DE166642C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F15/00—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
- G07F15/001—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity for gas
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Description
ML"
^KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft einen selbstkassierenden Gasmesser, bei welchem nach Einwurf
eines Geldstückes eine die Öffnung des Gasventiles bewirkende Kurbel ausgelöst wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß bei jedesmaliger Drehung der Kurbel ein besonderes,
vom Gasmesserwerk unabhängiges Rädertriebwerk gespannt, hiernach gesperrt und gegen Ende der Lieferung der vorausbezahlten
Gasmenge von dem Gasmesserwerk ausgelöst wird, worauf das Rädertriebwerk beim Entspannen die Schließung des Ventiles
wieder bewirkt. Mit dem öffnen und Schließen des Gasventiles des Gasmessers
wird zweckmäßig noch die Gasmessertrommel oder der Balgen ausgelöst bezw. gesperrt.
Dadurch, daß das Schließen der Gasaustrittsöffnung unter Vermittelung einer auf ein
Räderwerk einwirkenden Feder geschieht, erfolgt der Abschluß des Gases einerseits, wie
bereits erwähnt, erst am Ende des Verbrauchs der entsprechenden Gasmenge, andererseits
ganz allmählich, so daß man rechtzeitig gegebenenfalls durch ein von dem Räderwerk angetriebenes Signalwerk auf den
Abschluß des Gases aufmerksam gemacht wird. Ferner ist die Einrichtung so getroffen,
daß nur bei der ersten Kurbeldrehung nach Einwurf der Münze die Feder gespannt wird, während alle weiteren Drehungen der
Kurbel nach Einwurf weiterer Münzen die Gaslieferung zwar entsprechend verlängern,
' aber ohne Einfluß auf die Spannung der Feder bleiben.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in Seiten- und Oberansicht dargestellt.
Durch den Schlitz ι wird ein Geldstück eingeführt, durch welches die Kurbel 2 zwecks
Herumdrehens um i8o° freigegeben wird. Auf derselben Welle mit Kurbel 2 sitzt eine
ovale Kurvenscheibe 3, welche bei ihrer Drehung den einen Arm des Hebels 4 niederdrückt,
während dessen anderer Arm nach oben geht und dabei mittels des Gelenkes 5 den auf der Welle 7 befestigten Hebel 6 nach
oben schwingt. Die Welle 7 trägt auf ihrem hinteren Ende einen kurzen Hebelarm 8, der
durch das Gelenk 9 mit dem zweiarmigen Hebel 10 verbunden ist, der seinerseits durch
das Gelenk 11 mit dem Hebel 12 verbunden
ist. Der Hebel 12 sitzt auf einer Welle 13, welche die zum Abschließen der Verbrauchsleitung 15 dienende Klappe 14 trägt.
Auf der Welle 7 sitzt ferner ein Federgehäuse 16, dessen Feder 17 bei der von der
Kurvenscheibe 3 aus erfolgenden Bewegung des Hebels 6 durch die Welle 7 gespannt
wird und somit das Bestreben hat, den Hebel 6 nach unten zu bewegen. Dies wird jedoch durch nachstehende Einrichtung verhindert.
Mit dem Federgehäuse ist ein Rädertriebwerk verbunden, welches beim Ablaufen
ein Läute- oder Signalwerk in Tätigkeit setzt,
dessen Hemmung einen Arm 18 besitzt. Dieser Arm ist so umgebogen, daß er auf
einer Schiene 19 schleift, die eine Aussparung 20 besitzt und mit einer Schrauben-Spindel
21 verbunden ist. Auf der Spindel 21 befindet sich eine Mutter 22, welche mit
einem Kegelrad 23 versehen und in der Längsrichtung nicht verschiebbar ist. Mit dem Kegelrad 23 steht ein Kegelrad 24 in
Eingriff, welches mit der Kurbel 2.und der ovalen Scheibe 3 zugleich gedreht wird.
Durch die Drehung der Kurbel wird also die Klappe 14 geöffnet, die Feder 17 gespannt
und die Spindel 21 und mit ihr die Schiene 19 um ein bestimmtes Stück nach rechts bewegt.
Wird die Kurbel 2 nach Einwurf weiterer
Geldstücke weiter gedreht, so verschiebt sich nur die Spindel 21, und Schiene 19 wird in
der Längsrichtung bewegt, während der Hebei 4, da sein vorderes Ende durch die
Sperrung des Läutewerks in der niedergedrückten Lage gehalten wird, nicht weiter
gedreht wird, so daß alle mit demselben verbundenen Teile in der bei der ersten Kurbeldrehung
angenommenen Lage verbleiben. Wird jetzt durch die Gebrauchsleitung 15
Gas aus dem Gasmesser entnommen, so wird hierbei die Welle 25 gedreht. Dieselbe dient
zum Bewegen des Zählwerks und ist mit einer Schnecke 26 versehen, welche ein auf
der Spindel 21 in der Längsrichtung verschiebbares Schneckenrad 27 dreht. Wenn
also aus dem Gasmesser Gas entnommen wird, dreht sich die Spindel 21 und schraubt sich
in die Mutter, da letztere sich in Längsrichtung nicht verschieben kann und auch an der
Drehung durch die festgestellte Welle der Kurbel 2 verhindert wird. Die Spindel 21
wird sich also aus der Mutter 22 heraus-
40' schrauben und dabei die Schiene 19 nach
links bewegen. Dies wird so lange geschehen, bis der Schlitz 20 der Schiene 19 genau unter
den Arm 18 gelangt ist, in welchem Falle der letztere das mit der Feder 17 in Verbindung
stehende Räderwerk freigibt, so daß dieses gedreht und der Hebel 6 durch die Feder 17 nach unten bewegt, die Klappe 14
langsam geschlossen und ein Läutewerk in Bewegung gesetzt wird, wodurch der Gasverbrauch
längsam und allmählich abgesperrt
Um einen genauen Gasabschluß zu erzielen, ist mit dem Hebel 10 ein Hebel 31 verbunden,
dessen Ende 30 so umgebogen ist, daß es mit Anschlägen 28 der Meßtrommel 29 in Eingriff kommen kann. Wird der Hebel 10
so bewegt, daß er die Klappe schließt, so tritt das Ende 30 des Hebels 31 in die Bahn
der "Anschläge 28 der Meßtrommel 29 und bringt damit die letztere zum Stillstand.
Bei trockenen Gasmessern kann irgend eine andere Hemmung der in den Meßkammern
befindlichen Platten angewendet werden, welche auch demselben Hebelwerk angepaßt
sein kann.
Es wird also die vorausbezahlte Gasmenge bis zum letzten Rest verbraucht, und am
Schluß der Lieferung macht ein Alarmsignal den Verbraucher darauf aufmerksam, daß die
für den gezahlten Betrag zu entnehmende Gasmenge zu Ende geht.
Claims (5)
1. Selbstkassierender Gasmesser mit einer nach Münzeneinwurf drehbaren, die
Öffnung des Gasventiles bewirkenden Kurbel, gekennzeichnet durch ein besonderes,
vom Gasmesserwerk unabhängiges Rädertriebwerk, dessen Triebfeder (17)
durch die Kurbel (2) beim Öffnen des Gasventiles (14) gespannt, hiernach gesperrt
und gegen Ende der Lieferung der vorausbezahlten Gasmenge von dem Gasmesserwerk ausgelöst wird, wonach das
Rädertriebwerk die allmähliche Schließung des Gasventiles (14) bewirkt.
2. Ausführungsform des Gasmessers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Triebfeder (17) des Rädertriebwerks mit dem einen Ende an dem Gestell
des Rädertriebwerks und mit dem anderen an einem mit einem Rad des Rädertriebwerks in Eingriff stehenden
Federgehäuse (16) angreift, welches auf einer Welle (7), die bei dem durch die
Kurbel (2) erfolgenden Öffnen des Gasventiles (14) gedreht wird, derart angeordnet
ist, daß beim Drehen der Welle (7) durch die Kurbel (2) die Triebfeder (17)
aufgezogen wird.
3. Ausführungsform des Gasmessers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß gleichzeitig mit dem Spannen der Triebfeder (17) durch die Kurbel (2) eine
Stange (19) mit Einschnitt (20), in welchen in der Ruhestellung des Gasmessers
das vordere Ende eines an dem Gesperre des Rädertriebwerks befestigten Hebels (18) eingreift, derart horizontal verschoben
wird, daß dieses Ende aus dem Einschnitt (20) herausgehoben und auf die obere Seite der Stange (19) in die das Rädertriebwerk
sperrende Lage gebracht wird.
4. Ausführungsform des Gasmessers nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stange (19) bei dem jedesmaligen, nach Münzeneinwurf erfolgenden
Drehen .der Kurbel durch letztere um ein bestimmtes Stück vorbewegt und
durch die Gasmesserwelle dem Verbrauch
des Gases entsprechend wieder zurückbewegt wird.
5. Ausführungsform des Gasmessers nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stange (19) mit dem Lager einer Spindel (12) starr verbunden ist, auf
welcher einerseits eine gegen Längsverschiebung gesicherte und durch die Kurbel (2) jedesmal gedrehte Mutter (22),
andererseits ein gegen Längsverschiebung gesichertes Schneckenrad (27) vorgesehen
ist, das mit einer auf der Zählradwelle (25) des Gasmessers befestigten Schnecke (26)
in Eingriff steht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE166642C true DE166642C (de) |
Family
ID=432024
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT166642D Active DE166642C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE166642C (de) |
-
0
- DE DENDAT166642D patent/DE166642C/de active Active
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