DE89171C - - Google Patents

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DE89171C
DE89171C DENDAT89171D DE89171DA DE89171C DE 89171 C DE89171 C DE 89171C DE NDAT89171 D DENDAT89171 D DE NDAT89171D DE 89171D A DE89171D A DE 89171DA DE 89171 C DE89171 C DE 89171C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L5/00Arrangements affording multiple use of the transmission path
    • H04L5/22Arrangements affording multiple use of the transmission path using time-division multiplexing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
JOSEPH MUNIER in PARIS. Vielfach-Telegraph.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. März 1895 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein neues System von Vielfach - Telegraphen, welches auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist.
Die Fig. 1, 2, 3, 4 und 5 veranschaulichen einen Vielfach-Telegraphen, bei welchem der Vertheiler auf jedem Amt in vier Stromschlufsstücke getheilt ist, und
die Fig. 6, 7, 8, 9 und 10 eine Abänderung im Apparat, wenn nur drei Stromschlufsstücke vorhanden sind.
Fig. ι zeigt schematisch die Anordnung des mit dem Vertheiler des Abgabeamtes verbundenen Schlüssels, wobei der Vertheiler durch den Leitungsdraht mit dem Vertheiler des Empfangsamtes verbunden ist.
Fig. 2 ist eine Tabelle für den Schlüssel für vier Stromschlufsstücke,
Fig. 3 die schematische Anordnung des Empfangsamtes.
Fig. 4 und 5 zeigen die Anordnung des Sammlers.
. Fig. 6 entspricht der Fig. 1 für drei Stromschlufsstücke statt vier.
Fig. 7 zeigt die Tabelle für · den Schlüssel in diesem Falle.
Fig. 8 und 9 stellen den Sammler dar,
Fig. ι ο die Anordnung des Empfangsamtes.
Die vier Stromschlufsstücke 1, 2, 3, 4 des Vertheilers D, die für die Uebertragung dienen, sind mit acht Hebeln verbunden (Fig. 1), und zwar das Stromschlufsstück 1 mit den Hebeln L L', das StromschlufsstUck 2 mit den Hebeln L1 L\, das Stromschlufsstück 3 mit den Hebeln L2 L'2, das Stromschlufsstück 4 mit den Hebeln L3 L'3. Diese acht Hebel bilden den Schlüssel, und können von denselben die Hebel L L1 L2 L3 mit dem negativen Pol einer Ortsbatterie und die Hebel L' L\ ZZ2 L'3 mit dem positiven Pol einer anderen Ortsbatterie verbunden werden. Der Telegraphist kann somit, indem er auf diese Hebel drückt, in jedes der Stromschlufsstücke 1, 2, 3, 4 einen positiven oder einen negativen Strom senden.
Die Bürste des Vertheilers ist nun in regelmäfsiger Drehung begriffen, und wenn die Bürste über das Stromschlufsstück 1 des in Rede stehenden Abgabeamtes hinweggeht, befindet der Hebel L' sich mit der positiven Batterie in Berührung und es geht ein in das Stromschlufsstück 1 tretender positiver Strom in die Bürste und von hier durch den Leitungsdraht zu dem Empfangsvertheiler D', dessen Bürste B' eine mit der Bürste B genau gleiche Bewegung hat.
Der positive Strom kommt somit zum Stromschlufsstück ι des Vertheilers D', da in dem Augenblick seiner Entsendung und seines Eintritts in die Bürste B die Bürste B' auf dem Contact ι sich befindet. Dieser positive Strom des Contactes 1 gelangt nun zu einem Elektro- . magneten, wo er gewisse, weiter unten beschriebene Wirkungen hervorbringt.
Was oben von dem positiven Strom gesagt worden ist, gilt ebenfalls für den negativen Strom, und ist der Verlauf ebenso, wenn statt des Contactes 1 die Contacte 2, 3 oder 4 in Betrachtung gezogen worden wären.
Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich, ist jeder der Contacte, von denen die beiden ersten »Buchstaben-Contacte« und die beiden letzteren »Schlüssel-Contacte« genannt sind,
mit Elektromagneten R1 R2 R3 Ri und R\ R'.2 R'3 i?'4 verbunden. Der Buchstabencontact ι ist mit den Elektromagneten R1 R\, der Contact 2 mit den Elektromagneten R2 R' 2, der Schlüsselcontact 3 mit den Elektromagneten R3 R's und der Schlüsselcontact 4 mit den Elektromagneten RiR'i in Verbindung.
Der von Contact 1 laufende Leitungsdraht (Fig. 3) ist um den Elektromagneten R1 gewickelt, dann in umgekehrtem Sinne um den Elektromagneten R\ und von dort zur Erde geleitet. Es folgt hieraus, dafs, wenn ein negativer Strom vom Contacte kommt, der Anker des Elektromagneten R1 bethä'tigt wird, während, wenn dies ein positiver Strom ist, der Anker des Elektromagneten R\ angezogen wird. Ueber jedem Anker der Buchstaben-Elektromagnete befindet sich eine Anschlagschraube V, welche mit dem negativen Pol der Druckbatterie X in Verbindung steht; die Anker sind mit einer Reihe von Abtheilungen des Buchstabenkranzes des Sammlers selbst verbunden (Fig. 3).
Zwei Anker der Buchstaben-Elektromagnete und vier Anker der Schlüssel-Elektromagnete sind aufserdem mit Stromschlufsfedern versehen, von denen sie isolirt sind. Die vier Anschlagschrauben V1 der Schlüssel-Elektromagnete sind nicht wie die Schrauben V mit der Ortsbatterie, sondern mit dem Druck-Elektromagneten Y verbunden.
Die beiden Gruppen von Federn S1 S2 können mit einander in Berührung gebracht werden, und zwar die erstere durch Heben des Ankers R2 und die letztere durch Heben des Ankers R'2. Die Federn S2 sind mit der Abtheilung i des Sammlers und die Federn S1 mit dem Druck-Elektromagneten Y verbunden. Eine der Federn S3 ist mit dem Buchstaben V auf dem Sammler verbunden, während die andere Feder S3 mit einer der Federn S5 des Elektromagneten Rt in Verbindung steht, und die andere Feder S5 mit dem Drück-Elektromagneten Y verbunden ist. Die eine der Federn S4 ist mit der Abtheilung des Sammlers und mit dem weifsen Zahlenfeld verbunden, während die andere mit einer der Federn S0 in Verbindung steht und die andere Feder S0 mit dem Druck-Elektromagneten Y verbunden ist.
Von den vier Buchstaben-Ankern laufen Leitungen aus, welche durch Abzweigungen mit den 22 ersten Contacten des Sammlers verbunden sind, d. h. von dem weifsen Feld der Buchstaben bis zu dem Buchstaben U einschliefslich. Da der Buchstabe V und das daneben liegende weifse Zahlenfeld mit den beiden Federgruppen S3 S5 und S4 S0 verbunden sind, so bleiben noch die den vier Buchstaben EXYZ entsprechenden Contacte übrig, welche in regelmäßiger Ordnung mit den Federankern des Schlüssel-Elektromagneten in leitendem Zusammenhang stehen.
Die acht Abtheilungen des Sammlers sind in folgender Weise verbunden:
die erste Abtheilung mit den Federgruppen
die zweite Abtheilung mit dem Schlüsselanker R3, der ebenfalls mit dem Contact des Buchstabens E verbunden ist;
. die dritte Abtheilung ist mit den Federn S4 und dem weifsen Zahlenfeld verbunden,
die vierte Abtheilung mit dem Anker R's und dem .Buchstaben X auf dem Sammler,
die fünfte Abtheilung mit dem Anker i?4 und dem Buchstaben Y des Sammlers,
die sechste Abtheilung mit dem Anker i?'4 und dem Buchstaben Z des Sammlers,
die siebente Abtheilung mit dem Druck-Elektromagneten Y und
die achte Abtheilung endlich mit der Druckbatterie X.
Der Sammler besteht aus einer Scheibe aus Hartgummi, welche vor dem Typenrad des Apparates angeordnet ist. (Letzteres ist in der Zeichnung nicht dargestellt, da es nichts besonders Bemerkenswerthes bietet.) Die beiden concentrischen Kränze des Sammlers werden von zwei Bürsten durchlaufen, die von dem Körper des Apparates isolirt und unter einander elektrisch verbunden sind. Diese Bürsten durchlaufen die beiden Kränze des Sammlers, wobei sie dieselben mit einander in Verbindung setzen.
Handhabung des Apparates.
Als erstes Beispiel sei angenommen, man will den Buchstaben B übertragen.
Auf der Tabelle in Fig. 2 sieht man, dafs der Buchstabe B mittelst Entsendung zweier negativer Ströme übertragen werden mufs, von denen der eine in den Buchstabencontact 1 und der andere in den Schlüsselcontact 3 treten mufs. Der Telegraphist drückt nun erstens auf den Hebel L1, zweitens auf den Hebel L2. Wenn die Bürste -B an den Contact 1 gelangt, so tritt der erste negative Strom in den Contact 1 des Vertheilers D' des Empfangsamtes und von dort in den Elektromagneten R1, dessen Anker angezogen wird, wodurch die Druckbatterie mit folgenden Buchstaben verbunden wird: weifses Buchstabenfeld BEGJNR. Kommt die Bürste B auf den Contact 3, so tritt der zweite negative Strom in den Contact des Vertheilers D' des Empfangsamtes und von dort in den Elektromagneten R3, dessen Anker bethätigt wird, wodurch der Druck-Elektromagnet ^rnit der Abtheilung 2 und dem Buchstaben E verbunden wird.
Die Bürsten des Sammlers kommen bei ihrer Bewegung zuerst auf das weifse Buchstabenfeld und den Buchstaben A, wo keine Wirkung
erfolgt, da die Abtheilung ι, welche diesen beiden gegenüberliegt, isolirt ist. Die Bürsten gelangen dann an den Buchstaben B und gleichzeitig auf die Abtheilung 2. Nun ist der Buchstabe B mit der Batterie X und die Abtheilung 2 mit dem Druck-Elektromagneten Y verbunden, so dafs der Buchstabe B gedruckt wird, wie bei ähnlichen Apparaten.
Als ein anderes Beispiel gelte die Uebertragung des Buchstabens 0.
Wie aus der Tabelle ersichtlich, wird der Buchstabe 0 mittelst zweier positiven Ströme übertragen, von denen der eine in den Buchstabencbntact 1 und der andere in den Schlüsselcontact 4 entsendet wird. Der erste positive Strom bethätigt den Elektromagneten R\, wodurch die Druckbatterie mit folgenden Buchstaben des Sammlers in Verbindung tritt: ACFHKOS. Der zweite positive Strom bethätigt den Elektromagneten i?'4, wodurch der Druck-Elektromagnet mit der Abtheilung 6 und dem Buchstaben Z verbunden wird. Man braucht den Contact der Federn S& nicht, da die Federn S4 sich nicht berühren und somit die Leitung öffnen, in welche die Federn S6 eingeschaltet sind. Bei ihrer Bewegung auf dem Sammler können die Buchstaben so lange keine Wirkung hervorbringen, als sie sich auf den fünf ersten Abtheilungen befinden; sobald sie jedoch auf die sechste Abtheilung gelangen, treten sie gleichzeitig auf den Buchstaben N, und kann keine Wirkung erfolgen, da dieser letztere nicht mit der Batterie verbunden ist; sobald aber die Bürsten auf den Buchstaben O treten, wird der Druck-Elektromagnet bethätigt und der Buchstabe O gedruckt.
Die Rückkehr des Ankers in seinen Ruhezustand findet während des Drückens der Buchstaben statt, so dafs die Bürsten des Sammlers ihre Umdrehung vollenden, ohne dafs irgend ein anderer Buchstabe gedruckt werden könnte.
Sind statt vier Contacte deren nur drei vorhanden, so erfolgen die telegraphischen Uebertragungen in gleicher Weise; nur sind die Empfangs-Elektromagnete und der Sammler etwas geändert. Selbstverständlich ist auch die Tabelle für den Schlüssel eine vollständig andere.
Die abgeänderte Construction ist nun folgendermafsen beschaffen:
ι. Die Uebertragung.
Den drei Contacten 1, 2, 3 entsprechen die ■sechs Hebel Z1 V1 1'2 l's Z'4 Z'5, welche dieselbe Rolle spielen wie vorher und die Klaviatur bilden. Contact 1 wird mit dem Namen » Serien-Contact«, Contact 2 mit dem Namen »Gruppen-Contact« und Contact 3 mit dem Namen »Buchstaben-Contact« bezeichnet. Diese Bezeichnungen kommen daher, dafs
1. dem ersten Contact zwei Anker entsprechen, deren hauptsächlichste Function darin besteht, die Serie zu bestimmen, in welcher der übertragene Buchstabe sich befindet;
2. dem zweiten Contact zwei Anker entsprechen, die dazu dienen, die Gruppe zu bestimmen, in welcher der Buchstabe sich befindet;
3. dem dritten Contact die Anker entsprechen, welche den Buchstaben bestimmen.
2. Empfangnahme.
Der Sammler besteht bei dem Empfangsamte aus drei concentrischen Kränzen (Fig. 8), welche dieselben Namen führen, wie die drei Contacte auf dem Abgabe- und Empfangsvertheiler. Auf diesen drei Kränzen bewegen sich drei Bürsten 1', 2', 3', die von einem Halter getragen werden. Der Serienkranz ist in drei Theile oder drei Sectoren getheilt, von denen jeder drei Gruppen des Gruppenkranzes (Fig. 9) gegenüberliegt. Der Gruppenkranz ist in neun Gruppen getheilt, von denen jede drei Abtheilungen des Buchstabenkranzes gegenüberliegt, mit Ausnahme jedoch der letzteren Gruppe, die nur zwei Abtheilungen gegenüberliegt. Dies kommt von einer besonderen Eintheilung, die am Kopfe eines jeden Kranzes sich befindet, und die der Nullcombination entspricht, mit welcher, wie weiter unten beschrieben werden soll, das weifse Buchstabenfeld übertragen wird. Der Buchstabenkranz ist in 27 gleiche Theile getheilt, von denen 25 den 25 Buchstaben des Alphabets entsprechen und 2 den weifsen Buchstaben- und Zahlenfeldern, d. h. umgekehrt wie bei den Buchstaben und Zahlen.
Die Bürste 1' ist mit der Erde verbunden und läuft über den Kranz 1, welcher den Serienkranz bildet. Die Bürste dient dazu, einen der Pole der Druckbatterie mit der Erde zu verbinden, während die Bürste über irgend eine Serie hinweggeht, wobei die letztere durch das Spiel des einen der beiden Serien-Anker oder durch die. Ruhelage dieser beiden Anker bestimmt wird.
Die beiden Bürsten 2', 3' sind mit einander verbunden und laufen bezw. über die Kränze 2 und 3, von denen ersterer der Gruppenkranz und letzterer der Buchstabenkranz ist.
Es folgt hieraus, dafs während einer Umdrehung des Bürstenträgers die Serien oder Sectoren des Kranzes 1 von einer Bürste durchlaufen werden, welche jedes Organ mit der Erde in Verbindung setzen kann, das mit einem dieser Sectoren verbunden ist, und dafs die Gruppen des Kranzes 2 nach einander durch die Bürsten 2' und 3' mit jeder Abtheilung verbunden werden, denen sie auf dein Kranz 3 gegenüberliegen.
Bei dieser Anordnung brauchen nur in geeigneter Weise die verschiedenen Empfangsorgane mit den Sectoren, Gruppen und Abtheilungen der drei Kränze verbunden zu sein, um den übertragenen Buchstaben gedruckt zu erhalten. Da die sechs Anker der Empfangs-Elektromagnete zum Zweck haben, in den Druck-Elektromagnet Y' mit Hülfe der Bürsten des Sammlers den Strom der Localdruckbalterie X zu senden, und diese Sendung nur dann stattfinden darf, wenn die Bürsten gleichzeitig über die Serie, die Gruppe und die Abtheilung streichen, welche den telegraphirten Buchstaben entsprechen, so sind die verschiedenen Sectoren, Gruppen und Abtheilungen der drei Kränze zu diesem Zwecke einerseits mit den Ankern der Empfangs-Elektromagnete T1 r\ r2 r'2 r3 r'3 und andererseits mit derselben Anzahl von Contactfedern S1 S2 S3 S4 S5 S6 verbunden (s. Fig. io). Jeder Anker bethätigt eine Gruppe von Contactfedern, und jede Gruppe ist so angeordnet, dafs die beiden Federn, welche dieselbe bilden, mit einander in Berührung gebracht werden, wenn ein Anker functionirt, um sich mit einer der als Anschlag dienenden Schrauben V1 V2 V3 F4 F5 F6 in Berührung zu setzen, was zur Folge hat, dafs jeder Anker, wenn er functionirt, einen doppelten Contact herstellt, einmal zwischen dem Anker und- seiner Anschlagschraube, dann zwischen zwei Contactfedern.
Aus den verschiedenen zwischen den Gruppen, Buchstaben, Ankern und Contactfedern (Fig. io) vorbereiteten Verbindungen folgt nun, dafs mehrere Leitungen zwischen der Druckbatterie und den Druck-Elektromagneten infolge des Functionirens der einem Buchstaben entsprechenden Anker vorbereitet sind, und dafs die Bürsten des Sammlers der Reihe nach diese verschiedenen Leitungen schliefsen und ein Drucken von ebensoviel Buchstaben bewirken würden, wenn durch irgend eine bekannte Anordnung der Rücktritt der Anker in dem Augenblicke des Drückens eines Buchstaben stattfände.
Der Rücktritt der Anker im Moment des Drückens ermöglicht es, eine unbestimmte Anzahl von Leitungen durch das Functioniren von bestimmten Ankern herzustellen unter der ausdrücklichen Voraussetzung, dafs die erste von den Bürsten des Sammlers geschlossene Leitung diejenige sei, welche dem übertragenen Buchstaben entspricht. Dieses Resultat wird durch die Anordnung der Reihen, Gruppen und Abtheilungen des Sammlers erreicht.
Es soll als Beispiel der Buchstabe A genommen werden, welcher von drei positiven Strömen gebildet wird.
Der erste übertragene Strom ist derjenige der Serie, welcher den Anker T1 in Thätigkeit setzt. Indem dieser Anker seine Arbeitslage einnimmt, tritt er mit der Anschlagschraube F1 in Berührung, die mit einem der Pole der Druckbatterie X verbunden ist. Gleichzeitig verbindet der Anker die beiden Contactfedern der Gruppe S1 mit einander. Von diesen beiden Federn ist die eine mit dem anderen Pol der Druckbatterie verbunden (denn es ist zu bemerken, dafs keiner der Pole der Druckbatterie beständig mit der Erde verbunden ist), während die andere Feder mit der Feder oder der Serie ι des Serienkranzes in Verbindung steht; der Anker selbst ist mit der Gruppe 3 verbunden.
Der zweite Strom ist der Gruppehstrom, welcher den Anker r2 in Thätigkeit setzt. Dieser Anker kommt, wenn er seine Arbeitsstellung einnimmt, mit der Anschlagschraube F3 in Berührung, welch letztere mit demselben Pol der Druckbatterie verbunden ist, wie die Schraube F1. Gleichzeitig bringt der Anker die Federn S3 in Verbindung mit einander, von denen die eine mit dem Druck-Elektromagneten, die andere mit den Gruppen verbunden ist, obschon die Gruppe 1 diesmal nur allein zur Geltung kommen darf. Der Anker selbst ist mit dem Anker r\ verbunden, was zur Folge hat, dafs diese beiden Anker einen einzigen Leiter bilden, welcher mit den Buchstaben CFLOUX verbunden ist, die im vorliegenden Falle nicht verwerthbar sind.
Der dritte entsendete Strom ist der Buchstabenstrom. Derselbe setzt den Anker r3 in Thätigkeit, welcher einerseits mit der Anschlagschraube F3 in Contact tritt, die mit dem Druck-Elektromagneten verbunden ist, und andererseits die beiden Federn der Gruppe S5 mit einander verbindet, von denen die eine mit den Buchstaben ADJMSV und die andere mit demselben Pol der Druckbatterie wie die Anschlagschrauben F1 F2 F3 F4 und mit einer der Schrauben der Gruppe S6 in Zusammenhang stehen.
Wie aus Vorstehendem ersichtlich, hat der Anker rx die Serie 1 mit einem der Pole der Druckbatterie verbunden, indem er die beiden Federn S1 in Berührung mit einander brachte. Der Anker r2 hat die Gruppe 1 mit dem Druck-Elektromagneten geschlossen, indem er die beiden Federn S3 mit einander in Berührung brachte, und der Anker r3 hat den anderen Pol der Batterie mit den Buchstaben A D .... verbunden, indem er die beiden Federn S5 mit einander in Berührung brachte.
Es folgt daraus, dafs in dem Augenblick, in welchem von den drei Bürsten des Sammlers die erste auf der Serie 1 (wo sie einen der Pole der Batterie mit der Erde verbindet), die zweite auf der Gruppe 1 (wo sie den Druck-Elektromagneten mit dieser Gruppe verbindet) und die dritte auf der Abtheilung 2, welche den Buchstaben A darstellt, sich befindet, die
Leitung des Druck-Elektromagneten geschlossen ist. Das Drucken des Buchstabens A wird nun stattfinden und gleich darauf werden die Anker in ihre Ruhelage zurücktreten, was zur Folge hat, dafs die Bürsten ihre Kreisbewegung auf dem Sammler vollenden können, ohne dafs ein anderer Buchstabe gedruckt wird.
3. Combination Null.
Die Combination Null, wobei alle Anker im Ruhezustand sich befinden, bewirkt das Drucken des weifsen Buchstabenfeldes, welches die erste Abtheilung des Sammlers bildet. Zu diesem Zwecke beginnen die Kränze 1 und 2 der Serien und Gruppen jeder mit einer Abtheilung, welche der ersten Abtheilung des Kranzes 3 gegenüberliegt.
Diese drei Abtheilungen sind folgendermafsen verbunden:
diejenige des Serienkranzes direct mit dem mit der Erde zu verbindenden Pol der Druckbatterie,
diejenige des Gruppenkranzes direct mit dem Druck-Elektromagneten und
diejenige des Buchstabenkranzes mit der Druckbatterie durch die sechs Gruppen der Trennungsfedern S1 s.2 S3 si S5 sü.
Jede dieser Gruppen steht unter dem Einflufs eines der Anker der Empfangs-Elektromagnete dergestalt, dafs die beiden eine Gruppe bildenden Federn von einander getrennt sind, wenn der sie beeinflussende Anker gehoben ist, um einen Buchstaben zum Druck zu bringen. Es folgt daraus, dafs die Leitung des weifsen Feldes unterbrochen1 wird, gleichgültig, welcher Anker sich hebt, und dafs das weifse Feld nur zum Drucken kommen kann, wenn alle Anker der Empfangs-Elektromagnete sich in Ruhe befinden.
Soll der Apparat als Vielfach - Telegraph benutzt werden, so wird die Zahl der Contactstücke auf dem Geber und Vertheiler so oft wiederholt, als es der. Raum gestattet. An jedes dieser Systeme wird dann ein Apparat angeschlossen, so dafs man also mittelst einer Leitung mehrere telegraphische Apparate verbinden kann.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vielfach - Telegraph, bei welchem die Uebermittelung der Zeichen durch eine Combination positiver und negativer Stromstöfse vermittelst eines mit über die einzelnen Contactstücke schleifender Bürste versehenen Gebers erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dafs die Geber D durch einen synchron laufenden Vertheiler D' auf eine Anzahl magnetischer Relais R1 R\ R2 R'.2 derart wirken, dafs letztere durch einen aus concentrisch und isolirt angeordneten Contactstücken mit darüber schleifender Bürste bestehenden Sammler die Localstrombatterie mit dem Druckapparat verbinden.
  2. 2. Bei einem Vielfach-Telegraph nach Anspruch ι ein Geber D, auf dessen Peripherie eine beliebige Anzahl von einander isolirter Contactstücke angeordnet ist, an welche je zwei Tasthebel L L', L1 L'\ .... zur Verbindung mit dem positiven oder negativen Pol der Hauptbatterie angeschlossen sind, so dafs durch die über die Contactstücke hinschleifende rotirende Bürste B hinter einander eine Anzahl Stromstöfse in die Leitung gesandt werden kann.
  3. 3. Bei einem Vielfach - Telegraph nach Anspruch ι ein Vertheiler D' auf der Empfangsstation, welcher auf seiner Peripherie eine dem Geber D entsprechende Anzahl von einander isolirter Contactstücke aufweist, über die eine Bürste B' in genau gleichzeitiger Bewegung mit der Bürste B des Gebers schleift, so dafs die durch die Leitung übermittelten Stromstöfse die zu je zwei an die einzelnen Contactstücke mit entgegengesetzter Wickelung angeschlossenen Elektromagnete R1R\, R2R'2 . . . . anregen und die zum Drucken nothwendigen Localstromleitungen schliefsen.
  4. 4. Bei einem Vielfach-Telegraph nach Anspruch ι die Anordnung eines Sammlers auf der Empfangsstation, bestehend aus einer nach der Anzahl der Contactstücke des Gebers bezw. Vertheilers wechselnden Reihe von Ringen, welche selbst von einander isolirt sind, und deren äufserster eine der Anzahl der Zeichen entsprechende Zahl von einander isolirter Contactstücke aufweist, so dafs bei Erregung eines oder mehrerer Magnete R1 R\ .... bezw. T1 r\ .... und leitender Verbindung der Contactschrauben F. ... und Contactfedern S1 52 .... die auf den Ringen des Sammlers schleifenden Bürsten die Verbindung zwischen der LocalbatterieXund dem Druck-Elektromagneten Y herstellen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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