausführung nach Fig. 3 ein sterilisiergutfreier Hohlraum 23 vorgesehen sein. Dieser kann aber auch gemäß Fig. 4 wegfallen, indem der Deckel 24 eine größere Anzahl von Durchbrechungen Is aufweist, die durch ein dampft und luftdurchlässiges Filtertuch 25 innen abgedeckt sein können.
  • Das neue Verfahren ist nicht nur zum Sterilisieren von porösem Gut, wie Verbandstoffen u. dgl., geeignet, sondern kann für jedes Sterilisiergut angewendet werden, wie z. B. Handschuhe, Schläuche, Spritzen, Flaschen, Instrumente u. dgl.
  • Die Erfindung ist stets dann mit Vorteil anwendbar, wenn es darauf ankommt, Luft aus Hohlräumen im Sterilisiergut oder in dem sie einschließenden Sterilisierbehälter zu entfernen.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung eines einzigen Sterilisierbehälters beschränkt. Wie aus den Fig. 5 und 6 hervorgeht, können in ,der Sterilisierkammer 26 eines Autoklavs mehrere, bei dem gezeigten Beispiel vier Sterilisierbehälter 27 angeordnet sein, die eine Ausführung nach Fig. 7 haben können. Der gespannte Dampf wird auch hier wieder durch eine Leitung 28 zugeführt, wobei in diesem Fall natürlich für jeden einzelnen Sterilisierbehälter 27 eine Dampfzuileitung2g, die mit dem Sterilisierbehälter 27 dampfdicht verbunden ist, vorgesehen sein muß. Die Sterilisierbehälter sind auf ein im Abstand vom Boden 30 eingesetztes, zweckmäßig mit Durchbrechungen versehenes Bleich 3? aufgestellt, so Edaß der durch die Öffnungen 32 aus den Sterilisierbehältern austretende Dampf ungehindert in die Sterilisier-Kammer strömen kann. Mit 33 ist das Dampf- und Luftabieitungsrohr bezeichnet.
  • Erfindungsgemäß kann ferner in der Wandung der Sterilisierkammer 26 oder in der Sterilisierkammertür 34 ein Schauglas 35 vorgesehen sein, das es ermöglicht, denDampfeintritt aus tden Sterilisiei behältern in die Sterilisierkammer 26 bei ge schlossener Tür 34 zu beobachten. In diesem Fall wird die Sterilisierkammertür 34 schon vor dem Einlassen ,des Dampfes durch Ventil 36 geschlossen, womit Wärmeverluste vermieden werden und die Temperatur von I00° C am Thermometer 37 noch früher erreicht werden kann als bei offener Tür 34.
  • Aus den Fig. 5 bis 7 geht hervor, Edaß die Sterilisiierbehälter eine größere Höhe im Verhältnis zum Durchmesser bzw. zur Breite aufweisen. Dies hat den guten Vorteil einer guten Dampfführung und Luftaustreibung, wobei tote Ecken, die vom Dampf nicht erfaßt werden, -vermiedeni sind. Auch bei diesem Sterilisierbehälter 27 ist der Boden 38 mit dem Mantel 39 des Sterilisierbdhälters dampfdicht verbunden, wobei auch hier zweckmäßig ein freier Raum 40 für edie freie Dampfverteilung vorgesehen ist. Boden 38 und Deckel4tI sind mit Füßen 42, Knöpfen od. dgl. versehen, um den Sterilisierbehälter auf dem Boden abstellen zu können, und zwar derart, daß der Dampfeinlaß 43 mit dem Boden nicht in Berührung kommt und auch der Dampf-und Luftauslaß 32 so angeordnet ist, daß Dampf und Luft frei in die Sterilisierkammer austreten können. Die Füße 42 können auch als Handgriffe aüsgebildet sein.
  • Sofern der Sterilisierbehälter nicht in umgekehrter Lage in die Sterilisierkammer gebracht werden soll, kann auch der Teil 41 mit dem Mantel 39 durchLöten od. dgl. fest verbunden sein, während der Teil 38 als Deckel ausgebildet ist, der in diesem Fall jedoch durch eine geeignete Dichtung dampfdicht mit dem Mantel 39 verbunden sein muß.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zurDampfsterilisation für medizinische Zwecke, insbesondere zur Sterilisation von porösem Gut, unter Verwendung einer druckfesten, Sterilisierikammer, durch die gespannter Dampf von oben nach unten strömt, und eines in diese eingesetzten dampfdurchlässigen, das Sterßilisiergut enthaltenden Sterilisierbehälters, dadurch gelçennzeichnet, daß der Dampf in Form eines, Dampfstrahles durch eine einige Zuleitung unmittelbar in aden Sterilisierbehälter geleitet wird, so daß der Dampf zuerst das Sterilisiergut durchströmt und dann erst nach dem Austritt aus dem Sterilisierbehälter in die Sterilisierkammer gelangt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß bei offener Sterilisierkammertür Ider Dampf in den Sterilisierbehälter eingeleitet und die Tür erst bei sichtbarem Dampfaustritt in die Kammer geschlossen wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Aus führung des. Verfahrens nach Anspruch sI, gekennzeichnet durch eine in die Sterilisierkammer hineinragende Zuleitung, z. B. einen Metal-Ischlauch oder Ro'hrstutzen, für die Dampfzuleitung, die dampfdicht mit -dein Sterilisierbehälter verbunden werden kann.
  4. 4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, gekennzeichnet durch einen oben und an den Seiten dampfdichten Sterilisierbehälter, der oben eine Einlaßöffnung für den Dampf und unten eine oder mehrere Öffnungen für Dampf- und Luftaustritt aufweist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampfeinlaßöffnung im Boden,des Sterilisierbehälters und die Dampf-und Luftaus4aßöffnung bzw. -öffnungen im abhebbaren Deckel desselben angeordnet sind, wo- bei Ider Sterilisierbehälter in umgekehrter Lage in die Sterilisierkammer eingesetzt wird.
  6. 6. Vorrichtung nach den An,sprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Boden des Sterilisierbehälters ein von Sterilisiergut freier Hohlraum zur Dampfverteilung vorgesehen ist, der durch ein in Abstand vom Boden angeordnetes, mit Durchbrechungen versehenes und zweckmäßig durch ein Filtertuch abgedecktes Blech, Rost oder Drahtgeflecht gebildet wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Sterilisierkammermantel oder derSterilisierkammertjü-r einSchauglas vorgesehen ist, um das Austreten des' ersten Dampfes aus dem Sterilisierbehälter in die Sterilisierkammer beobachten zu können.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0221580A1 (de) * 1985-11-05 1987-05-13 Marten Dirk E. Barel Vorrichtung zur Sterilisation von Steinwolle

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