DE89652A - - Google Patents

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DE89652A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. W
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein selbstkassirender Gas- Und Flüssigkeitsmesser, bei dem die Oeffnung des Abschlufsorgans mittelbar bewirkt wird.
Die Wirkungsweise des vorliegenden Verkäufers, die an sich eine Neuheit nicht aufweist, ist folgende: Nachdem das Abschlufsorgan durch Hineindrücken eines Schiebers s unter Vermittelung eines Geldstückes als Verbindungsglied zwischen dem Schieber und dem -Bewegungsmechanismus des Abschlufsorganes geöffnet worden ist, tritt das Gas oder die Flüssigkeit durch den Messer nach aufsen. Das Abschlufsorgan m wird so lange geöffnet gehalten, bis die dem Münzwerth entsprechende Gas- oder Flüssigkeitsmenge den Messer durchlaufen hat. Das Auslösen des Abschlufsorganes, auf welchem das richtige Arbeiten des Verkäufers beruht, ist bei den bekannten Verkäufern meist unzuverlässig. Die vorliegende Erfindung soll das sichere Arbeiten gewährleisten. Die Ausrückvorrichtung kann in mannigfaltiger Weise ausgeführt werden, ihre Construction ist abhängig von der Art des Bewegungsmechanismus für das Abschlufsorgan. Jedoch ist die Ausrückvorrichtung in jedem Fall dadurch gekennzeichnet, dafs der Sperrhebel, welcher das Abschlufsorgan in geöffneter Stellung festhält, zunächst durch den Messer ausgelöst wird, aber bevor er in die Grundstellung zurückgekehrt ist, in der das Abschlufsorgan erst vollständig geschlossen wird, noch einmal aufgefangen wird, um den Durchfluss durch den Messer noch so lange zu gestatten, bis der vom Messer bewegte Ausrücker in die Grundstellung zurückgekehrt ist.
Die zweite Auslösung des Sperrhebels geschieht dann durch Feder- oder Gewichtskraft.
Beispielsweise ist diese den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung in Anwendung bei zwei Verkäufern dargestellt, bei denen einmal das Abschlufsorgan durch ein Räderwerk, das andere Mal durch ein Hebelwerk bewegt wird. Die besondere Anordnung ist folgende.
In den Fig. 1 bis 5 ist ein Apparat dargestellt, bei dem die Bewegung des Abschlufsorganes in durch Vermittelung eines Räderwerks bewirkt wird.
Nach Einwurf des Geldstückes durch den Schlitz ρ drückt man den Schieber s nach innen. Dadurch wird unter Vermittelung des Geldstückes eine Zahnstange \ verschoben und ein ' Räderwerk in Drehung, versetzt, welches das Abschlufsorgan m öffnet. Gleichzeitig erfährt ein Hebel k eine vollständige Umdrehung, so dafs die an ihm befestigte Klinke u mit einseitig ausweichenden Knaggen (Fig. 3) sich unter dem Knaggen eines um eine senkrechte Achse schwingenden Doppelhebels i fängt. Hierdurch wird das Abschlufsorgan in der geöffneten Stellung festgehalten.
Der Schieber s wird nach Loslassen durch eine Feder wieder in seine Ruhestellung zurückgeführt, worauf das Geldstück in die Kasse fällt. Nachdem eine dem Münzwerth entsprechende Gas- oder Flüssigkeitsmenge den Messer durchlaufen hat, hat, durch letzteren getrieben, die Welle g mit Daumen h eine Umdrehung gemacht. Daumen h drückt gegen das Ende des Hebels i entgegen der Wirkung der Feder 0 und entfernt den Knaggen des Hebels i von der Klinke u des Hebels k, so
dafs dieser ausgelöst wird und von dem belasteten Abschlufsorgan m in die Anfangsstellung "zurückgedreht wird. Hierbei kann es aber vorkommen, dafs sich das Abschlufsorgan schliefst, bevor der Daumen h von dem Hebel i wieder abgeglitten ist, so dafs das richtige Arbeiten des Apparates in Frage gestellt ist. Aus diesem Grunde ist der Hebel i als Doppelhebel mit einer Ausklinkung η ausgebildet, von der der Hebel k noch einmal gefangen wird, bevor er seine Grundstellung erreicht hat. Das Abschlufsorgan bleibt deshalb noch so weit geöffnet, dafs genügend Gas oder Flüssigkeit durch den Messer strömt, um die Welle g zu drehen, bis der Daumen h vollständig von dem Hebel i abgeglitten ist. Sobald dies geschehen, tritt die Kraft der gespannten Feder in Wirkung und drückt den Hebel i gegen den Anschlagstift q, dabei den Hebel k freigebend, dessen Klinke u sich durch die Ausklinkung η bewegt und unter den Knaggen des Hebels i legt.
Auf diese Weise sind sämmtliche Theile wieder in ihrer Anfangsstellung und zur wiederholten Inbetriebsetzung vorbereitet. '
In Fig. 6 bis io ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der das Räderwerk durch ein Hebelwerk ersetzt ist.
Bei Einstofsen des Schiebers s drückt das Geldstück gegen den Hebelarm ν eines Winkelhebels vjr, dreht denselben um seine Achse und Arm y öffnet das Abschlufsorgan m. Auf der Hebelachse ist der Sperrhebel χ befestigt, der sich unter dem Knaggen i eines Gewichtpendels g fängt und dadurch das Abschlufsorgan m in der geöffneten Lage festhält.
Nach Abgabe der dem Münzwerth entsprechenden Gas- oder Flüssigkeitsmenge drückt der vom Messer gedrehte Daumen u der Welle g das Pendel zur Seite, hebt hierbei das Gewicht des Pendels an und löst die Sperrung des Sperrhebels χ am Knaggen i aus. Der Sperrhebel χ fängt sich aber bei seinem Rückgange in die Anfangsstellung an einem zweiten Knaggen Z1 zu dem bereits oben angegebenen Zweck. Hat der Daumen u das Pendel g verlassen, so kehrt dasselbe der Schwerkraft folgend in die senkrechte Lage zurück und der Stift des Sperrhebels gleitet * durch eine Aussparung in dem zweiten Knaggen Z1, von dem belasteten Abschlufsorgan in bewegt, das sich selbstthätig schliefst, in seine Anfangsstellung.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Selbstkassirender Gas- und Flüssigkeitsmesser, bei dem das Abschlufsventil dem Zuge eines Gewichtes oder einer Feder entgegen mit Hülfe einer eingelegten Münze geöffnet wird, gekennzeichnet durch ein schwingendes Sperrglied , das das Abschlufsventil offen hält und nach Durchflufs einer gewissen Flüssigkeitsmenge von dem Mefsgetriebe zum Zweck des Ventilschlusses zur Seite gedrängt wird, wobei ein bis dahin gesperrter, mit dem Abschlufsventil verbundener Hebel ausgelöst, jedoch infolge der besonderen Gestaltung des Sperrgliedes von diesem wieder aufgefangen wird und erst dann in die der Verschlufsstellung des Ventils entsprechende Lage zurückschnellt, wenn das Sperrglied von dem Mefsgetriebe vollends freigegeben ist und in seine Ruhelage zurückkehrt.
    Hierzu i.Blatt Zeichnungen.

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