DE891757C - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung einer sichtbaren Tonschrift, vorzugsweise auf einem Magnettontraeger - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung einer sichtbaren Tonschrift, vorzugsweise auf einem MagnettontraegerInfo
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung einer sichtbaren Tonschrift, vorzugsweise auf einem Magnettonträger Die Erfindung bezieht sich auf die Erzeugung einer sichtbaren Tonschrift auf band- oder filmförmigen Tonträgern mit unsichtbarer Tonschrift, insbesondere auf Magnettonträgern. Die Tonaufzeichnung auf einem Magnettonband ist bekanntlich unsichtbar. Diese Tatsache erschwert die Handhabung nach der Aufnahme, insbesondere bei der Herstellung von Ton-Bild-Filmen, bei denen zunächst der Ton und das Bild auf getrennte Filmstreifen aufgezeichnet sind, die in gegenseitiger Übereinstimmung geschnitten und später auf einen gemeinsamen Film umgeschrieben werden. Es wurde daher bereits vorgeschlagen, außer der magnetischen Aufzeichnung auf dem Magnettonstreifen zusätzlich noch eine weitere Aufzeichnung z. B. auf der Rückseite vorzusehen, welche nach der Aufnahme sichtbar ist. Ein Vorschlag dieser Art besteht beispielsweise darin, daß man den Tonträger auf der Rückseite mit einer dünnen Schicht versieht, in die auf mechanischem Wege die Aufzeichnung eingeritzt wird, ähnlich wie es beim Schallplattenverfahren oder auch beim Pegelschreiber bekannt ist. Hierbei mußte aber der Tonträger vor der Aufnahme in besonderer Weise präpariert werden, d. h. es konnten die üblichen Magnettonbänder oder -filme nicht ohne weiteres benutzt werden. Außerdem waren besondere Einrichtungen bereits bei der Aufnahme erforderlich, so daß die an sich schon empfindlichen Aufnahmeapparaturen noch komplizierter wurden. Gemäß der Erfindung wird ein neues Verfahren vorgeschlagen, welches von diesen Nachteilen frei ist und es insbesondere auch ermöglicht, auf bereits aufgenommenen, d. h. mit einer magnetischen Ton- Schrift versehenen Trägern- nachträglich eine Sichtbare Schrift anzubringen. Das Verfahren der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß die sichtbare Tonschrift zunächst auf einen vorzugsweise endlosen Zwischenträger aufgezeichnet und von diesem dann auf den Haupttonträger, d. h. z. B. den Magnettonträger, übertragen wird. Die sichtbare Tonschrift wird dabei zweckmäßig auf dem Zwischenträger gespeichert und erst nach einer gewissen Verzögerungszeit auf den Haupttonträger übertragen. Bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung in Verbindung mit einem Magnettonträger soll gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die Übertragung der auf den Zwischenträger aufgebrachten und gegebenenfalls gespeicherten sichtbaren Tonschrift in gewünschter Zuordnung, d. h. beispielsweise in gleicher Phase oder mit einer gewissen Phasenverschiebung, mit der magnetischen Tonschrift auf den Haupttonträger erfolgen.- Das Verfahren der Erfindung ist sowohl bei der :ufnahme, d. h. gleichzeitig mit der Aufzeichnung der magnetischen Tonschrift, anwendbar, es kann jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt angewendet werden, indem man einen bereits mit einer magnetischen Tonschrift versehenen Träger nachträglich in -einerAbspieleinrichtung abtastet und durch die#bei derAbtastung erzeugtenTonströmc die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung steuert. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung soll die Übertragung der Sichtbaren Tonschrift vom Zwischenträger auf den Haupttonträger durch Drucken erfolgen.
- Eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung ist an Hand der Fig. i bis 5 beispielsweise erläutert, aus welchen sich außerdem weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben.
- Die Darstellungen beziehen sich auf das erwähnte Ausführungsbeispiel, bei dem die Übertragung der sichtbaren Schrift durch Drucken erfolgt. In Fig. i ist die Einrichtung in Seitenansicht, d. h. mit Blick auf die Seitenkanten des Filius, dargestellt. Der Magnettonfilm i oder ein entsprechendes Magnettonband wird in üblicher Weise über Filmtransportrollen transportiert, von - denen in Fig. i lediglich die sogenannte Tonrolle 2 sichtbar ist, auf gerrien -Achse eine große Schwungmasse sitzt, die den Filmlauf in an sich bekannter Weise beruhigt-. Davor ist der Magnetkopf 3 angeordnet, der bei Verwendung der Erfindung im Aufnahmegerät der Aufnahmekopf ist und bei Abspielgeräten der Wiedergabekopf. Darüber ist die in der Zeichenebene liegende, schwenkbar im Gerät befestigte Platte q. angeordnet, auf welcher die vorzugsweise aus Gummi bestehende Druckwalze 5 gelagert ist. Letztere liegt im Bereich der Tonrolle 2 unmittelbar auf dem Band i auf und wird von diesem bzw. von der Tonrolle 2 durch Mitnahme angetrieben. Auf der Platte q. ist außerdem an einem schwenkbaren Hebelarm 6 die Filzwalze 7 angeordnet, die durch Federzug an die Druckwalze 5 angedrückt wird und mit Druckfarbe getränkt ist, so daß die Druckwalze 5 fortlaufend frisch eingefärbt wird; gegebenenfalls ist ein Farbbehälter vorgesehen, aus dem der Filzwalze 7 laufend neue Druckfarbe zugeführt wird. Auf der Platte q. befindet sich weite das elektromechanische Schreibgerät 8, welches audem einstellbaren Hebelarm g befestigt ist, dei durch Federzug gegen den verstellbaren Anschlag io gedrückt wird. Das Schreibgerät 8 enthält die durch die Tonströme gesteuerte keilförmig ausgebildete Schneide i i, die: mehr oder weniger tief in die mit Druckfarbe eingefärbte Druckwalze 5 eingedrückt wird und auf dieser die Tonschrift erzeugt. Die Wicklung 12 des Schreibgerätes 8 ist bei der Anwendung in Verbindung mit einem Aufnahmegerät vorzugsweise unmittelbar an den Ausgang des Aufnahmeverstärkers, an dem auch der Magnetkopf 3 liegt, angeschlossen. Bei Verwendung in einem Abspielgerät liegt die Wicklung 12 am Ausgang eines Abhörverstärkers, an dessen Eingang der in diesem Fall als Abtastkopf dienende Magnetkopf 3 angeschlossen ist. Die Tonschrift wird auf der Druckwalze 5 gespeichert und erst an der Stelle A auf das Band i übertragen, und zwar nach einer gewissen Verzögerungszeit. Diese soll so eingestellt sein, daß die sichtbare Tonschrift in Übereinstimmung mit der magnetischen Tonschrift auf dem Band i erzeugt wird, und zwar sowohl im Fall, däß bei der Aufnahme gleichzeitig die magnetische Tonschrift und die sichtbare Tonschrift auf den Tonträger aufgezeichnet werden, als auch in der Betriebsweise, daß bei der Aufnahme zunächst nur die magnetischeTonschrift und die sichtbare Schrift später in einem Abspielgerät angebracht wenden. Die Übereinstimmung beider Schriften wird erzielt, wenn die Weglänge a zwischen der Übertragungsstelle A und dem Luftspalt des Magnetkopfes 3. gleich der Weglänge b von der Übertragungsstelle A zur Schneide i i des Schreibgerätes ä ist: Sofern in der Schaltung gewisse Verzögerungen entstehen; können diese leicht durch Abstandveränderungen bei a oder b ausgeglichen werden.
- In Fig. 2 ist die Anordnung mit Blick in Filmlaufrichtung dargestellt, so daß der Umfang der Tonrolle 2 und Druckwalze 5 sichtbar ist. Das Band bzw. der Film i liegt dazwischen und ist im Schnitt dargestellt. Aus Fig. 2 geht Ausbildung und Lage der Schneide i i des Schreibgerätes 8 hervor. Im Ruhezustand, d. h.. wenn keine Tonströme auf das Schreibgerät 8 einwirken, drückt die Schneide i i bereits um einen gewissen Betrag in die Gummiwalze 5 ein, so daß in der Mitte die Farbschicht in einer gewissen Spurbreite entfernt wird und beim Abdrucken zwei dicke parallele Farbstriche entstehen, zwischen denen sich ein dicker weißer Strich befindet. Die Spurbreite ist amAnschlag io einstellbar. Sobald Tonfrequenzströme auftreten, wird die Schneide i i in diesem Rhythmus tiefer in den Gummi eingedrückt oder entsprechend herausgehoben, so daß sich der weiße Strich in der Mitte in seiner Breite verändert und eine Aufzeichnung nach Art der Doppelzackenschrift entsteht. Ein Beispiel eines Tonschriftabdruckes ist in Fig. 3 dargestellt; die Spurbreite ist hier kleiner als die Breite des als perforierter Normalfilm ausgebildeten Tonträgers i. Die sichtbare Schrift kann auch an der Seite des Filmstreifens aufgedruckt werden, ferner können unter Umständen auch mehrere sichtbare Spuren nebeneinander erzeugt werden, entsprechend der Anzahl der auf dem Film vorgesehenen magnetischen Tonspuren. Die Erfindung ist außerdem nicht auf die Erzeugung einer Doppelzackenschrift beschränkt, es kommt vielmehr auch eine Einzackenschrift oder eine Vielzackenschrift, ebenso eine Sprossenschrift in Betracht. Das Schreibgerät, insbesondere die Schneide i i, ist dafür sinngemäß abzuändern.
- In gewissen Fällen kann es zweckmäßig sein, die Druckwalze 5 nicht nur durch Mitnahme von Film i bzw. von der Tonrolle 2 anzutreiben, sondern durch einen gesonderten Antrieb. Eine Einrichtung hierfür ist in Fig. q. dargestellt, wo auf der Achse der Tonrolle 2 ein Zahnrad 13 und auf der Achse der Druckwalze 5 ein Zahnrad 1q. befestigt ist, welche beide miteinander im Eingriff stehen und ein Getriebe bilden. Beim Hochklappen der Platte q. werden die Zahnräder 13 und 1q. außer Eingriff gebracht, so daß der Antrieb unterbrochen wird. In Fig. 5 ist eine Abwandlung dargestellt, bei der zwischen der Druckwalze 5 und der Filzwalze 7 eine Zwischenwalze 15 z. B. aus Metall vorgesehen ist, welche das Einfärben verbessern und gleichmäßiger gestalten soll.
- Die Anordnung auf der Platte q. kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung so getroffen werden, daß bei ihrem Hochklappen zwangsläufig auch die Farbwalze 7 und das Schreibsystem 8 von der Druckwalze 5 abgehoben werden. Dies kann durch eine verhältnismäßig einfache mechanische Verbindung zwischen den einzelnen klappbaren Teilen geschehen.
- Beim Bedrucken von Magnettonfilmen bzw. -bändern kann der Abdruck der sichtbaren Tonspur unmittelbar auf der verhältnismäßig rauhen magnetischen Tonschrift erfolgen, ohne daß der Film 6 präpariert zu werden braucht. Das Abdrucken kann auch auf der Rückseite des Films vorgenommen werden auf dem üblichen Trägermaterial aus Cellulose oder Polyvinylchlorid. Hierbei ist die Verwendung von schnell trocknenden Lacken als Druckfarbe zweckmäßig. Es ist nicht erforderlich, daß die Übertragungsstelle A, an der die Übertragung vom Zwischenträger auf den Film erfolgt, unmittelbar auf der mit einer Schwungmasse versehenen Tonrolle 2 liegt, vielmehr kann das Abdrucken auch an einer anderen Filmlaufrolle vorgenommen werden oder überhaupt sonst an einer Stelle im Filmlaufgerät, sofern man dafür sorgt, daß eine geeignete Unterlage unter dem Film an der Druckstelle, z. B. ein Führungsblech, vorhanden ist. Als Zwischenträger kommen außer einer Walze auch andere Aufzeichnungsträger in Betracht, z. B. endliche oder endlose Bänder.
Claims (15)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung einer sichtbaren Tonschrift auf einem Träger mit unsichtbarer Tonschrift, vorzugsweise auf einem Magnettonträger, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Tonschrift zunächst auf einen vorzugsweise endlosen Zwischenträger aufgezeichnet und von diesem dann auf den Haupttonträger (i), z. B. MagnettonL'räger, übertragen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die sichtbare Schrift auf dem Zwischenträger gespeichert und nach einer gewissen Zeit auf den Haupttonträger (i) übertragen wird.
- 3. Verfahren nachAnspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung in Verbindung mit einem Magnettonträger die Übertragung der auf den Zwischenträger aufgezeichneten und gegebenenfalls gespeicherten sichtbaren Tonschrift in gewünschter Zuordnung, d. h. beispielsweise in gleicher Phase oder mit einer gewissen Phasenverschiebung, mit der magnetischen Tonschrift auf den Haupttonträger (i) erfolgt. q..
- Verfahren nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung vom Zwischenträger auf den Haupttonträger (i) durch Drucken erfolgt.
- 5. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur -Erzeugung der sichtbaren Tonschrift auf dem Zwischenträger und der Magnetkopf (3) für die Aufzeichnung oder Abtastung der magnetischen Tonschrift um gleiche Weglängen (a, b) von der Übertragungsstelle (A) entfernt angeordnet sind.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Zwischenträger eine Druckwalze (5), vorzugsweise aus Gummi, vorgesehen ist, auf die die sichtbare Tonschrift durch ein elektromechanisches Schreibgerät (8) mit Druckfarbe aufgezeichnet wird.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromechanische Schreibgerät (8) eine keilförmig ausgebildete und durch die Tonströme gesteuerte Schneide (i i) enthält, die mehr oder weniger tief in eine mit Druckfarbe eingefärbte Druckwalze -(5) eingedrückt wird. B.
- Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß für das Einfärben der Druckwalze (5) eine farbgetränkte Filzwalze (7) vorgesehen ist. g.
- Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (5), die Filzwalze (7) zum Einfärben und das elektromechanische Schreibgerät (8) auf einer im Gerät schwenkbar angeordneten Platte (q.) befestigt sind, derart, daß die Druckwalze (5) durch Eigengewicht der schwenkbaren Platte (q.) oder durch Federwirkung an den Haupttonträger (i) angedrückt wird. io.
- Einrichtung nach Anspruch g, dadurch gekennzeichnet, daß die Filzwalze (7) abklappbar angeordnet ist und durch Federwirkung an die Druckwalze (5) angedrückt wird. 1z.
- Einrichtung nach Anspruch 1o, dadurch gekennzeichnet, daß das elektromechanische Schreibgerät (8) gegenüber der Druckwalze (5) einstellbar angeordnet ist, z. B.. indem es mittels Hebelarm (9) schwenkbar auf der Platte (4) befestigt ist und durch eine Feder gegen einen einstellbaren Anschlag (1o) gedrückt wird. i2.
- Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Druckwalze (5) und Filzwalze (7) zum Einfärben eine Zwischenwalze (z5) z. B. aus Metall vorgesehen ist.
- 13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (5) unmittelbar vom Magnettonträger (z) oder von einer Filmtransportrolle (2) durch-Mitnahme angetrieben wird.
- 14- Einrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (5) gesondert vom Filmlaufwert angetrieben wird, z. B. durch ein Zahnradgetriebe (z3, 14) von einer Filmtransportrolle (2) aus.
- 15. Tonträger, insbesondere Magnettonband oder Film, dadurch gekennzeichnet, daß eine sichtbare Tonschrift nach dem Verfahren der Ansprüche z bis 4 aufgebracht, vorzugsweise aufgedruckt ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 363 640; schweizerische Patentschrift Nr. 241233; USA.-Patentschrift Nr. 2 485 839; Foto-Kinotechnik Nr. 5 (195o) S. r52.
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-
1950
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