DE8952C - Petroleumlampe für Eisenbahnwagen mit gemeinschaftlichem Schlüssel zur Lösung der Verbindung- zwischen Oelbehälter und Lampenkörper und zur Regulirung des Dochtes - Google Patents
Petroleumlampe für Eisenbahnwagen mit gemeinschaftlichem Schlüssel zur Lösung der Verbindung- zwischen Oelbehälter und Lampenkörper und zur Regulirung des DochtesInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23D—BURNERS
- F23D3/00—Burners using capillary action
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F23D—BURNERS
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- F23D2900/31003—Inverted wick burners; Wick burners using preheated air
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Description
1879.
Klasse 4.
ALEXANDER KELLY in LONDON.
Petroleumlampe für Eisenbahnwagen mit gemeinschaftlichem Schlüssel zur Lösung der
Verbindung zwischen Oeibehälter und Lampenkörper und zur Regulirung des Dochtes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. April 1879 ab.
Diese Erfindung strebt die allgemeine Einführung der Steinöle oder Mischungen solcher
für die in Eisenbahnwagen gebräuchlichen Deckenlampen an.
Erwähnter Zweck soll durch die besondere Construction der in Fig. 1 der Zeichnung durch
einen Längsschnitt dargestellten Lampe erreicht werden.
Die letztere enthält ihr Brennöl in einem Gefäfs A, welches unter dem Brenner und
Dochtträger B mit diesem durch Bajonnetverschlufs bei A vereinigt, angebracht ist. Dieser
Verschlufs gestattet ein willkürliches Lösen und beziehungsweise eine Wiederherstellung der Verbindung
zwischen A und B.
Ein im Innern des Gefäfses A befindliches Rohr b soll allzu heftigen Bewegungen und
Wallungen des Oeles während der Fahrt vorbeugen, sowie das Einfüllen frischen Brennstoffes
erleichtern. Mittelst des im oberen Ansatz b des Gefäfses A befindlichen Muttergewindes
ist letzteres mit dem eigentlichen Lampenkörper vereinigt, und auf diese Weise ist unter anderem ein etwa mögliches Auslaufen
des Oeles oder ein Durchsickern infolge Haarröhrchenanziehung umgangen. Gleichzeitig ist
hiermit, gegenüber der seither üblichen festen Verbindung, das Nachfüllen von Brennstoff
wesentlich vereinfacht. In der Flantsche d des Rohres b ist ein Loch dl angebracht, um der
in A enthaltenen Luft während des Einbringens frischen Oeles einen Austritt zu ermöglichen,
sowie um andernfalls das Gefäfs A, wenn nöthig, vollständig von OeI entleeren zu können.
Das Innere des erwähnten Ansatzes C bildet eine Kammer, in deren Fortsetzung nach oben
die zur Verbrennung erforderliche Luft durch die Röhren D D zugeführt wird. Der untere
Theil e dieser Röhren ist mittelst Schraube und Mutter gg mit dem Boden / des Lampengehäuses
lösbar verbunden; der obere Theil e1
ist auf jenen e aufgeschraubt, so dafs er auf leichte Weise, etwa behufs Reinigens, von letzterem abgenommen werden kann, ohne dafs
dieser, der den Zusammenhang zwischen den oberen und unteren Bestandtheilen der Lampe
herzustellen hat, dadurch schädlich beeinflusst würde. Die Röhren D ragen um ein geringes
über die ringförmige Platte i, welche am Gehäuse E befestigt ist, hervor und tragen hier
die durchlöcherten Köpfe h, entweder fest damit verbunden oder nur aufgeschraubt (wie dargestellt).
Durch Löcher k hat die Luft Zutritt ins . Innere der Lampe; oben trägt die letztere einen
durchlochten Dom F.
Erscheint es erforderlich, das Schirmdach über den in Eisenbahnwagen gewöhnlich benutzten
Deckenlampen zu entfernen, so lassen sich die Luftöffnungen k (wie Fig. ia darlegt)
mit überspringenden Platten versehen.
Der Boden / des Lampengehäuses wird entweder allein oder combinirt mit anderen am
Deckel und in einem Winkel zur Fläche von/ geneigt angebrachten Reflectoren als Reflector
des Lichtes nutzbar gemacht.
Unter dem Brenner B breitet sich eine Glocke G aus, um dieselbe herum, bezw. um
den oberen Theil des Brenners erhebt sich ein bauchiger Hohlkörper JT, welcher durch Vermittelung
eines nachgiebigen Stoffes m, z. B. eines Korkringes, so gelagert bezw. befestigt ist,
dafs sich für die Ausdehnung und Zusammenziehung hinreichend Rechnung getragen findet.
Darüber ist ein metallener verjüngt zulaufender Schornstein / errichtet. Dieser steht im Zusammenhang
mit einem bei η η in den Lampenkörper eingeschraubten Cylinder K.
Die obere Fläche L der Dochtröhre wird ebensowohl eben als convex (s. Fig. 2) oder
concav (s. Fig. 3) oder durch eine Wellenlinie begrenzt (s. Fig. 4) ausgeführt.
Um den Docht stets richtig und genau einstellen zu ketonen und andererseits ein Herabhewegen
des letzteren infolge der Erschütterungen, denen ein fahrender Eisenbahnwagen ausgesetzt
ist, zu vermeiden, findet sich an einem Ende derjenigen Spindel, welche die den Docht
bewegenden Räder trägt, ein Sperrrad p angebracht (Fig. ι und 5), dessen Zähne mit einer
federnden Sperrklinke q in Eingriff stehen. Die Stellung der letzteren in Bezug auf die Zähne
des Sperrrades ρ ist dem Wärter der Lampe gleichzeitig eine Anzeige über die Dochtstellung.
Dasselbe Resultat ist zu erreichen durch Verwendung eines Segmentschraubenrades ql und
einer kleinen Schnecke p', Fig. 6. Infolge Umdrehung
der Schnecke ρ' kann man den Docht van den erforderlichen Betrag herausdrehen; ist
letzterer erreicht, d. h. steht die Oberkante des Dochte auf der gewünschten Höhe, so kann
ein Höherdrehen desselben nicht vorgenommen werden, es sei denn, die Schnecke befinde sich
wieder in ihrer Ausgangsstellung. Man erkennt, wie damit einem übermäfsigen Herumdrehen
des Dochtes, welches ein Zerspringen der Gläser zur Folge haben könnte, gänzlich vorgebeugt
ist.
Sofern es sich als räthlich herausstellen sollte, kann auch die Anordnung in Fig. 6 mit der
in Fig. 5 insofern combinirt werden, als man die federnde Klinke q an der ersteren Anordnung
zur sicheren Festhaltung der Theile in ihrer eingestellten Lage benutzt.
In einzelnen Fällen und insbesondere dann, wenn die in Fig. 5 und 6 dargestellten Dispositionen
nicht angewendet werden, wird es sich empfehlen, die Dochtbewegungsvorrichtung so einzurichten, dafs letztere nur mittelst eines
besonderen mit glashartem Ende versehenen Schlüssels (s. Fig. 7) in Bewegung gesetzt werden
kann. Es ist ein Leichtes, auch dem Kopfe des Sicherheitsschräubchens r, Fig. 1, eine
solche Gestalt zu geben, dafs auf ihn derselbe Schlüssel pafst; in diesem Fall genügt endlich
zum Anschlufs des Gefäfses A an den Lampenkörper (bezw. zur Lösung der Verbindung beider
Theile) und sodann zur Regelung der Gröfse des dem Brennen ausgesetzten Dochttheiles ein
und derselbe Schlüssel.
Die Fig. 8 und 9 stellen den Mechanismus zur Dochtbewegung im Falle des Vorhandenseins
zweier Dochte dar. Unter Anwendung zweier gleich grofser Stirnräder ν ν, die mit
einander in Eingriff stehen und die auf den beiden, die zwei Dochte u u zwischen sich fassenden
Wellen sitzen, ist ein vollkommen übereinstimmendes Heben bezw. Vorwärtsschieben der
Dochte gesichert.
Es empfiehlt sich, oben zwischen den beiden Dochtröhren χ χ eine Rinne oder einen kleinen
Trog w anzuordnen, welcher zur Aufnahme theilweise condensirter Dämpfe bestimmt ist,
durch deren Verbrennung alsdann die vereinigte Flamme beider Dochte eine beträchtliche Verstärkung
erfährt. Auch schaltet der Erfinder zwischen beide Dochtröhren irgend welches, die Wärme schlecht leitendes Material ein.-
Der obere Theil £l des Lampenkörpers, welcher
mit dem Gehäuse E durch ein Scharnier s verbunden ist, enthält ein weites, kurzes Innenrohr
IV; dasselbe trägt einen durchlöcherten Deckel F, welcher in solcher, aus der Zeichnung
Fig. ι ersichtlichen Weise mit dem äufsersten Deckel M1 zusammenhängt, dafs er sich
mit letzterem hebt, sobald dieser aufgeklappt wird, und wieder niederläfst, sobald man ihn
schliefst.
Besagter Deckel M' überdeckt die bei r1
mit JS1 in Verbindung gesetzte Kappe M.
Dadurch, dafs das Oelgefäfs unter den Brenner verlegt, und dafs ferner die Luftkammer wie
erwähnt zwischen beiden Theilen angeordnet wird, ist die Erhaltung des Oelgefäfses in immer
kaltem Zustande gesichert.
Bei der Construction der Oelbehälter A sowohl, als auch der Schornsteine (Cylinder)
wurde Bedacht auf ein späteres leichtes Auswechseln dieser Theile bezw. eine Ersetzung
derselben durch neue genommen.
Die Metallcylinder oder Schornsteine versieht man so zweckmäfsigerweise z. B. mit einem
Bajonnetverschlufs.
Die bei Aufstellung der wie oben erwähnten Refiectoren zu benutzenden Winkel müssen so
gewählt sein, dafs das Licht auch unmittelbar unter den Oelbehälter mit geworfen werde.
Claims (2)
1. Der gemeinschaftliche Schlüssel zur Lösung der Verbindung des Oelbehälters mit dem
Lampenkörper und zur Regulirung des Dochtes.
2. Die Rinne w zwischen den beiden Dochtröhren H zur Aufnahme der aus condensirten
Dämpfen entstandenen brennbaren Flüssigkeit.
* Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8952C true DE8952C (de) |
Family
ID=286366
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT8952D Active DE8952C (de) | Petroleumlampe für Eisenbahnwagen mit gemeinschaftlichem Schlüssel zur Lösung der Verbindung- zwischen Oelbehälter und Lampenkörper und zur Regulirung des Dochtes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8952C (de) |
-
0
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