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Filter zum Abscheiden von Staub aus Cas oder Luft
Die Erfindung bezieht
sich auf Staubfilter derjenigen Art, bei denen staubbeladene Luft oder ein anderes
staubbeladenes Gas durch einen porösen Filterstoff hindurchströmt, und zwar auf
Grund eines auf entgegen gesetzten Seiten des Filterstoffes herrschenden Gasdruckdifferentials.
Die in dem staubbeladenen Gas enthaltenen Teilchen sammeln sich dann auf derÜberdruckseite,
und je nach der Art der Ausrüstung und der in dem Staub enthaltenen Teilchen wird
diePorosität desFilterstoffes allmählich vermindert, und die Filterleistung fällt
so weit ab, daß es notwendig wird, das Filter zu reinigen.
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Die Erfindung bezieht sich besonders auf ein Filter dieser allgemein
dargestellten Art, bei der der Filterstoff ohne Unterbrechung der Arbeitsweise des
Filters mittels eines Luft- oder Gasstrahles gereinigt zu werden vermag, der durch
den Filterstoff in einer Richtung hindurchgepreßt wird, die entgegengesetzt der
Strömungsrichtung des gerade gefilterten Gases liegt. Es werden also die angehäuften
Teilchen von der Überdruckseite des Filterstoffes in einem Bereich abgelöst, der
unmittelbar neben diesem in umgekehrter Richtung austretenden Strahl liegt. Der
Strahl des Reinigungsgases wird dabei durch einen verengten Schlitz oder eine Düse
hindurch zugeführt, die auf dem sogenannten Blasrohr vorgesehen ist. Ferner ist
eine Einrichtung vorgesehen, um eine Relativbewegung zwischen dem Blasrohr und dem
Filterstoff zu erzeugen, so daß die ganze Fläche des Filterstoffes der Reinigung
unterzogen werden kann.
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Bei diesen bekannten Staubfiltern werden die durch den Reinigungsvorgang
abgelösten Teilchen in das zuströmende staubbeladene Gas und in be-
kannte
Vorrichtungen eingeführt, wobei ein Teil dieser Staubteilchen durch das Gas wieder
auf den Filterstoff aufgelegt wird. Je nach dem Ausmaß dieses Wiederabsetzens wird
die Filterleistung noch geringer, als sie sein sollte.
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Ein besonderes Ziel der Erfindung ist deshalb ein Filter der vorstehend
erwähnten Art mit einer Einrichtung, um den Filterstoff durch einen in Umkehrrichtung
wirkenden Strahl zu reinigen, wobei im wesentlichen alle Teilchen, die bei dem Reinigungsvorgang
frei werden, in eine Zone des Filters hineinfallen, die im wesentlichen frei von
Wirbelungen ist, die für gewöhnlich dem zuströmenden staubbeladenen Gas eigen sind.
Diese Zone ist mit Bezug auf das Blasrohr so angeordnet, daß die durch das Blasrohr
abgelösten Teilchen durch Schwerewirkung in einen Raum hineinfallen, aus dem sie
endgültig herausgenommen werden, so daß also sehr wenig Gelegenheit vorhanden ist,
daß die frei gewordenen Staubteilchen auf dem Filterstoff oder dem Piltermittel
sich wieder absetzen.
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Es sind Filter zum Abscheiden von Staub aus Gas bekannt, deren Einzelteile
aus einer Kammer bestehen, in die das Gas und die von dem Gas getragenen Staubteilchen
eingeführt werden, und die eine den Staub sammelnde Zone aufweist, zu der die vom
Gas getragenen Staubteilchen absinken, ferner aus einem porösen Filterstoff, der
eine Wand in der Kammer bildet, durch die das Gas hindurchtreten kann und die den
Staub festhält, weiterhin aus einer Einrichtung, um das Gas und den von dem Gas
getragenen Staub der Kammer bei einem Gasdruck zuzuführen, der höher als der Gasdruck
ist, der auf der anderen Seite des Filterstoffes besteht, und schließlich aus einem
Rückstrahlreiniger, der auf der Unterdruckseite des Filters liegt, um die durch
den Filterstoff zurückgehaltenen Staubteilchen abzulösen. Es ist auch bekannt, die
Abstützung des Filterstoffes auf einer Drahtunterlage oder einem Drahtgewebe vorzunehmen.
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Diesen bekannten Ausführungen gegenüber besteht das Kennzeichen der
Erfindung darin, daß die Reinigungsvorrichtung in einer Stellung zwischen dem Filterstoff
und dem Filterstoffträger liegt.
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Weiter weist das Filter an der Überdruckseite des Filterstoffes eine
Einrichtung auf, um die durch die Reinigungsvorrichttlrlg abgelösten Staubteile
aufzufangen und sie untnittelbar der Sammelzone der Kammer zuzuführen.
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Erfindungsgemäß sind ferner die Körper des Filterstoffes und des
Filterstoffträgers in Angleichung an die Reinigungsvorrichtung zylindrisch ausgebildet,
wobei die Reinigungsvorrichtung aus einem Abblasrohr mit einem in Längsrichtung
des Rohres sich erstreckenden Schlitz besteht, der in Berührung mit dem Filterstoff
eine Öffnung längs einer Linie aufweist, die im wesentlichen mit einem Element des
zylindrischen Körpers des Filterstoffes zusammenfällt.
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Andere Ziele und Kennzeichen sind aus der nachstehenden ausführlichen
Beschreibung einer bevorzugten Durchführungsform der Erfindung ersqchtlich oder
werden daraus an Hand der Zeichnungen erkennbar, wobei diese Ausführung jedoch nicht
die einzige Durchführungsform darstellt. In den Zeichnungen zeigt Fig. I einen senkrechten
Schnitt eines die Erfindung enthaltenden Staubfilters, wobei einzelne Teile zur
Verdeutlichung der Darstellung nicht im Schnitt gezeichnet sind, Fig. 2 eine Draufsicht
der in Fig. I dargestellten Vorrichtung, Fig. 3 eine Draufsicht des unteren Trägers
für die Vorlage, Fig. 4 einen waagerechten Teilsdmitt nach der Linie IV-IV in Fig.
1, die die gegenseitige Lage der Reinigungsdüse, der Vorlage und des Verstärkungsgestelis
für den Filterstoff zeigt, Fig. 5 einen senkrechten Schnitt, der Einzelheiten der
Kupplung zeigt, durch die hindurch Reinigungsluft dem Düsenträger zugeführt wird,
und Fig. 6 eine Ansicht der Reinigungsdüse.
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Ein die Kennzeichen der Erfindung aufweisendes Staubfilter enthält,
wie die Zeichnung erkennen läßt, ein im allgemeinen zylindrisches Gehäuse I0, das
eine Kammer mit einem abgeschrägten unteren Abschnitt 12 bildet, der mit einem Trichter
(nicht dargestellt) zur Aufnahme derjenigen Staubteilchen in Verbindung steht, die
beim Arbeiten des Filters aus dem Gas ausgeschieden werden. Die Filtereinrichtung
liegt innerhalb des zylindrischen Gehäuses 10 und besteht aus einem Schlauch 14
aus porösem Filterstoff. Vorzugsweise ist der Stoff, aus dem das Filter 14 hergestellt
ist, ein verfilztes Material, wie z. B. Filz oder Papier, obwohl die Kennzeichen
der Erfindung auch bei Verwendung von Filterstoffen anderer Art anwendbar sind.
Das schlauchförmige Filter 14 ist so in der Kammer I0, I2 angeordnet, daß eine Unterkammer
von im wesentlichen zylindrischer Gestalt umgrenzt wird.
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Zur Darstellung der Erfindung sei angenommen, daß der Filterstoff
14 aus Filz besteht und so schwach ist, daß ein durchlochter Träger irgendwelcher
Art zur Verstärkung erforderlich erscheint.
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Deshalb ist ein Verstärkungsgestell I6 dargestellt, das aus einem
Drahtsieb einer Maschengröße besteht, die dem jeweilig verwendeten Filterstoff angepaßt
ist. Eine Betrachtung der Fig. I und 4 läßt erkennen, daß der Filterstoff 14 in
jeder waagerechten Ebene einen größeren Durchmesser hat als das Trägergestell 16.
Der Unterschied in den Durchmessern genügt gerade, um zwischen das Trägergestell
I6 und den Filterstoff 14 eine längliche Reinigungsdüse oder ein Blasrohr 18 einzuschieben,
das einen länglichen Schlitz 20 aufweist, der im Scheitel einer dreieckigen Vorderwand
22 des Blasrohres liegt. Die Gestalt derVorderwand 22 des Blasrohres I8 ist so gewählt,
daß der Filterstoff ohne Knick gebogen wird, sobald er durch den auf der überdruckseite
herrschenden Gasdruck gegen die Vorderwand 22 gepreßt wird. Der Abschnitt des Filtermittels,
der jeweils unmittelbar gegenüber dem Schlitz 20 liegt, wird ziemlich scharf gebogen,
wie dies aus Fig. 4 erkennbar ist. Das Ausdehnen der Außenfläche des Filtermittels
öffnet die Poren des Filterstoffes und erleichtert das Ablösen der an-
gesammelten
Staubteilchen, wie dies nachstehend ausführlich erläutert wird.
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Das staubbeladene Gas oder die staubbeladene Luft wird dem Filter
durch einen Einlaß 24 zugeführt, der vorzugsweise mit dem zylindrischen Gehäuse
Io am oberen Ende des Gehäuses in solcher Weise verbunden ist, daß das Gas tangential
in das Gehäuse eintritt und im Innern des Gehäuses 10 und außerhalb des Filterstoffes
14 umläuft und nach abwärts strömt. Das staubbeladene Gas kann dem Filter unter
Druck zugeführt werden, oder es kann durch das Filter mittels eines auf der Abströmseite
liegenden Gebläses hindurchgesaugt werden.
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In jedem Falle steht die Innenfläche des Filterstoffes unter einem
geringeren Druck als die Außenfläche des Filterstoffes, und das den Staub tragende
Gas strömt durch den Filterstoff hindurch, wobei die Staubteilchen auf der Staubseite
des Filterstoffes abgelagert werden. Das gereinigte Gas strömt dann in die durch
den Filterstoff umgrenzte Unterkammer und nach aufwärts zu einem Auslaß 26.
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Wie aus Fig. I ersichtlich, wird der Filterstoff 14 an seinem oberen
Ende von einem Ring 28 getragen, der auf dem Gehäuse 10 sitzt. Gewünschtenfalls
weist der Ring 28 eine Wulst 30 auf, über die die obere Kante des schlauchförmigen
Filterstoffes 14 nach auswärts und abwärts herumgebogen wird.
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Die obere Kante des Filterstoffes 14 kann an dem Ring 28 durch ein
Band 32 aus zusammenziehbarem Stoff festgelegt werden, oder sie kann mit einem Spannschloß
oder einer anderen Vorrichtung versehen sein, durch die das Band auf die obere Kante
festgezogen wird.
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Das Verstärkungsgestell I6 und der Filterstoff 14 sind im allgemeinen
zylindrisch, und das Blasrohr I8 und der Schlitz 20 decken sich mit einem Element
des Zylinders. Ein selbsttragender Filterstoff könnte genau zylindrisch sein oder
könnte irgendeine andere allgemein schlauchförmige Form aufweisen. Bei Filtermitteln
jedoch, deren Formhaltung ein Verstärkungsgerüst I6, wie hier dargestellt, erfordert,
wurde es vorteilhaft befunden, den Filterstoff und das Verstärkungsgestell kegelstumpfförmig
zu machen. Wie in den Zeichnungen dargestellt, sind der Filterstoff 14 und das Verstärkungsgestell
16 kegelstumpfförmig, wobei die unteren Enden etwas kleiner im Durchmesser sind
als die oberen Enden. Dies ermöglicht eine teleskopartige genaue Einstellung des
schlauchförmigen Filterstoffes 14 auf dem Verstärkungsgestell, so daß gerade noch
genug Spielraum zwischen diesen Teilen zwecks Bewegung des Blasrohres I8 verbleibt.
Der Filterstoff 14 soll nicht so viel Spielraum auf dem Verstärkungsgestell haben,
daß Falten oder Runzeln entstehen, da diese gefalteten Flächen für das Filtern ausfallen.
Die Anlage sollte aber auch nicht so fest sein, daß eine unzulässige Reibung zwischen
dem Filterstoff und dem Blasrohr I8 während der Bewegung des Blasrohres um die Mittelachse
des Filters herum auftritt.
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Dem Filterstoff 14 kann die gewünschte Form dadurch gegeben werden,
daß das Material aus einer flachen Bahn ausgeschnitten wird, dann eine Abschrägung
an dem einen Ende oder an beiden Enden erfolgt und diese Enden dann in geeigneter
Weise, z. B. durch Nähen, miteinander verbunden werden. Der kegelstumpfförmige Körper
des Filterstoffes 14 kann dann aufwärts über das Verstärkungsgestell und das Blasrohr
18 um die gewünschte Größe gezogen werden, und die obere Kante wird an dem Ring
28 in der oben beschriebenen Weise gesichert.
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Am unteren Ende ist der Körper des Filterstoffes 14 an einer Scheibe
34 befestigt, die eine vorstehende Lippe 36 aufweist. Die Befestigung des unteren
Endes erfolgt mittels eines Bandes 38 in der gleichen Weise wie die bereits beschriebene
Befestigung des oberen Endes mittels des Wulstes 30 und des Bandes 32. Die Scheibe
34 ist bis auf ihre Mitte ungelocht, wo die Scheibe eine senkrechte Hohlwelle 40
aufnimmt. Die Welle 40 wird vom Lager 42 der Scheibe 34 aufgenommen.
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Ein biegsamer Stulp 44 dichtet das Lager und das untere Ende der
Hohlwelle 40 ab. Der Stulp 44 besteht aus Gummi oder einem gummiartigen Stoff und
hat allgemein Kegelform. Eine Kegelfeder 45, deren Windungen im Durchmesser schnell
abnehmen, ist innerhalb des Stulpes gelagert. Das im Durchmesser kleinere Ende des
Stulpes 44 ist auf die Außenfläche der Welle 40 durch einen üblichen Klemmring 48
aufgeklemmt. An dem im Durchmesser großen Ende des Stulpes 44 sitzt ein Flansch
46, der durch die Ausdehnwirkung der eingeschlossenen Feder 45 in Berührung mit
der Scheibe 34 gepreßt wird. Beim Arbeiten des Filters wirkt der Druck der staubbeladenen
Luft und preßt den Flansch 46 dichter gegen die Scheibe 34. Die in der Kammer außerhalb
des Filterstoffes vorhandene staubbeladene Luft kann also in das Innere der Unterkammer
durch das Lager 42 nicht eintreten. Da das ganze untere Ende des Filterstoffes 14
durch die Scheibe 34 und das darin befindliche abgedichtete Lager dicht geschlossen
ist, muß das gereinigte Gas, das durch den Filterstoff hindurchgeströmt ist, aufwärts-
fließen, um, wie bereits beschrieben, durch den Auslaß 26 hindurch abzuströmen.
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Am oberen Ende ist das Filter durch eine Deckplatte 50 abgeschlossen,
die durch eine Anzahl Muttern 52 nach unten gehalten wird, die auf Schraubenbolzen
54 aufgeschraubt sind, deren Befestigung auf einem einwärts gerichteten Flansch
56 des Körpers 10 des Filters erfolgt. Wie Fig. I erkennen läßt, ruht die Deckplatte
auf demjenigen Teil des Filterstoffes auf, der über den Ring 28 gelegt ist, so daß
an dieser Stelle eine wirksame Abdichtung des Filters erfolgt.
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Die Deckplatte 50 steht durch eine entsprechende Öffnung mit de,m
Auslaß 26 in Verbindung. Der Auslaß 26 besteht gewünschtenfalls aus einem Kniestück,
das an der Deckplatte 50 durch einen Flansch 58 befestigt ist.
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Die Deckplatte 50 weist auch eine Öffnung zur Aufnahme eines langen
muffenähnlichen Lagers 60 auf, das die Hohlwelle 40 umgibt. Das Lager60
wird
von einem Kopfgestell getragen, das gewünschtenfalls aus einem waagerecht liegenden
U-Eisen 62 besteht, das an entgegengesetzten Seiten Verlängerungen 64 aufweist,
die an dem Gehäuse 10 des Filters durch Kopfschrauben 66 od. dgl. befestigt werden
können. Das beschriebene Kopfgestell trägt die Antriebsvorrichtung und andere zum
Betrieb des Filters erforderliche Ausrüstungsteile, wie dies nachstehend beschrieben
wird.
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Die Hohlwelie 40 ist mit einem Drucklager 68 versehen, das auf der
Kopfgestellschiene 62 aufruht. Das Lager 68 und das lange Lager 60 tragen die Hohlwelle
40 genügend in senkrechter und waagerechter Richtung. Die beschriebene Ausführung
ist insofern vorteilhaft, als das untere Ende der Hohlwelle 40 frei ist.
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Der durchlochte Träger oder das Verstärkungsgestell I6 wird von der
Hohlwelle 40 durch Ringe 70 getragen, die an der Welle 40 durch Stellschrauben 72
befestigt sind. Zu diesem Zweck weist das Gestell 16 speichenähnliche Arme 74 auf,
die an ihren Außenenden mit dem Gestell verschweißt oder anderweitig verbunden sind.
Wie aus den Zeichnungen erkennbar, sind die Arme 74 an ihren Außenenden mit in entgegengesetzten
Richtungen abgebogenen Flanschen 76 und 78 versehen, so daß eine angemessene Fläche
vorhanden ist, um die Speichen an dem Gestell 16 anzuschweißen oder auf andere Weise
zu befestigen.
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Die Speichen 74 werden an den Naben 78 befestigt, die auf den mit
Stellschrauben festgelegten Ringen 70 aufruhen und frei drehbar mit Bezug auf die
Welle 40 sind.
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Da der Filterstoff 14 an dem Außengehäuse I0 des Filters befestigt
ist, sichert der Filterstoff das Verstärkungsgestell I6 gegen Umlauf mit der Hohlwelle
40.
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Die dem Kopfgestell zugehörende Schiene 62 trägt eine Grundplatte
80, auf der ein MotorM, ein Untersetzungsgetriebe 82 und ein Gebläse &4 sitzen.
Das Gebläse 84 ist ein Druckschleudergebläse, während das Untersetzungsgetriebe
82 von beliebiger Art sein kann, das der Welle 40 eine Umdrehung von einigen Umläufen
je Minute erteilt.
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Wie in den Zeichnungen dargestellt, trägt die Welle 86 des Motors
M zwei Antriebsscheiben; Eine Antriebsscheibe 88 ist über einen Riemen 90 mit einer
Antriebsscheibe 92 der Welle 94 des Gebläses 84 verbunden. Eine Scheibe 96 auf der
Motorwelle ist über einen Riemen 98 mit einer Welle 100 auf der Welle 102 des Geschwindigkeits-Untersetzungsgetriebes
82 verbunden.
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Das Getriebe 82 kann die Hohlwelle 40 durch ein Zahnrad 104 und ein
Zahnrad I06 antreiben, das auf der Hohlwelle 40 befestigt ist.
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Das Einsaugrohr 105 des Umlaufgebläses 84 ist vorzugsweise mit einem
Luftreiniger 107 ausgerüstet. Der Luftauslaß des Gebläses 84 ist mit Io8 bezeichnet.
Eine biegsame Kupplung 110, z. B. ein Gummischlauch, liegt zwischen dem Auslaß 108
und dem Einlaß 112 (Fig. 5) einer die Hohlwelle 40 umgebenden Hohlnabe 114. Die
Nabe 114 hat eine Ausnehmung II6, die in Verbindung mit dem Einlaß II2 steht. Die
Hohlwelle 40 kann eine Anzahl Öffnungen 118 aufweisen, die mit der Ausnehmung 116
in Verbindung stehen, so daß die unter Druck aus dem Gebläse 84 zugeführte Luft
dem Inneren der Hohlwelle 40 zugeleitet wird. Die Hohlwelle 40 ist an ihrem oberen
Ende und an ihrem unteren Ende durch Pflöcke oder Kappen luftdicht abgeschlossen.
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Auf der Hohlwelle 40 sitzt ein rohrförmiger Arm 120, dessen Inneres
mit dem Innenraum der Hohlwelle 40 in Verbindung steht. Am Außenende weist der Arm
120 eine Stellschraube 122 auf, damit ein Einlaßrohr I24 dicht passend mit Bezug
auf den Arm 120 für den später beschriebenen Zweck fest eingestellt werden kann.
Nach ihrem unteren Ende zu trägt die Hohlwelle 40 einen zweiten rohrförmigen Arm
I26, dessen Inneres mit dem Innenraum der Hohlwelle 40 in Verbindung steht. Am Außenende
des Armes I26 sitzt eine Stellschraube I28, damit ein Einlaßrohr 130 dicht passend
mit Bezug auf den Arm I26 für den später beschriebenen Zweck fest eingestellt werden
kann.
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Aus den Fig. 5 und 6 ist erkennbar, daß die Rohre 124 bzw. I30 an
dem oberen bzw. dem unteren Ende des Blasrohres 18 liegen. Die Rohre stehen in Verbindung
mit dem Innenraum des Blasrohres, so daß unter Druck mittels des Gebläses 84 zugeführte
Luft dem Blasrohr 28 sowohl am oberen Ende als auch am unteren Ende zugeführt wird.
Dies sichert eine angemessene Luftzuführung, um ein Abströmen durch die Offnung
20 hindurch aufrechtzuerhalten.
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Wie bereits beschrieben, liegt das Blasrohr 18 zwischen dem Verstärkungsgestell
I6 und dem Filterstoff 14. Der Umlauf der Hohlwelle 40 wird durch die rohrförmigen
Arme 120 und I26 auf das Blasrohr 18 übertragen, so daß sich das Blasrohr fortschreitend
um das Filter herum bewegt und die ganze Fläche des Filters reinigt. Je nach der
Art des jeweils verwendeten Filterstoffes und je nach der Auflagefestigkeit des
schlauchförmigen Körpers des Filterstoffes 14 auf dem Verstärkungsgestell I6 muß
die genaue Stellung des Blasrohres 18 eingestellt werden. Durch die Stellschrauben
I22 und I28 kann diese Einstellung schnell und bequem durchgeführt werden.
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Die Hohlwelle 40 trägt an ihrem unteren Ende jenseits der Scheibe
34 einen etwa halbkreisförmigen Rahmen 132. Der Rahmen I32 ist an der Welle 40 durch
eine Nabe 134 und Stellschrauben I36 befestigt. Der Rahmen I32 besteht aus einem
Querstück 138, das an der Nabe I34 befestigt ist, und aus auf (Abstand stehenden
Armen I40, die ebenfalls an der Nabe I34 befestigt sind.
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An den Außenenden tragen die Arme I40 eine senkrecht verlaufende
rinnenförmige Vorlage 142 mit einwärts gerichteten Flanschen I44, die voneinander
in einem Abstand liegen, der gleich und vorzugsweise größer als die Breite des Blasrohres
I8 ist. Die Flansche I44 erstrecken sich nach dem Filterstoff zu und stehen fest
in Be-
rührung mit dem Filterstoff längs senkrechter Linien, die
sich auf jeder Seite des Blasrohres 18 befinden. Diese gegenseitige Lage ist beispielsweise
in Fig. 4 deutlich erkennbar. Wenn der Filterstoff I4 und das Verstärkungsgestell
I6 in der in den Zeichnungen dargestellten Weise abgeschrägt sind, ist die Vorlage
142 in solcher Weise abgeschrägt, daß die Flansche I44 nach dem oberen Ende der
Vorlage zu allmählich kürzer werden und sich auf diese Weise der Gestalt des Filterstoffes
anpassen.
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An ihrem oberen Ende weist die Vorlage I42 einen waagerecht angeordneten,
nach einwärts gerichteten Flansch 146 auf, der im wesentlichen dazu dient, das obere
Ende der Vorlage dadurch zu schließen, daß der Flansch nach einwärts bis fast in
Berührung mit der Fläche des Filterstoffes 14 in der Stellung liegt, in die der
Filterstoff I4 durch das Blasrohr I8 gedrängt wird. Am unteren Ende ist die Vorlage
142 offen, so daß die von der Oberfläche des Filterstoffes 14 durch das Blasrohr
18 abgelösten Teilchen unmittelbar in den unteren Teil I2 des Filters absinken und
sich dort zusammen mit denjenigen Staubteilchen, die von der Außenkammer und von
dem übrigen Teil der Oberfläche des Filterstoffes im normalen Arbeitsvorgang oder
Arbeitsbetrieb abfallen, sammeln.
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Um der Vorlage I42 Festigkeit zu geben, kann sie durch schräg liegende
gebogene Streben versteift werden, die sich von entgegengesetzten Enden des Querarmes
I38 aus um den Filterstoff 114 herum erstrecken. Die Streben 148 werden an der Vorlage
I42 Z. B. mittels Kappenschrauben I50 befestigt.
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Die zuerst beschriebene Ausführung ermöglicht eine gleichzeitige
Bewegung des Blasrohres 18 und der Vorlage I42 relativ zum Filterstoff I4, wodurch
die von dem Filterstoff durch das Blasrohr I8 abgelösten Feststoffe immer in die
Vorlage hineingeschleudert werden. Die Wände I44 und der Deckflansch I46 dienen
im wesentlichen dazu, den Innenraum der Vorlage von den mit Staub beladenen Gasströmen
zu trennen, die innerhalb des Gehäuses 10 umlaufen, so daß die Staubteilchen fast
keine Neigung haben, sich auf den frisch gereinigten Abschnitt des Filterstoffes
14 wieder niederzuschlagen.
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Der Staub wird durch Schwerewirkung aus dem unteren Teil der Vorlage
I42 in eine Zone hinein verlagert, die fast vollständig frei von solchen Strömen
ist, die die Staubteilchen aufwärts gegen den Filterstoff zu tragen könnten. Die
Erfindung schafft also ein Filter, in dem ein sehr großer Teil des durch die Reinigung
abgelösten Staubes unmittelbar einer Sammelzone oder einem Sammeltrichter zugeführt
wird und in dem nicht die Nebenaufgabe besteht, das Gas und den Staub zu trennen,
wie dies bei allen bisher bekannten Reinigungsvorrichtungen, die mit einer Rückstrahleinrichtung
arbeiten, der Fall ist.
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Die Lehren der Erfindung können leicht auf Staubfilter abweichender
Bauart angewendet werden. Die Anordnung der Einlaßzone des Filters in einem ausreichenden
Abstand oberhalb der Zone, in die die Vorlage die durch die Umkehrstrahlvorrichtung
abgelösten Teilchen hinein ableitet, hat den großen Vorteil, daß der abgelöste Staub
nicht mit dem zuströmenden staubbeladenen Gas gemischt wird, und zwar ohne Rücksicht
auf die jeweilige Form oder Art des verwendeten Filterstoffes oder des verwendeten
Blasrohres.
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Ebenso macht es die Aufstellung des Blasrohres zwischen dem Filterstoff
und dem durchlochten Träger des Filterstoffes möglich, Nutzen aus Rückstrahleinrichtungen
derjenigen Art zu ziehen, bei der das Blasrohr in unmittelbarer Berührung mit dem
Filterstoff ist und in der der Filterstoff um das Blasrohr herumgebogen wird, um
die Poren schwacher Filterstoffe irgendwelcher Gestalt oder Art zu öffnen, bei denen
ein durchlochter Träger verwendet werden muß.
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Bei der für die Darstellung gewählten bevorzugten Filterform umgrenzt
der Filterstoff 14 eine Unterkammer, in die das gereinigte Gas einströmt, um durch
den Auslaß 26 abzuströmen. Bei bestimmten Filterformen, bei denen wenigstens Teile
der Erfindung verwendet werden können und bei denen das staubbeladene Gas bei höherem
Druck als Außenluftdruck zugeführt wird, kann das gereinigte Gas unmittelbar aus
der Oberfläche des Filterstoffes der Außenluft zugeführt werden. In diesem Falle
ist diejenige Seite des Filterstoffes, die der Außenluft ausgesetzt ist, die Niederdruckseite,
und das Blasrohr I8 liegt an dieser Seite des Filterelements, die die Innen- oder
Außenseite eines zylindrischen Filters oder lediglich eine Seite eines Filters flacher
oder anderer Gestalt sein kann.
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Die hier gegebene ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist nicht im begrenzenden Sinne zu werten, sondern ist vielmehr als
Darstellungsbeispiel aufzufassen.
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Der Umfang der Erfindung wird allein durch die nachstehenden Patentansprüche
gegeben.