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Die Erfindung betrifft einen Sterilisationsapparat für
medizinische Instrumente und ähnliche Gegenstände, die einfach
zu handhaben und/oder zu entnehmen sind, der aus einem Gehäuse
mit einer Sterilisationskammer besteht, die im wesentlichen
einen doppelwandigen Boiler umfaßt, wobei Flüssigkeiten wie
z. B. demineralisiertes Wasser zwischen der Innen- und
Außenwand des genannten Boilers vorhanden sind sowie Regler
und Heizelemente zur Durchführung des Sterilisationsprozesses,
durch welche die Temperatur und der daraus erzeugte Dampf
kontrolliert werden.
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Der erfindungsgemäße Sterilisationsapparat betrifft
einen sogenannten Ministerilisationsapparat, der oft in
Zahnarztpraxen verwendet wird. Der Inhalt dieser Art von Apparat
liegt in dem Bereich zwischen 10-50 Litern und die
benötigten Temperaturen liegen oft zwischen 121ºC-134ºC und
Drücken von ungefähr 210-310 kPa.
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Das deutsche Patent 904 237 sowie das französische
Patent 889 067 offenbaren relativ kleine
Sterilisationsapparate. Derartige Apparate können jedoch nicht die
vorliegenden Anforderungen wie hohe Sterilisationstemperaturen
und Drücke, wie oben benannt, erfüllen, die offensichtlich
auch zuverlässig in einem relativ kleineren Apparat oder
wenigstens in den Dimensionen - der entgegengehaltenen-Apparate
realisiert sein sollte.
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Ein anderes von den genannten Mini-Sterilisationsapparaten
bekanntes Problem ist, daß dieser Typ von Apparat kaum, wenn
überhaupt die (internationalen) Anforderungen erfüllen kann,
die unter anderem das Erreichen einer stabilen
Umgebungstemperatur des Sterilisationsboilers während der Sterilisation
betreffen.
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Der erfindungsgemäße Sterilisationsapparat überwindet
diese Probleme aufgrund der Tatsache, daß das Gehäuse mit der
Sterilisationskammer einen waagerecht angeordneten
zylindrischen Boiler aufweist, worin ein zylindrischer innerer
Boiler mit einem Volumen zwischen 10-50 Litern waagerecht
angeordnet ist, wobei die genannte Flüssigkeit teilweise den
zylindrischen Raum zwischen den genannten Boilern ausfüllt,
wobei zumindest während des Sterilisationsvorgangs der obere
zylindrische Raum mit Dampf und Mitteln ausgefüllt ist, die
vorhanden sind, um die stoßweise Dampfzufuhr in die genannten
inneren Boiler zu gewährleisten.
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Um den Sterilisationsprozeß in einen derartigen Apparat zu
optimieren werden Einrichtungen, wie z. B. Ejektoren,
Vakuumventile und ähnliche Elemente angewendet, die erfindungsgemäß
ein pulsierendes Vakuum in dem Boiler erzeugen kann, so daß
Luft in den Instrumenten oder ähnlichen Gegenständen, die
sterilisiert werden sollen, effektiv entfernt wird.
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Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführungsform wird
erreicht, indem Mittel vorhanden sind, die auch ein stoßweises
Vakuum in dem Boiler gewährleisten können, so daß Luft in den
Instrumenten oder ähnlichen Gegenständen, die sterilisiert
werden sollen, entfernt werden kann.
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Um den erfindungsgemäßen Sterilisationsprozeß sicher zu
gestalten, sind Mittel zum Einstellen bzw. zum Messen von
Druck, Temperatur, Zeit und des Ausstoßes vorhanden, um alle
in dem Boiler vor, während und nach dem Sterilisationsprozeß
auftretenden Phasen zu kontrollieren. Diese Mittel sind
vorzugsweise durch einen Prozeßrechner gesteuert, der die
verschiedenen Ausgabedaten digital und/oder alphanumerisch
und/oder graphisch beispielsweise an einen internen oder
externen Druckapparat (Drucker) anzeigt.
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Insbesondere in einer Zahnarztpraxis, wo ein
Druckkocher intensiv eingesetzt wird, kann es wünschenswert sein,
einen Ministerilisationsapparat mit einer (Zeit-) Schaltuhr
zur Verwendung im "Stand-by" Modus, z. B. zum Aufheizen und
Aufrechterhalten der Temperatur des Boilers zur Verfügung zu
stellen.
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Vorteile werden durch eine erfindungsgemäße
Ausführungsform des Ministerilisationsapparates erreicht, der
dadurch gekennzeichnet ist, daß der Sterilisationsraum des
Boilers mit seitlichen Stützen für eine Anzahl von Standard-
Tabletts versehen ist, auf denen Instrumente, die entweder
verpackt oder unverpackt sind und/oder Bandagiersubstanzen
angeordnet werden können.
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Zur effektiven Benutzung ist es wünschenswert, daß in
dem erfindungsgemäßen Mini-Sterilisationsapparat die Front-
oder Zuführseite des Boilers druckdicht durch eine
wärmeisolierende. Tür mit Scharnieren verschlossen ist, die mit
einer eingebauten Mutter ausgestattet ist, wobei das Gehäuse
an diesem Ende mit einer schwenkbaren, hermetisch abdichtenden
Schraube ausgestattet ist. Die Schrauhenversiegelung wird
bevorzugt von einem Elektromotor gesteuert, dessen
Betriebsphasen von dem genannten Prozeßrechner gesteuert
werden.
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Um das für den Sterilisationsprozeß benötigte Verfahren
zu erfüllen, wird erfindungsgemäß vorzugsweise ein
Sterilisationsboiler in dem Ministerilisationsapparat eingesetzt, der
dadurch gekennzeichnet ist, daß ein zylindrischer
Sterilisationsboiler symmetrisch, jedoch nicht konzentrisch,
innerhalb des zylindrischen äußeren Boilers angeordnet ist, so
daß in der Betriebsposition das Volumen des Raumes für
Flüssigkeit oder für Wasser unten in dem doppelwandigen Boiler
wesentlich größer ist als oben in dem Boiler.
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Es ist vorteilhaft, wenn der Sterilisationsboiler in
einem Gehäuse angeordnet ist, in dem auch das
Flüssigkeitsreservoir mit einer zugehörigen Pumpe, Steuerungszubehör,
einer Trockenluftverbindung und einer Verbindung zu einer
Vakuumleitung mit Ventilen angeordnet ist.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand von
Ausführungsbeispielen beschrieben, wobei Vorteile und andere
Merkmale der Erfindung deutlich werden.
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Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht
eines Ministerilisationsapparates;
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Fig. 2 zeigt ein Blockschema der wichtigsten
Betriebsfunktionen des Sterilisations-
apparates;
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Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform des
Sterilisationsapparates gemäß einer
Computerzeichnung.
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Fig. 1 zeigt eine perspektivische Vorderansicht des
Sterilisationsapparates, tatsächlich das Gehäuse 1 davon, das
eine im wesentlichen rechteckige Form hat und aus einem
geeigneten platten Material hergestellt ist. Die Vorderseite
zeigt eine Tür 2, die über mehr als 120º geschwenkt werden
kann und die außerdem gut gegen Wärmeverlust isoliert ist.
Öffnen und Schließen der Tür geschehen automatisch durch einen
elektrischen Betriebsknopf (nicht dargestellt). Die geöffnete
Tür zeigt einen (inneren) Boiler 3 dessen Raum 4 in dieser
Ausführungsform mit vier Trageplateaus 6, sogenannten
Normtabletts versehen ist, auf denen (verpackte) Instrumente oder
Bandagiersubstanzen transportiert werden können. Dazu ist ein
Raum 4 mit Stützen 5 vorgesehen. Die Tür 2, die den
sationsbetriebs nicht geöffnet werden. Während des Betriebs
stellt der LCD-Schirm 8 den Verlauf des Betriebs graphisch
dar,
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Der Sterilisationsapparat weist darüber hinaus einen
Prozeßrechner auf, dessen Steuerung 9 mit einer Anzeige für
jede Betriebsphase ausgeführt ist. Druck, Temperatur,
Sterilisationszeit, Trocknungszeit und mögliche Fehlfunktionen
werden digital angezeigt und gegebenenfalls alphanumerisch
oder graphisch unterstützt. Der Druck in dem sogenannten
Dampfgenerator ist, wie vorgeschrieben, auf einer Anzeige
analog dargestellt.
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Fig. 2 zeigt schematisch den Sterilisationsboiler 11
mit verschiedenen Hilfsteilen und Steuerapparaten, die im
folgenden beschrieben werden.
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Es ist festzuhalten, daß gleiche Bezugszahlen für
gleiche Teile verwendet werden.
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Der erfindungsgemäße Boiler 11 weist eine innere Wand
und äußere Wand 3 bzw. 12 auf, wobei der Inhalt des inneren
Boilers zwischen 10-50 Litern liegt. Demineralisiertes
Wasser (demi-Wasser) 14 - in den Raum 13 der doppelten
Boilerwand 3, 12 gegeben - wird erhitzt, so daß Dampf 16 im
Oberbereich des Boilers erzeugt wird. Das Heizen des Wassers
geschieht durch Heizelemente 17, 18 die in dem Boilerraum 13
angeordnet sind. Zur Bereitstellung des Wasser weist der
Sterilisationsapparat ein Wasserreservoir 19 auf, auf dem ein
Schwimmschalter 20 zur Pegelkontrolle vorgesehen ist. In
Zur Bereitstellung des Wasser weist der Sterilisationsapparat
ein Wasserreservoir 19 auf, auf dem ein Schwimmschalter 20 zur
Pegelkontrolle vorgesehen ist. In dieser Anordnung ist eine
Zufuhrpumpe 21 vorgesehen, durch die Wasser hinunter in den
Raum 13 der doppelten Boilerwände 3, 12 geliefert werden kann.
Ein Abschaltventil 22 zum Pumpen des Wassers für den
Boilerraum 13 ist in dem Pumpenkreislauf vorgesehen. Wie
bereits oben angedeutet, sind Heizelemente 17 und 18 am Boden
des Boilers 3, 12 vorgesehen, durch die das zugeführte Wasser
erhitzt werden kann, so daß im Oberbereich Dampf 16 für den
Sterilisationsvorgang gebildet wird. Ein Sicherheitsschalter
23 mit einer Fließausführungsform zum Schutz gegen
Trockenkochen ist am Boden des Boilers vorgesehen. Ein
Wasserpegelüberwacher 24 ist im Oberteil vorgesehen, so daß immer ein
günstiges Verhältnis zwischen Dampf und Wasser erreicht wird.
Der erzeugte Dampf 16 wird stoßweise vom Boilerraum 13 durch
ein Dampfventil 25 hindurch in den inneren Boiler 3 gegeben.
Außerdem ist innerhalb des inneren Boilers eine
Temperaturmeßeinrichtung 26 sowie ein Drucktransmitter angeordnet. Ein
ähnlicher Transmitter ist auch im äußeren Boiler 12
vorgesehen. In Fig. 2 stellt die linke Seite das Wasser- und
Dampfsystem und die rechte Seite das Vakuumsystem dar. Dabei
ist eine Zuführungsleitung 28 an der oberen Seite des Boilers
vorgesehen, in der ein Belüftungsventil 29 zur Zufuhr sauberer
Luft vorgesehen ist, wenn ein Vakuum in dem Boiler
vorherrscht. Zur Sicherheit liefert ein steriler Filter 30
reine Luft, wenn diese zum Ventil 29 geführt wird.
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Erfindungsgemäß wird ein Vakuum stoßweise in den Boiler
gezogen, was mit der Benutzung eines Wasserstrahlpumpensystems
erreicht ist, das hauptsächlich ein Ejektor 31 aufweist, der
mit einem Vakuumventil 32 verbunden ist, welches durch eine
Leitung mit dem inneren Boiler 3 verbunden ist. Ein
Kaltwasserventil 33 ist in das Wassersystem des Ejektors 31
eingebunden, welches zum Herstellen eines Vakuums durch den
Ejektor 31 dient. Außerdem wird ein Druckschalter 34 zur
Messung des Wasserdrucks in dem Leitungssystem benutzt, durch
welches Wasser von der Zuführung 35 abgezapft wird.
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Im folgenden wird eine kurze Darstellung eines
Sterilisationsvorgangs bei einer Temperatur von 134ºC gegeben. Ein
Vorgang kann nur beginnen, wenn die Tür 2 geschlossen ist und
der Vorgang beginnt mit einem Durchdampfen, wobei die Ventile
25, 33 und 32 geöffnet sind. Die Ventile 32, 33 des
Strahlpumpensystems bleiben während des Durchdampfens offen. Das
Dampfventil 25 wird dabei auf einen Druck von 120 kPa
innerhalb des inneren Boilers 3 geregelt. Während einer
gewissen Periode, von ungefähr 90 Sekunden, findet ein
kontinuierlicher Ausstoß von Dampf und Luft statt. Nach dieser
Periode von 90 Sekunden schließt das Dampfventil 25 und der
erste Vakuumpuls beginnt. Der stoßweise Verlauf des Vorgangs
geschieht außerdem durch sukzessive Steuerung der betroffenen
Ventile, des Druckaufbaus sowie der Zeit in Sekunden, so daß
der Sterilisationsdruck und Temperatur in einer effektiven
Weise innerhalb der genannten Periode erreicht werden. In
diesem Beispiel wird eine Temperatur von 134ºC bis zu einem
Maximum von 137ºC in ungefähr 15 Sekunden erreicht. Die
Druckkontrolle in dem Boiler wird durch einen autonom
funktionierenden Steuerprozeß erreicht. Falls jedoch während
des Sterilisationsprozesses die Temperatur und/oder der Druck
die maximal gesetzten Werte überschreitet, wird der Vorgang
automatisch abgebrochen.
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Nach dem Sterilisationsdurchgang findet das Trocknen
der Objekte, die auf dem Tablett 6 angeordnet sind, durch
Anlegen eines Vakuums statt. Dazu wird das Dampfventil 25
geschlossen und das Kaltwasserventil 33 sowie das Vakuumventil
32 geöffnet, bis ein Druck von 10 kPa erreicht ist. Bei diesem
Druck startet die tatsächliche Trocknungszeit, die in diesem
Vorgang (134ºC) fünf Minuten dauert. Nach dem Trocknen wird
der Boiler belüftet, um das Vakuum zu entspannen. Wenn der
Trocknungsvorgang beendet ist, werden die Ventile 32, 33
geschlossen. Wenn der Boilerdruck zwischen 95-105 kPa liegt,
schließt das Belüftungsventil 29, so daß die Tür 2 geöffnet
werden kann und die sterilisierten Objekte aus dem Boilerraum
4 entnommen werden können.
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Wie oben ausgeführt, findet der gesamte Vorgang unter
der Steuerung und Überwachung eines Computers statt und die
Ergebnisse werden durch eine Druckeinrichtung, einem
sogenannten Drucker (nicht dargestellt) wiedergegeben.
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Fig. 3 stellt eine weitere vorteilhafte
erfindungsgemäße Ausführungsform dar, in der insbesondere das
Wasserreservoir 13 durch die Positionierung des inneren
Boilers 3 relativ zu dem äußeren Boiler 12 vergrößert worden
ist, d. h., daß die Menge von Wasser am Boden des Boilers 11
größer ist als die Menge im oberen Bereich des Boilers, was
für bestimmte Sterilisationsprozesse hinsichtlich des
Wasserdampfverhältnisses vorteilhaft sein kann.
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Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten und oben
beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, da man sich
weitere Anordnungen von Sterilisationsboilern vorstellen kann.
Das erfindungsgemäße Merkmal der Benutzung einer doppelten
Boilerwand in einem relativ kleinen Sterilisationsapparat
resultiert jedoch in der Tatsache, daß solch ein
Sterilisationsapparat die höchsten Standards, einschließlich
internationaler Standards, erfüllen kann.