DE89250C - - Google Patents
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Classifications
-
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Unterlegen farbiger Emaillen mit Silberblatt , um deren Leuchtkraft zu erhöhen, ist
bis jetzt nur im Kleinen bei figürlichen oder ornamentalen Darstellungen in einzelnen Ornament-
bezw. Gewandtheilen ausgeführt worden. In gröfseren Flächen war dies bisher nicht
möglich, da das zum Auflegen der Silberfolie auf die Unterlage dienende Bindemittel bei
dem Verglühen im Muffelofen das Silberblatt, wenn es in gröfserer Fläche gelegt wurde, in
die Höhe trieb, Beulen und Falten bildend, die zwar in kleinen Gewandstücken etc. eine sehr
lebendige und malerische Farbenwirkung erzeugten , ein Herstellen gleichmäfsiger Flächen
aber, wie sie zu grofsen decorativen Malereien nothwendig sind, unmöglich machten. Es
konnten ferner gröfsere Flächen mit jenen Emaillen nicht bekleidet werden, weil das als
Unterlage für dieselben dienende äufserst dünne Kupferblech bei dem nothwendigen öfteren
Brennen sich stark wirft " und Beulen bildet, so dafs einigermafsen ebene, zu Flächen an
einander fügbare Platten nicht zu erzielen sind.
Gänzlich ausgeschlossen sind dicke Kupferplatten, da dieselben bei ihrer starken Ausdehnung
in der Hitze die aufgeschmolzene Emaille gänzlich zerreifsen und schon bei gewöhnlicher
Temperatur ein Reifsen und Abspringen der Emaille veranlassen.
Das im Nachfolgenden beschriebene Verfahren bezweckt nun die Herstellung eines
gleichmäfsigen Silberüberzuges als Unterlage für Emaillen auf Platten, welche in der zum
Aufschmelzen der Emaille nothwendigen Temperatur sich nicht ziehen und krümmen und
deren Ausdehnung in dieser Temperatur eine so geringe ist, dafs ein Zerreifsen der Emailleschicht
ausgeschlossen ist.
Hierzu eignet sich in erster Linie Gufseisen.
Gufseisenplatten werden mit Emaillegrund versehen, sodann mit einem Bindemittel (Gummi,
sogenanntem Dicköl etc.) bestrichen und nach dem »Anziehen« desselben das in der weiterhin
beschriebenen Art präparirte Silberblatt aufgedrückt. - :
Das Silberblatt wird auf einem feinen Drahte geflechte unter Auflage eines Tuches und einer
dicken Kautschukplatte in einer Presse einem starken Drucke unterworfen. Hierbei drückt
die Kautschukplatte das Silberblatt in die Zwischenräume des Drahtnetzes und zerreifst es
hier in unzähligen feinen Rissen. Wird nun das Silberblatt nach dem Auflegen auf die
mit Bindemittel versehene Platte aufgeschmolzen, so können die Zersetzungsproducte des Bindemittels
durch die feinen Risse entweichen. Hierdurch schmilzt das Silberblatt ohne Beulen
und Blasen gleichmäfsig in fein (dem Drahtgeflecht entsprechend) gekörnter Fläche auf.
Die Körnung zeigt einen hohen Glanz und. eignet sich vorzüglich zum Auflegen der
Emaillen. '
Das Gufseisen verändert selbst bei wiederholtem Brennen seine Form in keiner Weise, dehnt sich
so wenig bei der Erhitzung und so langsam, dafs die aufgeschmolzenen Emaillen niemals
reifsen, und kühlt sich so langsam ab, dafs den Emaillen hierdurch eine besondere Widerstands-
kraft gegen Springen, wie bei gut gekühltem Glase, gegeben wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung eines gleichmäfsigen Silbergrundes in gröfserer Fläche als Untergrund für Emaillen, auch für Reliefs und plastische Gegenstände, auf einer in hoher Temperatur sich nicht werfenden und nur sehr wenig sich dehnenden Unterlage, darin bestehend, dafs ein Silberblatt auf einem Drahtnetze oder sonstiger netzartiger oder gekörnter Unterlage durch Pressen durchlöchert, auf emaillirter Gufseisenunterlage aufgeschmolzen wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE89250C true DE89250C (de) |
Family
ID=361079
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT89250D Active DE89250C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE89250C (de) |
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