DE729070C - Verfahren zur Herstellung eines Anstrichfarbenbindemittels - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines AnstrichfarbenbindemittelsInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Anstrichfarbenbindemittels Es ist. bekannt, Pflanzenleimen Wachs zuzusetzen, um die hieraus unter Zuhilfenahme von Wasser und Pigmenten fertiggestellten Anstrichfarben bzw. Anstriche zäher und elastischer zumachen. Man hat dabei das Wachs vorher in Terpentinöl o. dgl. aufgelöst und dann dem Pflanzenleim zugesetzt. Bei diesen Zusätzen von in Terpentinöl gelöstem Wachs ergab sich jedoch der sonst allgemein: bei Pflanzenleimfarben bekannte Nachteil, daß der Anstrich nicht unmittelbar auf .einen vorhandenen Leimfarbenanstrich aufgetragen werden konnte; denn es zeigte sich; daß sich der alte Untergrund aufrieb; d. h. beim Auftragen des neuen Anstriches zusammenschob, so daß sich strichige Farbaufträge ergaben. Man war daher auch bei den vorgenannten, mit Wachs versetzten Pflanzenleimen gezwungen, den alten Untergrund abzuwachen oder besondere zusätzliche Grundierungen vordem neuen Anstrich aufzubringen. Es ist weiterhin bekannt; Kolloids.toffe aus der Gruppe der Kohlehydrate und Eiweißstoffe in Köhlenwasserstoffen, u. a. in Petroleum, aufzulösen, sofern geeignete Lösungsvermittler bereits in dem Lösungsmittel aufgelöst sind. Diese Lösungen finden z. B. als Bindemittel in der Farbenindustrie Verwendung, und man kann in ihnen auch Kautschuk, Wachs o. dgl. auflösen und diese Körper in wasserlösliche Zubereitungen überführen. Diese bekannten Binder sind jedoch nicht für Leimfarbenarbeiten im Sinne der Erfindung geeignet, wie durch Versuche festgestellt werden konnte.
- Gegenüber dem Bekannten bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines Anstrichfarbenbindemittels ausschließlich aus Pflanzenleim in überwiegenden Mengen und der Lösung von Wachs in Petroleum,.
- Durch die Verwendung von handelsüblichem Petroleum als Wachslösungsmittel und die Einemulgierung dieses in Petroleum gelösten Wachses in Pflanzenleime-, denen keine weiteren Stoffe, insbesondere keine Lösungsvermittler zugesetzt werden, hat sich überraschenderweise gezeigt, daß beim Verstreichen der mit Wasser und Pigmenten fertiggestellten Anstrichfarben ein Aufschieben des alten Leimfarbenuntergrundes vermieden wird. Es ist also durch das neue An.strichfarbenbindemittel erstmalig möglich geworden, die mit Wasser und Pigmenten, wie Kreide, und anderen bekannten Deckpigmenten fertiggestellten Anstrichmittel beliebig oft übereinanderstreichen zu können, ohne daß es erforderlich ist, den alten Leimfar benuntergrund abzuwaschen. Weiter hat sich gezeigt, daß die mit dem neuen Bindemittel angemachten Pigmente eine besonders gute Deckkraft und Anstrichflächen ergeben, die klar und leuchtend auftrocknen.
- Es wird durch Verwendung des Anstrichfarbenbindemittels gemäß der Erfindung also das jedesmalige Abwaschen des alten Anstriches, d. h. der kostspieligste und schmutzigste Arbeitsgang, erspart, und da die neuen Leimfarben nicht verkleistern und brüchig werden, tritt ein nur geringer Bürsten- und Pinselverschleiß auf. Im übrigen behält aber der Leimfarbenanstrich den bekannten Leimfarbencharakter, und es ergeben sich keine Unterschiede in dem Zumischen der mit Wasser angeteigten Pigmente zum Anstrichfarbenbindemittel.
- Es ist zwar bekannt, Wachs in Petroleum zu lösen und diese Lösung ölfarben zuzusetzen, um dadurch das Sedimentieren schwerer Farbstoffe zu verzögern. Der Erfindung liegt aber eine vollkommen :abweichende Aufgabe zugrunde; und sie soll nicht etwa das Lösen von Wachs in Petroleum unter Schutz stellen, sondern das Einemulgieren des in Petroleum gelösten Wachses ausschließlich in Pflanzenleim, der in den 1lengen überwiegt, so daß sich durch das Zusetzen von mit Wasser angeteigten Pigmenten zu den so hergerichteten Antrichfarbenbindemitteln die vorstehend auseinandergesetzten Vorteile ergeben.
- Bei der Herstellung der erfindungsgemäl5cn Anstrichfarbenbindemittel geht man so vor, dalj Wachs bei Temperaturen von etwa o- C in Petroleum gelöst und darauf diese Lösung in den Pflanzenleim einemulgiert wird. Man löst dabei zwischen 7o bis 150.-. Wachs in i kg Petroleum und setzt diese Lösung einer Pflanzenleimmenge von 3 bis 6 kg zu. Als besonders vorteilhaft hat sich ein Mischungsverhältnis von 125- Wachs in i kg Petroleum und eine Pflanzenleimmenge von 4.5 kg erwiesen.
- Die besonders günstige Wirkung des Petroleums ist offenbar darauf zurückzuführen. daß beim Aufbringen des Leimfarbanstriches aus dem Petroleum sich ein öliger Bestandteil ausscheidet, der den alten Leimfarbenuntergrund elastisch macht und ihn so isoliert, daUk dieser beim Aufbringen des neuen Anstrichs nicht mehr aufreibt und schiebt, während der flüchtige Bestandteil des Petroleums bei dem Wachs verbleibt und in einigen Tagen verdunstet, so daß dann das Wachs dem Pflanzenleimanstrich eine äußerst große Elastizität verleiht und hierdurch ein Abblättern des Anstrichs verhindert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Anstrichfarbenbindemittels ausschließlich aus Pflanzenleim in überwiegenden Mengen und der Lösung von Wachs in einem flüchtigen organischen Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß als Wachslösungsmittel.Petroleum Verwendung f ndet.
Priority Applications (1)
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| DEN43546D DE729070C (de) | 1939-08-30 | 1939-08-30 | Verfahren zur Herstellung eines Anstrichfarbenbindemittels |
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| DE729070C true DE729070C (de) | 1942-12-09 |
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