DE897008C - Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen

Info

Publication number
DE897008C
DE897008C DEF4012D DEF0004012D DE897008C DE 897008 C DE897008 C DE 897008C DE F4012 D DEF4012 D DE F4012D DE F0004012 D DEF0004012 D DE F0004012D DE 897008 C DE897008 C DE 897008C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
synthetic resin
cold
liquid
production
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF4012D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Dipl-Ing Frank
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF4012D priority Critical patent/DE897008C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE897008C publication Critical patent/DE897008C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08L61/06Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von in der Kälte erhärtenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen Zur Herstellung von in der Kälte erhärtenden Phenolform-aldehyd-Kunstharzmassen geht man: von solchen Phenolformaldehyd-Kondensaten aus, die sich noch in flüssigem Zustand befinden. Solche Kondensate werden mit bestimmten Erhärtungsmitteln in Berührung gebracht, insbesondere aromatischen Sulfochloriden oder Säuren die die Weiterkondensation auch in der Kälte einleiten. Vorzugsweise werden die Erhärtungsmittel in Form von Kittmehlen mit indifferenten Füllstoffen angewandt.
  • Die auf diese Weise erzeugten Kunstharzmassen und Kitte haben die unangenehme Eigenschaft, daß sie nach der Erhärtung schwinden, insbesondere bei der Einwirkung von Wärme. Für die Verwendung in der Praxis ist dieses Verhalten sehr lästig, da die Kittmassen beispielsweise in Fugen von Mauerwerk rissig werden und nicht mehr abdichten und sogar herausfallen.
  • Es wurde nun festgestellt, daß dieses Schwinden darauf beruht, daß das bei der Kondensation entstehende Wasser längere Zeit in der Kittmasse festgehalten wird, und zwar in den bei der Erstarrung entstehenden Kapillarporen, aus denen es erst nach und nach entweicht und verdunstet. Dieses Entweichen und Verdunsten ist mit einer Schwindung der Gesamtmasse verbunden, die zu den obenerwähnten unangenehmen Erscheinungen führt. Diese Schwindung kann bis zu i % linear betragen. Sie hängt von der Menge des entstehenden Wassers ab, ist @also um so, größer, je weniger das Vorkondensat bereits kondensiert und je größer seine Menge in der Gesamtmasse ist.
  • Weiterhin wurde gefunden, daß man das Schwinden der Masse dadurch verhindern kann, daß man die Verdunstung des Wassers verhindert. Dadurch wird gleichzeitig sogar erreicht, daß der Kitt bei der Einwirkung von Wärme treibt und eine Verspannung erhält, was namentlich dann von Bedeutung ist, wenn die Kittmassen für gemauerte Auskleidungen von Druckgefäßen benutzt werden sollen. Das Entweichen des Wassers aus den Kapillarporen wird erfindungsgemäß dadurch verhindert, daß - man den Massen geringe Zusätze solcher inerter bei gewöhnlicher Temperatur flüssiger oder fester Stoffe mit einem Schmelzpunkt von höchstens i8o° und einem bis zu dieser Temperatur verhältnismäßig niedrigen Dampfdruck gibt, die in flüssigem bzw. geschmolzenem Zustand ein höheres Benetzungsvermögen als Wasser für das erhärtete Kunstharz haben, sich in Wasser nicht lösen, und, soweit sie in dem flüssigen Kunstharz löslich sind, beim Härten desselben sich ausscheiden. Diese Stoffe werden entweder dem vorkondensierten Phenolforma@l:dehy dharz oder .dem Kittmehl oder der Mischung .dieser beiden Bestandteile zugemischt. Sind sie flüssig, können sie in dem Kondensat gelöst oder fein emulgiert werden, wenn sie in festem Zustand zugegeben werden, müssen. sie feinst gemahlen sein. Im Falle der Löslichkeit scheiden sich diese Zusätze beim Härten des Kunstharzes ähnlich wie das Wasser in den Poren aus und verstopfen diese.
  • Zusätze der vorstehend beschriebenen Art können entweder von öliger Beschaffenheit sein, beispielsweise Paraffinöl oder niedrigmolekulares flüssiges Polyisobutylen oder andere Öle, die sich in Wasser nicht lösen, sich gegebenenfalls. in dem flüssigen Kunstharz lösen, beim Härten des Kunstharzes aber ausgeschieden werden. Es können aber auch feste Stoffe, wie Paraffin, Stearin oder Schwefel, in feinster Verteilung zugegeben werden. Die Menge dieser Zusätze kann etwa i bis 20 °/o, des vorkondensierten Phenolformal@d!ehyd-Kunstharzes sein.
  • Beispiel i ioo ccm Pheno@lf-ormaldehyd-Kunstharz, das nur so weit vorkondensiert ist, daß es sich noch im flüssigen Zustand befindet, wird mit 2o ccm niedrigmolekularem flüssigem Polyisobutylen zu einer innigen Emulsion verrührt. Mit dieser Flüssigkeit wird ein Kittmehl angeteigt, das aus 5o g p-Toluolsulfochlorid, 300 g Sand der Körnung o,7 bis 1,2 mm und 65o g gefälltem Bariumsulfat besteht. Die erhaltene Kittmasse wird in üblicher Weise verarbeitet. Der Kitt schwindet in der Kälte um höchstens etwa ein Viertel von dem Betrag, den ein sonst gleich zusammengesetzter Kitt ohne Zusatz des Polyisobutylens schwindet. In der Wärme dagegen treibt der Kitt etwas und verspannt sich hierdurch in den Fugen von Mauerwerk. Diese Verspannung bleibt auch während langer Beobachtungszeiten erhalten.
  • Beispiele Ein Kittmehl aus 5o g p-Toluolsulfochlorid, 3009 Sand von 0,7 bis i,2 mm Korndurchmesser und 62o g gefälltem Bariumsulfat wird mit 309 feinstgemahlenem Schwefel innig vermengt. Das Gemisch wird dann mit i2o ccm vorkondensiertem flüssigem Phenolformaldehyd-Kunstharz angeteigt. Der Kitt schwindet in der Kälte nach dem Erhärten zuerst, da der Schwefel noch nicht geschmolzen ist. Nach :dem Erhitzen auf über io8° dagegen treibt der Kitt um etwa o,2 bis 0,3°/o und behält dann das erreichte Volumen auch während einer monatelangen Beobachtung. Er verspannt sich hierdurch beispielsweise in den Fugen von Mauerwerk sehr fest und dichtet dieses völlig ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von in der Kälte erhärtenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen aus vorkondensierten noch flüssigen Harzen und Kittmehlen mit einem Gehalt an Stoffen, die die Harze auch in der Kälte zur Erhärtung bringen, gekennzeichnet durch geringe Zusätze solcher inerter bei gewöhnlicher Temperatur flüssiger oder fester Stoffe mit einem Schmelzpunkt von höchstens 18o°' und einem bis zu dieser Temperatur verhältnismäßig niedrigen Dampfdruck, die in flüssigem bzw. geschmolzenem Zustand ein höheres Benetzungsvermögen als Wasser für das erhärtete Kunstharz haben, sich in Wasser nicht lösen und, soweit sie in dem flüssigen Kunstharz löslich sind, beim Härten desselben sich ausscheiden.
DEF4012D 1942-06-05 1942-06-05 Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen Expired DE897008C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF4012D DE897008C (de) 1942-06-05 1942-06-05 Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF4012D DE897008C (de) 1942-06-05 1942-06-05 Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE897008C true DE897008C (de) 1953-11-16

Family

ID=7084114

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF4012D Expired DE897008C (de) 1942-06-05 1942-06-05 Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE897008C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3306448A1 (de) Fluessiger erstarrungsbeschleuniger fuer betonabmischungen
DE897008C (de) Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte erhaertenden Phenolformaldehyd-Kunstharzmassen
DE69114831T2 (de) Fliessfähigkeit verbesserndes mittel, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung.
DE605917C (de) Verfahren zur Herstellung haertbarer harzartiger Kondensationsprodukte
DE3234663A1 (de) Zement- und moertelschlamm
DE2050501C2 (de) Vernetzungs- und Harzbildungsmittel
DE526783C (de) Verfahren zum Veredeln bituminoeser Stoffe durch Zusatz von Harzen
DE598811C (de) Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von nicht haertbaren Kondensationsprodukten aus Phenolen und Aldehyden
DE2447791C3 (de) Verfahren zur Herstellung einer selbsthärtenden Masse aus einer wäßrigen Emulsion von Bitumen und Zement
DE2322845A1 (de) Zementverfestigungsbeschleuniger
DE551788C (de) Verfahren zur Herstellung eines nicht hydraulischen Kittes oder Moertels
AT150974B (de) Verfahren zur Herstellung von in der Kälte schnell erhärtenden Phenolaldehydmassen.
DE1083043B (de) Phenol-Kresol- bzw. Xylenolharz-Mischungen fuer den Saeureschutzbau
DE929576C (de) Verfahren zur Herstellung von in der Kaelte schnell erhaertenden, Bindungen hoher chemischer Widerstandsfaehigkeit ergebenden Massen
DE625490C (de) Verfahren zur Herstellung bitumenhaltiger, abbindender Baustoffgemische
DE706190C (de) Verfahren zur Herstellung von Resitolen
DE2514217A1 (de) Verfahren zur verbesserung der mechanischen festigkeit von poroesen keramischen gegenstaenden
DE1808673A1 (de) Formsande und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1771509A1 (de) Korrosionsschutzmittel fuer Stahlbewehrungen in Leichtbetonen
DE323031C (de) Verfahren zum Wasserdichtmachen von Zement
AT210657B (de) Tabakpfeife
AT133493B (de) Verfahren zur Herstellung von schnellerhärtenden Phenolaldehydmassen.
AT119116B (de) Verfahren zur Herstellung von porösen Bau- oder Isoliermaterialien.
DE634660C (de) Fugenfuellmasse
DE1960461C3 (de) Bindemittel zur Herstellung von schnellhärtenden Rinnenauskleidungsbzw. Stichlochstopfmassen