DE897460C - Anstrichfarben, die mit Wasser oder organischen Loesungsmitteln verduennbar sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Anstrichfarben, die mit Wasser oder organischen Loesungsmitteln verduennbar sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE897460C
DE897460C DEW3969D DEW0003969D DE897460C DE 897460 C DE897460 C DE 897460C DE W3969 D DEW3969 D DE W3969D DE W0003969 D DEW0003969 D DE W0003969D DE 897460 C DE897460 C DE 897460C
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water
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thinned
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DEW3969D
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Willy Dr-Ing Wiegand
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D7/00Features of coating compositions, not provided for in group C09D5/00; Processes for incorporating ingredients in coating compositions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Anstrichfarben, die mit Wasser oder organischen Lösungsmitteln verdünnbar sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung Zur Herstellung von wasserbeständigen Anstrichen werden Farben angewendet, die sich aus Bindemitteln, wie z. B. Ölen,, natürlichen oder künst lichen Harzen, Weichmachern, Cellulosederivaten, Kautschukderivaten und anderen Lackgrundstoffen, den eigentlichen Farbkörpern (Pigmente) und Verdünnungs- und Lösungsmitteln zusammensetzen. Die Verdünnung solcher Farben kann nur durch geeignete organische Lösungsmittel geschehen. Man verwendet daneben auch noch Emulsionsfarben, die in wäßriger Phase die Pigmente sowie die genannten organischen Bindemittel fein dispergiert enthalten. Farben dieser Klasse lassen sich mit Wasser verdünnen.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich Anstrichfarben herstellen lassen, die sich sowohl mit organischen Verdünnungsmitteln, wie Testbenzin, Xylol, Dekahydronaphthalin, Tetrachlorkohlenstoff, Treibstoff usw., zu homogenen Farben verdünnen lassen als auch durch Verrühren mit Wasser gleichmäßige, leicht zu verstreichende Emulsionsfarben liefern, wobei sich das Wasser in der äußeren Phase befindet.
  • Erfindungsgemäß verwendet man als verdünnbere Anstrichfarbe ein pastenartiges bis dickflüssiges Gemisch aus einer Trockenfarbe, einem lack- oder ölartigen Bindemittel, und einem sowohl in Wasser als auch in organischen Gemischen löslichen Emulgator.
  • Zur Herstellung dieser Farben versetzt man zunächst ein lack- oder ölartiges Bindemittel mit einem geeigneten, in diesem Bindemittel löslichen Emulgator. Man kann, statt den Emulgator nachträglich zuzusetzen, diesen auch bei der Herstellung des Bindemittels in diesem erzeugen. Nach Möglichkeit verwendet man einen wasserfreien Emulgator, obwohl auch wasserhaltige anwendbar sind. Das so zubereitete Bindemittel, dessen Bestandteile im übrigen natürliche oder künstliche, ölhaltige oder ölfreie Harze, trocknende oder nichttrocknende, mineralische, tierische oder pflanzliche Öle, Peche aller Art, z. B. Bitumen oder Rückstände aus der Fettsäuredestillation, Weichmacher, Cellulosederivate oder andere Lackgrundstoffe nebst Lösungs-und Verdünnungsmitteln für sich oder in geeigneter Kombination sein können, vermischt man mit Trockenfarbe und verreibt zweckmäßig auf dem Walzenstuhl. Je nach der Menge der zugesetzten Trockenfarbe erhält man dickere oder flüssigere Anstrichfarben bzw. Pasten.
  • Als geeignete Emulgatoren haben sich erwiesen die aus Kolophonium, Abietinsäure, Tällöl, Montanwachs herstellbaren Alkaliverbindungen. Besonders geeignet hat sich ein Mischemulgator gezeigt, der aus den Alkaliverbindungen von Harzsäure und Montanwachs besteht. Dieser kann durch Verschmelzen eines Gemisches etwa gleicher Teile Montanwachs und Kolophonium und Verseifen durch Ätzkali in der Wärme gewonnen werden. Man kann auch das Kolophonium und Montanwachs in einem Lösungsmittel lösen und bei normaler TempQratur oder in der Hitze durch Alkalien verseifen. Schließlich kann man auch Harze und Montanwachs der Schmelze oder Lösung der anzuwendenden Lackgrundstoffe zugeben und die Verseifung in dieser Mischung durchführen.
  • Es hat sich ferner herausgestellt, daß bei der Vermischung der emulgatorhaltigen Bindemittel mit gewissen Pigmenten ein unterstützender Zusatz von Kaolin anzuwenden ist, und zwar etwa io bis: 2o°/0 oder mehr, auf das Gewicht der angewendeten Trockenfarbe berechnet. An Stelle von Kaolin kann auch Bentonit oder Talkum angewendet werden.
  • Zur Erleichterung der Vermischbarkeit mit Wasser zur Bildung :einer gleichmäßigen Emulsion hat sich auch ein geringer Zusatz von wasserlöslichen Alkoholen als geeignet erwiesen. Auf die fertige Paste gerechnet, wendet man etwa 2 bis 5'10 Äthylalkohöl, Propylalkohol oder Butylalkohol an. Nach dem Auftrocknen der so hergestellten Anstriche, sei es, daß die Farbe mit organischem Lösungsmittel oder aber mit Wasser verdünnt worden war, sind diese wasser- und wetterfest. Zweckmäßig kann man die neuen Anstrichfarben in dicker Pastenform herstellen, die in diesem Zustand zur Verwendungsstelle gelangen und dort kurz vor der Verarbeitung durch Verrühren mit Wasser oder organischen Lösungsmitteln in den leicht streichbaren Zustand gebracht werden. Die Entscheidung darüber, welches von beiden Mitteln zur Verdünnung gebraucht wird, kann von den besonderen Verhältnissen an der Verwendungsstelle abhängig gemacht werden. Zum Beispiel kann, wenn an der Verwendungsstelle Frost herrscht, ein organisches Verdünnungsmittel, dagegen hei Temperatur über o° Wasser verwendet werden. Da die organischen Lösungsmittel knapp sind, läßt sich .deren Anwendung bei der Herstellung von Anstrichen mit der neuen Farbe auf die Fälle beschränken, in denen wegen Frostes die Verwendung von Wasser ausgeschlossen ist. In allen anderen Fällen dagegen kann Wasser angewendet werden. Hierdurch ergeben sich große Rohstoffersparnisse und zugleich die Möglichkeit, bestimmte Verwendungsbereiche im voraus mit Anstrichfarben in konzentrierter Form zu versorgen, deren Aufbringung später und unter noch nicht vorauszusehenden Temperaturverhältnissen unbedingt ermöglicht wird, nämlich unter Zusatz von Wasser bei Temperaturen über o° oder von organischen Lösungsmitteln bei Temperaturen unter o°. Beispiel Man verschmilzt 35o Teile Cümaronharz, 5o Teile Kolophonium und 5o Teile Montanwachs und führt die Verseifung durch Zugabe von v5 bis 2o Teilen Ätzkal'i durch. Man versetzt die Schmelze mit ioo Teilen eines zähflüssigen Mineralöls, welches als: Weichmacher für die Harzmasse dient, und: verdünnt mit i5o Teilen Xylol und 3oo Teilen Testbenzin. i7o Teile dieses Bindemittels werden mit 55o Teilen eines Buntpigmentes, wie z. B. Eisenoxydrot, Lithopone, Titanweiß oder anderen, sowie 5:o Teilen Kaolin in der Knetmaschine verarbeitet und die entstandene Paste auf dem Walzenstuhl fein verrieben. Zur Einstellung der richtigen Konsistenz setzt man noch io bis 2o Teile Testbenzin zu, ferner zur Erleichterung der Mischbarkeit mit Wasser 2o bis 3o Teile Butylalkohol. Die :erhaltene Paste läßt sich durch Verrühren mit etwa 2o bis 30 oder mehr Gewichtsprozenten an organischen Lösungsmitteln oder 2o bis 30 oder mehr Gewichtsprozenten Wasser in leicht streichbare Form überführen.
  • Die entweder mit Wasser oder organischen Lösungsmitteln verdünnte Farbe trocknet rasch in etwa ü0 bis 15 Minuten zu einem matten, harten und auf allen Anstrichuntergründen, auch auf alten Anstrichen fest haftenden und auch gegen Wasserbeanspruchung unempfindlichen Überzug.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anstrichfarben, bestehend aus einem pastenartigen bis dickflüssigen Gemisch einer Trockenfarbe, mit einem lack- oder ölartigen Bindemittel und einem Emulgator, der sowohl in üblichen organischen Gemischen als auch in Wasser löslich ist.
  2. 2, Verfahren zur Herstellung von Anstrichfarben gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulgator bei der Herstellung des Bindemittels durch Verseifung von Harz-, Öl-oder Wachssäuren erzeugt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterstützung der Emulgierung ein Zusatz von Kaolin, Bentonit oder Talkum erfolgt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch einen geringen Zusatz von wasserlöslichen Alkoholen.
DEW3969D 1943-01-29 1943-01-29 Anstrichfarben, die mit Wasser oder organischen Loesungsmitteln verduennbar sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE897460C (de)

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