DE897148C - Verfahren und Vorrichtung zum Mattieren von Glas durch Sandstrahlen mittels Druck - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Mattieren von Glas durch Sandstrahlen mittels Druck

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DE897148C
DE897148C DEK15097A DEK0015097A DE897148C DE 897148 C DE897148 C DE 897148C DE K15097 A DEK15097 A DE K15097A DE K0015097 A DEK0015097 A DE K0015097A DE 897148 C DE897148 C DE 897148C
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DE
Germany
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bell
workpiece
sandblasting
matting
pressure
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Expired
Application number
DEK15097A
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English (en)
Inventor
Ilse Kuesters
Hugo Specker
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B24—GRINDING; POLISHING
    • B24C—ABRASIVE OR RELATED BLASTING WITH PARTICULATE MATERIAL
    • B24C1/00—Methods for use of abrasive blasting for producing particular effects; Use of auxiliary equipment in connection with such methods
    • B24C1/06—Methods for use of abrasive blasting for producing particular effects; Use of auxiliary equipment in connection with such methods for producing matt surfaces, e.g. on plastic materials, on glass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Surface Treatment Of Glass (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Mattieren von Glas durch Sandstrahlen mittels Druck Es ist bekannt, Glas, wie insbesondere auch plane Glasflächen, .durch mechanische Einwirkung einer Sandstrahlung zu mattieren. Der Sand wurde hierbei auf die zu bearbeitende Flächen entweder durch Vakuum oder durch Druck zur Einwirkung gebracht. Das sogenannte Vakuumverfahren erforderte dabei kostspielige und räumlich anspruchsvolle Anlagen, während man beim Sandstrahlen unter Druck entweder besondere Schutzschirme, welche die Arbeit sehr wesentlich behinderten, anwenden mußte oder die Bedienungsleute .durch besondere Schutzanzüge vor .den Einwirkungen des umherwirbelnden feinen Staubes schützen mußte. In beiden Fällen war aber die Staubentwicklung derart groß, .daß die Mattierungsarbeiten nur in ganz besonderen, für sich abgeschlossenen Betriebsräumen durchgeführt werden konnten und eine Gesurndheitsschädigung der damit beschäftigten Personen nicht immer mit Sicherheit zu vermeiden war.
  • Die Erfindung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile zu beseitigen und ein neues Verfahren zum Mattieren von Glas zu schaffen, welches einfach, sauber und ohne Staubbelästigung durchzuführen ist. Die Arbeitsweise nach der Erfindung besteht im wesentlichen darin, den Sandstrahl unter Druck in einer nach .außen geschlossenen Glocke auf einen Teil,der zu bearbeitenden Fläche zur Einwirkung zu bringen und Glocke und Werkstück relativ zueinander entsprechend dem erforderlichen Arbeitsfortschritt zu bewegen. Vorteilhaft wird bei dem Verfahren nach der Erfindung der benutzte Sand und der entstehende Staub sofort aus der Glocke abgesaugt. Das Verfahren nach der Erfindung kann zweckmäßig noch in der Weise durchgeführt werden"daß dieBreite der zu bearbeitenden Fläche innerhalb der Arbeitsglocke 'durch eine veränderliche Abdeckung begrenzt wird. Bei der Durchführung der Arbeitsweise nach der Erfindung kommt nicht nur der bisher ,erforderliche besondere Arbeitsraum, die Arbeitsbühne und alle sonstigen Schutzeinrichtungen für Raum- und Bedienungsmann in Fortfall, (da ja der Sandstrahl nur auf einer kleinen Fläche innerhalb eines abgeschlossenen Raumes zur Wirkung gebracht und der entstehende Staub gar nicht nach außen dringen kann, sondern es werden auch zahlreiche andere Vorteile erzielt. So wird bei dem Verfahren nach der Erfindung der Luftverbrauch wesentlich herabgesetzt und eine erhöhte Blas- und Flächenleistung erzielt. Dies ist insbesondere auch auf eine intensivere Einwirkung des Sandstrahles zurückzuführen, welche es ermöglicht, die Einwirkungszeit je Flächeneinheit herabzusetzen.
  • Darüber hinaus macht die Arbeitsweise nach der Erfindung noch zahlreiche weitere Vorteile erreichbar. Beispielsweise können bei Streifenmattierungen in paralleler oder sich kreuzender Anordnung die bisher hierfür erforderlichen komplizierten und kostspieligen Abdeckarbeiten erspart werden, indem die Arbeitsglocke unter entsprechender Einstellung der Einwirkungsbreite in Streifenzonen über .das Werkstück bewegt wird, so wie es das herzustellende Mattierungsmuster verlangt. Es läßt sich hierdurch eine besondere Konturenschärfe erzielen, welche bei dem bisherigen Abdeckverfahren nicht immer gewährleistet ist. Auf der anderen Seite kann das Verfahren nach der Erfindung auch bei beliebigen Mustern angewandt werden, welche in üblicher Weise durch eine teilweise Abdeckung des. Werkstückes mittels Schablonen erzielt werden. Bei Streifenmattierungen ist es dabei auch möglich, zwei, drei oder mehr Streifen in einem Arbeitsgang gleichzeitig anzufertigen und diese auch hinsichtlich der Intensität der Mattierung untereinander zu variieren.
  • Die Erfindung betrifft fernerhin noch die verschiedensten vorteilhaften Einzelheiten von Einrichtungen zur Durchführung der ihr zugrunde liegenden Arbeitsverfahren. Vorteilhafte Einzelheiten .derartiger Einrichtungen sowie .das Verfahren nach der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung beispielsweise veranschaulicht ist. Es zeigt -Abb. i eine Einrichtung nach der Erfindung in Seitenansicht, Abb. z in Stirnansicht und Abb. 3 in Draufsicht.
  • In dem :dargestellten Ausführungsbeispiel besteht eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung im wesentlichen aus einer geschlossenen Arbeitsglocke i, welche beispielsweise über Rollen a auf Schienen 3 über die zu bearbeitende Glasscheibe 4 bewegt werden kann und gegenüber der Glasscheibe 4 z. B. durch Filzstreifen 5 abgedichtet ist: Innerhalb der Glocke i i-st,die Sandstrahldüse 6 angeordnet, und die Glocke ist mittels der Leitung 7 an eine beliebige Absaugeinrichtung angeschlossen. Verstellbar dder auswechselbar sind in der Glocke fernerhin vorteilhaft Blenden 8 angeordnet, durch die die Breite der zu bearbeitenden Fläche begrenzt wird und durch Verstellung oder Auswechselung der Blenden 8 veräudert werden kann. Die Sandstrahldüse 6 kann, wie in Abb. 2 gestrichelt angedeutet, auch exzentrisch zur Achse ihrer Zuführungsleitungangeordnet sein, um die Ausdehnung der von ihr innerhalb,der Glocke r beaufschlagten Fläche durch Rotieren der Düse 6 innerhalb der Kammer i zu verändern. Zu diesem Zweck kann .die Düse 6 beispielsweise über die Zahnräder g und das Friktionsrad io, welches an einer festen .Fläche ii abläuft, in Umdrehung versetzt werden, wenn die Glocke i mittels der Rollen a über das Werkstück gezogen. wird. Die Umdrehung der Düse kann jedoch auch .durch einen direkten motorischen Antrieb oder -durch einen Pleuel erfolgen.
  • Bei der dargestellten Einrichtung wird also dar Sandstrahl mit Quarzsand oder Stahlkies unter Druck in der Glocke i auf die Glasplatte 4 im Bereich der Blenden 8 zur Einwirkung gebracht und der verbrauchte Quarzsand und der entwickelte Staub sofort durch die Leitung 7 abgesaugt. Druck in der Düse 6 -und Unterdruck bzw. Absaugmenge in der Leitung 7 werden dabei aufeinander abgestimmt, daß keine Stauungen entstehen.
  • Die Intensität der Einwirkung des Sandstrahles auf die Glasplatte 4 kann (dabei durch eine Veränderung des Druckes oder der Entfernung der Düse 6 von der Fläche 4 verändert werden. Die Glasplatte4 kann entweder in üblicher Weise durch eine Schablone abgedeckt` sein, oder es können mit der dargestellten Einrichtung auch Streifenmattierungen in der Weise !durchgeführt werden, daß die Arbeitsglocke i in entsprechenden Abständen und unter entsprechender Einstellung der Blenden 8 mit konstanter Vorschubgeschwindigkeit über die Fläche 4 bewegt wird. Hierbei können auch 2, 3 oder mehr Streifen gleichzeitig hergestellt werden, indem in der Glocke i eine entsprechende Anzahl von Düsen nebeneinander angeordnet sind, deren Einwirkungsflächen durch entsprechende Blenden gegeneinander abgegrenzt sind. Die verschiedenen Streifen können dabei auch eine verschiedene Intensität besitzen, indem die einzelnen Düsen beispielsweise mit verschiedenen Drücken 'beaufschlagt werden. Es ist jedoch beispielsweise auch möglich, in einem Streifen zwei oder mehr Düsen hintereinander zur Einwirkung zu bringen, um eine verschieden starke Mattierung zu erreichen.
  • Die Erfindung ist jedoch mit den dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispielen keinesfalls erschöpft. Beispielsweise sind auch Ausführungsformen der Erfindung möglich, bei denen die Glasplatte 4 gegenüber der Glocke i bewegt wird oder die Unterstützungsschienen 3 in entsprechender Höhenlage frei über der Glasplatte 4 angeordnet sind. Die Einstellungen der Glasplatte q. in die notwendige Arbeitslage kann dabei z. B. durch einen heb- und senkbaren Arbeitstisch erfolgen.
  • Auch kann,die Glocke beispielsweise allseitig beweglich angeordnet werden und z. B. eine Drehbewegung ausführen, was insbesondere bei,der Mattierung von großen Flächen vorteilhaft sein kann. Beispielsweise kann fernerhin auch die Glocke an einem allseitig beweglichen Schwenkarm befestigt werden, um so eine in sich geschlossene Werkstatteinheit zu finden, die .auch transportabel ausgebildet sein kann. Es ist auch möglich, gemäß der Erfindung ständig wiederkehrende Muster und Ornamente, wie beispielsweise Sternchen, Blumenmuster und andere wiederkehrende Ornamente, mit Hilfe einer abrollenden Schablone zu erzeugen, deren Rollbewegung mit der Vorschubgeschwindigkeit der Glocke über die bearbeitende Fläche in Übereinstimmung gebracht wird. Hierbei kann die Glocke auch eine Rollen- oder Walzenform erhalten. Die Erfindung ist schließlich auch auf die Mattierung von Hohlglas anwendbar, indem die Glocke oder ähnliche Einrichtung eine ungefähr ;dem zu bearbeitenden Hohlglas angepaßten Öffnung erhält, welche von elastischen Einlagen umrahmt ist, an die das Hohlglas während der Bearbeitung hineingedrückt wird. Die Glocke kann dabei stillstehend in aufrechter Stellung angeordnet sein.
  • Allgemein sei noch hervorgehoben, daß der Vorschlag -der Erfindung auch noch durch eine wesentliche Verkleinerung der Glocke oder ähnliche Einrichtung verwirklicht werden kann. Beispielsweise kann bei -derartigen Ausführungsformen der Erfindung die Sandstrahldüse unmittelbar mit einer Abs,augeinrichtung vereinigt sein, welche beispielsweise ringförmig um die Düse angeordnet ist und vorteilhaft einen trichterartigen Ansatz zu der Arbeitsfläche bildet. Es `kann sich ;hierbei eine unmittelbare Abdichtung einer derartigen Einrichtung nach außen auch ersparen lassen und Staub und Sand durch .die ringförmige Trichteröffnung unmittelbar abgesaugt werden. Die ganze Einrichtung kann auf einer Schiene leicht beweglich über die Bearbeitungsfläche laufend angeordnet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Mattieren von Glas durch Sandstrahlen mittels Druck, dadurch gekennzeichnet, daß der Sandstrahl in einer nach außen geschlossenen Glocke auf einen Teil der zu bearbeitenden Fläche zur Einwirkung gebracht wird und Glocke und Werkstück entsprechend dem erforderlichen Arbeitsfortschritt relativ zueinander bewegt werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der zu bearbeitenden Fläche innerhalb der Arbeitsglocke durch Abdeckung verändert wird. 3. Verfahren nach Anspruch i zur Herstellung von Streifenmustern, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsglocke in streifenförmigen Zonen über das Werkstück bewegt wird. 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch eine nach außen abgedichtete Glocke (i) mit einer oder mehreren Düsen (6) für die Zufuhr des Sandstrahles und einer Absaugeinrichtung (7). 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daßdie Glocke (i) gegenüber dem Werkstück (4) beweglich angeordnet ist. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (4) gegenüber der Glocke (i) beweglich angeordnet ist. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Glocke (i) mit verstellbaren Blenden (8) zur veränderlichen Seitenbegrenzung der Arbeitsflächen versehen ist. B. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Düsen (6) beweglich innerhalb der Glocke (i) angeordnet sind. .
DEK15097A 1952-08-09 1952-08-09 Verfahren und Vorrichtung zum Mattieren von Glas durch Sandstrahlen mittels Druck Expired DE897148C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4683684A (en) * 1985-10-22 1987-08-04 Electric Power Research Institute, Inc. High pressure fluid jet apparatus for cutting and removing pavement
WO1995014552A1 (fr) * 1993-11-26 1995-06-01 Battelle Memorial Institute Procede de matage de verre
AT406245B (de) * 1997-11-27 2000-03-27 Maierhofer Herbert Verfahren zum sandstrahlen und sandstrahleinrichtung
EP1108502A2 (de) 1999-12-16 2001-06-20 Kunstglaserei Johann Winter Vorrichtung zum Bemustern von Glaserzeugnissen
EP1188520A3 (de) * 2000-07-28 2003-04-02 Loris Giavelli Verfahren und Vorrichting zur Oberflächenbehandlung von Gegenständen aus porzellanartigem Steinzeug

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