DE8980C - Verbesserungen an einer Karrenwaage - Google Patents

Verbesserungen an einer Karrenwaage

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G. A. HOLL in Dresden
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Description

1879.
Klasse 42.
GEORG ADAM HOLL in DRESDEN. Verbesserungen an einer Karrenwaage.
Zusatz-Patent zu No. 5490 vom 3. November 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. September 1879 ab. Längste Dauer: 2. November 1893.
Für das Abwägen von Kohlen, Getreide und anderen derartigen Waaren erwies es sich als zweckmäfsig, die Karrenwaage mit einem besonderen Kasten J zu versehen, welcher das leichte Ausleeren des gewogenen Materials gestattet. Zu diesem Zwecke kann z. B. der Kasten mit einer Klappthür K versehen sein, welche unten in Scharnieren geht und mittelst eines Hakens und einer Klinke L geschlossen gehalten wird. Wenn man.bei gefülltem Kasten diese Klinke durch einen Druck auf den an ihrem anderen Ende angebrachten Griff E hebt, so öffnet sich die Klappe K, fällt nieder und bildet nun, indem sie von geeigneten Stützen gehalten wird, eine Fortsetzung des schrägen Bodens JV, so dafs die Waare auf diesem und auf der Klappe herunter und in ein untergestelltes Gefäfs, einen Sack etc. gleitet. Die Klappthür könnte auch ihr Scharnier an der oberen Kante haben, oder es wird statt derselben ein Schieber angewendet; nur würde sich dann eine entsprechende Gosse zum Fortleiten des Materials bis in das Empfangsgefäfs nothwendig machen. Endlich könnte man noch den Kasten zum Kippen einrichten, ähnlich wie dies bei Erd- und Erztransportwagen gebräuchlich ist. Alsdann würden der schräge Boden N und unter Umständen selbst die Klappe K überflüssig werden.
Die in der Zeichnung dargestellte Karrenwaage ist hoch gebaut, um die Uebertragung der Waare aus dem Kasten J in einen anderweitigen Behälter zu erleichtern. Aufserdem ist dieselbe, abweichend von der ursprünglichen Construction der Karre, mit drei Rädern versehen, zwei vorderen F und einem hinteren JF1. Letzteres läuft am zweckmäfsigsten in einer Gabel am unteren Ende der Stange M, welche ihrerseits sich in zwei Lagern drehen kann, oder man vereinigt die Gabel mit einer Hülse, die sich um einen verticalen Zapfen dreht. Auch könnte man zwei Hinterräder F1 anwenden.
Bei der Benutzung von drei oder vier Rädern ist ein Aufheben der Karre mittelst der Griffe G (wie solche in der Zeichnung punktirt angegeben sind) nicht erforderlich, und erweist es sich daher als bequem, dieselbe zum Zweck des Fortschiebens mit zwei Stangen H und einem von diesen getragenen Handgriff Hx oder einer anderen ähnlichen Einrichtung zu versehen.
Die beschriebene Anordnung der Räder F und F', sowie des Handgriffs ZT1 läfst sich auch bei der ursprünglichen Karrenwaage (ohne den Kasten J) verwenden, gleichgültig, ob die Karre hoch oder niedrig gebaut ist. Bei niedriger Construction nach der ursprünglichen Form würde allenfalls (aufser den zwei Füfsen am hinteren Ende) ein einzelnes Vorderrad genügen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Bei einer Karrenwaage, wie solche unter No. 5490 patentirt worden ist, die Anwendung von nur einem oder von mehr als zwei Rädern unter der Karre.
2. Bei der unter 1. bezeichneten Karrenwaage, deren Karre mit einem Rade oder auch mit zwei oder mehreren Rädern versehen ist, die Anbringung eines mit Entleerungsklappe versehenen bezw. zum Kippen eingerichteten Kastens zu dem angegebenen Zweck.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT8980D Verbesserungen an einer Karrenwaage Active DE8980C (de)

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