DE89230C - - Google Patents

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DE89230C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/04Magnetic compasses with north-seeking magnetic elements, e.g. needles
    • G01C17/20Observing the compass card or needle
    • G01C17/26Observing the compass card or needle using electric pick-offs for transmission to final indicator, e.g. photocell

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Die Säule B (Fig. 2), in deren Bohrung die Spitze 5 eingesetzt ist, trägt die leicht drehbare, mit den Armen A und E versehene Hülse H. Am Ende des waagrechten Armes A sind, von diesem isolirt, drei Contactstifte c' c" c'" eingeschraubt. Zwischen diesen Contactstiften spielt das Contactplättchen n, das in gleicher Weise wie die Kompafsrose mittelst eines Achat- oder Glashütchens auf einer Spitze leicht beweglich aufgehängt ist. Getragen wird das Contactplättchen von dem an der Rose befestigten Winkelstück t. Diese Theile sind so bemessen, dafs das Contactplättchen η in der Ebene der Kompafsrose R liegt, welch letztere an dieser Stelle mit einem sectorförmigen Ausschnitt versehen ist, durch welchen die drei Contactstifte hindurchtreten und so weit über die Rose hinausragen, als die Schwankungen derselben bedingen. Um das Herabfallen des Contactplättchens von der Spitze zu verhindern, ist auf der oberen Seite der Rose über dem Hütchen des Contactplättchens die Zunge u angebracht, welche gleichzeitig zur Befestigung des Winkelstückes t dient.
Von den Contactstiften c'c" c'" führen Kupferdrähte zu drei Platinringen r' r" r"', welche, durch Ebonit oder Elfenbein isolirt, auf der Hülse H angeordnet sind. Auf diesen Ringen schleifen die Contactfedern ff"/'", welche durch Kupferdrähte mit drei, auf dem Zapfen Z der Kompafsbüchse angebrachten Platinringen rrV'"',''''3 verbunden sind. Die auf diesen Ringen schleifenden Federn Z/1,//2,//3 stehen mit drei, auf dem Zapfen Z des Cardanringes angebrachten Contactringen rrr\^ rrri^ rrr3 jn leitender Verbindung, auf welch letzteren wieder drei Federn /ff 1,/ff2,/f/s schleifen, an welche die drei Leitungsdrähte dl d2 d3 angeschlossen sind, welche zur Batterie und zu den zu bethätigenden Apparaten führen. Die Bethätigung dieser Apparate erfolgt nun in folgender Weise:
Ist der positive Pol der Batterie mit dem Draht d2, der negative Pol mit d1 verbunden , so nimmt der galvanische Strom folgenden Weg: Vom positiven Pol durch d2 zur Feder /ff2, Ring rrr2, Verbindungsdraht, Feder //2, Ring rr2, Verbindungsdraht, Feder /", Ring r" zum Contactstift c'2, von diesem zum Contactplättchen n. Gegebenenfalls könnte die Verbindung der Federn/'/"/'" mit den Drähten d1 d2 d3 auch durch ein dünnes, leicht biegsames dreiarmiges Kabel bewerkstelligt werden, wodurch die Schleifcontacte auf den Zapfen Z und Z' in Wegfall kämen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, umfafst das gabelförmig gestaltete Ende des Contactplättchens η den Contactstift c", während das andere Ende zwischen den Contactstiften c' und c'" spielt. Es bieten sich also von hier aus dem galvanischen Strom zwei Wege, je nachdem das Contactplättchen am Contactstift c' oder .c'" anliegt; berührt es den Stift c', so geht der Strom von c' zum Ring r', Feder/1, Ring rr1, Feder//1, Ring rrr1, Feder///1, durch
den Draht d1 zum negativen Pol der Batterie. In gleicher Weise gelangt der Strom durch den Draht d3 zur Batterie, wenn das Contactplättchen η den Stift c"' berührt. Es sind also zwei getrennte' Stromkreise vorhanden, welche wechselweise erregt werden, je nachdem die Kompafsrose nach rechts oder links abweicht.
Die Nutzbarmachung dieser Contactvorrichtung geschieht nun folgendermafsen: Die Drähte dl und ds führen zu zwei Elektromagneten, welche eine Antriebsvorrichtung bethätigen, die in einer solchen Entfernung vom Kompafs angebracht ist, dafs die Magnetnadeln M desselben nicht dadurch beeinflufst werden. Die Magnete bewirken mittelst Sperrhaken und Sperrrad die Drehung einer Achse, welche aufser einer Scheibe mit einer der Kompafsrose nachgebildeten Theilung ein Kettenrad trägt, derart, dafs bei jedem Ankeranzug die Achse etwas nach links oder rechts gedreht wird, je nachdem der eine oder der andere der beiden Elektromagnete seinen Anker anzieht. Eine über das Kettenrad laufende dünne Kette ohne Ende ist in geeigneter Weise zum Kompafs geführt, wo sie zunächst über zwei Rollen L läuft, welche neben einander in dem am Zapfen Z" befestigten Böckchen b derart gelagert sind, dafs das auf- sowie das ablaufende Kettentrum möglichst genau in der Verlängerung der Drehungsachse des Cardanringes liegt. Durch diese Anordnung wird erreicht, dafs die leichte Beweglichkeit des Cardanringes durch die Kette nicht gehemmt wird, da diese bei den Schwingungen des Ringes nur eine leichte, auf eine längere Strecke sich vertheilende Verdrehung erleidet. Von den Rollen L aus ist die Kette unterhalb der Rippe des I—förmigen Cardanringes zu dem Kettenrädchen k geführt, welches an der unteren Seite der Kapsel O angebracht ist. Die Kapsel O ist mit dem Cardanring fest verbunden und endigt in eine Büchse, in welcher der Zapfen Z'" des Kompasses gelagert ist. Im Innern der Kapsel befindet sich das Kettenrädchen v, das mit dem äufseren k auf einer Achse sitzt und sich folglich mit diesem gemeinschaftlich dreht. Ueber das Kettenrädchen ν läuft ebenfalls eine feine endlose Kette, und diese ist über Leitröllchen / durch die Bohrung des Zapfens Z'" in das Innere des Kompasses geführt und vermittelt die Drehung des Kettenrades TJ welches am unteren Ende der Hülse H befestigt ist.
Diese Einrichtung wirkt nun folgendermafsen: Berührt das Contactplättchen η den Contactstift c'", so wird der Strom für den rechts drehenden Magneten geschlossen, dieser zieht seinen Anker an und dreht dadurch das Sperrrad und das auf derselben Achse sitzende Kettenrad um einen Zahn nach rechts. Diese kleine Drehung wird in der beschriebenen Weise mittelst der Kette auf das Kettenrad T im Innern des Kompasses übertragen und somit auch der mit dem Kettenrad T fest verbundene. Arm t etwas nach rechts bewegt. Dadurch wird die Berührung zwischen η und c"' aufgehoben und das Contactplättchen spielt wieder frei zwischen den Contactstiften. Stellt nun die Rose, indem sie weiter nach rechts abweicht, den Contact zwischen η und c'" wieder her, so wiederholt sich das Spiel von Neuem, so lange, als diese Abweichung andauert. Derselbe Vorgang findet statt, wenn die Rose nach links abweicht.
Der Arm A folgt also genau den Bewegungen der Rose, ohne deren Beweglichkeit zu beeinträchtigen, da er bei der leisesten Berührung dieser ausweicht. Durch die mechanische Uebertragung mittelst der Kette ist die Uebereinstimmung der ersten, zugleich als Antriebsvorrichtung dienenden Anzeigevorrichtung gewährleistet, und da die anderen Apparate hinter einander in einem nicht durch Contacte unterbrochenen Stromkreis liegen, so sind auch deren Angaben zuverlässig.
Um behufs Verstärkung der Richtkraft der Rose möglichst kräftige Magnetnadeln verwenden zu können, ohne gleichzeitige Vermehrung der Reibung zwischen Spitze und Hütchen, dient folgende Vorrichtung:
Die Rose R hängt mittelst einer Anzahl paralleler Coconfäden an einem Ende des Waagebalkens W; das andere Ende des letzteren ist mit einem Gewicht G belastet, das so ge-; wählt ist, dafs die Reibung zwischen Hütchen und Spitze nahezu aufgehoben wird. Das Gewicht kann durch eine Feder ersetzt werden. Da die ganze Aufhängevorrichtung den Bewegungen der Kompafsrose folgt, so findet eine Verdrehung der Coconfäden nicht statt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Schiffskompafs mit Fernübertragung, gekennzeichnet durch ein von der Rose an ihrem Umfange auf einer Spitze frei beweglich getragenes Contactstück in Verbindung mit drei auf einem drehbaren Arm befestigten Contactstäben, welch letztere mit einer Stromquelle so verbunden sind, dafs bei einem Ausschlag der Nadel der Strom zwischen je zwei Contactstäben durch das bewegliche Contactstück geschlossen wird, zum Zweck, auf elektromagnetischem Wege eine Drehung des die Contactstäbe tragenden Armes in der einen oder anderen Richtung so lange zu bewirken, bis das Contactstück zwischen den Contactstäben frei einspielt.
  2. 2. Ein Schiffskompafs nach Anspruch i, ge^ kennzeichnet durch ein mit dem Contact-
    arm verbundenes Kettenrad und die durch die Drehungsachsen des Kompasses und Cardanringes geführten endlosen Ketten, welche Theile derart durch eine aufserhalb befindliche Antriebsvorrichtung bewegt werden, dafs der Contactarm der Kompafsrose stets ausweicht.
    Ein SchifFskompafs nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Waagebalken, an dessen einem Arm die Rose aufgehängt ist, während am anderen Arm ein Gewicht oder eine Feder angeordnet ist, welche der Rose das Gleichgewicht hält, zum Zweck, die Reibung auf der Nadel zu vermindern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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